Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
epa05391275 Portugal's Renato Sanches celebrates after winning the UEFA EURO 2016 round of 16 match between Croatia and Portugal at Stade Bollaert-Delelis in Lens Agglomeration, France, 25 June 2016. Portugal won 1-0. 

(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/MIGUEL A. LOPES   EDITORIAL USE ONLY

Die 18-jährige Maschine aus Portugal: Renato Sanches. Bild: EPA/LUSA

«Ein Phänomen» – Renato Sanches' märchenhafter Aufstieg

Trotz Viertelfinal-Qualifikation ist Portugal bislang bei dieser EM nicht richtig in Fahrt gekommen. Renato Sanches, der Jüngste im Team, könnte das ändern und heute gegen Polen seinen märchenhaften Aufstieg fortsetzen.



Der 18-jährige Renato Sanches ist keiner, der es langsam angehen lässt. Wenn der bullige Mittelfeldspieler bei dieser EM aufs Feld kommt, bleibt das nicht unbemerkt. Er fordert den Ball, dribbelt und geht mit seinen Pässen Risiken ein. Das fällt auch deshalb auf, weil seine Teamkollegen bislang einen ökonomischen Spielstil pflegen. Der Achtelfinal gegen Kroatien war besonders für die portugiesischen Fans eine Qual, bis der eingewechselte Sanches für etwas Leben sorgte. Er stand auch am Ursprung des 1:0 in der 117. Minute.

Play Icon

Sanches leitet das 1:0 für Portugal ein.
streamable

Kein Wunder fordern nun Anhänger und Medien in der Heimat noch etwas vehementer die Beförderung des Teenagers in die Startformation. Bislang musste er sich mit drei Teileinsätzen begnügen. Dass Nationalcoach Fernando Santos das Talent massvoll einsetzt, hat seine Gründe. Die Dynamik und Kraft, die seinen jüngsten Spieler auszeichnen, kann auch überborden. Gegen Kroatien leistete er sich eine Tätlichkeit gegen Luka Modric, die eigentlich den Platzverweis hätte bedeuten müssen.

Die ungeahndete Tätlichkeit von Sanches.

Er sei noch nicht reif genug für die Startformation, versicherte vor einigen Tagen Jorge Jesus, der vorletzte Saison bei Benfica Lissabon sein Trainer war. Sanches reagierte auf die Aussage stilvoll und bestätigte, dass es im portugiesischen Kader erfahrenere und bewährtere Kräfte gebe. So kraftvoll und zielstrebig sich der Mittelfeldspieler mit dem Ball am Fuss präsentiert, so zurückhaltend und überlegt tritt er nach Schlusspfiff auf. Im letzten April wurde er bei einem Meisterschaftsspiel bei Rio Ave mit Affenlauten provoziert. Er verabschiedete sich von jenen Anhängern, indem er einen Affen imitierte.

Verrückte acht Monate

Nur 24 Mal ist Sanches bislang in der portugiesischen Meisterschaft aufgelaufen. Ende Oktober griff sein Coach Rui Vitoria erstmals auf ihn zurück. Vitoria stand damals kurz vor der Entlassung. Benfica Lissabon lag in der Meisterschaft auf dem 6. Rang mit acht Punkten Rückstand auf den Stadtrivalen Sporting, der von seinem Vorgänger Jesus trainiert wird. Mit Sanches holte Benfica pro Partie 2,79 Punkte im Schnitt. Am Ende der Saison resultierte der Meistertitel und der Sieg im Ligacup.

epa05320450 Benfica's Renato Sanches celebrates with the trophy after their victory against Maritimo at the end of the Portuguese League Cup final held at Cidade de Coimbra Stadium, Coimbra, Portugal, 20 May 2016.  EPA/PAULO NOVAIS

Sanches – damals noch bei Benfica Lissabon – mit dem Pokal des Ligacups. Bild: EPA/LUSA

Am letzten Samstag nahm Sanches den nächsten Pokal in Empfang. Nach dem Spiel gegen Kroatien wurde er als «Man of the Match» ausgezeichnet – acht Monate nach seinem Debüt in der höchsten portugiesischen Liga, drei Monate nach der Premiere im A-Team Portugals und sechs Wochen nach der Vertragsunterzeichnung mit Bayern München. 35 Millionen Euro haben die Deutschen für das Juwel bezahlt, je nachdem wie gut es sich schleifen lässt, wird der Preis steigen, bis auf maximal 80 Millionen Euro.

Sanches hat einen rasanten Aufstieg hinter sich. Die Höhe des Bonus beim Transfer, der von Faktoren wie Anzahl Einsätze, aber auch einer Nomination für die Wahl des Weltfussballers abhängig ist, zeigt, dass die Zeit der Bestätigung für den Teenager noch ansteht. Die «Süddeutsche Zeitung» nannte ihn vor der EM «eine teure Fantasie». Hätte Bayern München das Turnier in Frankreich abgewartet, wäre der Preis aber wohl noch höher ausgefallen. Auch Manchester United versuchte, den Aufsteiger der Saison an sich zu binden.

Der Fussball, Sanches' stetiger Begleiter.

«Ein Phänomen»

«Es ist ein Traum, der wahr geworden ist», blickte Sanches auf die letzten Monate zurück. «Ich muss mich ab und zu zwicken, um sicher zu sein, dass das alles passiert ist.» Der Sohn einer kapverdischen Mutter und eines Vaters aus São Tomé und Principe galt schon als Kind als Ausnahmetalent. Immerhin 750 Euro und 25 Bälle übergab Benfica 2006 an den Lissaboner Vorortsklub Aguias Musgueira, um ihn in seine Nachwuchsabteilung zu integrieren.

epa05076311 Head coach of Real Madrid, Italian Carlo Ancelotti, holds a press conference following a training session at the Valdebebas sports complex in Madrid, Spain, 28 February 2015. Ancelotti will replace Pep Guardiola next season as Bayern Munich coach as the club confirmed on 20 December 2015.  EPA/Javier Lizon

Carlo Ancelotti freut sich auf seinen Schützling.
Bild: EPA/EFE

Seither nähert sich Sanches in grossen Schritten der Weltspitze. Derart schnell, dass in Portugal Stimmen aufgekommen sind, die bezweifeln, dass er erst 18 Jahre alt ist. Carlo Ancelotti nannte den 1,76 m grossen Antreiber im «Corriere dello Sport» ein Phänomen. Der 57-jährige Italiener wird in den kommenden Monaten und Jahren als Trainer von Bayern München entscheidend beeinflussen, wohin der Weg von Renato Sanches führt. (sda/qae)

Fan-Trauer par excellence – das Leiden der Ausgeschiedenen

Das könnte dich auch interessieren:

Danach suchen Schweizer und Schweizerinnen auf Pornhub am meisten

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

14
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Ratchet 30.06.2016 10:19
    Highlight Highlight Portugal ist in meinen Augen eine unterschätzte Turniermannschaft und grosser Titelfavorit (grösserer als Belgien).
    Bis auf der letzten WM erreichen sie immer mindestens die Vorrunde und kommen oft sogar sehr weit, solange ihnen nicht Deutschland oder Spanien in den Weg steht.
    Man reduziert gerne Portugal nur auf Ronaldo. Nani ist dieses Jahr aber überraschend reif und in Form, das Mittelfeld ist solid und die Verteidigung um Pepe ist top.
    • Valindra Valindragam 30.06.2016 11:07
      Highlight Highlight Aha, sie erreichen IMMER mindestens die VORRUNDE, da ist sehr interessant zu wissen!?! Und ich dachte immer, das erreicht jeder, der an einer Endrunde teilnimmt?!? Bitte Dosis runterfahren....
    • Ratchet 30.06.2016 11:46
      Highlight Highlight Meinte natürlich die Endrunde! Autokorrektur und so
    • Kyle C. 30.06.2016 13:29
      Highlight Highlight Na ja, was heisst hier unterschätzt? Die Resultate sind so wie sie sind. Was im Fall der Talentschmiede Portugal wirklich erstaunlich ist. Aber eben, reissen tun sie am Ende doch nie etwas (bisher). Und das soweit Gezeigte will mich auch nicht so sehr davon überzeugen, dass es dieses Jahr anders sein wird....
    Weitere Antworten anzeigen
  • Valindra Valindragam 30.06.2016 09:57
    Highlight Highlight Mit seinem Wechsel zum FC Bayern hat sein Abstieg bereits begonnen, Schatschiri lässt grüssen!!
    • Fendant Rüpel 30.06.2016 11:23
      Highlight Highlight natürlich und Kimmich lässt ebenfalls grüssen
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 30.06.2016 07:56
    Highlight Highlight Warum meint ihr dass er maximal 80 Mio wert sein wird?
    • Kyle C. 30.06.2016 08:22
      Highlight Highlight Nicht Sein Marktwert steigt auf 80Mio, sondern die Ablöse. Soweit ich weiss, hat man sich auf 5Mio pro 25 Einsätzen geeinigt. Dazu kommen recht hohe Beiträge, sollte er sich ins FIFA-TopTeam spielen können. Sowas in die Richtung.

      Benfica beweist sich einmal mehr als äusserst cleverer Verein auf dem Markt...
    • Fendant Rüpel 30.06.2016 08:50
      Highlight Highlight Hier geht es um die "Ablösesumme" inkl. Bonuszahlungen die Benfica höchstens erhalten wird, zB. wenn Sanches in Zukunft Weltfussballer wird, erhalten sie zusätzliche Millionen aus München.
    • Kyle C. 30.06.2016 11:24
      Highlight Highlight Das ist so, xlt. Wobei hier BAY so oder so ziemlich hoch gepokert hat. Mal sehen ob sich das gelohnt hat.
    Weitere Antworten anzeigen

Daniela Ryf und Nino Schurter sind die Schweizer Sportler des Jahres

Nino Schurter und Daniela Ryf wurden an den Credit Suisse Sports Awards in Zürich als Schweizer Sportler und Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Den Preis für das Team des Jahres erhielt die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft.

Zahlreiche Schweizer Sportler haben 2018 Ausserordentliches geleistet, deshalb präsentierte sich das Feld der Nominierten für die Sports Awards von heute hochkarätig wie selten zuvor. Mit Triathletin Daniela Ryf und Mountainbiker Nino Schurter setzten sich im Gegensatz zum Vorjahr, als Wendy Holdener und Roger Federer triumphierten, zwei Athleten durch, die eher aus Randsportarten stammen.

Die weiteren Awards in der TV-Gala gingen an Eishockey-Nationaltrainer Patrick Fischer (Trainer …

Artikel lesen
Link to Article