Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05378293 Players of Switzerland react after the UEFA EURO 2016 group A preliminary round match between Switzerland and France at Stade Pierre Mauroy in Lille Metropole, France, 19 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/ROLEX DELA PENA   EDITORIAL USE ONLY

Egal wie der Gegner der Schweizer im Achtelfinal heissen wird: Es wird weder einfach noch unmöglich. Bild: ROLEX DELA PENA/EPA/KEYSTONE

Ob Deutschland, Polen oder Nordirland, negativ ist die Schweizer Bilanz so oder so

Die Schweizer Nationalmannschaft trifft an der EM in Frankreich im Achtelfinal entweder auf die Deutschen, die Polen oder die Nordiren. Wirklich einfach wird keine Aufgabe, schon gar nicht, wenn man die Länderspielbilanz gegen die jeweiligen Teams beizieht.

21.06.16, 11:48 21.06.16, 17:40
Donat Roduner
Donat Roduner



Deutschland

Das DFB-Vorzeigeteam wäre zweifelsohne die schwierigste Aufgabe für das Team von Vladimir Petkovic. Deutschland verfügt über eine starke Truppe und wird zurecht als Mitfavorit auf den Titel gehandelt. Doch als unschlagbar ist «Die Mannschaft» aus Schweizer Sicht definitiv nicht zu bezeichnen.

Gegen die Ukraine haben unsere nördlichen Nachbarn auf dem Papier einen ungefährdeten 2:0-Sieg eingefahren. Doch dieser Pflichtsieg gegen einen limitierten Gegner (wie sich bei der Ukraine vor allem gegen Nordirland gezeigt hat) war mit ziemlich viel Aufwand verbunden. Und auch das 0:0 gegen Polen ist – vor allem offensiv – nicht als Ruhmesstück zu bezeichnen. Spielen die Schweizer ähnlich leidenschaftlich und vielleicht noch einen Zacken zielstrebiger als gegen Frankreich, wäre ihnen ein Coup zuzutrauen.

Schöne Erinnerungen: Das 5:3 der Schweiz gegen Deutschland.

Ein Blick in die Vergangenheit zementiert aber die Aussenseiterrolle der Eidgenossen. Gerade einmal 9 der 51 Länderspiele seit 1908 haben die Schweizer gewonnen (6 Unentschieden, 36 Niederlagen). Dafür das letzte, ein Testspiel unter Ottmar Hitzfeld vor der EM 2012, dank dem dreifachen Eren Derdiyok in Basel gleich mit 5:3 für sich entschieden.

Swiss Eren Derdiyok, right, scores a goal against Germany's goalkeeper Marc-Andre ter Stegen, left, in front of Marcel Schmelzer, center, during an international friendly test game between the national soccer teams of Switzerland and Germany at the St. Jakob-Park stadium in Basel, in Switzerland, Saturday, May 26, 2012. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Eren Derdiyok trifft, die Deutschen Marc-André ter Stegen und Marcel Schmelzer sind machtlos.
Bild: KEYSTONE

Polen

Im historischen Vergleich steht die Schweiz gegen die Polen ähnlich gut (schlecht) wie gegen Deutschland da. Die Gewinnquote liegt gar noch tiefer. Nur eines der zehn Länderspiele konnte die SFV-Auswahl für sich entscheiden, die des PZPN (Polski Związek Piłki Nożnej) immerhin deren vier. In den letzten zehn Jahren sind sich die Teams aber nur einmal gegenübergestanden, zu einem Testspiel in Breslau, das 2:2 endete.

Switzerland's Xherdan Shaqiri, right, and Poland's Pawel Olkowski fight for the ball, during the international friendly soccer match between Poland and Switzerland at the Miejski Stadium in Wroclaw, Poland, pictured on November 18, 2014. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Xherdan Shaqiri im Laufduell gegen Polen während dem Aufeinandertreffen 2014.
Bild: KEYSTONE

Wird Polen der nächste Gegner der Schweizer an der EM, dürften sich die Teams vermutlich auf Augenhöhe begegnen. Ähnlich wie hierzulande spricht man auch bei den Osteuropäern von einer «Goldenen Generation», die man aktuell beisammen habe. Dabei jedes Mal speziell zu erwähnen: Bayerns-Topstürmer Robert Lewandowski, der in Frankreich seine unbestrittenen Skorerqualitäten allerdings noch nicht unter Beweis stellen konnte.

Public Viewing mit watson

Lust auf ein Public Viewing in Zürich? watson ist Partner der Veranstaltungen beim «Glatten Köbi» und der «Amboss Rampe». Ein Besuch lohnt sich!

Die Polen mühten sich im Auftaktspiel gegen leidenschaftlich verteidigende Nordiren ab und wurden durch den Treffer von Arkadiusz Milik in der 50. Minute erlöst. Das 1:0 brachten sie über die Runden und konnten so unbeschwert ins Spitzenspiel gegen Deutschland steigen. Gegen den Weltmeister agierte Polen geschickt und verdiente sich so das Unentschieden im ersten torlosen Spiel an dieser EM.

Nordirland

Die Affiche gegen die Nordiren würden wahrscheinlich die meisten Schweizer favorisieren, doch deren Eintreten ist auch am wenigsten realistisch (Nordirland müsste gegen Deutschland gewinnen und gleichzeitig Polen gegen die Ukraine). Wirklich einfach liest sich die Aufgabe sowieso nur auf dem Papier.

Umfrage

Auf wen soll die Schweiz im Achtelfinal treffen?

1,083 Votes zu: Auf wen soll die Schweiz im Achtelfinal treffen?

  • 24%Deutschland
  • 48%Polen
  • 28%Nordirland

Die Nordiren, vor dem Turnier von den Wettbüros mitunter als schwächstes Team eingeschätzt, erweisen sich in Frankreich als äusserst zäh. Zwar ging das Defensivkonzept gegen Polen nicht auf, doch gegen die Ukraine zeigte sich, dass es eben auch funktionieren kann. Die Ukrainer fanden keine Antwort gegen den Willen der Nordiren, jeden Zweikampf um jeden Preis gewinnen zu wollen und verloren 0:2.

Northern Ireland supporters celebrate with the players, in the foreground, at the end of the Euro 2016 Group C soccer match between Ukraine and Northern Ireland at the Grand Stade in Decines-­Charpieu, near Lyon, France, Thursday, June 16, 2016. Northern Ireland won 2-0. (AP Photo/Pavel Golovkin)

Die Nordiren können in Frankreich auf grossen Rückhalt zählen.
Bild: Pavel Golovkin/AP/KEYSTONE

Mit der Schweiz hat sich die nordirische Nationalmannschaft erst vier Mal gemessen, zuletzt bei einem Testspiel 2004 (0:0). In den anderen drei Spielen sicherte sich die «Green and White Army» eine positive Bilanz von 2:1 Siegen. Und noch etwas: Nordirland hat Will Grigg, der schon während der ganzen EM brennt.

Die Schweizer Nati-Shirts halten der Zerreissprobe nicht stand

EM 2016: Wichtige Infos zum Fussballturnier in Frankreich

Hier wird gespielt: Die 10 Stadien der Fussball-EM 2016 in Frankreich

Der Spielplan der Fussball-EM 2016 in Frankreich: Die Gruppenphase

So schnitt die Schweizer Fussball-Nati bei ihren bisherigen EM-Auftritten ab

Das Maskottchen der EM 2016 in Frankreich: «Salut, je m'appelle Super Victor!»

«Beau jeu» – der offizielle Ball der EM 2016 verspricht ein schönes Spiel

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

13
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ch2mesro 21.06.2016 18:01
    Highlight das problem bei der ch nati ist, dass sie erst in der 88' begreifen, dass es sich um ein k.o. spiel handelt und die niederlage das aus bedeutet 🤔
    9 9 Melden
  • Jol Bear 21.06.2016 15:38
    Highlight Die Polen werden denken, die Schweiz in den Achtelfinals wäre "eine gut machbare" Aufgabe. Und aus Sicht der Deutschen wäre ein Ausscheiden gegen die Schweiz schlicht eine nationale Katastrophe, einfach undenkbar. Trotzdem, hoffen kann man immer.
    18 1 Melden
  • maltheser 21.06.2016 13:53
    Highlight Die Polen oder die Deutschen sind meiner Meinung nach die Gegner welche einfacher in einer K.O.-Runde zu spielen sind. Die Nord-Iren sind auf dem Blatt die schwächste Mannschaft und wie wir die Schweizer-Nati kenne Trumpft sie gegen stärkere Mannschaften öfters auf als gegen vermeintlich schwächere Gegner.
    18 1 Melden
    • Luca Brasi 21.06.2016 16:41
      Highlight Die Schweiz trumpft gegen stärkere Mannschaften auf? Woher kommt eigentlich dieser Mythos? Denke ich an die Schweiz, fällt mir der Begriff "ehrenvolle Niederlage" bei Ernstkämpfen ein. England war auch die stärkere Mannschaft in der Quali. Hat man gewonnen? Eben.
      13 4 Melden
    • maltheser 21.06.2016 20:29
      Highlight ich sagte man trumpft "öfters" auf😉
      2 0 Melden
    • Luca Brasi 21.06.2016 20:58
      Highlight Ich sehe eben nicht einmal das, ausser bei Freundschaftsspielen. :D
      0 0 Melden
  • HerrBircher 21.06.2016 13:10
    Highlight Deutschland und Polen sind ja noch lösbare Gegner im Gegensatz zu einem Team mit Will Grigg in ihren Reihen.
    33 3 Melden
    • zettie94 21.06.2016 14:00
      Highlight Will Grigg, der noch keine Minute Einsatzzeit hatte :D
      14 1 Melden
    • HerrBircher 21.06.2016 14:58
      Highlight Echt? But Will Grigg's on fire, nananananana...
      12 0 Melden
    • maxi 21.06.2016 15:18
      Highlight Siehst du sie stark die mannschaft ist...es reicht auch ohne ihn, was passiert wohl wenn er noch aufläuft 😱
      14 0 Melden
  • späckundbohne 21.06.2016 12:52
    Highlight Die Nordiren haben Will Grigg. Wir haben oh Embolo oh Embolo oh Embolo ...
    35 5 Melden
  • SVARTGARD 21.06.2016 12:48
    Highlight Nun stellt mal euer Licht nicht unter dem Scheffel Freunde,so schlecht seid ihr doch nicht.⚽️👍🏽
    32 1 Melden
    • Calvin Watsn 21.06.2016 13:16
      Highlight das isch jammern auf hohem Niveau dänk :D
      17 1 Melden

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

Artikel lesen