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epa05358717 Portugal soccer team players Cristiano Ronaldo (L) and Pepe (R) during their training session in Marcoussis near Paris, France, 12 June 2016. The UEFA EURO 2016 soccer championship takes place from 10 June to 10 July 2016 in France.  EPA/MIGUEL A. LOPES

Pepe ist der wahre Leader in Portugals Team, nicht Ronaldo.
Bild: EPA/LUSA

Die portugiesische Schlüsselfigur Pepe: Harter Zweikämpfer, schlechter Ruf, starke Leistungen

Portugals Nationalelf überzeugt bei der EM bislang nicht unbedingt mit schönem Spiel und Gala-Vorstellungen. Superstar Ronaldo sucht noch seine Form. Stattdessen führt Verteidiger Pepe das Team an. Doch jetzt plagt ihn eine Oberschenkelverletzung. Wird er fit für den Halbfinal?

06.07.16, 08:06 06.07.16, 09:21


Pepe rennt, kämpft, grätscht, reklamiert und bearbeitet seine Gegner: Der portugiesische Verteidiger nutzt bei dieser EM wieder einmal alle Mittel, um die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung zu treiben. Und das mit Erfolg: Portugal steht im EM-Halbfinal gegen Wales, und der 33-jährige Pepe spielt ein starkes Turnier. Der Abwehr-Haudegen von Real Madrid, der vor allem durch seinen Ruf als Schauspieler und fieser Zweikämpfer bekannt ist, steht bislang auch exemplarisch für Portugals EM.

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Die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo und Talent Renato Sanches glänzt bei diesem Turnier noch nicht durch berauschendes Offensivspiel und traumhafte Kombinationen. Vielmehr wurschtelte sich die «Seleção» in die Top 4, gewann von ihren bislang fünf Spielen noch keines über 90 Minuten. Dass sie dennoch erfolgreich ist, daran hat auch Pepe einen gewaltigen Anteil. Statt mit Schauspieleinlagen oder Tätlichkeiten fiel er bislang eher mit starkem Verteidigen und Leader-Qualitäten auf.

Portugal's Pepe, right, and Cedric, center, try to block a shot by Croatia's Ivan Strinic, left, during the Euro 2016 round of 16 soccer match between Croatia and Portugal at the Bollaert stadium in Lens, France, Saturday, June 25, 2016. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Wirft sich in jeden Schuss: Pepe.
Bild: Darko Vojinovic/AP/KEYSTONE

Lineker: «Pepe ist ein gigantisches Arschloch»

«Pepe ist ein echter Anführer unseres Teams», lobte Trainer Fernando Santos den Verteidiger. «Teams brauchen Anführer, und Pepe macht das fantastisch», sagte er. Umso bitterer ist es für die Portugiesen, dass Pepe nun für den heutigen EM-Halbfinal gegen Debütant Wales ausfallen könnte. Am Montag pausierte der Abwehrspieler wegen Oberschenkelproblemen mit dem Training – nach Verbandsangaben eine «Vorsichtsmassnahme», am Dienstag trainierte er allein mit dem Physiotherapeuten.

«Ich bevorzuge es, hässlich zu spielen und hier zu stehen, anstatt schön zu spielen und schön zu Hause zu sein.»

Danilo

Pepe polarisiert mit seinem Verhalten auf dem Platz oft, kaum ein Spieler hat so einen schlechten Ruf wie er. Zwar spielt er seit 2007 für Real Madrid und bringt dort konstant gute Leistungen. Doch mit seinen Schauspieleinlagen wie im Königsklassen-Finale gegen Atletico Madrid oder Tätlichkeiten hat er sich viele Feinde gemacht. «Pepe ist ein gigantisches Arschloch», schrieb etwa Ex-Profi Gary Lineker noch während Portugals erstem EM-Spiel gegen Island auf Twitter. Schon während des Champions-League-Finals hatte er Pepe beschimpft.

Solche Szenen kennen wir von Pepe leider zu viele. YouTube/Astroo

Die wohl übelste Rote Karte für Pepe, als er Getafes Francisco Casquero kickte. YouTube/toysreviews

Wichtiger als Ronaldo

Doch so rücksichtslos und arrogant Pepe sich auf dem Platz gibt – privat soll der gebürtige Brasilianer ganz anders sein. Und bei dieser EM glänzt der Familienvater vor allem mit fussballerisch starken Auftritten, war bislang für sein Team sogar oft wichtiger als Superstar Cristiano Ronaldo. Denn der 31-Jährige ist trotz seiner zwei Tore gegen Ungarn bislang noch nicht in Bestform, Coach Santos nahm ihn dennoch demonstrativ in Schutz. «Ronaldo ist ein Beispiel als Captain seines Teams. Er macht einen grossartigen Job und will immer gewinnen», lobte der Coach.

epa05400410 Pepe of Portugal plays with his children on the field after the UEFA EURO 2016 quarter final match between Poland and Portugal at Stade Velodrome in Marseille, France, 30 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/OLIVER WEIKEN   EDITORIAL USE ONLY

Auch das ist Pepe: Liebenswerter Familienmensch nach den Partien.
Bild: OLIVER WEIKEN/EPA/KEYSTONE

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Viel Kritik musste sich die Mannschaft für ihren Halbfinaleinzug ohne Erfolg nach 90 Minuten gefallen lassen, doch das lässt die Profis bislang ziemlich kalt. «Ich bevorzuge es, hässlich zu spielen und hier zu stehen, anstatt schön zu spielen und schön zu Hause zu sein», erklärte Mittelfeldspieler Danilo trotzig. Und Pepe versprach: «In früheren Turnieren hat uns die Erfahrung gefehlt, diesmal haben wir alles, was wir brauchen, um das Finale zu erreichen und zu gewinnen.» (sda/dpa)

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Pepe zückt den Selfiestick

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • energywolf 06.07.2016 12:29
    Highlight Championsleague Finale 2016. Nach diesem elenden Memmentheater das dieser Spieler dort aufgeführt hat, gehört er wirklich für immer gesperrt.
    34 7 Melden
  • Der Bademeister 06.07.2016 12:27
    Highlight Das Video gabs hier glaube ich schon mal. Soviel zu Pepe
    16 3 Melden
  • Ratchet 06.07.2016 10:14
    Highlight Pepe muss man nicht mögen, jedoch gehören seine Leistungen an dieser EM klar zu den besten des Turniers.
    Die Doppermoral der Portugal Kritiker ist ausserdem gross. Wales und Island haben noch weniger spielerisch überzeugt, trotzdem wurden die genau dafür gelobt. Portugal hat zu Beginn noch diesen attraktiven Fussball gespielt und nach 2 Spiele befand man sich genau auf der gleichem Bahn wie England oder die Schweiz.
    "Wir haben besser gespielt und den Sieg verdient gehabt" ist wohl der Lieblingsatz von Verlierer.
    25 18 Melden
    • Lord_ICO 06.07.2016 13:11
      Highlight Wales ist die Mannschaft mit den meisten erzielten Toren an dieser EM, so viel zum Thema nicht spielerisch zu überzeugen.
      Man hat Russland an die Wand gespielt, war mit der Slowakei auf Augenhöhe, hat Belgien kontrolliert. Das einzige Spiel in dem sie nicht gut spielten, war gegen Nordirland. Portugal hat bisher kein Spiel in 90 Minuten gewonnen. Der neue EM Modus, macht es tatsächlich möglich, das man ohne richtigen Sieg Europameister werden könnte, hier muss die UEFA nachbessern.
      21 8 Melden
    • Ratchet 06.07.2016 14:21
      Highlight Was heisst schon spielerisch überzeugt? Portugal hat am meisten Schüsse erzielt an dieser EM. So in ziemlich jeder Statistik dominiert Portugal ausser die Anzahl Tore, wovon Wales die einen grossen Teil nur dank Standars erzielte.
      Dass man ohne Sieg Meister werden kann, war auch mit dem alten Modus möglich. (zB. Jedes Gruppenspiel endet Unentschieden, die 2 mit den meisten Toren kommen weiter) Da gibt es nichts nachzubessern. Dieses Argument zieht nicht, ein Sieg nach Verlängerung wird auch als Sieg betrachtet und Portugal hat dafür im Gegensatz zu Wales auch noch nie verloren.
      11 19 Melden
    • Lord_ICO 06.07.2016 15:53
      Highlight Naja, Attempts on Target EM16
      Wales: 29
      Portugal: 30
      Ist ja ein riesen Unterschied ;)
      Von den 10 Treffern von Wales, sind 4 mit Standards erzielt worden, dies würde man bei Top Teams als normale Quote bezeichnen.
      Dann erzähl mir doch mal an welcher EM eine Manschaft nur mit Unentschieden nach 90 Minuten bis ins Halbfinal vorgestossen ist. Der Modus ist deshalb schlecht, weil er die Vorrunde, völlig unattraktiv macht. Nach einem Sieg, bist du fast sicher weiter und kannst mit Mauerfussball weiter kommen, siehe Nordirland.
      11 2 Melden
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  • Ravel 06.07.2016 09:50
    Highlight Für mich einer derjenigen Spieler, die längst und für immer hätten von der Fifa/Uefa gesperrt werden müssen. An unsportlichem und schlicht gefährlichen Verhalten auf dem Platz kaum zu überbieten, Pepe nimmt bei seinen Aktionen wiederholt in Kauf, dass sein Gegner sich nachhaltig und schwer verletzen kann. Und wie er dann teilweise noch nachtritt, ist einfach nur schändlich. Verstehe nicht, wie so jemand immer noch eine Lizenz besitzen kann. So eine Aktion wie gegen Casquero sollte die Karriere eines Spielers beenden.
    47 8 Melden
  • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 06.07.2016 08:37
    Highlight Sehe es auch so. Lieber hässlich zu spielen, als schön zuhause zu sein. Am Schluss zählt nur das Resultat und in ein paar Jahren weiss niemand mehr, wie man gespielt hat und (ev.) die EM gewonnen hat. Nur das Resultat muss stimmen. Ich hoffe Portugal schafft es dieses Mal, wäre endlich Zeit, dass sie einen Titel gewinnen würden.
    Und falls es nicht klappt, dann wenigstens Wales :-)
    21 35 Melden

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

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