Sport

Diese beiden Schweizer brillieren in der aktuellen NHL-Saison mit vielen Skorerpunkten.

Niederreiter und Bärtschi auf Rekordjagd in der NHL – die Statistiken

Zwei Schweizer NHL-Cracks laufen in dieser Saison besonders heiss: Nino Niederreiter und Sven Bärtschi streben im Eiltempo ihre bisherigen Bestmarken an. Zwei Leitwölfe hinken derweil etwas hinterher, auch auf Grund von Verletzungen. 

09.02.17, 10:47 09.02.17, 14:09
Janick Wetterwald
Janick Wetterwald

Werfen wir zu Beginn kurz einen Blick auf zwei morgendliche NHL-Meldungen aus vergangenen Tagen. Die Titel sind geprägt von Nino Niederreiter und Sven Bärtschi:

Da wird klar, die beiden sind im Schuss: «El Niño» steht kurz davor, seinen bisherigen Punkterekord aus der letzten Saison zu egalisieren – und die aktuelle Spielzeit dauert noch lange. Bärtschi ist ebenfalls bereits sehr nahe an seiner bisherigen Bestmarke dran. Wir zeigen dir ihre Statistiken und wie es um die restlichen Schweizer steht.

Berücksichtigt wurden alle Schweizer NHL-Spieler, die in einer vergangenen Saison mindestens 20 Spiele absolviert haben.

Nino Niederreiter

Der Wirbelwind hat bei den Assists seine bisherige Rekordmarke bereits egalisiert. Bei den Toren ist der 24-Jährige nahe dran und insgesamt fehlen dem Stürmer der Minnesota Wild noch vier Punkte für eine neue beste Spielzeit. Das alles bei aktuell 30 weniger bestrittenen Partien als in der Vorsaison. Nino Niederreiter läuft heiss und wird aller Voraussicht nach seine mit Abstand beste NHL-Saison hinlegen.

Sven Bärtschi

Ganz klar, auch der Berner wird am Ende der Saison auf die erfolgreichste seiner Karriere in der NHL zurückblicken. Bei den Assists ist Bärtschi bereits top, und sobald er auch sein Torrekord egalisiert hat, wird er seine bisherige Punkte-Bestmarke übertreffen.

Roman Josi 

Der Leitwolf bei den Nashville Predators wird es schwer haben, seine letztjährige starke Saison zu toppen. Mit ein Grund dafür ist sicher auch die Verletzung, welche Josi die letzten Wochen zu einer Pause zwang. Der Verteidiger mit Skorerqualitäten wird bestimmt noch einige Punkte machen, doch die 61 aus der vergangenen Spielzeit sind wohl unantastbar.

Mark Streit

Die beste NHL-Saison des Oldies (39) liegt schon einige Jahre zurück. Mit den Montréal Canadiens erreichte Streit in der Spielzeit 2007/08 starke 62 Skorerpunkte. Auf diesem Niveau ist der Verteidiger von den Philadelphia Flyers einfach nicht mehr, aber die aktuell 15 Assists sind eine gute Leistung. Gerade wenn man beachtet, dass ihn noch eine Verletzung einige Wochen ausser Gefecht setzte.

Luca Sbisa

Der Verteidiger der Vancouver Canucks spielt eine ansprechende Saison. Damit der 27-jährige Sbisa aber seine beste Spielzeit aus dem Jahr 2011/12 (mit den Anaheim Ducks) herankommt, müsste er nun noch etwas aufdrehen. 

Sven Andrighetto

Der 23-jährige Stürmer der Montréal Canadiens ist gut auf Kurs. Mit etwas mehr als halb so vielen Matches im Vergleich zu seiner besten Saison im Vorjahr steht er auch bei fast der Hälfte an Skorerpunkten. An der bisher etwas mickrigen Torausbeute kann Andrighetto noch arbeiten.

Yannick Weber

Der Wechsel zu den Nashville Predators scheint dem 28-jährigen Verteidiger keinen Schwung verleiht zu haben. Die Punkteausbeute nach schon 52 Einsätzen ist sehr bescheiden. Von seiner Bestmarke aus der Saison 2014/15 (mit den Vancouver Canucks) ist Weber weit entfernt.

Mirco Müller 

Der 21-jährige Winterthurer spielt seine dritte NHL-Saison bei den Sharks aus San Jose. Seine Entwicklung ist erstaunlich: In der ersten Spielzeit (gleichzeitig seine aktuell beste) gelangen Mirco Müller vier Punkte in 39 Spielen. In der zweiten Saison blieb er in elf Matches ohne Skorerpunkt. In dieser Saison kommt der Defensivspieler zwar erst auf vier Einsätze, doch dabei gelangen ihm ein Tor und ein Assist. 

Ø Punkte pro Spiel

Um jedoch zu sehen, wie gut die Schweizer aktuell unterwegs sind, müssen wir den durchschnittlichen Punkteschnitt pro Partie in Betracht ziehen.

Da sehen wir auf einen Blick: Nino Niederreiter, Sven Bärtschi und Mirco Müller überragen mit ihren aktuellen Traumquoten. Luca Sbisa und Sven Andrighetto sind nahe dran an ihren bisherigen Bestleistungen. Roman Josi, Mark Streit und Yannick Weber hinken derweil noch etwas hinterher, wobei Josi und Streit immer noch ansehnliche Durchschnittswerte aufweisen.

Fazit

Die beiden Schweizer Stürmer Niederreiter und Bärtschi sind in Topform und spielen ihre klar erfolgreichste Saison. Josi sowie Streit befinden sich nicht in absoluter Hochform und wurden von Verletzungen ausgebremst. Eindrücklich ist die Bilanz von Mirco Müller, enttäuschend die aktuellen Zahlen von Yannick Weber.

So viel verdienen die Schweizer Eishockeyspieler in Nordamerika

Unvergessene Eishockey-Geschichten

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

02.05.2000: In St. Petersburg schreibt ein SMS Hockeygeschichte

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
14
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Go Canucks Go 09.02.2017 12:30
    Highlight Sbisa spielt aktuell seine wohl beste NHL Saison überhaupt. Hier nur auf die Punkte und +/- Statistik zu schauen, ist schlichtweg falsch. Auch Corsi, Fenwick und all die andern Stats können den Erfolg bei Verteidigern nicht immer richtig aufzeichnen. 10 Spiele der Canucks anschauen und der Fachkundige wird mir betreffend Luca's Leistung beipflichten.
    32 1 Melden
    • Janick Wetterwald 09.02.2017 12:55
      Highlight Ich habe mich in diesem Artikel nur auf die Punkteausbeute konzentriert. Natürlich sind diese Werte längst nicht vollständig und darum auch nicht ein totales Abbild seiner Leistung.
      21 1 Melden
  • tommyLuuu 09.02.2017 12:29
    Highlight Niederreiters Torrekord liegt bei 24 Toren aus der 14/15 Saison. Fehlen also noch ein paar Tore, sollte aber durchaus erreichbar sein wenn er so weiterspielt wie bisher.
    19 0 Melden
  • Züzi31 09.02.2017 12:28
    Highlight Orange (rot?) und grün als Farbe für die Balken auszuwählen ist für "Farbenbehinderte" wie mich, Horror. ;-)
    Um aber noch etwas zum Thema beizutragen. Wie gross ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass Müller seine Punkte/Spiel Quote über mehr als 20 Spiele auf 0.5 halten kann? Schön wird er auch erwähnt, aber das grosse Lob scheint mir doch etwas übertrieben in Anbetracht der wenigen Spiele.
    20 0 Melden
    • Janick Wetterwald 09.02.2017 12:53
      Highlight Das ist ein guter Einwand. Ich werde in Zukunft darauf achten. Bezüglich Mirco Müller: Das wird sich zeigen ;)
      3 5 Melden
  • Platonismo 09.02.2017 12:20
    Highlight Fiala?
    1 5 Melden
    • Janick Wetterwald 09.02.2017 12:52
      Highlight Kevin Fiala hat noch keine vergangene Saison mit mindestens 20 Spielen absolviert.
      13 0 Melden
  • samy4me 09.02.2017 12:07
    Highlight Weber hat in dieser Saison erst ein Spiel verpasst und steht mit einer +5 Statistik da. Gemessen an der Eiszeit und seiner Rolle im Team, spielt er eine sehr solide Saison. Punkte sind nicht alles.
    41 0 Melden
    • Janick Wetterwald 09.02.2017 12:16
      Highlight Da hast du Recht, ich habe mich in diesen Statistiken aussschliesslich auf die Skorerpunkte konzentriert.
      15 1 Melden
    • samy4me 09.02.2017 14:34
      Highlight Stimmt, sorry! Aber wenn Weber mal anständig spielt, sollte das schon erwähnt werden😁
      5 0 Melden
    • Janick Wetterwald 09.02.2017 14:41
      Highlight Du hast es ja jetzt erwähnt ;)
      7 2 Melden
  • LordEdgar 09.02.2017 12:05
    Highlight Die Statistik bei Mirco Müller mit den .5er Schritten im Diagramm ist schon etwas tüpflischisserisch :-D
    13 0 Melden
    • Janick Wetterwald 09.02.2017 12:17
      Highlight Ich mag tüpfli ;)
      12 1 Melden
    • LordEdgar 09.02.2017 12:45
      Highlight zumindest gut vorbereitet falls er mal einen halben Assist macht ;)
      11 0 Melden

«Eine Schande fürs Hockey!» Adler Mannheim dreht kurz vor Schluss komplett durch 

Adler Mannheim scheidet in der Champions Hockey League im Achtelfinal aus und präsentiert sich dann als miserabler Verlierer. Mehrere unsportliche Aktionen bescheren dem deutschen Vertreter eine Strafenflut und einen Shitstorm in den sozialen Medien. Mittendrin: der frühere Nati-Coach Sean Simpson.

Wüste Szenen im Champions-Hockey-League-Spiel zwischen der schwedischen Mannschaft Brynäs IF und dem deutschen Vertreter Adler Mannheim. Die Schweden setzen sich mit 2:1 durch und können somit das Achtelfinal-Duell für sich entscheiden. 

Die Schlussphase ist hitzig und kurz vor dem Ende brennen Adler Mannheim, dem Team des früheren Nati-Coachs Sean Simpson, die Sicherungen komplett durch:

Bereits der Check an Brynäs' Nummer 31 hinter dem Tor ist in einem Graubereich. Der grösste Übeltäter …

Artikel lesen