Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ANAHEIM, CA - MAY 16:  Teemu Selanne #8 of the Anaheim Ducks acknowledges the fans following his final NHL game in Game Seven of the Second Round of the 2014 NHL Stanley Cup Playoffs at Honda Center on May 16, 2014 in Anaheim, California.  (Photo by Jeff Gross/Getty Images)

Bild: Getty Images North America

Mehr Tribut geht nicht

NHL-Gegner, Fans und Mitspieler verabschieden sich nach 22 Jahren von Teemu Selänne

Die Anaheim Mighty Ducks verlieren das entscheidende Playoff-Viertelfinalspiel zuhause gegen die Los Angeles Kings mit 2:6. Somit endet die grosse Karriere der finnischen Eishockeylegende Teemu Selänne.

17.05.14, 14:57 17.05.14, 16:00

syl battistuzzi

Ein grosser Sportmoment ereigntete sich vor einigen Stunden im Honda Center, der Spielstätte der Anaheim Ducks. Nachdem das Ausscheiden der Kalifornier besiegelt ist, erweisen Freund und Feind Teemu Selänne die Ehre. Das obligate Handshake zwischen den Teams wird zur Tributzollung für den Finnen. Stellvertretend hierzu L.A.Kings-Star Anze Kopitar: «Es war ein Privileg, gegen dich zu spielen.»

«Es war ein Privileg, gegen dich zu spielen.»

Anze Kopita über Teemu Selänne.

Der L.A.Kings-Spieler und seine Mitspieler schlugen als Zeichen der Ehrbietung ihre Stöcke aufs Eis, während Selänne unter dem Jubel der Zuschauer eine Ehrenrunde drehte. Der 43-Jährige war sichtlich gerührt von den Ovationen, konnte aber im Interview seinen Frust über das bittere Ausscheiden (noch) nicht verbergen:

«Ich wusste, dass es entweder eine unglaubliche Party oder eine grosse Enttäuschung werden würde - es wurde eine grosse Enttäuschung», sagte der beste Rookie der Saison 1992/93, der 2007 mit Anaheim den Stanley Cup gewann.

Video: YouTube/NHL

«Alles Grossartige findet mal ein Ende. Es war eine unglaubliche Reise.»

Teemu Selänne. Twitter/Anaheim Ducks

Die Zahlen zu der unglaublichen Karriere

Der aus der finnischen Hauptstadt stammende Selänne wurde nach seiner Zeit beim Heimklub Jokerit Helsinki 1988 von den Winnipeg Jets an zehnter Stelle gedraftet. Vier Jahre später lief der «Finnish Flash», so sein Spitzname wegen seiner Schnelligkeit, erstmals in der NHL auf und stellte als Rookie in seiner ersten Saison 76 Tore und 132 Punkte auf, was bis heute Bestwert ist für einen NHL-Neuling.

In den weiteren 21 Jahren sammelte er Punkte für die San Jose Sharks, Colorado Avalanche und vor allem mit der «grossen Liebe» Anaheim Ducks. In insgesamt 1505 NHL-Spielen skorte der 91-Kilo-Brocken 717 Tore und 795 Assists. 

19.0214; Sotschi; Olympische Winterspiele Sotschi 2014 - Eishockey - Viertelfinal - Finnland - Russland; Teemu Selaenne (FIN) jubelt nach Spielschluss (Joel Marklund/Bildbyran/freshfocus)

Bild: Bildbyran

Im Nationalteam gewann er unter anderem dreimal Bronze (1998,2010,2014) und einmal Silber (2006) bei Olympischen Winterspielen sowie Silber (1999) und Bronze (2008) an einer Weltmeisterschaft. Dazu kommen noch unzählige Einzelauszeichnungen für den sympathischen Mann mit den stahlblauen Augen aus dem Norden.



Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

NHL-Journalisten besuchen die Schweiz und sind von unserer Hockeykultur begeistert

Mit den New Jersey Devils ist am Samstag auch eine Delegation nordamerikanischer Journalisten in der Schweiz gelandet. Die Medienleute erkunden seither unser Land und sind fasziniert von der hiesigen Eishockeykultur

Morgen Abend (19.30 Uhr) spielen die New Jersey Devils ein Freundschaftsspiel in Bern gegen den SCB. Die Delegation aus Newark, bestehend aus Spielern, Coaches und einer Menge Journalisten, ist aber bereits am gestrigen Samstag in der Schweiz angekommen.

Doch die Journalisten aus Übersee kommen natürlich nicht nur wegen der schönen Aussicht. Sie wollen auch Hockey sehen. So hat sich Corey Masisak beispielsweise die Arenas in Bern und in Biel genauer angeschaut.

Und dann sind sie alle am …

Artikel lesen