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Swiss defender Fabian Schaer, center 22, celebrates with teamates after scoring the first goal during the UEFA EURO 2016 group A preliminary round soccer match between Albania and Switzerland, at the Stadium Bollaert-Delelis, in Lens, France, Saturday, June 11, 2016. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Schär lässt gegen Albanien Fans und Teamkollegen jubeln.
Bild: KEYSTONE

Die Nati hat ein Stürmerproblem? Macht nichts, solange Tor-Monster Schär zuschlägt

Der Schweiz gelingt der Auftakt zur Fussball-EM in Frankreich: Die Nati schlägt Albanien mit 1:0. Das goldene Tor schiesst ein Verteidiger: Fabian Schär trifft schon in der fünften Minute.



Wer soll in der Schweizer Nati bloss die Tore schiessen? Die Sorgenfalten waren nicht gerade klein vor der EM, denn kein einziger Stürmer hatte eine richtig starke Saison hinter sich.

Doch die Schweiz hat einen Joker, der oft zur Stelle ist, wenn es nötig ist: Fabian Schär. Der Innenverteidiger erzielt gegen Albanien schon nach fünf Minuten das 1:0. Es ist Schärs sechster Treffer im 21. Länderspiel – und noch viel beeindruckender: Alle Tore erzielt der 24-jährige Wiler in Pflichtspielen. Also dann, wenn es wirklich zählt.

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Schärs Kopfballtor zum 1:0.
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«Es war für mich nicht immer einfach in letzter Zeit und ich habe viel auf den Deckel erhalten.»

Fabian Schär
srf

Verteidiger mit Stürmerblut

«Das ist meine Spielweise, als Bube war ich eher ein Offensivspieler», sagte Schär kürzlich in einem SRF-Interview. Es sei ihm schon länger klar, dass sich jeder Spieler an der Offensive beteiligen soll. «Es ist nicht mehr so wie früher, als Verteidiger nur fürs Verteidigen zuständig gewesen sind.»

Erstmals trifft Schär schon in seinem zweiten Länderspiel, beim denkwürdigen 4:4 gegen Island in der Qualifikation für die WM 2014. Vier Tage später legt er nach: Schär erzielt beide Treffer zum 2:0-Auswärtssieg in Norwegen.

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Zwei Freistösse, zwei Schär-Kopfbälle: Die Schweiz siegt in Oslo mit 2:0. YouTube/EuropeFootballClips

Auch in der Qualifikations-Kampagne für die EM in Frankreich ist auf Schär Verlass. Er schiesst ein Tor beim 4:0 gegen Litauen und ihm gelingt beim 3:0 gegen Estland das erste Tor des Abends.

«Es ist kein Zufall, dass er so viele Länderspieltore gemacht hat.»

Nationaltrainer Vladimir Petkovic
srf

Schärs beeindruckende Quote

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Ein kontinuierlicher Aufstieg

In einer Nationalmannschaft vieler Secondos fällt Schär mit seinem Lebenslauf aus dem Rahmen. Er ist im beschaulichen Wil SG aufgewachsen, seine Eltern Marion und Martin führen in vierter Generation eine Fensterbau-Firma. Während der Fussballer mit dem FC Wil in der Challenge League Fuss fasste, absolvierte er parallel dazu eine KV-Lehre bei der Raiffeisenbank. Fabian Schär – ein Bilderbuch-Bünzli. Es sei eine Option, die elterliche Firma dereinst zu übernehmen und eine Tradition fortzuführen: «Aber ich möchte schon noch ein paar Jahre Fussballprofi sein.»

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Schärs Eltern (unten, beide mit Brille) freuen sich auf der Tribüne über das Tor ihres Sohns. streamable

Der FC Wil war sein erster Klub, in der zweithöchsten Liga absolvierte er rund 50 Partien. Die Schweiz nahm erstmals von Fabian Schär Notiz, als er gegen den FC Aarau ein spektakuläres Tor schoss: aus der eigenen Platzhälfte.

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Aus der eigenen Platzhälfte trifft Schär, als er noch beim FC Wil spielt. streamable

Von Wil ging's zwar nur eine Liga höher, aber dennoch in eine andere Welt: Schär wechselte 2012 zum FC Basel. Dort wurde er Stammspieler, drei Mal Meister, Nationalspieler, WM-Teilnehmer.

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Im letzten Sommer dann der nächste Schritt nach oben: ein Transfer in die Bundesliga. Mit Hoffenheim spielte Schär jedoch lange Zeit gegen den Abstieg. «Ich habe mir das sicher anders vorgestellt», gibt Schär zu. Es sei wichtig gewesen, dass er noch vor der EM «aus diesem Loch» gefunden habe. Davon profitierte heute auch die Schweiz.

Schärs 1:0 gegen Albanien

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    Alle Leser-Kommentare
  • Peter von der Flue 12.06.2016 01:31
    Highlight Highlight Ganz ehrlich es gib Gründe weshalb Frankfurt gegen Nürnberg gespielt hat. Ohne Meyer läuft nichts und genau das hat Seferovic wieder gezeigt. Ein Stürmer ohne Torinstikt. Sind wir glücklich mit einem Sieg vierter zu werden
    .
  • Peter Netzer 12.06.2016 00:52
    Highlight Highlight Wir haben kein Stürmer-, sondern ein Trainerproblem.
    Frage 1: wer ist für die Taktik verantwortlich? Das hin- und hergeschrieben im Altherrenstil kommt sicher nicht von den Spielern, statt Druck auf den Gegner zu machen.
    Frage 2: wieso spielt der Chancentod Seferovic, der schon die ganze Saison ausser Form ist und nicht Derdiyok.
    Frage 3: wieso ist Klose nicht im Aufgebot (miese Begründung, wird nicht fit zur EM)
    Frage 4: wieso nicht Elvedi oder Lang mal in der IV? Herr Petkovic diese Mannschaft hat mehr Potenzial, lassen sie die Spieler endlich dies auszuspielen.
    • Ratchet 12.06.2016 17:47
      Highlight Highlight Es ist zu einfach immer den Trainer die Schuld für alles zu geben!
      1. Ein Trainer kann sagen, was er will, am Ende spielen die Spieler. Die besprochenen Taktik wird oft nur zu Beginn eingehalten. Die Schweiz machte Druck in der Startphase, nach dem 1:0 und die rote Karte, machten es sich die Spieler die Arbeit bequem.
      2. Ich ziehe Derdiyok auch einem Seferovic vor. Aber auch er hat keine unglaubliche Zahlen. Der Schweiz fehlt definitiv ein Knipser.
      3./4. Inwiefern hätten Klose und Elvedi gross was, am Spiel geändert. IVs sind keine Magier, jedes Topverteidiger wird mal bezwungen.
  • andersen 12.06.2016 00:22
    Highlight Highlight Die Schweiz ist der heimliche Favorit bei der EM, wegen der Torhüter, sie lassen niemanden mehr rein.

    :-) War nur eine Witz, spass beiseite, ich freue mich für die Schweiz.
  • Max Müsterlein 11.06.2016 23:30
    Highlight Highlight Das letzte Spiel an einem Turnier muss gewonnen werden, Haris weiss wie dues fuknioniert, er ist bereits Weltmeister.
  • Jay Rodriguez 11.06.2016 23:29
    Highlight Highlight Ich würde mich als beinharten Nati-Kritiker bezeichnen. Bin aber trotzdem erstaunt, wie negativ die Kommentare hier ausfallen. War ein sehr schwieriges Spiel: Auftakt, emotionelle Spannung, eine heissblütige gegnerische Mannschaft. Wir habe drei Punkte geholt. Was erwartet ihr mit Djourou (!!!) In der Innenverteidigung? Herz-Kreislaufprobleme vorprogramiert. Seferovic und Shaqiri harmlos. Der Rest der Mannschaft hat mich mehr oder weniger überzeugt. Kommt mal runter. Wir sind immer noch die Schweiz.
    • Ratchet 12.06.2016 17:58
      Highlight Highlight Immer Djourou die Schuld geben, als wären Schär, Klose, Senderos, Von Bergen jeweils besser. Von den ca. 20 langen Bälle der Albaner stand er zweimal nicht optimal. Das ist nicht schlecht und sondern passiert jedem (auch weltklasse Topverteidiger wie Pepe oder Ramos, sonst würde sie ja nie Tore kassieren).
      Es fällt einfach auf, wenn ein IV nicht makellos spielt, weil es sofort zur einer Torchance führt!
      Anstatt alle auf den Finger auf den IV zu zeigen, sollte man eher Fragen, warum die Schweiz den zehn Albaner 20 lange Bälle spielen lässt. Das defensive Mittelfeld ist dafür zuständig.
  • SJ_California 11.06.2016 22:57
    Highlight Highlight Schär und Seferovic sollten die Positionen tauschen...
  • ch2mesro 11.06.2016 22:04
    Highlight Highlight abgesehen vom stürmerproblem, hat die schweizer nati ein einstellungsproblem! sie haben 11 gegen 10 gespielt und nur dank sommers big saves gewonnen. und bringt jetzt ja nicht die billige ausrede; es gibt keine kleinen mehr.
  • Luca Brasi 11.06.2016 18:16
    Highlight Highlight Vielleicht sollte Petkovic Schär im Sturm spielen lassen und Seferovic in der Innenverteidigung. ;)
    Ich fände noch die Option Derdiyok im Sturm interessant.
  • Triumvir 11.06.2016 18:10
    Highlight Highlight Schär und Sommer sei dank, unsere Albaner waren ja fast alle ein Totalausfall (was nicht anders zu erwarten war).
    • zettie94 11.06.2016 19:14
      Highlight Highlight Dzemaili? Behrami?
      Shaqiri wurde sehr gut abgeschirmt (meist von zwei Albanern) und Xhaka ist zwar nicht gross aufgefallen, hat aber sehr souverän gespielt.
      Mehmedi ist nicht so viel gelungen, weshalb er wohl auch ausgewechselt wurde. Er war aber sichtlich bemüht.
    • Stichelei 11.06.2016 20:08
      Highlight Highlight Shaqiri war weit unter Durchschnitt. Gefühlte 99% seiner Pässe gingen heute zurück zur eigenen Verteidigung. Aber das passte leider zum gezeigten Angsthasenfussball. Ohne Sommer hätten wir wahrscheinlich gegen 10 Albaner erneut eine 'unglückliche Niederlage' beklagen müssen.
    • Philu 13.06.2016 08:38
      Highlight Highlight Ich finde Berahmi war besser als Dzemaili. Überall anzutreffen, hinten wie auch vorne, gearbeitet und abgeräumt, Taktgeber des Mittelfeldmotors
  • super_silv 11.06.2016 18:08
    Highlight Highlight Was mich extrem aufregt ist der Sascha Ruefer. Da schreibt man tagelang das diese Nati mehr zuspruch braucht und wir zusammenhalten müssen und dann spricht der Kommentator, dem Millionen zuhören, 30 minuten lang wie schlecht diese Manschaft spielt. Und das nicht zum ersten mal.

    Klar es war auch nicht sehr überzeugend, aber als kommentator sollte man eher euphorisch und nicht depressiv wirken.
    • Masta Ace 11.06.2016 19:30
      Highlight Highlight Genau das denke ich auch jedes Mal! Dieser Ruefer ist teilweise fast nicht zu ertragen!
    • Tobias K. 11.06.2016 20:11
      Highlight Highlight Hier bin ich ganz anderer Meinung. Man muss alle Schwächen aufdecken und hart kritisieren. Heute war eine reine Katastrophe. Dank Sommer und Schär hats gereicht. Vielleicht sollte man mehr auf den nördlichen Nachbar schauen. Dort wird das Siegergen gnadenlos durch harte Kritik eingeimpft. Dieses elende "hauptsache dabei sein" geht mir auf den Nerv. Heute war einfach alles miserabel. Vom zahnlosen Sturm bis zur desolaten Innenverteidigung. Schmeichelhaft , dass es am Ende 1:0 für die Schweiz hiess.
    • Ruffy 11.06.2016 20:56
      Highlight Highlight Darum habe ich das Spiel auf dem ZDF gesehen, der Typ ist einfach nicht auszuhalten...
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  • maxi 11.06.2016 17:40
    Highlight Highlight Mit marco schneuwly wurde ja ein strafraumstürmer in top form nicht aufgeboten! Nicht mal in das erweiterte kader... Eigentlich ein skandal, ihn könnte man in 70min bringen.. Würde viel bewirken!
  • greeZH 11.06.2016 17:38
    Highlight Highlight Übrigens, schade ist Embolo Basler. Finde den nämlich noch en geilä Siech. :)
    • S.Fischer 11.06.2016 21:37
      Highlight Highlight Jaja, lass uns Basler nur den Hass zukommen.
      Solange wir die Nati mit hochwertigen Spielern unterstützten und in der Liga Erfolg haben, spricht dieser Hassneid nur für uns. ;)
    • greeZH 11.06.2016 23:31
      Highlight Highlight Da bist du etwas über das Ziel hinaus geschossen wenn du da Hass erkennen willst. Ich kann auch Sommer, Xhaka und Schär anerkennen. Mit meinem Kommentar meinte ich schade deshalb weil ich mir sonst vielleicht ein Trikot von Embolo kaufen würde. :) Hass nicht, aber ein Trikot eines Baslers kaufe ich dann doch nicht.
    • corona 11.06.2016 23:51
      Highlight Highlight Genau hier liegt doch das grundlegende schweizer Problem. Für uns Schweizer sind es halt immer noch Albaner, Basler oder ein nicht Deutsch sprechender Coach (welcher übrigens perfekt eine andere Landessprache spricht) Jedes andere Land sieht die Nationalmannschaft als grosses Ganzes und lässt solche Diskusionen im Keim ersticken! Die Boateng/Nachbarschaft Diskusion ist bestes Beispiel dafür. Nur wir Schweizer mit unserem Kantöndligeist schaffen das irgendwie nicht. Schade so bleibt immer ein unnötiger Schatten über solchen Turnieren.
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