Sport

Reto Berra (hinten) oder Leonardo Genoni. Wer soll das Tor hüten? Bild: freshfocus

Berra oder Genoni: Welcher Goalie soll uns in den WM-Halbfinal hexen?

Bis jetzt hat Glen Hanlon seine Goalies an der WM immer abwechselnd spielen lassen. Das war soweit – obwohl Leonardo Genoni klar bessere Werte ausweist – okay. Aber spätestens im Viertelfinal muss er sich für den «Besseren» entscheiden. Wer soll dies sein?

11.05.15, 15:39 11.05.15, 16:37

Vor der WM erklärte Glen Hanlon: Reto Berra ist die Nummer 1. In den bisherigen sechs Partien kam er dreimal zum Einsatz, genauso wie Konkurrent Leonardo Genoni. Hanlon wechselt ab. Fährt er so fort, spielt Genoni am Dienstag im letzten (wenig bedeutenden) Gruppenspiel gegen Tschechien. Und Reto Berra im entscheidenden Viertelfinal.

Soweit die banale Rotationslogik. Doch ein Blick auf die Statistik lässt an der Nummer 1 zweifeln. Reto Berra liegt in der Goalierangliste auf Platz 17 (von 18 eingesetzten Torhütern). Seine Fangquote beträgt schwache 85,87 Prozent. Umgerechnet auf Tore pro 60 Minuten steht er mit 4,16 Gegentreffern gar mit Abstand am schlechtesten da. Er kassiert damit fast ein Tor mehr als der zweitschwächste Keeper.

Du bist gefragt: Wen würdest du aufstellen?

Umfrage

Wer soll für die Schweiz im WM-Viertelfinal im Tor stehen?

  • Abstimmen

1,083 Votes zu: Wer soll für die Schweiz im WM-Viertelfinal im Tor stehen?

  • 8%Reto Berra
  • 89%Leonardo Genoni
  • 3%Ist egal, scheiden eh aus.

Mit Genoni deutlich mehr Punkte geholt

Mit zwei Zählern (Penalty-Niederlage gegen Österreich und Overtime-Pleite gegen Lettland) ist auch Berras Punkteausbeute deutlich schwächer als diejenige von Leonardo Genoni (bisher sechs Punkte).

Genoni brilliert mit einer Fangquote von 95,52 Prozent (0,98 Tore pro 60 Minuten) und Rang 2 hinter US-Keeper Connor Hellebuyck. Zudem bringt der 27-Jährige einmal mehr den Meister-Spirit mit. Davos hexte er zum Titel, während Berra zu «nur» 19 NHL-Einsätze und fünf Partien in der AHL mit den Lake Erie Monsters ausweisen kann.

Berra allerdings weiss, wie man sich auf internationalem Parkett schlagen muss. Für Genoni ist die nach 2011 erst die zweite WM. Berra war beim Silberlauf 2013 grosser Rückhalt. Im Halbfinal führte er die Schweiz zum 3:0 gegen die USA – den wahrscheinlichen Viertelfinalgegner.

Alle Eishockey-Weltmeister

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Max Pauer 11.05.2015 21:12
    Highlight Wenn Hanlon wirklich Berra spielen lässt, ist er definitiv der Glon der Nation. Und hoffentlich bald seinen Job los...
    14 5 Melden
  • Nummelin 11.05.2015 19:02
    Highlight Manzato natürlich
    4 8 Melden
  • Illuminati 11.05.2015 16:56
    Highlight Ganz klar Genoni! Auch wenn Berra bisher auch gut gespielt hat, ist Genoni mit der jetzigen Form klar ein Gewinn für unsere Nati!
    32 0 Melden
    • Nicosinho 12.05.2015 13:05
      Highlight GENOOOOONI
      3 1 Melden

Erstmals gezählt! In der National League gibt es über 100 Hirnerschütterungen pro Saison

In der letzten Eishockey-Saison wurden in den obersten beiden Schweizer Spielklassen insgesamt über 100 Hirnerschütterungen registriert, 61 davon in der Eliteklasse.

Gery Büsser, der Teamarzt der ZSC Lions und Leiter einer Taskforce im Verband, erklärte in einem Interview gegenüber dem Tages-Anzeiger, dass in der vergangenen Saison erstmals die schriftliche Erfassung der Hirnerschütterungen in den obersten beiden Schweizer Spielklassen erfolgte.

«Dabei kamen wir auf insgesamt 104, davon 61 in der …

Artikel lesen