Sport
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Spieler des HC Lugano und Trainer Larry Huras, hinten rechts neben dem Pokal, feiern am Freitag, 11. April 2003, mit dem Meisterpokal auf der Terrasse des Luganeser Rathauses den Meistertitel. Der HC Lugano ist im Rahmen der offiziellen Ehrung durch die Stadt von rund 2500 Fans auf der Piazza Riforma gefeiert worden. Die Spieler des frischgebackenen Eishockey-Meisters wurden dabei von Praesident Beat Kaufmann dem Publikum praesentiert. Den nachhaltigsten Jubel loeste der zuruecktretende Sandro Bertaggia aus, der den Meisterpokal als letzter Spieler in die Hoehe stemmte. Der stellvertretende Stadtpraesident, Erasmo Pelli, hatte zuvor das Team von Larry Huras im Stadthaus empfangen. (KEYSTONE/Karl Mathis)

Trotz 0:2-Rückstand im Final gegen Davos wird Lugano 2003 noch Meister. Bild: KEYSTONE

So klein sind die Aussichten Luganos, das 0:2 im Playoff-Final noch zu drehen

0:2 liegt der HC Lugano in der Playoff-Finalserie gegen die ZSC Lions zurück. Hüben wie drüben wird betont, dass das noch keineswegs etwas heisse. Doch stimmt das wirklich? Fakt ist: Spektakuläre Wenden sind selten. Aber Fakt ist auch: Lugano schaffte es schon mehrmals.



Spiel 3 heute Abend

Die ZSC Lions führen in der Playoff-Finalserie gegen den HC Lugano mit 2:0. Die dritte Partie wird heute Abend ausgetragen (ab 20.15 Uhr im watson-Liveticker).

Wer schaffte das?

Wer in einer Best-of-seven-Serie mit 0:2 zurück liegt, dessen Aussichten auf einen Triumph sind nur noch gering. Das zeigt der Blick zurück ins Geschichtsbuch, seit 1985/86 in der Schweiz die Playoffs eingeführt wurden. Seither gelang es elf Mal einem Team, nach Niederlagen in den ersten beiden Spielen die Serie noch für sich zu entscheiden (in früheren Jahren genügten dazu drei Siege).

Elf Serien von insgesamt 218, die es bislang in der höchsten Schweizer Spielklasse gegeben hat. Das heisst: Nur in 5 Prozent aller Serien kam es vor, dass ein Team mit 2:0 Siegen führte und trotzdem das andere weiterkam.

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Wenden im Final

Von diesen elf gewendeten Serien waren zwei Finals. Ein Mal schaffte Lugano noch die Wende (2003 gegen Davos), ein Mal der jetzige Gegner ZSC Lions (2008 gegen Servette).

Die Parallelen dieser beiden Final-Serien zur aktuellen: Sie waren ebenfalls sehr ausgeglichen. Davos gewann die ersten zwei Spiele jeweils mit 3:2 und verlor dann 3:5, 3:4, 0:3 und 0:4. Noch enger war's zwischen dem ZSC und Servette. Die Genfer gewannen 4:3 n.V. und 4:2, danach gewannen die Zürcher 3:2, 3:2, 3:2 n.P. und 2:1 n.P.

ZSC Lions Spieler Mathias Seger, Adrian Wichser und Ryan Gardner, von links, jubeln mit dem Pokal nach dem 6. Eishockey Play Off Finalspiel zwischen den ZSC Lions und dem HC Genf-Servette im Hallenstadion in Zuerich, am Donnerstag, 10. April 2008. Die ZSC Lions gewinnen den Schweizermeistertitel 2008. (KEYSTONE/PHOTOPRESS/Alessandro Della Bella)

ZSC-Captain Mathias Seger und Adrian Wichser jubeln 2008 mit dem Pokal. Bild: KEYSTONE PHOTOPRESS

Warum darf Lugano noch hoffen?

Dass die bisherigen beiden Finals 2018 so eng waren (die ZSC Lions siegten 1:0 in Lugano und 5:4 n.V. in Zürich) ist ein Punkt, welcher dem HC Lugano noch Hoffnung machen darf. So war's schliesslich auch 2003 und 2008.

Anlass zur Hoffnung bietet aber vor allem die Leistung des Teams in der diesjährigen Halbfinal-Serie. Da lag Lugano gegen Biel mit 0:2 Siegen zurück und in der dritten Partie mit 0:3 – ehe es diese noch spektakulär mit 6:3 gewann und die Bieler schliesslich nach deutlichen Erfolgen in der Serie mit 4:2 eliminierte. Lugano ist damit das einzige Schweizer Team, dem es schon drei Mal gelang, trotz 0:2-Rückstand noch weiter zu kommen.

Die «Bianconeri» schafften es ausserdem auch als erste von bislang erst drei Mannschaften in der Schweiz, sogar aus einem 0:3-Rückstand in der Serie noch ein 4:3 zu machen. 2006 lagen die Bianconeri gegen den Rivalen Ambri-Piotta scheinbar unaufholbar zurück, ehe sie die Viertelfinal-Serie noch wendeten und anschliessend sogar den Titel holten.

Aus der Rubrik «Unvergessen»:

Für den HC Lugano ist also noch nicht alles verloren. Trotzdem: Auf Grund der Resultate der vergangenen drei Jahrzehnte sollten die Tessiner heute Abend in der heimischen Resega besser gewinnen, um in der Serie auf 1:2 zu verkürzen. Sonst wird die Luft sehr dünn und Lugano müsste sich damit abfinden, nach 2000 und 2001 wohl auch seinen dritten Playoff-Final gegen die ZSC Lions zu verlieren.

Alle Schweizer Meister seit Einführung der Playoffs

Die drei Teams, die aus einem 0:3 noch ein 4:3 machen konnten:

Die Finals 2000 und 2001:

Dieser Gorilla beherrscht den Handstand besser als du

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Video: watson/nico franzoni

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • BigMic 16.04.2018 21:15
    Highlight Highlight NON MOLLARE MAI! FORZA LUGANO!
  • ands 16.04.2018 19:46
    Highlight Highlight Die Prozentzahl sagt ja überhaupt nichts aus. Wenn schon, dann müsste man durch die Anzahl Serien, in denen es 2:0 stand, teilen.
  • Blister 16.04.2018 16:44
    Highlight Highlight Zug 2006/2007 gegen Rappi und Davos 2007/2008 gegen Zug haben ebenfalls ein 0:3 gedreht. Lustigerweise erinnere ich mich an die Serie gegen Rappi sehr gut, gegen Davos aber überhaupt nicht mehr...
    • LebeauFortier 16.04.2018 18:47
      Highlight Highlight Meistens sind die Abende die schönsten, an die man sich nicht mehr so genau erinnert. Ist also gut möglich, dass es gegen den HCD schon recht geil war.

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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