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Es ist geschafft: Die Flyers ballern sich gegen die Tigers auf den definitiven siebten Platz.
Bild: KEYSTONE

Simpson: Kloten hat «das Saisonziel erreicht» – Lausanne will derweil das «beste Spiel seit Monaten» abgeliefert haben

26.02.16, 23:26 27.02.16, 12:54

Das grosse Rechnen ist ausgeblieben: Die Kloten Flyers und der SC Bern haben sich bereits in der zweitletzten Qualifikationsrunde für die Playoffs qualifiziert. Damit sind alle Plätze definitiv vergeben.

Die Abschlusstabelle der NLA.
bild: screenshot srf

Die Flyers haben ihren Pflichtsieg gegen die SCL Tigers relativ souverän eingefahren und damit sieben der letzten neun Partien gewinnen können. Dementsprechend stolz sind die Zürcher auf ihre Leistung, allen voran Coach Sean Simpson:

«Wir sehen es so, dass wir hochverdient die Playoffs erreichten. Uns gelang eine Super-Schlussphase.»

Kloten-Coach Sean Simpson

Für die anstehende Playoffs gibt sich der ehemalige Nati-Trainer erstaunlich bedeckt:

«Wir haben das Saisonziel nun erreicht. Vor einem Jahr verpassten wir die Playoffs noch. Gerade deshalb können wir die Viertelfinals locker angehen.»

Kloten-Coach Sean Simpson

Der SC Bern hat den Zitter-Samstag ebenfalls abwenden können. Dank Schützenhilfe aus Biel (4:2-Sieg gegen Ambri) und der eigenen Leistung (3:2-Sieg gegen Lausanne) hat sich der Hauptstadtriese als letztes Team in die Playoffs gehievt. Ein Novum für Frischling Lars Leuenberger:

 «Wir haben uns den Sieg ‹erchrampft›. Ich bin glücklich, dass ich in meinem ersten Headcoach-Job die Playoffs erreicht habe, das ist wunderschön. Die schöne Zeit fängt allerdings erst jetzt an. Definitiv ist mit dem SCB nun zu rechnen.»

Bern-Coach Lars Leuenberger

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Damit schlittert Lausanne denkbar knapp an der erst zweiten Qualifikation für die Playoffs im heutigen Format vorbei. Trainer Heinz Ehlers hadert allerdings keineswegs mit dem Auftritt seiner Mannschaft:

«Ich bin enttäuscht über das Ergebnis, nicht über das Spiel. Es war eines der besten seit Monaten.»

Lausanne-Coach Heinz Ehlers

Der ehemalige dänische Eishockeycrack ist sich aber auch im Klaren, dass sein Team an einer Herkulesaufgabe gescheitert ist: «Gegen Bern auswärts vor dieser Kulisse zu gewinnen, ist extrem schwierig.» Er müsse jetzt nach vorne schauen, denn vorbei ist die Saison noch lange nicht. (twu)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • andrin89 27.02.2016 02:47
    Highlight Das stimmt so nicht ganz: Lausanne war in den letzten beiden Jahren jeweils in den Playoffs. Und verlor dabei jeweils erst im siebten Spiel, wenn's mir recht ist...
    5 0 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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