Sport

Swiss Ice Hockey Cup,  Achtelfinale

Chaux-de-Fonds – Ambri-Piotta 2:2
ZSC Lions – SCL Tigers 4:2
Lausanne – Fribourg-Gottéron 2:1​

Leader Fribourg scheitert im Cup gegen Lausanne. 
Bild: KEYSTONE

Leader Fribourg scheitert im Cup gegen Lausanne – ZSC setzt sich gegen die Tigers durch

28.10.15, 22:44 29.10.15, 08:01

Chaux-de-Fonds – Ambri-Piotta 2:2

Ambri-Piotta hat sich beim Debüt von Trainer Hans Kossmann in die Viertelfinals des Schweizer Cup gezittert. Die Tessiner setzten sich gegen den B-Ligisten La Chaux-de-Fonds erst im Penaltyschiessen durch. Ausgeschieden ist dagegen NLA-Leader Fribourg gegen Lausanne.

Ambri musste heute gegen La Chaux-de-Fonds ins Penaltyschiessen. 
Bild: freshfocus

Am Sonntag hatte Ambri nach der vierten Niederlage in Serie und der achten in den letzten zehn Partien die Reissleine gezogen und Serge Pelletier durch Kossmann ersetzt. Viel bewirken konnte dieser allerdings noch nicht. Von einem Klassenunterschied war erst im Penaltyschiessen etwas zu sehen, trafen doch sämtliche vier Schützen von Ambri. Die Gastgeber dagegen waren im «Shootout» bloss zweimal erfolgreich. Somit schied in den Achtelfinals mit Lugano, das am Dienstag gegen den NLA-Absteiger Rapperswil-Jona Lakers 2:3 verloren hatte, bloss ein oberklassiges Team aus.

Bitter für La Chaux-de-Fonds: Sie standen in der Verlängerung dem Sieg näher. 
Bild: freshfocus

Davor war La Chaux-de-Fonds mit Ausnahme des zweiten Drittels alles andere als schlechter gewesen. In der Verlängerung standen die aufopferungsvoll kämpfenden Neuenburger dem Sieg gar näher, als Dominic Forget in der 61. Minute mit einem Penalty an der Latte scheiterte. Die beiden Tore in der regulären Spielzeit zum 1:0 (11.) und 2:2 (35.) hatte der B-Ligist jeweils mit einem Mann weniger geschossen. Zuerst profitierte Laurent Meunier von einem kapitalen Fehler von Adrian Trunz im Aufbau, vor dem 2:2 verlor Benjamin Chavaillaz als hinterster Mann den Puck an Loic Burkhalter, worauf der Verteidiger von Ambri die Scheibe mit dem Schlittschuh auch noch selber ins Tor beförderte. Auch sonst war das Powerplay von Ambri bedenklich schwach. Die Treffer vom 0:1 zum 2:1 (26.) erzielten Captain Paolo Duca nach einem Abpraller (20.) und Zach Hamill.

Lausanne – Fribourg-Gottéron 2:1​

Das Weiterkommen von Lausanne war verdient, die Waadtländer wollten den Sieg mehr als Fribourg, das ohne Überzeugung agierte. Das entscheidende 2:1 erzielte in der 50. Minute Thomas Déruns im Powerplay, das bislang in der Meisterschaft nicht zu den Stärken der Gastgeber gehört hatte (nur vier Tore). Lausanne, das den dritten Sieg in Folge feierte, hätte die Partie schon früher entscheiden müssen, es zeigte jedoch einmal mehr Schwächen im Abschluss. Im ersten Drittel lautete das Schussverhältnis 15:4, dennoch vermochte einzig Nicklas Danielsson die Fribourger Nummer 2, Reto Lory, zu bezwingen. Das rächte sich: In der 39. Minute gelang Killian Mottet, der am Deutschland-Cup in Augsburg sein Debüt in Nationalteam geben dürfte, in Überzahl das 1:1.

Lausanne setzte sich heute verdient gegen Fribourg durch. 
Bild: KEYSTONE

ZSC Lions – SCL Tigers 4:2

Nach dem 6:3 am Sonntag gewann der ZSC auch das zweite Heimspiel gegen die SCL Tigers innert vier Tagen. Diesmal setzten sich die Lions 4:2 durch. Nachdem die Langnauer in der 15. Minute durch Verteidiger Ville Kostinen, der den schlecht aussehenden ZSC-Goalie Niklas Schlegel mit einem Schuss von der blauen Linie bezwang, entgegen dem Spielverlauf in Führung gegangen waren, dauerte es bis zur 33. Minute, ehe den spielbestimmenden Gastgebern der Ausgleich gelang. Das 1:1 war eine Koproduktion dreier 18-Jähriger: Roger Karrer spielte den Puck zu Jonas Siegenthaler, dessen Schuss Denis Malgin entscheidend ablenkte.

Youngstar Matthews traf heute auch im Cup für die Lions.
Bild: KEYSTONE

Auch das zweite Tor der Lions erzielte mit Auston Matthews ein 18-Jähriger; der als kommender Erstrunden-Draft gehandelte Amerikaner traf in der 45. Minute im Powerplay. 171 Sekunden später erhöhte Kris Foucault auf 3:1. Der Kanadier zeichnete in der 56. Minute nach einem Shorthander von Dan Weisskopf zum 2:3 (52.) auch für Entscheidung verantwortlich. (si)

Die Telegramme

ZSC Lions - SCL Tigers 4:2 (0:1, 1:0, 3:1) 
2085 Zuschauer. - SR Eichmann/Koch, Borga/Progin.
Tore: 15. Koistinen (DiDomenico, Clark) 0:1. 33. Malgin (Siegenthaler, Karrer) 1:1. 45. Matthews (Nilsson, Seger/Ausschlüsse Zryd, Gossweiler) 2:1. 48. Foucault (Künzle, Suter) 3:1. 52. Weisskopf (Sven Lindemann, Schirjajew/Ausschluss Gustafsson!) 3:2. 56. Foucault (Suter, Blindenbacher) 4:2. 
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen die SCL Tigers.

La Chaux-de-Fonds - Ambri-Piotta 2:3 (1:1, 1:1, 0:0, 0:0) n.P.
3012 Zuschauer. - SR Mollard/Prugger, Huggenberger/Wüst.  
Tore: 11. Meunier (Grezet/Ausschluss Forget!). 20. Duca (Kamber, Fuchs) 1:1. 26. Hamill (Pestoni) 1:2. 35. Burkhalter (Ausschluss Hostettler!) 2:2. - Penaltyschiessen: Muller -, Giroux 0:1; Carbis -, Pestoni 0:2; Forget 1:2, Duca 1:3; Burkhalter 2:3, Emmerton 2:4. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen La Chaux-de-Fonds, 2mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta.
Bemerkung: 61. Forget (La Chaux-de-Fonds) schiesst Penalty an die Latte. 

Lausanne - Fribourg-Gottéron 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)
1868 Zuschauer. - SR Fischer/Kurmann, Obwegeser/Tscherrig.
Tore: 13. Danielsson (Déruns, Stalder) 1:0. 39. Mottet (Sprunger/Ausschluss Déruns) 1:1. 50. Déruns (Walsky/Ausschluss Vauclair) 2:1.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Lausanne, 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. 

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

«Eine Schande fürs Hockey!» Adler Mannheim dreht kurz vor Schluss komplett durch 

Adler Mannheim scheidet in der Champions Hockey League im Achtelfinal aus und präsentiert sich dann als miserabler Verlierer. Mehrere unsportliche Aktionen bescheren dem deutschen Vertreter eine Strafenflut und einen Shitstorm in den sozialen Medien. Mittendrin: der frühere Nati-Coach Sean Simpson.

Wüste Szenen im Champions-Hockey-League-Spiel zwischen der schwedischen Mannschaft Brynäs IF und dem deutschen Vertreter Adler Mannheim. Die Schweden setzen sich mit 2:1 durch und können somit das Achtelfinal-Duell für sich entscheiden. 

Die Schlussphase ist hitzig und kurz vor dem Ende brennen Adler Mannheim, dem Team des früheren Nati-Coachs Sean Simpson, die Sicherungen komplett durch:

Bereits der Check an Brynäs' Nummer 31 hinter dem Tor ist in einem Graubereich. Der grösste Übeltäter …

Artikel lesen