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Guy Boucher setzt im Gegensatz zu Antti Törmänen auf einen autoritären Führungsstil.  Bild: KEYSTONE

Konsequenzen beim SC Bern

Neue Methoden beim SCB – jeder Monat soll ein anderer Captain sein

SCB-Trainer Guy Boucher hat das Scheitern der letzten Saison (als Titelverteidiger die Playoffs verpasst) eingehend analysiert. Der ehemalige kanadische NHL-Bandengeneral ist zum Schluss gekommen, dass sich zu viele Spieler zu oft vor der Verantwortung gedrückt haben.

02.09.14, 15:39 02.09.14, 16:10

Der SCB wird in der neuen Saison nicht mehr nur einen Captain haben. Sondern so viele wie nötig. Bei Bedarf wird jeden Monat ein anderer vom Trainer zum Captain gemacht. SCB-Sportchef Sven Leuenberger bestätigt: «Ja, das ist richtig. Es geht darum, mehr Spieler in die Führungsverantwortung zu nehmen.»

Der SC Bern verpasste letzte Saison die Playoffs. Dieses Jahr ist die Qualifikation Pflicht. Bild: KEYSTONE

Die Erkenntnis, dass jeder das Zeug zu einer Führungsrolle haben kann, geht auf den grossen Feldherren Napoléon zurück. Ihm wird die Aussage zugeschrieben, dass jeder französische Soldat den Marschallstab im Tornister trage und die Chance zu Führungsaufgaben bekommen sollte.

Die Frage ist nun, ob auch jeder SCB-Spieler im Sinne Napoléons den «Captainstab» in der Hockeytasche trägt. Ob sich jene, die sich im letzten Jahr vor der Verantwortung gedrückt haben, nun mit einem „C“ auf dem Dress zu Leitwölfen werden.

Der letztjährige Captain Martin Plüss amtiert vorerst erneut als Captain. Nach den beiden Champions League-Spielen vom Donnerstag (Trinec) und vom Samstag (Tampere) wird Guy Boucher entscheiden, wer die Saison als Captain beginnt. Neben Plüss hat sich in der Vorbereitung vor allem Marc Reichert (zurück aus Ambri) als einer der SCB-Spieler entpuppt, der den «Captainstab» in der Hockeytasche trägt.

Martin Plüss startet auch dieses Jahr als Captain, könnte aber abgelöst werden.  Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

Zu den Zeiten des antiautoritären skandinavischen Larifari-Experimentes unter Antti Törmänen wurde der Captain basisdemokratisch von der Mannschaft gewählt. Damit ist Schluss: SCB-Napoléon Guy Boucher führt von oben nach unten, bestimmt den Captain alleine und setzt ihn bei Bedarf auch wieder ab.



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    Alle Leser-Kommentare
  • gunti 02.09.2014 17:21
    Highlight Das soll Larifari gewesen sein bei Antti Törmänen mit 1x Vizemeister und 1x Meister? Die rotierende Captain Binde tönt eher nach einem Experiment aus der Teppichetage als nach einem Vertrauensbeweis für die Spieler. Wir sind gespannt.
    3 1 Melden

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Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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