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epa05368355 Antoine Griezmann (3-L) of France celebrates with teammates after scoring the 1-0 goal during the UEFA EURO 2016 group A preliminary round match between France and Albania at Stade Velodrome in Marseille, France, 15 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/PETER POWELL   EDITORIAL USE ONLY  EDITORIAL USE ONLY

Der Druck auf den französischen Schultern ist enorm.
Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

Lucien Favre macht der Nati Mut: «Man spürt die Last auf den französischen Spielern deutlich»

Nach der EM steigt Lucien Favre in Nizza wieder ins europäische Business ein. Vor seinem Comeback äussert sich der Waadtländer mit Blick auf das Topspiel Frankreich – Schweiz zur allgemeinen französischen Lage.

17.06.16, 12:26 17.06.16, 12:45


Favre verfolgt das Turnier im Land seines künftigen Arbeitgebers mit regem Interesse, der Bezug zur Gruppe A mit dem Gastgeber und der SFV-Auswahl ist selbstredend gross. «Les Bleus» kennt der Romand bis ins Detail, im Team der Schweizer verhalf er Granit Xhaka in Mönchengladbach zu jenem internationalen Status, von dem künftig Arsenal profitieren wird.

Zweimal innerhalb von fünf Tagen fand die «Equipe Tricolore» in den Schlussminuten den Ausweg aus einer ungemütlichen Situation. Favre interpretiert die überraschend komplizierten Spielfilme gegen die wesentlich tiefer eingeschätzten Rumänen und Albaner primär als Ergebnis der enormen Erwartungshaltung: «Man spürt die Last auf den Spielern deutlich, die Resultate sagen viel aus.»

epa05368369 Ludivine Sagna (L) wife of France player Bacary Sagna, and Ludivine Payet (2-R), wife of France player Dimitri Payet, with their children in the stands during the UEFA EURO 2016 group A preliminary round match between France and Albania at Stade Velodrome in Marseille, France, 15 June 2016.

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/PETER POWELL   EDITORIAL USE ONLY

Nicht nur die eigene Familie erwartet von den französischen Spielern den Titel. Bild: PETER POWELL/EPA/KEYSTONE

Frankreich hat «etwas Mühe, das Spiel zu gestalten»

Für die nationale Fussball-Meinungsinstanz «L'Equipe» sind die Einheimischen «die Könige der Spannung», in den Augen von Beobachter Favre haben sie vor allem «etwas Mühe, das Spiel zu gestalten». Wobei die beiden ziemlich unbeschwerten Kontrahenten die Aufgabe ihrerseits aufgebläht hätten: «Sie waren sehr gut organisiert und hatten wenig bis nichts zu verlieren.»

«Ich rechne nicht mit einem 0:0.»

Lucien Favre tippt

Neben zwei, drei Problemen im defensiven Bereich ortet Favre die massgebliche französische Herausforderung von Trainer Didier Deschamps im vorderen Teil der Aufstellung: «Es ist angesichts des offensiven Angebots nicht einfach, die richtige Balance zu finden.» Er habe Kingsley Coman (Bayern München) oder Anthony Martial (Manchester United) – «die Qual der Wahl», nennt Favre das Luxusproblem und schränkt ein: «Aber sie sind erst 19 und 20, das sollte man nie vergessen bei der Beurteilung.»

epa05368300 Anthony Martial (R) of France and Alrind Ajeti of Albania in action during the UEFA EURO 2016 group A preliminary round match between France and Albania at Stade Velodrome in Marseille, France, 15 June 2016. 

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Anthony Martial: Er oder Kingsley Coman, wer soll spielen?
Bild: EPA/MTI

Frankreich gegen die Schweiz wieder offensiver

Nach der nur halbwegs überzeugenden Performance beim Auftakt in Paris hatte Deschamps eine Systemumstellung ohne Paul Pogba und Antoine Griezmann verordnet, von welcher er zur Pause wieder abrückte. «Gegen die Schweiz erwarte ich Frankreich wieder in einem 4-3-3», sagt Favre im Gespräch mit der Nachrichtenagentur SDA.

«In dieser Formation kommt ihre offensive Klasse mehr zur Geltung.» Zumal die bislang couragierten Schweizer kaum im Sinn haben dürften, von ihrer konstruktiven Linie abzuweichen. Favre erhofft sich eine spektakuläre Begegnung zweier ambitionierter Teams: «Ich rechne nicht mit einem 0:0.»

epaselect epa05367871 French players Paul Pogba (L) and Antoine Griezmann (R) sit on the bench before the UEFA EURO 2016 group A preliminary round match between France and Albania at Stade Velodrome in Marseille, France, 15 June 2016.

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Dürften gegen die Schweiz in die Startformation zurückkehren: Paul Pogba und Antoine Griezmann.
Bild: OLIVER WEIKEN/EPA/KEYSTONE

Denkt der Nice-Coach an den sonntäglichen Gipfel in Lille, kommen die Gedanken des langjährigen Trainerstrategen zum Vorschein: «Es geht bereits darum, den Achtelfinal vorzubereiten und die beste Lösung zu finden.» Personelle Experimente hält der frühere Gladbacher Trainer nicht für opportun: «Der gegenseitige Respekt ist gross, jeder will zum Schluss der Gruppenphase etwas zeigen – der letzte Eindruck ist psychologisch nie zu unterschätzen.»

Komplimente für Deschamps

Ob die aktuelle Mannschaft in der Lage ist, einen ähnlichen Weg wie die goldene Generation um Zinédine Zidane zu beschreiten, kommentiert Favre zurückhaltend: «Vergleiche mit der grandiosen 98er-Equipe sind schwierig. Und bis jetzt hat sie sich eher schwergetan.»

Deschamps hingegen traut er zu, bereit zu sein für den Coup. Der «Sélectionneur» mit der kühlen Aura des unerbittlichen Generals gilt als gnadenlos erfolgsbesessen. «Der Sieg zu jedem Preis», titelte die Zeitung «L'Equipe» in einem Porträt; keine leeren Parolen, von seinen 152 Länderspielen als Trainer und Akteur hat er lediglich 23 verloren.

Didier Deschamps, coach of the national soccer team of France, watches the match from the sidelines during the Euro 2016 Group A soccer match between France and Albania at the Velodrome stadium in Marseille, France, Wednesday, June 15, 2016. (AP Photo/Thanassis Stavrakis)

Didier Deschamps: Die Sieges-DNA hat er für immer in sich.
Bild: Thanassis Stavrakis/AP/KEYSTONE

«Er war schon als Spieler ein Leader mit viel Charakter und immer ganz weit oben in der Hierarchie», sagt Favre über den Mann, der in Bayonne an der rauen Atlantikküste aufgewachsen ist. «Und bei Juventus lernte er die Kultur des Siegens kennen.» Die Turiner DNA ist sein Merkmal geblieben.

Im legendären Weltmeister-Team von 1998 zählt Favre ihn zu den Grössten: «Er war im Prinzip der rechte Arm von Aimé Jacquet und hat auf dem Rasen wie ein Chef geführt.» Das sechs Jahre nach dem WM-Fiasko von Knysna (Südafrika) wieder ordentliche Image in der Bevölkerung habe der französische Verband auch der Disziplin Deschamps' zu verdanken. (sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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    Alle Leser-Kommentare
  • BLCNY 17.06.2016 13:38
    Highlight Ich habe das Gefühl, das Frankreich im Spiel gegen die Schweiz, ihr bestes Spiel abrufen wird, da sie schon qualifiziert sind und deshalb das letzte Spiel ohne Druck spielen werden.. Ich hoffe die Schweiz kommt nicht unter die Räder😁
    26 2 Melden

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