Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Eishockey-WM in Dänemark

Gruppe A in Kopenhagen:
Schweiz – Frankreich 5:1 (2:0,1:0,2:1)
Weissrussland – Slowakei 4:7 (0:2, 2:0, 2:5)
Russland – Schweden 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)

Gruppe B in Herning:
Finnland – USA 6:2 (2:0,1:0,3:2)
Kanada – Deutschland 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
Lettland – Dänemark 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)

Die lettischen Spieler freuen sich über die Viertelfinal-Qualifikation. Bild: AP/AP

Lettland beendet die dänische WM-Party – Schweden siegt im Spitzenkampf gegen Russland

15.05.18, 15:35 15.05.18, 22:50

Die Viertelfinalpaarungen von Donnerstag: 

Lettland – Dänemark

Die Heim-WM geht für Dänemark unglücklich zu Ende. In der entscheidenden Partie um Platz 4 behält Lettland die Oberhand und zieht mit einem 1:0-Sieg in den Viertelfinal ein. Das entscheidende Tor erzielt Andris Dzerins bereits im ersten Drittel. Lugano-Keeper Elvis Merziklins feiert einen Shutout.  

Kanada – Deutschland

Kanada feiert an der WM in Dänemark zum Abschluss der Gruppenphase einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den Olympia-Zweiten Deutschland.

Die Nordamerikaner gingen bereits nach 20 Sekunden durch Brayden Schenn in Führung und blieben zum dritten Mal an diesem Turnier ohne Gegentor. Dennoch beendeten sie die Gruppe B lediglich im 3. Rang und treffen im Viertelfinal auf Titelverteidiger Schweden oder Olympiasieger Russland.

Für die Deutschen ging eine enttäuschende WM zu Ende. Nach nur zwei Siegen in sieben Partien belegen sie den 11. Schlussrang. Es ist der erste grosse Rückschlag unter Trainer Marco Sturm, der im Juli 2015 das Amt übernommen hat. An den Winterspielen im Februar hatte die DEB-Auswahl die Kanadier im Halbfinal 4:3 bezwungen.

Weissrussland – Slowakei

In der Schweizer Gruppe boten die Slowakei und Absteiger Weissrussland den Zuschauern eine unterhaltsame Partie. Die Weissrussen zeigten zunächst Charakter und machten aus einem 0:2 (11.) ein 4:3 (51.). Die Slowaken reagierten jedoch mit drei Toren innert 271 Sekunden zum 6:4 (57.). 18 Sekunden vor dem Ende traf Michal Kristof noch zum 7:4. Ladislav Nagy steuerte fünf Assists zum Sieg bei, Martin Bakos erzielte je zwei Tore und Assists. Somit reisen die Weissrussen ohne Punktgewinn aus Dänemark ab.

Finnland – USA 

Beide Teams wussten schon vor dem ersten Bully: Wer diese Partie gewinnt, entscheidet die Gruppe B für sich. Nach zwei Dritteln schien es klar, dass Rang 1 an Finnland geht. Da führten die Nordländer dank Toren von Sebastian Aho (11./18.) und Mikko Rantanen (38.) mit 3:0. Am Ende hiess es 6:2 für Finnland. Mit einem Schuss ins leere Tore machte Aho seinen Hattrick perfekt.

Die Highlights der Partie. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Weil die Schweiz gleichzeitig ihre Pflichtaufgabe löste und Frankreich schlug, ist klar: In den WM-Viertelfinals kommt es übermorgen Donnerstag in Herning zum Duell der Nati mit Finnland. Ob das Spiel um 16.15 Uhr oder um 20.15 Uhr beginnt, ist noch nicht bekannt.

Russland – Schweden

Titelverteidiger Schweden sicherte sich Platz 1 in der Schweizer Gruppe mit einem 3:1-Sieg im abschliessenden Spitzenspiel gegen Russland. Als «Strafe» bekommen es die Olympiasieger aus Russland schon in der ersten K.o.-Runde mit den Kanadiern zu tun.

Die Tabellen

Gruppe A

Gruppe B

Die Telegramme

Schweiz - Frankreich 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)
Kopenhagen. - 6573 Zuschauer. - SR Olenin/Schukies (RUS/GER), Davis/Jensen (USA/DEN).
Tore: 13. Hofmann (Haas, Müller) 1:0 (Strafe angezeigt). 16. Corvi (Niederreiter, Meier) 2:0. 38. Untersander (Josi, Corvi/Ausschluss Claireaux) 3:0. 43. Fiala (Haas, Fora) 4:0 (Strafe angezeigt) 4:0. 44. Leclerc (Chakiachvili, Perret) 4:1. 54. Moser (Vermin, Müller/Ausschluss Corvi!) 5:1.
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Schweiz: Genoni; Diaz, Josi; Untersander, Kukan; Fora, Müller; Frick; Rod, Schäppi, Scherwey; Niederreiter, Corvi, Meier; Andrighetto, Vermin, Fiala; Moser, Haas, Hofmann; Riat.
Frankreich: Hardy; Manavian, Chakiachvili; Hecquefeuille, Gallet; Janil, Raux; Thiry; Fleury, Guttig, Rech; Teddy da Costa, Texier, Treille; Lampérier, Claireaux, Douay; Perret, Ritz, Leclerc; Bouvet.
Bemerkungen: Schweiz ohne Berra (verletzt), Senn (Ersatztorhüter), Baltisberger und Genazzi (beide überzählig), Frankreich ohne Stéphane da Costa und Auvitu (beide verletzt). - Pfostenschuss Niederreiter (16./Nachschuss führt zum 2:0). - Schüsse: Schweiz 34 (15-13-6); Frankreich 20 (6-5-9). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3; Frankreich 0/4 (ein Shorthander kassiert).

Finnland - USA 6:2 (2:0, 1:0, 3:2)
Herning. - 6343 Zuschauer. - SR Iverson/Sjöqvist (CAN/SWE), Lhotsky/Malmqvist (CZE/SWE).
Tore: 11. Aho (Savinainen) 1:0. 18. Aho (Nutivaara) 2:0. 38. Rantanen (Nutivaara, Granlund) 3:0. 48. Anttila (Manninen) 4:0. 52. Kane (McAvoy/Ausschluss Koivisto) 4:1 (ohne Goalie). 54. Kapanen (Tolvanen, Savinainen/Ausschluss Larkin) 5:1. 55. Ryan (Kane, Kreider) 5:2. 57. Aho (Kivistö) 6:2 (ins leere Tor).
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Finnland, 5mal 2 Minuten gegen die USA.

Weissrussland - Slowakei 4:7 (0:2, 2:0, 2:5)
Kopenhagen. - 4857 Zuschauer. - SR Hribik/Lemelin (CZE/AUT), Kilian/Oliver (NOR/USA).
Tore: 1. (0:18) Bakos (Nagy, Sekera) 0:1. 11. Jurco (Bakos, Nagy/Ausschluss Drosd) 0:2. 33. Kitarow (Drosd, Falkowski/Ausschluss Lissowez!) 1:2. 35. Linglet (Lewscha, Platt/Ausschluss Sekera) 2:2. 48. (47:53) Bakos (Nagy) 2:3. 49. (48:37) Kowyrschin (Suschko, Pawlowitsch) 3:3. 51. (50:18) Worobej (Scharangowitsch, Platt/Ausschluss Marcinko) 4:3. 52. (51:17) Jurco (Bakos, Nagy) 4:4. 55. Hovorka (Kristof) 4:5. 56. Daloga 4:6 (Penalty). 60. Kristof (Jurco, Nagy/Ausschluss Suschko) 4:7.
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Weissrussland, 6mal 2 Minuten gegen die Slowakei.

Kanada - Deutschland 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)
Herning. - 6200 Zuschauer. - SR Gofman/Reneau (RUS/USA), Fluri/Lasarew (SUI/RUS). 
Tore: 1. (0:20) Schenn (Nugent-Hopkins, McDavid) 1:0. 29. Nugent-Hopkins (McDavid, Ekblad) 2:0. 50. Jost (Edmundson, Eberle) 3:0. -
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Kanada, 3mal 2 Minuten gegen Deutschland. 

Lettland - Dänemark 1:0 (1:0, 0:0, 0:0)
Herning. - 10'800 Zuschauer (ausverkauft). - SR Jerabek/Kubus (CZE/SVK), Goljak/Suominen (BLR/FIN). -
Tor: 10. Dzerins (Indrasis) 1:0. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lettland, 3mal 2 plus 10 Minuten (Jensen Aabo) gegen Dänemark. - Bemerkungen: Lettland mit Kenins (ZSC Lions) und Torhüter Merzlikins (Lugano/19 Paraden).

Russland - Schweden 1:3 (1:0, 0:2, 0:1)
Kopenhagen. - 12'490 Zuschauer (ausverkauft). - SR Gouin/Mayer (CAN/USA), Sormunen/Vanoosten (FIN/CAN). - Tore: 3. Kaprisow (Gussew, Dazjuk/Ausschluss Adam Larsson) 1:0. 30. Zibanejad (Ekman-Larsson, Nyquist/Ausschluss Schalunow) 1:1. 37. Rakell (Zibanejad, Janmark) 1:2. 59. Ekholm (Nilsson) 1:3 (ins leere Tor). -
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Russland, 7mal 2 Minuten gegen Schweden. - Bemerkungen: Schweden ohne Pettersson und Gustafsson (beide verletzt). (ram/cma/sda)

Die Welt aus Sicht eines Vogels

Einkaufen ohne Anstehen? So!

Video: watson

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

02.05.2000: In St. Petersburg schreibt ein SMS Hockeygeschichte

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Der müde Joe 16.05.2018 08:43
    Highlight Würde mich nicht wundern, wenn sich die Schweden gegen Lettland schwer tun. Ich hoffe es zumindest!😁
    2 0 Melden
  • Tobias K. 16.05.2018 00:31
    Highlight Merzlikins ist aber auch in Hochform. Beeindruckende WM des Lugano-Keepers. Chapeau!
    6 0 Melden
  • Pana 15.05.2018 22:42
    Highlight Russland vs Kanada im Viertelfinale. Nicht schlecht.
    3 0 Melden
    • Ursus ZH 16.05.2018 08:25
      Highlight Damit ist wenigstens einer der Stolpersteine für die Schweizer aus dem Weg geräumt auf dem Kurs ins Finale. ;o)
      2 0 Melden

3 Tore in 4 Minuten – wie die Schweiz in den WM-Halbfinal stürmte

Das Eishockey-Nationalteam steht an der WM in Dänemark in den Halbfinals. Die Schweizer besiegten Finnland nach einem 0:1-Rückstand bis zur 30. Minute mit 3:2. Im Halbfinal trifft die Schweiz am Samstag auf Kanada.

In magischen 235 Sekunden wurde das Fundament für den historischen Sieg gelegt. Gegen Finnland hatte die Schweiz an Weltmeisterschaften seit 1972 nie mehr gewonnen. In den 46 Jahren seither gab es bloss an den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary einen glückhaften 2:1-Sieg über die Suomi.

Mit Glück und Fortune hatte der Schweizer Sieg in Herning wenig zu tun. Die Schweizer rissen im zweiten Abschnitt die Initiative vehement an sich und wurden für ihre mutige Spielweise mit drei Toren …

Artikel lesen