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Switzerland's Xherdan Shaqiri scores his side's first goal during the Euro 2016 round of 16 soccer match between Switzerland and Poland, at the Geoffroy Guichard stadium in Saint-Etienne, France, Saturday, June 25, 2016. (AP Photo/Darko Bandic)

Xherdan Shaqiri hebt ab! Das wohl schönste Tor der Schweizer Nati-Geschichte.
Bild: Darko Bandic/AP/KEYSTONE

Bitteres EM-Aus für die Nati – aber diese 11 Szenen werden uns noch lange in Erinnerung bleiben

Aus, Schluss, vorbei! Granit Xhakas Fehlschuss im Penaltyschiessen gegen Polen hat die EM für die Schweizer Nati abrupt beendet. Was bleibt, ist die grosse Enttäuschung – und zahlreiche unvergessliche Momente.



Das Bruderduell

Wochen- , ja monatelang sprach alles nur von diesem einen Spiel: Dem «Bruderduell» zwischen der Schweiz und Albanien gleich zu Beginn der EM, mit Taulant und Granit Xhaka im Fokus. Wie werden die Schweizer Spieler mit albanischen Wurzeln das heikle Duell angehen, wie die vielen Albaner, die in der Super League gross geworden sind? Die Antwort auf diese Fragen: überaus professionell. So professionell, dass nach dem 1:0 für die Schweizer bald niemand mehr darüber sprach.

Football Soccer - Albania v Switzerland - EURO 2016 - Group A - Stade Bollaert-Delelis, Lens, France - 11/6/16
Switzerland's Granit Xhaka in action with Albania's Taulant Xhaka
REUTERS/Carl Recine
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Hart aber fair: Die Xhaka-Brüder schenken sich im Startspiel nichts. Bild: Carl Recine/REUTERS

Der Türöffner

Was wünscht man sich für den Start in ein grosses Turnier? Na klar, ein guter Start. Doch die Schweiz begann ihr EM-Abenteuer gegen Albanien ziemlich nervös, da war der frühe Führungstreffer von Fabian Schär mehr als Gold wert. Mit der Führung im Rücken spielte die Nati dann zwar alles andere als souverän, aber wer weiss, wie das Ganze ohne Schärs Tor geendet hätte.

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Fabian Schär führt die Schweiz mit dem 1:0 gegen Albanien auf den richtigen Weg.
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Die Parade

Es läuft die 87. Minute im Spiel gegen Albanien, da taucht Shkelzen Gashi mutterseelenallein vor Yann Sommer auf. Der Nati-Goalie bleibt lange stehen und lenkt Gashis Schuss schliesslich mit einem Reflex über die Latte. Statt 1:1 hiess es am Ende 1:0 für die Schweiz.

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Sommers Parade gegen Shkelzen Gashi.
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Der Chancentod

Na, welche Chance hätten's denn gern? Haris Seferovic versiebte sie gleich im Multipack. Zwei Mal tauchte er gegen Albanien alleine vor dem gegnerischen Tor auf, zwei Mal versiebte er gegen Rumänien aus bester Position. Und vor Xherdan Shaqiris Ausgleich traf er gegen Polen mit dem offenen Tor vor Augen nur die Latte. Nur Pech? Nein, Seferovic verkörpert das momentan grösste Problem der Nati. Das Auslassen bester Tormöglichkeiten.

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Eine der vielen Seferovic-Chancen: Gegen Albanien scheitert er allein vor Torhüter Berisha.
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Der EM-Song

Falls jemand Breel Embolo vor dieser EM in Frankreich noch nicht gekannt haben sollte, dann tut er es jetzt auf jeden Fall. Nicht wegen seiner Leistungen auf dem Platz, sondern wegen des Songs, den die Nati-Fans dem 19-jährigen Stürmer in Frankreich gewidmet haben. Zur Melodie des «The Tokens»-Hits «The Lions Sleeps Tonight» sangen sie landauf, landab, wo der Breel zuhause ist. Nämlich in der Schweizer Nati.

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«Oh Embolo!» tönt es in ganz Frankreich. streamable

#Trikotgate

Das dritte Gruppenspiel gegen Frankreich war alles andere als berauschend. Die Nati mauerte sich dank einer starken Defensiv-Leistung zum 0:0, das sie zum Weiterkommen benötigte. Für viel Aufsehen sorgten allerdings die Trikots der Schweizer: Gleich sieben hielten der Zerreissprobe nicht stand. Über Hersteller Puma lachte die ganze Welt. Erst spät gab der Nati-Ausrüster zu, dass defektes Material bei der Herstellung verwendet wurde.

Der Huckepack

Da Torszenen bei Schweiz – Frankreich Mangelware blieben, werden wir uns vor allem an diese Szene erinnern: Bei einem Zweikampf mit Paul Pogba schirmt Breel Embolo den Ball ab, der in vollem Tempo anrauschende Franzose kann nicht mehr bremsen und so nimmt ihn Embolo kurzerhand Huckepack. Herrlich, wie der Youngster dem französischen Superstar danach wieder auf die Beine hilft. Kein Wunder, ist Embolo mit seiner liebenswürdigen Art der Publikumsliebling schlechthin im Schweizer Team.

Das Monsterfoul

Im Achtelfinal gegen Polen tut sich die Nati lange schwer. Immer wieder werden sie von den gegnerischen Stürmern bei schnellen Gegenstössen überlaufen. In der 55. Minute setzt Fabian Schär dann ein Zeichen. An der Seitenauslinie grätscht er bei einem weiteren polnischen Konter deren Superstar Robert Lewandowski rüde um. Schär, der Glück hat und nur Gelb sieht, setzt damit ein Zeichen. Von Polen und Lewandowski ist danach nichts mehr zu sehen.

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Schär räumt Lewandowski ab.
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Das Traumtor

Wie wurde er während der Vorrunde kritisiert! Fast nichts war von Xherdan Shaqiri in den ersten drei EM-Spielen der Schweiz zu sehen. Und so hofften alle, dass der «Kraftwürfel» sich seinen Geniestreich für die K.o.-Runde aufgehoben hatte. Und so war es dann auch: Die Schweizer rannten im Achtelfinal gegen Polen in der zweiten Halbzeit immer wieder verzweifelt an, doch der Ball wollte einfach nicht ins Tor – bis Xherdan Shaqiri zum Seitfallzieher ausholte und den Ball in die rechte untere Torecke hämmerte. Ein Traumtor, das auf der ganzen Welt Beachtung fand.

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Shaqiri zaubert – das wohl schönste Nati-Tor aller Zeiten.
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Der Unglücksrabe

Da war Granit Xhaka in der Vorrunde der alles überragende Mann bei der Nati und dann das: Gegen Polen wird der Schweizer Spielgestalter in Manndeckung genommen, kann so seine Stärken lange nicht ausspielen. Doch Xhaka steigert sich, wird immer besser, schreitet im Penaltyschiessen dann selbstbewusst zum Punkt – und versemmelt. Der Ball zischt am linken Pfosten vorbei, die Schweiz scheidet aus und Xhaka wird zum tragischen Held.

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Xhaka verschiesst als einziger in der Penalty-Lotterie. streamable

Die Trostspenderin

Xhaka bleibt auch nach dem Penalty-Frust ganz Xhaka. Erst lässt er sich von seiner Freundin Leonita Lekaj trösten, dann steht er vor die Mikrofone und zeigt Grösse. «Mein Penalty war so, wie ich immer schiesse. Aber ich habe den Ball nicht richtig getroffen. Ich bin ein junger Mensch, erst 23. So etwas macht mich nur stärker. Und ich verspreche, dass ich beim nächsten Penaltyschiessen wieder anlaufen werde», analysiert er sachlich. Wir glauben ihm und hoffen, dass das Glück das nächste Mal auf seiner Seite ist.

Switzerland's Granit Xhaka kisses his wife at the end of  the Euro 2016 round of 16 soccer match between Switzerland and Poland, at the Geoffroy Guichard stadium in Saint-Etienne, France, Saturday, June 25, 2016. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Seine Freundin Leonita tröstet Xhaka nach dem Spiel mit einem dicken Kuss.
Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

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Was wirst du von dieser EM am längsten in Erinnerung behalten?

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4,441 Votes zu: Was wirst du von dieser EM am längsten in Erinnerung behalten?

  • 2%Bruderduell Schweiz – Albanien
  • 1%Frühes Schär-Tor
  • 1%Sommer-Parade
  • 2%Chancentod Seferovic
  • 14%«Oh Embolo!»
  • 9%Trikotgate
  • 2%Embolos Pogba-Huckepack
  • 2%Schärs Monsterfoul
  • 56%Shaqiris Traumtor
  • 4%Xhakas Penalty-Lapsus
  • 2%Trost für Xhaka
  • 5%Etwas völlig anderes

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SVARTGARD 26.06.2016 08:21
    Highlight Highlight Meine Fresse, was war denn los mit Euch,habe an die Schweiz geglaubt,Schade.
    10 73 Melden
  • rodolofo 26.06.2016 07:53
    Highlight Highlight Mir hat diese Schweizer Mannschaft gefallen, ja begeistert!
    Kann mich nicht erinnern, schon mal dermassen emotional mitgegangen zu sein, wie dieses Mal.
    Nachdem sie so toll gespielt und mit vollem Einsatz gekämpft haben, haben sich Embolo, Shakiri, Lichtsteiner und Co. ihren "Feierabend" verdient.
    Für die Polen geht das Turnier weiter.
    Die brauchen ihr gestriges Erfolgserlebnis wohl auch mehr, als unsereins. Darum haben sie wohl auch gewonnen...
    Die Polnische Spiel wirkte auf mich irgendwie "klassisch deutsch": Zielstrebig, schnörkellos, effizient, solid, kraftvoll, phantasielos.
    80 17 Melden
  • goldguegji 26.06.2016 07:49
    Highlight Highlight Können wir Doris Leuthards Jubel nach Shaqiris Tor auch noch auf die Liste nehmen? 🙌
    109 4 Melden
    • Ratert 26.06.2016 08:21
      Highlight Highlight ... und wie lange sie das high - five suchte ;D
      101 2 Melden
    • TaZe 26.06.2016 17:14
      Highlight Highlight Link wo? Möchte ich sehen :D
      6 0 Melden
    • scotchandsoda 27.06.2016 16:32
      Highlight Highlight http://www.tagesanzeiger.ch/em2016/schweizer/so-freut-sich-doris-leuthard-ueber-den-ausgleich/story/21011886
      1 0 Melden

Ein Spiel für die Geschichtsbücher – hier alle Tore des 5:2-Wahnsinns gegen Belgien

Die Schweiz schlägt Belgien nach 0:2-Rückstand mit 5:2 und feiert einen der grössten Siege ihrer Geschichte. Seferovic erzielt drei Tore, Shaqiri zeigt ein Wahnsinnsspiel und die Belgier wissen kaum, wie ihnen geschieht.

Wer hätte das gedacht? Die Schweizer Nati dreht einen frühen und deutlichen Rückstand gegen Belgien und qualifiziert sich für das Final-Four-Turnier der UEFA Nations League.

Wie das Team von Vladimir Petkovic gegen die Weltnummer eins Moral gezeigt hat, zeugt von ganz, ganz grosser Klasse. Keine Mannschaft der gesamten Nations League hat mehr Treffer als die Schweiz erzielt, das zeugt von einer gewaltigen Offensiv-Power.

Alle Treffer der heutigen Partie gibt's hier im Video.

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