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Das war's: Nach vier Jahren als englischer Nationaltrainer tritt Roy Hodgson zurück. Bild: Kirsty Wigglesworth/AP/KEYSTONE

Hodgson tritt nach Island-Blamage zurück – und jetzt? Fragen über Fragen

Roy Hodgson hat die Konsequenzen aus der sensationellen EM-Pleite gegen Island gezogen und seinen Abschied als Trainer der englischen Nationalmannschaft verkündet.

28.06.16, 01:31 28.06.16, 09:26


» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen

Roy Hodgson wollte kritischen Fragen nach der 1:2-Achtelfinal-Pleite gegen Island erstmal aus dem Weg gehen. Der 68-Jährige erklärte unmittelbar nach dem Spiel und drei Tage vor dem Ende seines auslaufenden Vertrags seinen Rücktritt. «Es tut mir leid, dass es so enden muss», sagte Hodgson in Nizza nach dem sensationellen Aus gegen den Fussballzwerg.

«Die Verlängerung meines Vertrags war abhängig vom Ergebnis. Es ist vielleicht Zeit für einen hungrigen Nachfolger. Ich möchte mich bei der Mannschaft für die letzten vier Jahre bedanken. Sie haben für mich gekämpft. Die letzten vier Jahre waren eine wunderbare Reise. Es tut mir sehr leid, dass sie so zu Ende gehen musste. Aber so geht es ab und zu», so Hodgson weiter.

Roy Hodgson tritt ab

Hodgson coachte die Engländer seit 2012. An der WM 2014 in Brasilien scheiterten die «Three Lions» zum ersten Mal seit 56 Jahren in der Gruppenphase. Nun blieben sie auch an der EM unter den Erwartungen.

Kritische Fragen wird Trainer Hodgson aber auch nach seinem Rücktritt noch beantworten müssen. Wer an der EM-Endrunde als selbsternannter Titelanwärter gegen Island verliert, der wird sich in England so einiges anhören müssen. Da hilft Hodgson auch die perfekte Qualifikation mit lauter Siegen nichts mehr.

Unzählige offene Fragen

Denn was von dieser EM übrig bleibt, sind am Ende Fragen über Fragen: Warum wechselte Hodgson den schwachen Wayne Rooney nicht schon früher aus? Warum brachte er den jungen, hungrigen Marcus Rashford erst in der 85. Minute? Wieso Vardy so spät? Warum trat Harry Kane alle Standards? Warum verfügten die Isländer über so viel mehr Energie, obwohl sie doch alle bisherigen vier EM-Spiele mit der gleichen Aufstellung bestritten, während Hodgson fleissig rotierte?

Warum fanden die Engländer gegen Islands Captain Aron Gunnarsson kein Mittel, obwohl der beim zweitklassigen Cardiff City nicht einmal einen Stammplatz bekommt? Wird England jemals wieder einen grossen Titel holen, wenn es mit dieser talentierten, jungen Mannschaft nicht geklappt hat? Wie geht es mit Roy Hodgson weiter? Findet der ehemalige Nati-Trainer nach diesem Fiasko nochmals einen Job? Und wer wird sein Nachfolger?

Wie wär's mit ihm hier?

Der einstige Schnurrbart der Nation.
Bild: KEYSTONE

Wohl besser nicht! Artur Jorge wurde 1995 Nachfolger von Roy Hodgson als Schweizer Nati-Trainer. Nach der schwachen EM 1996 in England wurde er aber nach wenigen Monaten im Amt bereits wieder entlassen.(pre/sda)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bluetooth 28.06.2016 09:53
    Highlight Das kommt davon, wenn man ein Kader nur so aus "Ewigen Zweiten" aus Tottenham bildet. Anstatt auf die Siegermentalität aus Leicester zu setzen, setzte man fast nur auf die jungen Talente der Spurs, die doch schon in Meisterschaft gezeigt hatten, dass wenn's darauf an kommt, die Nerven versagen.
    Dazu fehlte komplett ein Leader mit Erfahrung. Rooney war nicht in Form und ist total verweichlicht, der aggressive Kämpfer war nicht zu sehen. Hodgson an seiner Seitenlinie erinnerte mehr am lieben Opa. Spieler wie Millner liess man auf die Bank. So hat die ganze Mannschaft komplett planlos gewirkt.
    1 4 Melden
  • indubioproreto 28.06.2016 06:10
    Highlight Korrektur: England wurde zwar Zweiter hinter Wales, hat aber nicht gegen sie verloren.
    17 0 Melden
  • Sloping 28.06.2016 02:43
    Highlight Zwei Gedanken, die mir nach diesem Spiel (und schon bei den anderen Auftritten der Engländer) durch den Kopf gingen: Rooney ist nur noch ein Schatten seiner besten Tage und sollte aus meiner Sicht für einen Neuanfang ebenfalls aus der Nationalmannschaft zurücktreten. Auch Mourinho wird sich seine Gedanken machen, ob und wie er mit ihm bei ManU plant. Zweitens setzt Hart die lange Tradition der englischen Fliegenfänger fort. Es verwundert mich daher nicht, dass Pep wohl nach einer (deutschen?) Alternative für Man City sucht.
    11 5 Melden
    • dr.phibes 28.06.2016 06:47
      Highlight Hart ist in Normalform ein sehr starker Goalie und stellt dies auch regelmässig bei ManCity unter Beweis.
      Bei der EM hat er sich aber wohl durch die sehr schwache Leistung seiner Vorderleute anstecken lassen..
      18 6 Melden
    • w'ever 28.06.2016 09:19
      Highlight ok hart hat in der vorrunde ein ei reingelassen (hab's vergessen/verdrängt gegen wen es war), aber die zwei kisten gegen island warenmeiner meinung nach keine goalie fehler.
      1 2 Melden
    • Pianovilla 28.06.2016 09:31
      Highlight Eben. Dann ist er eben KEIN sehr starker Goalie. Ein sehr starker Goalie bringt seine Leistung vor allem auch genau dann, wenn sie am nötigsten ist.
      2 1 Melden

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