Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Gareth Bale hat in allen drei Vorrunden-Spielen einmal getroffen.
Bild: Hassan Ammar/AP/KEYSTONE

Gareth Bale hat gut lachen – als einziger Superstar lässt es der 100-Millionen-Mann bislang krachen

Es war bisher nicht die EM der grossen Superstars: Cristiano Ronaldo, Thomas Müller, Robert Lewandowski, Paul Pogba, Kevin De Bruyne – keiner konnte die Erwartungen erfüllen. Nur Gareth Bale schiesst ein Tor nach dem anderen.

21.06.16, 01:41 21.06.16, 06:36

» Hier gibt's die Story mit allen Highlights der Montagsspiele.

Wer vor dem Turnier den EM-Torschützenkönig tippen musste, dachte ziemlich schnell an Thomas Müller, Cristiano Ronaldo, Robert Lewandowski, Antoine Griezmann, Harry Kane oder Jamie Vardy. Der Name Gareth Bale dagegen fiel kaum. Nach etwas mehr als der Hälfte aller Spiele (28/51) führte der walisische Hochgeschwindigkeitsfussballer die Torschützenliste mit drei Treffern aber klar an.

Während Ronaldo, Müller und Lewandowski noch kein einziges Mal ins Schwarze getroffen haben, skorte der 26-jährige Flügelstürmer von Real Madrid in allen drei Vorrunden-Spielen einmal – zweimal per Freistoss (gegen England und die Slowakei) und einmal aus dem Spiel heraus (gegen Russland).

Der Freistosstreffer zum 1:0 gegen die Slowakei.
streamable

Der Freistosstreffer zum 1:0 gegen England. streamable

Bales 3:0 gegen Russland. streamable

Bale ist erst der siebte Spieler in der EM-Geschichte, der in jedem Gruppenspiel mindestens einmal traf. Im kleinen Kreis der grossen Torjäger gesellen sich EM-Grössen wie Milan Baros, Ruud van Nistelrooy, Alan Shearer, Savo Milosevic, Hristo Stoichkov und Michel Platini.

Dass Wales – mit seinen drei Millionen Einwohnern nun wahrlich ein Fussballzwerg –  dank Siegen gegen die Slowakei und Russland vor Erzrivale England Gruppensieger geworden ist, haben die «Drachen» vor allem ihm zu verdanken. An 13 der letzten 17 walisischen Goals war Bale direkt beteiligt. Zehn schoss er selbst, dreimal lieferte er den Assist.

Wales trifft im Achtelfinal auf den Dritten der Gruppe A, C oder D. Momentan wären das Albanien (fix), Nordirland und Tschechien.

Zusammen mit Aaron Ramsey und Joe Allen, der wegen seiner langen Haaren nicht mehr «Welsh Xavi», sondern «Welsh Pirlo» genannt wird, bildet Bale das sogenannte magische Dreieck, das die russische Altherren-Verteidigung beim ungefährdeten 3:0-Sieg immer wieder gehörig durcheinanderwirbelte.

«Das war die beste Leistung von uns bei diesem Turnier, überhaupt seit ich beim Team bin»

Gareth Bale nach dem Sieg gegen Russland

Die Russen zeigten zwar eine der schlechtesten Defensivleistungen dieses Turniers, das macht den Fussball der Waliser aber nicht minder attraktiv. Die «Drachen» haben sich wie Island und Nordirland mit erfrischendem Offensiv-Fussball in die Herzen der Fussball-Fans gespielt. 

Nicht nur dank Bale, dennoch ist der Vorzeige-Profi, der wohl als einziger Brite dieser Welt kein Bier trinkt, klar das Aushängeschild der Mannschaft. In 55 Länderspielen für Wales hat der 100-Millionen-Mann bereits 19 Mal getroffen. Bis zu Rekordtorschütze Ian Rush fehlen ihm nur noch neun Treffer, doch längst ist klar, dass Bale dereinst als grösster walisischer Fussballer aller Zeiten in die Geschichte eingehen wird. Mit «Viva Gareth Bale» haben ihm die Fans auch bereits einen eigenen Song gewidmet.

Gareth Bale schiesst Freistösse wie Cristiano Ronaldo, nur besser.
Bild: Albert Gea/REUTERS

Public Viewing mit watson

Lust auf ein Public Viewing in Zürich? watson ist Partner der Veranstaltungen beim «Glatten Köbi» und der «Amboss Rampe». Ein Besuch lohnt sich!

Ausserhalb seiner Heimatnation kriegt Bale trotz konstant starker Leistungen aber nur selten die Anerkennung, die er eigentlich verdienen würde. Das liegt einerseits an seinem markanten Erscheinungsbild – 2012 liess er sich gemäss «The Sun» die abstehenden Ohren anlegen – , andererseits an Cristiano Ronaldo. Hinter dem Portugiesen spielt er bei seinem Klub Real Madrid allerhöchstens die zweite Geige.

Doch auch seine Zahlen können sich sehen lassen: In der Primera Division hat er in der abgelaufenen Saison in 23 Spielen 19 Mal getroffen, für Real Madrid in bislang 123 Partien 58 Mal eingenetzt und 46 Assists abgeliefert. Und das obwohl bei den Königlichen alles auf Ronaldo abgestimmt ist.

Auch seine grösste Stärke darf er in Madrid nur selten ausüben: das Treten von Freistössen. Inspiriert hat ihn bei seiner Technik natürlich Ronaldo, das sieht man schon beim Anlauf: Vier Schritte zurück, einer seitwärts und dann breitbeinig hinstellen. Doch auch bei den Standards steht ihm CR7 meist vor der Sonne. Höchstens von halbrechts darf der walisische Linksfuss seinen Teamkollegen mal vertreten. 

Bales langjährige Lebensgefährtin Emma Rhys-Jones schaut gespannt zu. Bild: Rebecca Naden/REUTERS

Bei Wales ist Bale aber klar der Schütze Nummer 1 und an der EM stiehlt er nicht nur Ronaldo, sondern auch allen anderen Freistosskünstlern die Show. Viermal nahm er Anlauf, zweimal zappelte der Ball im Netz. Damit ist Bale der vierte Spieler, der an Europameisterschaften zwei direkt verwandelte Freistösse vorweisen kann. Seine Vorgänger: Michel Platini, Zinédine Zidane und Thomas Hässler. Und was ist mit Cristiano Ronaldo? Der hat in 34 Anläufen (in vier Turnieren) noch kein einziges Mal getroffen.

Die schnellsten Fussballer der Welt

EM 2016: Wichtige Infos zum Fussballturnier in Frankreich

Hier wird gespielt: Die 10 Stadien der Fussball-EM 2016 in Frankreich

Der Spielplan der Fussball-EM 2016 in Frankreich: Die Gruppenphase

So schnitt die Schweizer Fussball-Nati bei ihren bisherigen EM-Auftritten ab

Das Maskottchen der EM 2016 in Frankreich: «Salut, je m'appelle Super Victor!»

«Beau jeu» – der offizielle Ball der EM 2016 verspricht ein schönes Spiel

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 21.06.2016 11:28
    Highlight Look at all those Football experts 😂 wird ja wohl einen Grund haben warum Herr Reich für Watson arbeitet und ihr nicht...
    1 0 Melden
  • pjj 21.06.2016 10:37
    Highlight Island und erfrischender Offensivfussball??? Welches Turnier schaut der Autor? Gegen Ungarn z.Bsp. haben die nur gemauert...
    1 5 Melden
  • buehler11 21.06.2016 07:56
    Highlight "Gareth Bale schiesst Freistösse wie Cristiano Ronaldo, nur besser". Endlich jemand der dass einmal sagt!
    51 3 Melden
  • Steven86 21.06.2016 07:31
    Highlight Ich habe auf Bale gesetzt, vor de EM, dass er Torschützenkönig wird. Sieht bis jetzt nicht schlecht aus für mich :)
    27 2 Melden
  • Ürsu 21.06.2016 06:22
    Highlight Das war für mich das beste Spiel dieser EM. Zum Glück habe ich mich für diesen Match entschieden. Da konnte man sogar den Kommentar auf SRF ertragen, die anderen zeigten nur Slowakei - England.
    25 3 Melden
    • corsin.manser 21.06.2016 06:27
      Highlight Das England-Spiel war echt unsäglich. Die Slowaken haben jetzt rein gar nichts fürs Spiel gemacht und kommen mit diesem Anti-Fussball wohl auch noch eine Runde weiter. Da muss man sich echt Gedanken über den neuen Modus machen.
      37 17 Melden
  • SilWayne 21.06.2016 02:42
    Highlight "Doch auch bei den Standards steht ihm CR7 meist Ronaldo vor der Sonne."
    Hä?^^
    12 2 Melden

«Irgendeinisch fingt z'Glück eim»: der YB-Euphorie auf der Spur

32 Jahre lang war der Fussballgott ein Sadist. Zumindest aus der Sicht aller YB-Anhänger. Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Warum eigentlich? Und was macht das mit einem? Ein Erklärungsversuch von vier Bernern, die es wissen müssen.

Sie sind nach dem letzten YB-Titel geboren und kennen nur zweite Plätze. Trotzdem geben sie viel Herzblut für den Klub und sorgen mit ihren Livesendungen für Unterhaltung auf höchstem Niveau. Jetzt stehen Brian Ruchti und Gabriel Haldimann von Radio Gelb-Schwarz unmittelbar vor dem grossen Triumph. Sie planen bereits einen Grosseneinsatz für den Moment, wenn YB den Kübel holt: «Wir werden vor dem Cupfinal eine Woche lang aus dem Wankdorf durchsenden», verraten die YB-Radiomacher. 

Und sie …

Artikel lesen