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Wahrscheinlich die Nummern 1 und 2 im NHL-Draft 2017: Nico Hischier (l.) und Nolan Patrick. bild: twitter.com/CHLhockey

Hischier zementiert Nummer-1-Chancen – widrigen Umständen und Trikot-Fauxpas zum Trotz

Chance gepackt! Nico Hischier hat beim «Top Prospects Game» allen gezeigt, dass er zurecht als potenzieller Nummer-1-Pick im kommenden NHL-Draft gehandelt wird – und das trotz ziemlich heftigen Umständen und einem peinlichen Fauxpas.

Donat Roduner
Donat Roduner



Es muss nicht einfach gewesen sein für Nico Hischier. Die Toptalente in den kanadischen Juniorenligen erhalten einmal im Jahr eine grosse Bühne, um sich zu zeigen. Gestern war es wieder soweit: Die Besten 40 von ihnen erhielten eine Einladung, um in Quebec vor 250 Scouts das «Top Prospects Game» auszutragen.

«Das war ein Schock für alle.»

Nico Hischier zum Anschlag auf eine Moschee in Quebec

Viel Druck also für ein einzelnes Spiel. Und für den vielgelobten Walliser kam hinzu, als Captain des «Team Orr» noch mehr Augen auf sich zu ziehen. Unschöner der erschwerende Fakt, dass die der Anschlag auf eine Moschee in der Stadt nur zwei Blocks entfernt von den Junioren stattgefunden hat.

«Das war ein Schock für alle. Die Gedanken waren bei den Opfern», sagte Hischier, der aber alles ausblenden konnte und trotz den – gerade für einen 18-Jährigen – schwierigen Umständen im Spiel brillierte. Zwar setzte es eine 5:7-Niederlage ab, doch an ihm und seinen zwei Flügeln Nikita Popugajew (RUS) und Kailer Yamamoto (USA) lag das sicher nicht. «Das waren gute Spieler und es hat Spass gemacht, mit ihnen zu spielen. Die Chemie stimmte, es war cool», sagte Hischier gegenüber CBC Sports.

Die drei sorgten für viel Wirbel. Das Highlight des Schweizers war dabei offensichtlich der zwischenzeitliche 3:2-Führungstreffer im zweiten Drittel:

Hier noch aus Sicht des Schiedsrichters:

Daneben gab Hischier auch noch zwei Vorlagen und wurde so verdientermassen zum besten Spieler der Partie gewählt – Chance also bestmöglich genutzt! Und das obwohl die Organisatoren es fertigbrachten, ausgerechnet im «Top Prospects Game» seinen Namen auf dem Dress falsch zu schreiben ...

Die Gratulation von Hischiers Juniorenteam.

Der nächste Pawel Dazjuk?

Dieses Missgeschick wird Nico «Hischer» nicht noch einmal widerfahren, denn am 23. Juni wird er im Draft gezogen und das nicht irgendwann, sondern sehr wahrscheinlich als Nummer 1 oder 2. Es ist absehbar, dass er Nino Niederreiter als bester Schweizer NHL-Draft ablösen wird, was dem Bündner, der 2010 von den New York Islanders als 5. Pick ausgewählt wurde, «überhaupt nichts» ausmacht, wie er gegenüber nhl.com sagte.

Möglicherweise die Nummern 1 und 2 im NHL-Draft: Nico Hischier und Nolan Patrick.

Das Privileg, als erstes ausgerufen zu werden, schien eigentlich Nolan Patrick zugeschrieben, der als Captain des «Team Cherry» ebenfalls mit zwei Assists überzeugte. Der Schweizer hat den Fall mit seiner überragenden Leistung aber neu aufgerollt. Verglichen wurde sein Spiel, das gemäss Experten keine Lücken aufweise, mit Pawel Dazjuk. Das wäre schon einmal kein schlechter Ansatzpunkt, denn der Russe kehrte letzten Sommer nach 15 erfolgreichen Jahren (953 Spiele/918 Punkte) in der NHL wieder in seine Heimat zurück. Gedraftet wurde «The Magic Man» übrigens erst an 171. Stelle.

Detroit Red Wings' Pavel Datsyuk warms up prior to an NHL hockey game against the Montreal Canadiens in Montreal, Tuesday, Oct. 21, 2104. Datsyuk was cleared to play against Montreal after missing the first five games of the season with a shoulder injury. (AP Photo/The Canadian Press, Graham Hughes

Zufall? Red-Wings-Legende Pawel Dazjuk trug ebenfalls die Glückszahl 13. Bild: AP/CP

Das meint Hischiers Agent (französisch):

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Video: YouTube/SwissHabs

Hischiers Vorgänger: Alle Schweizer, die in die NHL gedraftet wurden

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