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Euphorie in Zug: Der EVZ gleicht die Serie mit dem Overtime-Sieg wieder aus. Bild: KEYSTONE

Timo Helbling nach dem Final-Ausgleich: «Wir leben ganz klar vom Kollektiv»

Der Playoff-Final ist nach dem 3:2-Sieg nach Verlängerung von Zug gegen Titelverteidiger Bern wieder völlig offen. Timo Helbling relativiert jedoch im Interview die Hockey-Euphorie nach dem zweiten Overtime-Sieg.

14.04.17, 12:52 14.04.17, 14:49


Timo Helbling, vom krassen Fehlstart zur Euphorie, vom 0:2 in der Serie zum umjubelten Ausgleich gegen den hoch dotierten Meister. Wie ist ein solcher Aufschwung innerhalb von 48 Stunden möglich?
Timo Helbling: «Ich denke, wir haben einen richtiggehenden Steigerungslauf hinter uns. Der Start in Bern ging gründlich daneben. Wir liefen Bern auf naive Weise voll ins Messer, dann kam das ärgerliche und unglückliche 2:4 zu Hause, obwohl wir ebenbürtig auftraten. Und jetzt die beiden Overtime-Siege innerhalb von 48 Stunden.»

Wie erklären Sie sich die Startprobleme? Hat der EVZ für die spektakuläre Halbfinalserie gegen Davos zu viele Komplimente erhalten?
«Es gibt verschiedene Gründe. Klar, das Duell mit dem HCD war sehr emotional verlaufen, ein Auf und Ab, viel Spektakel. Aber beim missratenen Auftakt spielte sicherlich eine Rolle, dass wir einige Finalneulinge im Team haben, die sich mit der mächtigen und lauten Kulisse in Bern etwas schwer taten. »

Jubelnde Zuger nach dem Finaleinzug. Bild: KEYSTONE

Beim zweiten Auftritt im Stadion des Titelhalters hielt Zug dem Druck stand, und zu Hause legten Sie nach, obschon Ihnen eine 2:0-Führung entglitten war. Zwei starke Signale, oder?
«Die Art und Weise, wie wir reagiert haben und uns nicht verunsichern liessen, werte ich als extrem positiv. Überhöhen würde ich nichts, wir haben erst zwei Spiele gewonnen. Uns ist schon bewusst, dass auf der anderen Seite nach wie vor ein grosser Brocken steht.»

Das Comeback ist auch vom imposanten Auffassungsvermögen Ihres Teams begünstigt. Die Fraktion der Finalneulinge hat offenbar sehr schnell begriffen, woher der Wind weht.
«Im Team steckt viel Leadership. Wir wissen schon, was nötig ist, um Erfolg zu haben. Während der gesamten Meisterschaft räumten uns die meisten wenig Kredit ein. Uns wurden Probleme gegen Genf prophezeit, nach dem 2:2 der Davoser hiess es, wir würden untergehen. Einige meinten, wir seien gegen Bern chancenlos. Solche Dinge perlen ab. Wir kennen unser Potenzial, intern lässt sich keiner verrückt machen.»

EVZ: Das Kollektiv steht im Vordergrund. Bild: KEYSTONE

Welche Qualität kommt Ihnen im Zusammenhang mit dem EV Zug zuerst in den Sinn?
«Wir leben ganz klar vom Kollektiv. Unsere Ausgeglichenheit zeichnet uns seit dem ersten Saisonspiel aus, unsere Breite im Kader ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind nicht auf eine einzige Formation angewiesen, sondern leben von vier Linien. Es ist nicht nötig, gewisse Spieler bis zur Erschöpfung zu forcieren. Uns geht die Energie nicht aus.»

Der SCB stand zeitweilig dicht vor einem 3:0-Vorteil in der Serie. Halten Sie es für möglich, dass der Meister angezählt ist?
«Bern hat schon zu viel erlebt in den letzten Jahren. Für mich ist aber auch als Ex-Spieler schwierig zu beurteilen, wie es um sie steht. Das Team ist vom System und der Philosophie her kaum mehr mit unserer letztjährigen Ausgabe zu vergleichen. Ich gehe davon aus, dass noch einiges auf uns zurollen wird. Wir müssen weiterhin im Moment leben und dürfen dabei unter keinen Umständen unseren Fokus verlieren.»

Der Berner Bär: Angezählt oder angestachelt?  Bild: KEYSTONE

Fokussiert ist im Übrigen auch ihr Keeper – ein Wort zu Tobias Stephan?
«Wahnsinn, was er alles hält. Die Kritik an ihm war bei uns nie ein Thema. Er spielt eine Top-Saison und garantiert die Stabilität, ohne welche wir nie da wären, wo wir jetzt stehen.»

(sda)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fabwue 14.04.2017 16:27
    Highlight Ich denke es ist nicht vermessen, wenn man sagt das der SCB die Zuger morgen Abend so richtig abschiessen werden. Ich tippe auf 8:0, könnte möglicherweise noch höher ausfallen. Marco Bührer wird seinen Kasten rein halten, so rein wie ein Operationssaal. Und noch was: Reto Suri bitte hau deinen Schnauz ab. Da hat man mein 12-jähriger Bruder einen Schöneren und nicht so ein Geflaume.
    8 47 Melden
    • ch2mesro 14.04.2017 17:02
      Highlight ja genau marco bührer! 😂😂😂
      42 0 Melden
    • Eingestein 14.04.2017 19:17
      Highlight Unser Jäger fabwue, das wird sicher geil, gib aber dem Bührer auch eine Flinte damit er auch auf die Vorbeiflitzenden Zuger eine Chance hat. Es muss aber der Bührer sein, weil der Gianoni nur auf Murmeli schiessen kann. Am Montagabend nach gefeierten Ostern, wird in der Arena zu Zug eine bewilligte Jagt auf die Bärli durchgeführt. Anschliessend gibt's für alle Bärli- Gschnäzletts und zum Dessert no Kirschtorte.
      11 9 Melden
  • eldo 14.04.2017 14:11
    Highlight Der alles entscheidende Unterschied zwischen Bern und Zug:
    "...unsere Breite im Kader ist der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind nicht auf eine einzige Formation angewiesen, sondern leben von vier Linien. Es ist nicht nötig, gewisse Spieler bis zur Erschöpfung zu forcieren..."
    30 3 Melden
  • Tikkanen 14.04.2017 13:37
    Highlight ...nonsens Interview mit dem Opportunisten Timo🤑 Die paar Hockeybegeisterten in Moneytown💰sollen den heutigen Karfreitag geniessen. Morgen Abend weht dann im Tempel, dem place to be im europäischen Hockey, ein rauher Wind, die lottrigen Zuger werden von der justierten Berner Hockeymaschine locker gebodigt😳
    Nur noch 2 bis 🐻🏆🍺😎
    13 94 Melden
    • Jet 14.04.2017 19:06
      Highlight Hey Pirat - schau das dein Tanker nicht untergeht und alles mit Zug fahren muss....peng peng - Goooo Zuuuuug!
      18 1 Melden
    • Dynamischer-Muzzi 14.04.2017 21:09
      Highlight So locker gebodigt wie in Spiel 3 und 4???

      Tikki geh lieber mit Chläusu noch 2-3 Flaschen Rotwein trinken im Gasthaus zu Langnau.

      Cheers und auf die 3 vorhergesehenen sweep vom Tikki Boy :-)
      18 1 Melden

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Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

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