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Raeto Raffainer, Director of National Teams of the Swiss Ice Hockey, speaks to media, during an informal media meeting of the Switzerland national team, at the IIHF 2015 World Championship, at the O2 Arena, in Prague, Czech Republic, Monday, May 4, 2015. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Raeto Raffainer, der als Aktiver unter anderem bei den ZSC Lions und beim SC Bern spielte.
Bild: KEYSTONE

4 Fragen an Raeto Raffainer nach dem Abgang von Eishockey-Natitrainer Glen Hanlon

Raeto Raffainer, bei Swiss Ice Hockey der Direktor Nationalmannschaften, äussert sich im Interview zur Trennung von Nationalcoach Glen Hanlon. Klar ist, dass der 58-Jährige mit dem Wunsch, zur Familie nach Kanada zurückzukehren, beim Verband offene Türen einrannte.



Wieso wurde der Vertrag mit Glen Hanlon einen Monat vor dem ersten Nati-Termin aufgelöst?

«Die Gründe sind ganz einfach. Glen Hanlon fühlte sich aus einer familiären Situation heraus nicht mehr ganz wohl in der Schweiz. Und wir hielten ihn nicht auf und stellten ihm keine Steine in den Weg. Wir liessen ihn ziehen, weil es durchaus auch von unserer Seite her Diskussionen mit Hanlon gab, wie die Zusammenarbeit weiter verlaufen soll. Wir sahen in Hanlon nicht mehr den Mann, der uns an die Winterspiele 2018 oder sogar an die Heim-WM 2020 führen soll. Andererseits hätte es von unserer Seite aus zum jetzigen Zeitpunkt keinen Handlungsbedarf gegeben.»

28.04.2015; Kloten; Eishockey WM 2015 - MK Swiss Ice Hockey;
Trainer Glen Hanlon und Raeto Raffainer waehrend der Medienkonferenz  
(Andy Mueller/freshfocus)

Ex-Nationaltrainer Hanlon und Raffainer an einer Medienkonferenz.
Bild: freshfocus

Zumindest für die nächsten drei Länderspiele heisst der Nationalcoach Felix Hollenstein. Wie kam es zu dieser Lösung?

«Primär bin ich stolz darauf, dass wir eine Persönlichkeit wie ‹Fige› Hollenstein für dieses Amt gewinnen konnten. Für den Schweizer Verband ist das eine Super-Lösung. Seit mehreren Wochen befand ich mich mit Hollenstein in Kontakt, weil wir den Trainerstab mit einem Assistenten erweitern wollten. Und kurzfristig hat es dann nicht mehr viel Überzeugungskraft benötigt, um Fige als Trainer für den Deutschland-Cup zu gewinnen. Mit seinen Qualitäten kann er sowohl als Assistent wie als Head-Coach der Schweizer Nationalmannschaft viel bringen. Wir sind überzeugt, für den Deutschland-Cup im November in Augsburg sehr gut aufgestellt zu sein.»

Zum Ruecktritt von Trainer Felix Hollenstein (Kloten);06.12.2014; Zuerich; Eishockey NLA - ZSC Lions - Kloten Flyers; Trainer Felix Hollenstein (Kloten) (Patrick Straub/freshfocus)

«Fige» Hollenstein hat neu das Sagen.
Bild: Patrick Straub/freshfocus

Nach der kurzen Ära Hanlon strebt der Verband vor Olympia 2018 und der Heim-WM 2020 eine langfristige Lösung an. Entspricht Hollenstein auch diesem Anforderungsprofil?

«Es ist durchaus möglich, dass Felix Hollenstein länger mit dabei ist. Kurzfristig haben wir eine Lösung gesucht für den Deutschland-Cup. Diese Lösung gibt uns Zeit, alle Möglichkeiten auszuloten und Kandidaten zu evaluieren. Aber natürlich ist Fige Hollenstein mit seiner Persönlichkeit, seinem Know-how und seiner Austrahlung ein Kandidat, auch längerfristig mit der Nationalmannschaft etwas aufzubauen, in welcher Funktion im Coaching-Staff auch immer.»

Swiss fans cheer their team, during the IIHF 2015 World Championship preliminary round game Sweden vs Switzerland, at the O2 Arena, in Prague, Czech Republic, Saturday, May 9, 2015. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Schweizer Fans an der WM in Prag – wo es im Frühling nicht viel zu feiern gab.
Bild: KEYSTONE

Und wie geht die Suche nach dem neuen Nationalcoach weiter?

«Wir werden uns Gedanken machen. Das Anforderungsprofil habe ich im Kopf. Wir werden den Markt sondieren. Aber unter Zeitdruck stehen wir nicht. Die Qualifikation für die Olympischen Winterspiele ist ja schon geschafft. Aber natürlich wollen wir bis zur WM im nächsten Frühling in Moskau wieder perfekt aufgestellt sein. Also werden wir irgendwann ‹Fige› Hollenstein oder sonst jemanden als neuen Nationaltrainer präsentieren.» (ram/si)

Die besten Bilder der WM 2015

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    Alle Leser-Kommentare
  • David.portmann 11.10.2015 11:38
    Highlight Highlight Der wohl grösste Nationaltrainer der letzten Jahre ist in Fribourg. Bykov wäre wohl eine super Lösung, jedoch denke ich, dass er keine Chance hat, da die Verbandsgeneräle nun jemanden wollen der Deutsch spricht. Bykov kann nur französisch und englisch.
  • Amboss 09.10.2015 21:33
    Highlight Highlight Also ich verstehe das Urteil von Herrn Zaugg nicht
    Hanlon hat seine Sache soweit gut gemacht.
    Und wie kommt Herr Zaugg darauf, Herr Hollenstein so viel Kompetenz zuzuschreiben?
    Als Trainer hat im Gegensatz zu Hanlon wirklich nix erreicht.
    Er war ein wirklich chaotischer Trainer...

    Nein, der Abstieg ist unter Hollenstein wahrscheinlicher als unter Hanlon
    • daenu 09.10.2015 23:44
      Highlight Highlight Null check hä? Hanlon war ein Witz!
    • Amboss 10.10.2015 03:23
      Highlight Highlight Nee, der Verband ist ein Witz:
      - stellt einen Trainer an, ohne ihm eine Chance zu geben
      - ersetzt ihn durch einen schlechter qualifizieren und erfolgloseren...
    • MARC AUREL 10.10.2015 12:21
      Highlight Highlight Also sooo schlecht ist Hanlon gar nicht wie viele behaupten.. Auf jedenfalls klar besser als Hollenstein in jeder beziehung.
  • Wip84 09.10.2015 20:20
    Highlight Highlight Alles daran setzen, dass wir Slawa Bykow als Nati-Coach empfangen dürfen!
  • Darkside 09.10.2015 20:10
    Highlight Highlight Jetzt müssen wir nur noch Petkovic loswerden, dann besteht wieder eine Chance auf taugliche und sympathische Nationaltrainer der beiden wichtigsten Sportarten.
  • Toastbrot 09.10.2015 19:40
    Highlight Highlight Benoit Laporte ist ab Dezember zu haben.
  • Sapere Aude 09.10.2015 18:51
    Highlight Highlight Lese ich da zwischen den Zeilen, dass Hollenstein evtl nur eine Übergangslösung ist, bis Arno kommen kann?
    • Tikkanen 09.10.2015 19:21
      Highlight Highlight Arno ist ein immer noch ein Hockeyjunkie. Er braucht die Arbeit mit dem Team 24/7. Der wird nie Natitrainer, oder nur in Kombination mit einem Klubamt. Dies ist aber heutzutage kaum mehr möglich.
  • manolo 09.10.2015 17:54
    Highlight Highlight jaja so arbeiten unsere Berner im verband! chumi nid hüt, chumeni morn!
  • goldmandli 09.10.2015 17:15
    Highlight Highlight Gut so. ob holenstein der richtige Nachfolger ist, wage ich zu bezweifeln. Viel absurder als unter Hanlon wirds aber schon nicht werden.
  • Staal 09.10.2015 17:11
    Highlight Highlight dafür hat der Verband ( geführt von alten Berner )jetzt 5 Monate gebraucht. Wen holen sie wohl jetzt? EVZ Halbfinale gen de Shedden? :D
  • Schreiberling 09.10.2015 16:40
    Highlight Highlight Das nenn ich mal einen Knall. Dass man beim Verband nicht gerade glücklich war über Hanlons Leistung an der WM war ja bekannt. Dennoch hätte ich nicht so schnell mit einer Entlassung gerechnet.

    Fige ist sicherlich keine schlechte Wahl. Er kennt unser Eishockey so gut wie sonst selten einer. Er gilt allerdings auch nicht als sonderlich autoritär. Aber vielleicht hilft gerade das bei der Zusammenarbeit mit dem Verband.
    • 123und456 09.10.2015 16:54
      Highlight Highlight Naja, als Trainer war Fige bis jetzt ziemlich mittelmässig unterwegs. Kenntnisse vom CH-Hockey sind sicher wichtig, reichen aber noch lange nicht aus.
    • tösstaler 09.10.2015 17:15
      Highlight Highlight Hollenstein und Simpson könnten ja die Jobs tauschen ... ;-)
  • Herr Noergler 09.10.2015 16:33
    Highlight Highlight Vom Regen in die Traufe.

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