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epa05395010 Giorgio Chiellini (top) of Italy and teammates celebrates after the team scored the 2-0 lead during the UEFA EURO 2016 round of 16 match between Italy and Spain at Stade de France in St. Denis, France, 27 June 2016.


(RESTRICTIONS APPLY: For editorial news reporting purposes only. Not used for commercial or marketing purposes without prior written approval of UEFA. Images must appear as still images and must not emulate match action video footage. Photographs published in online publications (whether via the Internet or otherwise) shall have an interval of at least 20 seconds between the posting.)  EPA/ABEDIN TAHERKENAREH   EDITORIAL USE ONLY

Findet Deutschland einen Weg an der blauen Mauer vorbei?
Bild: ABEDIN TAHERKENAREH/EPA/KEYSTONE

Vorweggenommener Final: Kann «das beste Team» den «unüberwindbaren Schutzwall» durchbrechen?

Die Experten sind sich einig: Deutschland und Italien haben an der EM in Frankreich bisher die besten Leistungen gezeigt. Nun muss einer der beiden vierfachen Weltmeister schon nach dem Viertelfinal-Duell vom Samstag in Bordeaux die Heimreise antreten.



Deutschland: vier Spiele ohne Gegentor und im Achtelfinal ein ungefährdetes 3:0 gegen die Slowakei.

Italien: Gruppensieger schon nach zwei Spielen und ein überragendes 2:0 im Achtelfinal gegen Titelverteidiger Spanien.

Deutschland und Italien sind vor den Viertelfinals die meist genannten Favoriten auf den EM-Titel – und treffen schon in den Viertelfinals aufeinander. «Das ist der vorweggenommene Final», sagte der Deutsche Miroslav Klose. Der 38-jährige Stürmer wurde vor zwei Jahren mit Deutschland Weltmeister und lebt seit fünf Jahren in Italien.

Team Germany celebrate after Mario Gomez (23) scored his side's second goal during the Euro 2016 round of 16 soccer match between Germany and Slovakia, at the Pierre Mauroy stadium in Villeneuve d'Ascq, near Lille, France, Sunday, June 26, 2016. (AP Photo/Darko Vojinovic)

Es läuft bei Deutschland. Aber auch bei Italien.
Bild: Darko Vojinovic/AP/KEYSTONE

Schaut man auf den bisherigen Turnierverlauf, finden sich im Spiel in Bordeaux tatsächlich viele Superlative dieser EM. Kein Team spielt besseren Offensivfussball und riskiert in der Abwehr doch so wenig wie Deutschland. Kein Team verteidigt besser und setzt daneben gleichwohl so viele spielerische Akzente in der Offensive wie Italien.

Italiens Conte: «Deutschland ist uns in allen Belangen überlegen»

Die beiden Torhüter Gigi Buffon und Manuel Neuer gelten als die Besten der Branche. Die Abwehrchefs Jérôme Boateng und Leonardo Bonucci sind die Meister ihres Fachs. Die Mittelstürmer Mario Gomez und Graziano Pellè galten vor der EM als altmodisch in ihrem Stil. Nach je zwei Toren sind sie nun in aller Munde. Die Trainer Joachim Löw und Antonio Conte sind zwar gegensätzlich in ihrer Aussendarstellung, stehen aber vom taktischen Verständnis gemeinsam eine Stufe über den anderen.

«Italien hat einen fast unüberwindbaren Schutzwall.»

Jogi Löw

Der gegenseitige Respekt ist in diesen Tagen entsprechend riesig. Es ist gegenseitig nur Lob und Bewunderung zu hören. «Deutschland ist das beste Team im Turnier. Sie sind uns in allen Belangen überlegen», sagte Conte. Löw revanchierte sich derweil mit den Worten: «Italien hat einen fast unüberwindbaren Schutzwall. Wenn du gegen die Italiener einen kleinen Fehler machst, fliegst du aus dem Turnier.»

Italy coach Antonio Conte gestures during the Euro 2016 round of 16 soccer match between Italy and Spain, at the Stade de France, in Saint-Denis, north of Paris, Monday, June 27, 2016. (AP Photo/Martin Meissner)

Macht wie immer auf Understatement: Antonio Conte. Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Und als Italiens Mittelfeldspieler Alessandro Florenzi das Spiel gegen Deutschland mit der Besteigung des Mount Everest verglich, entgegnete Deutschlands Teamchef Oliver Bierhoff: «Wenn wir der Mount Everest sind, ist Italien mindestens der K2». Deutschland und Italien wie Mount Everest und K2, die beiden höchsten Berge der Welt.

Der Tanz auf der Grenze zwischen Selbstsicherheit und Arroganz

Vor dem Viertelfinal sind beide Seiten bemüht, die Grenze zwischen Selbstsicherheit und Arroganz nicht zu überschreiten, Respekt zu zeigen, aber keine Angst, an die eigenen Stärken zu glauben, dabei aber die Vorzüge des Gegners nicht zu vergessen. Diese Rolle ist beidseits mit Bedacht gewählt.

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Conte verfolgt seit Turnierbeginn mit Erfolg die rhetorische Strategie der Verherrlichung der Gegenseite. Löw will auf keinen Fall den Eindruck erwecken, nichts aus dem verlorenen EM-Halbfinal von 2012 gelernt zu haben. Damals war ihm vorgeworfen worden, in einem Anflug von Übermut ausgerechnet gegen die Taktikmeister aus Italien strategische Fehler begangen zu haben.

Ein Trauma? «Wieso sollte das so sein?»

Apropos 2012: Damals in Warschau erlitt Deutschland die vierte Niederlage gegen Italien in einem K.o.-Spiel einer Endrunde. Anzahl Siege? Null! Von einem Italien-Trauma wollen sie im Lager der Weltmeister gleichwohl nichts wissen. «Warum sollte das so sein?», fragt sich etwa Mittelfeldspieler Toni Kroos. Er hat in seiner Karriere mit Deutschland, Bayern München und Real Madrid gegen italienische Teams häufiger gewonnen als verloren.

FILE - In this Thursday, June 16, 2016 file photo, Germany’s Toni Kroos runs with the ball during the Euro 2016 Group C soccer match between Germany and Poland at the Stade de France in Saint-Denis, north of Paris. (AP Photo/Martin Meissner, File)

Von einem Italien-Trauma will Toni Kroos nichts wissen.
Bild: Martin Meissner/AP/KEYSTONE

Bei den Italienern wiederum war von der am Samstag zu erwartenden Startformation nur der Defensiv-Verbund von Juventus Turin mit Gigi Buffon, Leonardo Bonucci, Andrea Barzagli und Giorgio Chiellini vor vier Jahren beim Sieg in Warschau schon dabei. Ein fünfter wäre Daniele de Rossi, doch der Mittelfeld-Haudegen der AS Roma leidet an einer Hüftverletzung. Mit seinem Einsatz ist nicht zu rechnen, obwohl er am Freitag einen Teil des Mannschaftstrainings absolvieren konnte.

Juve-Ersatzmann muss in die Hosen

Für ihn wird Marco Sturaro auflaufen, ein Reservist von Juventus Turin. Sturaro war der Mann, der im Frühling im Achtelfinal der Champions League gegen Bayern München im Hinspiel in Turin fünf Minuten nach seiner Einwechslung zum 2:2-Schlussresultat getroffen hat. Er war aber auch der Mann, nach dessen Einwechslung im Rückspiel in München das Spiel aus Turiner Sicht von 2:0 auf 2:4 nach Verlängerung kippte.

Italy's Stefano Sturaro, left, and Italy coach Antonio Conte attend a training session at the Bernard Gasset center in Montpellier, France, Wednesday, June 29, 2016. Italy will face Germany in a Euro 2016 quarter final soccer match in Bordeaux on Saturday, July 2, 2016. (AP Photo/Antonio Calanni)

Marco Sturaro (l.) wird in die Mannschaft rücken.
Bild: Antonio Calanni/AP/KEYSTONE

Was das mit Deutschland gegen Italien zu tun hat? Vielleicht nichts. Vielleicht auch sehr viel. Alles kann passieren. «Die Chancen stehen 50:50», sagte Löw 24 Stunden vor dem vorweggenommenen EM-Final. (sda)

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rigel 02.07.2016 13:27
    Highlight Highlight Beste Mannschaft gegen unüberwindlicher Schutzwall.

    Also Italien vs Italien.

    Die Italiener können sich also nur selbst schlagen?

    Ein ganz grosser des Fussballs sagte einmal:

    "Der Ball ist rund, und ein Spiel dauert 90 Minuten".

    Schau mer mal.
    10 21 Melden
  • Ares 02.07.2016 12:15
    Highlight Highlight Jedes Spiel ist ein vorweggenommener Final, weil jedes Team in den Final kommen kann. An der EM 2004 war das erste Spiel (Portugal-Griechenland) sogar tatsächlich der vorweggenommene Final. Den Rest hätte man sich schenken können.
    9 0 Melden
  • Topoisomerase 02.07.2016 11:50
    Highlight Highlight Pizza! Pizza! Pizza!
    8 3 Melden
    • cleo the leo 02.07.2016 15:05
      Highlight Highlight Nonono! Popedi! ;D
      2 1 Melden
    • Erbinho 02.07.2016 15:40
      Highlight Highlight Spaghetti, Maccaroni, Meatballs!!
      Nooooooooo!
      2 0 Melden
  • a-n-n-a 02.07.2016 10:48
    Highlight Highlight Etwas frage ich mich schon lange: warum wird der schweizerische Fussballfan - wenn die Nati mal draussen ist, oder gar nicht qualifiziert war - zum Fan der Azzurri? Das ist mir als "les bleues"-Fan schon 2006 extrem aufgefallen. Hat jemand eine Theorie dazu? Weil es immer noch des Schweizers liebstes Ferienziel ist? Oder wegen dem feinen Essen, dass schon zum "Unsrigen" geworden ist? Danke für die "Inputs" 😎
    9 29 Melden
    • Keller101 02.07.2016 11:48
      Highlight Highlight Primär geht es dem Schweizer darum, gegen Deutschland zu sein, egal ob man dann Fan von Italien, Serbien, Afganisthan oder Timbuktu sein muss😀
      24 7 Melden
    • nilson80 02.07.2016 12:11
      Highlight Highlight Mmmmhhhmmm. Ich versuche mal eine Theorie. 3 Länder sind kulturell eng mit der Schweiz verbunden: Deutschland, Italien und Frankreich. Zu Deutschland und Frankreich herrscht aber ein oft misstrauisches Verhältnis weil diese als zu dominant für die Schweizer Kultur empfunden werden. Italien wird als Land weniger bedrohlich empfunden. Vielleicht fällt es deswegen leichter sich ohne Abwehrreflexe mit dem italienischen Teil der Schweizer DNA zu identifizieren. Eine Unterstützung von Deutschland und Frankreich hat wiederum den Beigeschmack von Selbstaufgabe durch fehlende Abgrenzung.
      16 0 Melden
    • LaraFreya 02.07.2016 12:41
      Highlight Highlight Glaube das liegt u.a daran dass wir sehr viele Italos in der Schweiz haben... aber ich unterstütze auf jeden Fall Schland heute Abend!
      11 22 Melden
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«Wir verspüren keinen negativen Druck» – YB muss in Valencia punkten

Mut und Solidarität verlangt Gerardo Seoane von seinen Spielern für den Match in Valencia. Sie sollen die Zweikämpfe suchen, sich unterstützen und, wenn sich die Möglichkeit bietet, ohne Umschweife nach vorne spielen.

Die Young Boys erwarten eine andere Partie als vor zwei Wochen daheim gegen Valencia. Die Verteidigung wird mehr gefordert sein, die Phasen mit Ballbesitz kürzer. Trotzdem soll einiges so laufen wie in der zweiten Halbzeit beim 1:1 gegen Valencia. Loris Benito hofft, dass sie die Spanier erneut mit ihrem physischen Spiel bedrängen können.

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