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Goalie Genoni konnte die hohe Niederlage nicht verhindern. Bild: Keystone

WM-Auftakt geht in die Hosen

Russen verklopfen hilflose Schweizer – Captain Seger: «Diese Niederlage schmerzt!»

Schlechter als die Schweiz kann man ein WM-Turnier nicht beginnen. Gegen Russland kassiert die Nati schon nach 13 Sekunden den ersten Gegentreffer, am Ende verliert die Schweiz mit 0:5.

» Der watson-Liveticker zum Nachlesen

Zum ersten Mal seit neun Jahren hat die Schweiz ein WM-Startspiel verloren. Gegen Favorit Russland blieben die Eisgenossen chancenlos und tauchten mit 0:5. Die Weichen wurden schon nach lediglich 13 Sekunden gestellt: Sergej Plotnikow erzielte die ultrafrühe russische Führung.

Nach dem ersten Drittel stand es 3:0 und die Partie war früh entschieden. Die Schweizer Defensivleistung war bedenklich schwach, Goalie Leonardo Genoni konnte auch nicht über sich hinauswachsen. Zudem zeigte die Nati vor dem gegnerischen Tor altbekannte Schwächen. Schon 215 Minuten liegt mittlerweile ihr letzter Treffer zurück.

«Wenn es gegen Russland in einem ‹Auswärtsspiel› 0:2 steht, ist es immer sehr schwierig», sagte Natitrainer Sean Simpson. Er spielte dabei auf die zahlreichen und lautstarken russischen Fans an. Die Russen wollen sich an der WM für das blamable Viertelfinal-Out an den Olympischen Spielen in Sotschi revanchieren. «Wir wurden das Opfer ihres ‹Ärgers›», meinte Simpson dazu.

Russia's Vadim Shipachyov, left, is challenged by Switzerland's Mathias Seger, during the Group B preliminary round match between Switzerland and Russia at the Ice Hockey World Championship in Minsk, Belarus, Friday, May 9, 2014. (AP Photo / Darko Bandic)

Mathias Seger im Zweikampf mit Wadim Schipatschjow. Bild: AP

Captain Mathias Seger sprach nach dem Spiel im SRF-Interview schonungslos davon, dass die Niederlage schmerze. «Ich versuche, dieses Spiel so schnell wie möglich zu verdrängen.» In seinem 100. WM-Spiel gab es für den Jubilaren wenig zu feiern, obwohl Seger auch Positives gesehen haben will. «Ich denke, es ist sicherlich nicht viel für uns gelaufen. Vom Schussverhältnis her war es relativ knapp. (31:27 für Russland, Anm. d. Red.) Die Russen kamen etwas gar einfach zu ihren Chancen.»

Hinsichtlich des zweiten WM-Gruppenspiels morgen gegen die USA (19.45 Uhr, im watson-Liveticker) meinte der Captain: «Wir müssen uns stark verbessern!»

Gegen die Amerikaner fehlt Sven Bärtschi. Der Flügelstürmer erlitt bei seiner Länderspielpremière eine Verletzung am Oberkörper und musste zu Abklärungen in den Spital gebracht werden. Sehr wahrscheinlich fällt Bärtschi für den Rest der WM aus.

Russia's Nikolai Kulyomin (41), Yegor Yakovlev (44), Artyom Anisimov (42) and Sergei Shirokov (C) celebate with Anton Belov (2nd L) his goal against Switzerland during the second period of their men's ice hockey World Championship Group B game at Minsk Arena in Minsk May 9, 2014.  REUTERS/Alexander Demianchuk (BELARUS  - Tags: SPORT ICE HOCKEY)

Ein Bild, das Schweizer Eishockey-Fans nicht gerne sehen: Jubel bei der «Sbornaja». Bild: Reuters

Schweiz – Russland 0:5 (0:3, 0:1, 0:1)
Minsk Arena, 13'300 Zuschauer.
Tore: 1. (0:13) Plotnikow (Denissow, Schipatschjow) 0:1. 7. Owetschkin (Below, Saripow/Ausschluss Grossmann) 0:2. 18. Schipatschjow (Tschudinow) 0:3. 30. Below (Kuljomin, Schirokow) 0:4. 59. Saripow (Owetschkin) 0:5.
Strafen: 5x2 Minuten gegen die Schweiz, 4x2 Minuten gegen Russland.

Schweiz: Genoni; Schlumpf, Josi; Blum, Grossmann; Weber, Seger; Kukan; Brunner, Romy, Moser; Sven Bärtschi, Cunti, Hollenstein; Fiala, Ambühl, Suri; Stancescu, Schäppi, Rüfenacht.

Bemerkungen: Schweiz ohne Ramholt, Froidevaux, Benjamin Plüss, Mayer (alle überzählig) und Berra (Ersatztorhüter). – 11. Lattenschuss Kusnezow.



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