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Nashville Predators players celebrate after Calle Jarnkrok, not shown, scored an empty-net goal against the St. Louis Blues during the third period in Game 6 of a second-round NHL hockey playoff series Sunday, May 7, 2017, in Nashville, Tenn. At left is Predators head coach Peter Laviolette. The Predators won 3-1 to win the series 4-2. (AP Photo/Mark Humphrey)

Dürfen die Predators auch im Conference-Final jubeln? Bild: Mark Humphrey/AP/KEYSTONE

Holen Josi und Weber den Stanley Cup? Die 11-Punkte-Analyse vor den Conference-Finals

Anaheim, Ottawa, Pittsburgh (mit Streit) und Nashville mit den Schweizern Roman Josi und Yannick Weber sind noch im Rennen um den Stanley Cup. So stehen die Titelchancen der vier Teams.



Torhüter

Nashville hat Pekka Rinne und damit den derzeit formstärksten Torhüter aller verbliebenen Teams. Der Finne kommt in den Playoffs bislang auf eine unglaubliche Save-Quote von 95,1 Prozent. Pittsburgh ist mit Marc-André Fleury (92,7 Sv%) ebenfalls gut aufgestellt. Craig Anderson (Ottawa, 91,4 Sv%) und John Gibson (Anaheim, 90,8 Sv%) fallen da ganz leicht ab.

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Defensive

Bei Ottawa sticht natürlich Erik Karlsson hervor. Der Schwede gilt als derzeit bester Verteidiger der Welt und bestätigte diesen Eindruck auch in den bisherigen Playoffs, obwohl er mit gebrochenem Fuss spielt. Bei Nashville sind die Verteidiger mit Roman Josi, Ryan Ellis und P.K. Subban nicht nur produktiv, sondern überzeugen auch in der eigenen Zone. Die Predators lassen von allen verbliebenen Teams die wenigsten Schüsse auf das eigene Tor zu. Pittsburgh – ohne seinen besten Verteidiger Kris Letang – ist in dieser Statistik klar das schlechteste Team. Anaheim ist unterer Durchschnitt.

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Offensive

Hier haben die Penguins klar den Schnabel ... äh die Nase vorn. Mit Spielern wie Sidney Crosby, Ewgeni Malkin oder Phil Kessel und durchschnittlich 3,42 Toren pro Spiel sind sie die torgefährlichste Mannschaft in den Confernce-Finals. Anaheim (3,18 Tore pro Spiel) und Ottawa (2,83 Tore pro Spiel) folgen auf den Rängen zwei und drei. Nashville erzielt durchschnittlich 2,80 Tore pro Spiel.

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Powerplay

Pittsburgh hat das beste Überzahlspiel aller noch verbliebenen Teams (21,6 % Erfolgsquote) dicht gefolgt von Nashville (20,0 %). Ottawa und Anaheim haben beim Powerplay noch Luft nach oben. Beide Teams brauchen durchschnittlich rund sieben Überzahlspiele, ehe sie eines verwerten.

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Boxplay

Nashville und Ottawa teilen sich die Spitze im Unterzahl-Ranking. Beide Teams überstehen 87,5 Prozent ihrer Strafen ohne Gegentor – ein sehr guter Wert. Bei Pittsburgh ist die Quote mit 80 Prozent deutlich tiefer. Fast schon unterirdisch schlecht in dieser Statistik ist Anaheim mit nur 69 Prozent Erfolgsquote in Unterzahl in den Playoffs. Die Ducks haben aber auch gegen zwei wirklich starke Powerplay-Teams gespielt.

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Erweiterte Statistiken

Pittsburgh überzeugt mit einer guten Schusseffizient bei ausgeglichenem Spielerbestand (9,87 Prozent). Dafür haben die Penguins am wenigsten Scheibenbesitz aller Playoff-Teams. Das könnte noch zu einem Problem werden. Anaheim ist in allen wichtigen «advanced stats» in den vorderen Regionen dabei. Und auch Nashville und Ottawa kommen auf solide Werte. Ausgeglichene Sache.

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Disziplin

Man sollte meinen Anaheim als schlechtestes Boxplay-Team sei wenigstens klug genug, nicht dauernd Strafen zu nehmen. Dem ist aber nicht so. Mit rund 15 Strafminuten pro Spiel sind sie das meistbestrafte Team der Playoffs. Die Senators folgen mit durchschnittlich 12:39 Strafminuten pro Spiel dahinter. Wesentlich disziplinierter sind Nashville (7:54 PIM/GP) und Pittsburgh (07:24 PIM/GP)

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Einzelspieler, die ein Spiel entscheiden können

Diese Sparte gehört den Pittsburgh Penguins. Sidney Crosby kann jederzeit ein Spiel entscheiden – auch wenn er, wie im Moment, angeschlagen ist. Auch Ewgeni Malkin, Phil Kessel oder dem aufgeblühten Jake Guentzel ist das zuzutrauen. Ottawa hat natürlich Erik Karlsson und den wiedererstarkten Bobby Ryan. Nashville überzeugt eher durch ein starkes Kollektiv als unglaubliche Einzelspieler, aber Ryan Johansen, Filip Forsberg und auch Roman Josi muss man immer auf der Rechnung haben. Anaheim ist mit Ryan Getzlaf, Jakob Silfverberg und Corey Perry ebenfalls gut besetzt.

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Coaching

Ottawa überzeugt durch das neue Defensivsystem, das Guy Boucher dem Team eingetrichtert hat. Boucher coachte bisher fünf NHL-Playoffserien und gewann vier davon. Peter Laviolette hat mit den Nashville Predators Franchisen-Rekorde gebrochen. Randy Carlyle hat den Ducks nach seiner Rückkehr zu neuer Stabilität verholfen. Mike Sullivan übernahm die Penguins inmitten der letzten Saison und führte sie zum Stanley-Cup-Sieg 2016.

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Erfahrung

Das erfahrenste Team sind die Pittsburgh Penguins, sie sind ja auch der Titelverteidiger. Die Mehrheit des Teams weiss, wie man Titel gewinnt. Anaheim hat nach Pittsburgh sicherlich die grösste Erfahrung. 2015 stand das Team zuletzt im Conference-Final – damals verloren sie gegen Chicago im siebten Spiel. Ottawa und Nashville sind Überraschungsteams. Nashville steht sogar zum ersten Mal überhaupt in einem Conference-Final. Die fehlende Erfahrung können die Preds und die Sens aber durch Unbeschwertheit vergessen machen. Sie haben hier nichts zu verlieren.

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Form

Nashville ist euphorisiert. Niemand hätte erwartet, dass sie die Blackhawks mit einem Sweep in die Ferien schicken. Auch gegen St. Louis gab es Zweifel, ob es reichen wird. Aber es hat gereicht – und wie! Nashville spielt attraktiv, intensiv und erfolgreich. Auch in Ottawa ist die Euphorie gross. Sowohl gegen Boston, wie auch gegen die New York Rangers gab es überzeugende Siege. Anaheim hatte als Favorit gegen stark aufspielende Oilers mehr Mühe als erwartet. Pittburgh traf mit Washington auf den stärksten Gegner in den Conference-Viertelfinals. Nach einer 3:1-Führung in der Serie mussten sie am Ende doch noch zittern.

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Auswertung

Eine knappe Sache zwischen Nashville und Pittsburgh. Der Titelverteidiger des letzten Jahres entscheidet das Punkteduell knapp zu seinen Gunsten. Den Predators ist der Finaleinzug gegen Anaheim aber durchaus zuzutrauen, auch wenn die Kalifornier sich logischerweise nicht kampflos ergeben. Ottawa wird die Penguins im Final der Eastern Conference ebenfalls fordern können. Die Frage wird sein, wie gut Bouchers Defensivtaktik gegen Pittsburghs geballte Offensivkraft bestehen kann.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Foolish 13.05.2017 12:52
    Highlight Highlight Sullivan hat alle 6 Playoffserien als Penguins Coach gewonnen. Dabei wurde zweimal das beste Team der jeweiligen Saison ausgeschaltet und einmal das Finalteam der Vorsaison. Coaching Vorteil Penguins, ganz klar.
  • Dan Rifter 12.05.2017 20:06
    Highlight Highlight Finde deine Arbeit zur NHL grundsätzlich 1a, aber diese Grafiken waren ein Schuss in den Ofen.

    Wieso selber raten (stand das irgendwo, dass es eigenen Ratings sind?)? Die Stats liefern ja bereits eine prima Grundlage für die Diagramme.

    Nicht so schlimm, keep up the good work.
  • Dreizehn 12.05.2017 14:21
    Highlight Highlight Hoffentlich schaffen es die Pens und die Preds ins Finale.
    Blöd nur das ich dann für beide Teams fänen muss 😁😁
  • keplan 12.05.2017 12:31
    Highlight Highlight Naja hoffen wir aufs Prinzip

    Offense wins games
    Defense wins championships



    Ps: wer schreib fehler findet, darf sie behalten.
    • DINIMAMIISCHNDUDE 12.05.2017 12:53
      Highlight Highlight Schreibfehler*
  • Scrj1945 12.05.2017 12:09
    Highlight Highlight Go pens!
    Ich hoffe sie verteidigen ihren titel. Mein traumfinal wäre predators gegen penguins. Aber ich wünsche allen teams viel glück und möglichst wenige verletzungen
  • The Kurt 12.05.2017 11:14
    Highlight Highlight Eigentlich mag ich ja diese Eishockey Statistiken, die Adrian Bürgler zusammenstellt, weil mich das Thema grundsätzlich interessiert.
    Aber: Ihr habt doch sonst auch immer ansprechend gestaltete Grafiken, wieso kommen die Hockey-Grafiken immer so Excel-mässig daher?
    Und: Wie kommt die Punkteverteilung in diesen Bildern zustande? Scheint mir ziemlich subjektiv zu sein, und die Gesamtzahl verteilter Punkte pro Kriterium ist auch nicht einheitlich.

    Wie dem auch sei: Ich hoffe auf Nashville, aber befürchte, dass es zum Finale Pens - Ducks kommt, mit dem besseren Ende für die Pens.
    • Adrian Buergler 12.05.2017 13:13
      Highlight Highlight Sorry für die Unklarheiten. Ich erkläre rasch, wie ich vorgegangen bin.

      Zuerst wählte ich die verschiedenen Kriterien aus, die ich beurteilen wollte (Torhüter, Offensive etc.).

      Danach Verglich ich die statistischen Werte der vier Teams bei diesen Kriterien und fasste die Werte zusammen (siehe Text). Danach gab beurteilte ich die Stärke der Teams in den Kriterien und verteilte pro Kategorie bis zu zehn Punkte.

      Daraus entstanden dann die jeweiligen Grafiken und die Zusammenfassung am Schluss. Da ist natürlich immer auch etwas subjektiv, aber ich habe stehe voll hinter meiner Beurteilung

    • Züzi31 12.05.2017 13:35
      Highlight Highlight Ich finde deine Statistiken sehr fair. Aber Ottawa kommt mir doch ein wenig zu gut weg, hatten Sie doch den meines Erachtens mit Abstand einfachsten Weg ins Halbfinale. Pittsburgh musste als #2 im Osten gegen die #3 und #1. Ottawa als #6 gegen die #7 und #5. Mal sehen ob sie gegen die Pens was ausrichten können.
      Heute Nacht heisst es erstmal Ducks vs Preds. Freue mich drauf.
    • The Kurt 12.05.2017 14:09
      Highlight Highlight @Adrian: Danke für die Klarstellung. Mir ist in dem Fall nicht ganz klar, wieso Du Grafiken machst - die Texte reichen meines Erachtens aus, um sich ein Bild über die Kategorien zu machen. Eine Grafik wäre aussagekräftig, wenn man Daten der Teams gegeneinander vergleichen könnte, aber so ist die "Analyse" eine subjektive Einschätzung von Dir in ein paar Balken dargestellt.

      Beispiel Torhüter:
      95,1 Sv% = 10 Punkte
      92,7 Sv% = 9 Punkte
      91,4 Sv% und 90,8 Sv% = 7 Punkte

      Gap vom Ersten zum Zweiten ist grösser als vom Zweiten zum Dritten bzw. Vierten, aber es werden mehr Punkte abgezogen...
  • Balfur 12.05.2017 11:06
    Highlight Highlight Die Statistik Schusseffizienz bei Gleichbestand ist mit Vorsicht zu geniessen, da hohe Werte meistens nicht nachhaltig sind und ein Rück
    • Balfur 12.05.2017 11:25
      Highlight Highlight *gang zum Mittelwert zu erwarten ist.
    • HabbyHab 12.05.2017 12:52
      Highlight Highlight Es ist zumindest besser als die Schusseffizienz in allen Situationen, da diese im PP meist viel höher ist.
  • nissi 12.05.2017 10:50
    Highlight Highlight @Adrian Bürgler: Könntest du zukünftig bitte nicht jeweils die Grafiken beschriften, damit auch ein Laie wie ich sie lesen und verstehen kann?
    • The Kurt 12.05.2017 11:22
      Highlight Highlight Die Grafik ist eigentlich überflüssig, da relativ willkürlich Punkte für ein bestimmtes Kriterium verteilt wurden.
    • nissi 12.05.2017 12:05
      Highlight Highlight da stimme ich dir wohl zu. trotzdem sollte man die grafiken zumindest kurz beschriften oder erläutern...es ist nicht klar, ob es in irgendeiner relation zu den prozentsätzen im text, oder punkte auf einer skala von 0 bis 10 sind
    • Adrian Buergler 12.05.2017 13:12
      Highlight Highlight Sorry für die Unklarheiten. Vielleicht wird's besser Verständlich, wenn ich erkläre wie ich vorgegangen bin. Zuerst wählte ich die verschiedenen Kriterien aus, die ich beurteilen wollte (Torhüter, Offensive etc.).

      Danach Verglich ich die statistischen Werte der vier Teams bei diesen Kriterien und fasste die Werte zusammen (siehe Text). Danach gab beurteilte ich die Stärke der Teams in den Kriterien und verteilte pro Kategorie bis zu zehn Punkte.

      Daraus entstanden dann die jeweiligen Grafiken und die Zusammenfassung am Schluss.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 12.05.2017 10:03
    Highlight Highlight Wenn es bei Nashville einen spielentscheidenden Einzelspieler über die ganze PO gibt, dann wäre das Pekka Rinne und keiner der genannten (auch wenn die alle gut sind und Spiele entscheiden können).
  • Züzi31 12.05.2017 10:02
    Highlight Highlight Pens in 5
    Preds in 6, vielleicht auch erst in 7
  • chnobli1896 12.05.2017 10:00
    Highlight Highlight [...]Anaheim ist in allen wichtigen «advanced stats» in den vorderen Regionen dabei. Und auch Anaheim und Ottawa kommen auf solide Werte. Ausgeglichene Sache.[...]

    Irgendwo fehlt hier Nashville. Bin gespannt wer das Rennen macht, nur schon in den Conference Finals scheint irgendwie alles möglich. Nashville-Ottawa wäre ein geiler Final.
    • Apfel Birne 12.05.2017 11:05
      Highlight Highlight Nashville-Pittsburgh wäre geiler mit Josi vs Crosby.
    • Coliander 12.05.2017 12:21
      Highlight Highlight @Apfel Birne Preds-Sens wäre noch besser mit Prinz Josi vs King Karl.
    • Nothingtodisplay 12.05.2017 12:49
      Highlight Highlight Ich hoffe auf den Final Preds gegen Pens. Lord Stanley würde mit Sicherheit einmal in die Schweiz kommen ;)

      Zudem hoffe ich für Mark Streit, dass auch er noch zu mindestens einem Einsatz kommen wird.
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