Sport

U20-WM, Vorrunde

Dänemark – Schweiz 2:1 (0:1, 0:0 ,2:0)

Gegen Dänemark hält die Euphorie der Schweizer U20-Nati nur bis zur 42. Minute.
Bild: BILDBYRAN

Die Schweiz verliert an der U20-WM auch gegen Dänemark und steht mit dem Rücken zur Wand

Der Schweiz schwimmen an der U20-WM die Felle davon. Nach der 3:8-Kanterniederlage gegen Schweden zum Auftakt verlor das Team von John Fust auch gegen Dänemark, diesmal 1:2.

27.12.15, 21:29 28.12.15, 08:39

Nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel brauchen die Schweizer ein kleines Wunder, um nicht wie im vergangenen Jahr gegen den Abstieg zu kämpfen. In den letzten beiden Vorrundenspielen am Dienstag gegen Kanada und am Mittwoch gegen die USA müssen sie für die Viertelfinal-Qualifikation realistisch gesehen mindestens vier Punkte holen.

John Fust steht mit der Schweiz an der U20-WM bereits nach zwei Spielen mit dem Rücken zur Wand.
Bild: BILDBYRAN

Schon an der letzten U20-WM hatten die Schweizer gegen Dänemark (3:4 n.P.) verloren. Hatten sie damals ein 2:0 und 3:2 verspielt, gaben sie diesmal ein 1:0 preis. Der Genfer Noah Rod traf in der 9. Minute, indem er einen Schuss von Verteidiger Edson Harlacher unhaltbar ablenkte.

Die Führung hielt bis zur 42. Minute, ehe Sören Nielsen den starken Torhüter Joren van Pottelberghe mit einem Handgelenkschuss bezwang. Beim entscheidenden 1:2 in der 47. Minute liessen die Schweizer Alexander True gewähren, worauf dieser den freistehenden Mathias From bediente, der van Pottelberghe im zweiten Anlauf bezwang.

Jetzt hilft nur noch Vollgas

Die Schweizer, die bloss 23 Torschüsse verzeichneten, mussten wegen Sperren gleich auf drei Spieler (Chris Egli, Fabian Heldner, Calvin Thürkauf) verzichten. Deshalb standen Fust nur sechs Verteidiger und elf Stürmer zur Verfügung. Egli wird auch gegen Kanada und die USA fehlen.

Chris Egli fehlt der Schweiz aufgrund seiner Sperre auch für die verbleibenden zwei Vorrundenspiele.
Bild: BILDBYRAN

Ohne drei Spieler anzutreten, sei eine grosse Herausforderung gewesen, sagte van Pottelberghe. Deshalb hätten sie gewusst, dass es hart werden würde. Der von den Detroit Red Wings gedraftete Keeper bemängelte, dass sie im zweiten Drittel nicht mehr so viel Gas gegeben hätten, nachdem sie gut angefangen hätten. «Nach dem 1:2 fingen wir uns wieder, spielten wir einfacher und schneller.» Auf die nach den zwei Niederlagen delikate Ausgangslage angesprochen, antwortete van Pottelberghe: «Es sind zwei grosse Gegner, aber wir glauben an uns. Wir müssen jedes Spiel Vollgas geben.» (dux/si)

Das Telegramm

Dänemark – Schweiz 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)
Helsinki Ice Hall. – 1596 Zuschauer. – SR Anissimow/Pitoscia (Russ/USA), Hribar/Waldejer (Sln/No).
Tore: 9. Rod (Harlacher, Karrer) 0:1. 42. Nielsen (Kristian Jensen, Röndbjerg) 1:1. 47. From (True, Krag) 2:1.
Strafen: 1-mal 5 Minuten (Lassen) plus Spieldauer (Lassen) gegen Dänemark, 2-mal 2 Minuten gegen die Schweiz.
Schweiz: van Pottelberghe; Karrer, Siegenthaler; Glauser, Kindschi; Forrer, Harlacher; Kessler, Suter, Meier; Riat, Malgin, Rod; Privet, Meyer, Hischier; Schmidli, Impose.
Bemerkungen: Schweiz ohne Heldner, Egli und Thürkauf (alle gesperrt). 29. Tor von Nielsen wegen Torraumoffsides nicht gegeben.

Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Fab_bu 28.12.2015 08:17
    Highlight hochmut kann kommt vor dem fall... eine junge mannschaft die unbestritten mit viel talent bespickt ist wurde vor der wm in den himmel hoch gejubelt und die erwartung an die mannschaft wahr riesig.. jetzt kommt die quittung wen man statt sein talent mit der arroganz und der undiszipliniertheit spielt wo die mannschaft in helsinki an den tag legt.. jetzt kommen noch zwei grosse brocken verloren ist ja eigentlich noch nichts jetzt können sie zeigen wie viel talent und moral in ihnen steckt..
    3 0 Melden
  • länzu 28.12.2015 06:17
    Highlight Wieso man diesen John Fust ein zweites Mal mit dieser Equipe antreten liess, ist mir ein Rätsel. Er hat schon im letzten Jahr als Coach nicht überzeugt. Zeit genug wärte dagewesen, für diese wichtige Nationalmannschaft einen geeigneten Mann zu finden. Aber bei dieser Verbandsführung verwundert auch das nicht.
    7 0 Melden
  • Schreiberling 27.12.2015 21:40
    Highlight Tja das heute war einfach schlecht. Viele Fehlpässe, kein erkennbares Konzept. Die Torhüterleistung war heute solide. In der Defensive fehlt jedoch ein Leader (Siegenthaler ist defintiv keiner, vor allem nicht im Spielaufbau). Offensiv kam enttäuschend wenig. Die Paradelinie Suter-Meier-Kessler hat man kaum gesehen.
    22 0 Melden

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