Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Eishockey-WM, Vorrunde

Gruppe A:

Italien – Lettland 1:2 (1:1,0:0,0:1)
Slowakei – Dänemark (0:1,0:2,3:0,0:0) 3:4 nP

Gruppe B:

Norwegen – Slowenien 5:1 (3:0,1:1,1:0)
Schweiz – Frankreich (0:1,2:0,1:2,0:0) 3:4 nP

epa05953369 Switzerland’s Vincent Praplan, Denis Hollenstein and Gaetan Haas, from left, celebrate after the secon goal during their Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and France in Paris, France on Tuesday, May 9, 2017.  EPA/PETER SCHNEIDER

Die Schweizer Parade-Sturmlinie um Praplan, Haas und Hollenstein bejubelt den zweiten Treffer gegen Frankreich. Bild: EPA/KEYSTONE

Trotz zweimaliger Führung – die Schweiz unterliegt Frankreich im Penaltyschiessen

Die Schweizer Nationalmannschaft hat an der WM im dritten Spiel die erste Niederlage erlitten. Das Team von Trainer Patrick Fischer unterlag in Paris gegen Co-Gastgeber Frankreich 3:4 nach Penaltyschiessen.

09.05.17, 23:10 10.05.17, 07:31


»» Hier geht's zur Übersicht der restlichen Partien.

»» Hier gibt's den Liveticker der Partie zum Nachlesen.

Trotz der Niederlage liegen die Schweizer in der Gruppe B nach drei Partien mit sechs Punkten hinter dem souveränen Titelverteidiger Kanada auf dem 2. Platz. Die Rangliste trügt allerdings, treffen sie doch noch auf die drei «Grossen» der Gruppe.

Während bei den Schweizern im Penaltyschiessen mit Damien Brunner, Vincent Praplan und Denis Hollenstein sämtliche Schützen versagten, traf für die Franzosen Stéphane Da Costa. Der Gastgeber hatte schon in der Verlängerung, in der die Schweizer während rund zwei Minuten mit einem Mann weniger spielen mussten, dem Sieg mehrmals nahe gestanden. In der 64. Minute gelang Leonardo Genoni gegen Kevin Hecquefeuille ein so genannter «Big Save».

«Unser Spiel war nicht schlecht, wir hatten gute Momente. Nach dem 3:2 waren wir einen Moment nicht bereit und liessen sie zurückkommen. Frankreich ist eine gute Mannschaft, aber das dürfen wir uns nicht mehr nehmen lassen. Unser Powerplay war zu kompliziert heute, wir müssen in Überzahl viel einfacher spielen. Wir hatten viele Gelegenheiten. Es ist schade, dass wir dies nicht ausgenützt haben.»

Doppeltorschütze Vincent Praplan

In der regulären Spielzeit hatten die Schweizer eine 2:1- und 3:2-Führung verspielt. Das 3:2 vor enttäuschenden 6747 Zuschauern erzielte in der 54. Minute Andres Ambühl, der schon gegen Slowenien getroffen hatte. Der 14-fache WM-Teilnehmer bewahrte allein vor dem französischen Keeper Cristobal Huet die Ruhe. Das Tor fiel während einer Druckphase der Schweizer. In der 56. Minute gelang aber Anthony Rech nach einem gewonnenen Bully mit einem Schuss aus der Drehung der erneute Gleichstand.

Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, center, looks on during their Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and Slovenia in Paris, France on Saturday, May 6, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Noch meint es das Glück nicht gut mit Nati-Trainer Patrick Fischer. Bild: KEYSTONE

Für die Schweizer Wende vom 0:1 (3.) zum 2:1 (24.) zeichnete sich Praplan im Mitteldrittel mit zwei Toren innert 146 Sekunden verantwortlich. Der Ausgleich war für den Klotener Stürmer der erste Treffer überhaupt an einer WM. In der Vorbereitung war ihm schon gegen Russland ein Doppelpack gelungen. Beim 1:1 wurde Praplan von hinter dem Tor von Hollenstein angespielt, worauf er von halbrechts aus kurzer Distanz erfolgreich war. Das 2:1 erzielte er erneut nach einem Pass von Hollenstein. Zuvor hatte Gaëtan Haas den Puck herrlich an der Bande erkämpft.

Der Start in die Partie war den Schweizern gründlich missglückt. In der 3. Minute kassierten sie bereits den zweiten Shorthander (Tor in Überzahl) an diesem Turnier nach dem 1:4 der Slowenen im ersten Spiel. Allerdings hatte Verteidiger Romain Loeffel beim 0:1 doppeltes Pech. Zuerst brach ihm der Stock, als er von der blauen Linie schiessen wollte. Am Ende lenkte er den Puck nach einem 2:1-Konter der Franzosen ins eigene Gehäuse. Torschütze war Verteidiger Yohann Auvitu, der bereits beim letzten WM-Sieg der Franzosen gegen die Schweiz 2012 in Helsinki (4:2) zum 1:0 getroffen hatte.

«Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt für Gegentore, aber es gibt falsche. Und wir haben sie zu den falschen Momenten erhalten, ganz am Anfang und ganz am Ende. Wir erspielten uns zwar die besseren Chancen als Frankreich, verwerteten sie aber nicht.»

Goalie Leonardo Genoni

Nur wenig Ruhezeit

Den Schweizern bleibt nur wenig Zeit, die Niederlage zu verdauen. Bereits am Mittwochnachmittag um 16.15 Uhr treffen sie auf Weissrussland, das am Dienstag einen Ruhetag genoss.

Die letzte WM-Partie gegen die Weissrussen 2014 in Minsk ging nach einer 2:1- und 3:2-Führung mit 3:4 verloren. Das letzte Tor kassierten die Schweizer 126 Sekunden vor dem Ende. Insgesamt aber spricht die Bilanz an A-Weltmeisterschaften mit 6:3 Siegen zu ihren Gunsten.

Switzerland’s Rafael Diaz, Vincent Praplan and Gaetan Haas, from left, celebrate their second goal during their Ice Hockey World Championship group B preliminary round match between Switzerland and France in Paris, France on Tuesday, May 9, 2017. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Zweimal liegt die Schweiz in Führung, zum Sieg reicht es dennoch nicht. Bild: KEYSTONE

Die Weissrussen verfügen über eine eingespielte Mannschaft. Nicht weniger als 15 Spieler im Kader waren in der abgelaufenen Saison für Dynamo Minsk tätig. Minsk qualifizierte sich in der KHL souverän für die Playoffs, scheiterte aber im Achtelfinal mit 1:4 Siegen an Lokomotive Jaroslawl. Die Stars bei den Osteuropäern sind die Gebrüder Sergej und Andrej Kostizyn. Letzterer wurde 2003 von den Montreal Canadiens als Nummer 10 gedraftet. Die beiden bestritten zusammen 840 Partien in der besten Liga der Welt und erzielten 188 Tore sowie 248 Assists.

In Paris sind die Weissrussen nach drei Partien noch punktelos, allerdings spielten sie gegen Finnland (2:3), Tschechien (1:6) und Kanada (0:6). Insofern liegt für die Osteuropäer die dritte Viertelfinal-Qualifikation an einer WM seit 2014 nach wie vor in Reichweite. (sda)

Die Tore

Das 1:0 für Frankreich

Video: streamable

Der Ausgleich durch Praplan

Video: streamable

Wieder Praplan – die Schweizer Führung

Video: streamable

Das Tor zum 2:2-Ausgleich

Video: streamable

Ambühl versenkt cool zum 3:2

Video: streamable

Der ärgerliche Gegentreffer zum 3:3

Video: streamable

Das Telegramm

Schweiz - Frankreich 3:4 (0:1, 2:0, 1:2, 0:0) n.P.
Paris. - 6747 Zuschauer. - SR Odins/Öhlund (LAT/SWE), Kohlmüller/Suominen (GER/FIN).
Tore: 3. Auvitu (Perret/Ausschluss Janil!) 0:1. 22. Praplan (Hollenstein, Loeffel) 1:1. 24. Praplan (Hollenstein, Haas) 2:1. 44. Stéphane da Costa (Auvitu/Ausschluss Loeffel) 2:2. 54. Ambühl (Suter, Untersander) 3:2. 56. Rech (Meunier) 3:3.
Penaltyschiessen: Fleury - (gehalten), Brunner - (gehalten); Stéphane da Costa 0:1, Praplan - (gehalten); Bellemare - (daneben), Hollenstein - (gehalten).
Strafen: je 6mal 2 Minuten.
Schweiz: Genoni; Diaz, Furrer; Untersander, Kukan; Loeffel, Genazzi; Marti; Praplan, Haas, Hollenstein; Rüfenacht, Almond, Schäppi; Brunner, Ambühl, Bodenmann; Richard, Malgin, Suter; Herzog.
Frankreich: Huet; Hecquefeuille, Auvitu; Manavian, Besch; Janil, Dame-Malka; Raux; Rech, Bellemare, Roussel; Treille, Stéphane da Costa, Fleury; Perret, Meunier, Douay; Claireaux, Ritz, Lamperier; Teddy da Costa.
Bemerkungen: Schweiz ohne Suri, Schlumpf (nicht gemeldet), Schlegel (überzählig) und Hiller (Ersatztorhüter). - Pfostenschuss Ritz (55.). - Timeouts Schweiz (57.) und Frankreich (59:32). - Schüsse: Schweiz 26 (11-5-10-0-0); Frankreich 25 (5-9-6-4-1). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 0/5 (1 Shorthander kassiert); Frankreich 1/5. (sda)

Die Tabellen

Gruppe A:

Gruppe B:

Alle Eishockey-Weltmeister

Eishockey WM 2017

Wirst du Eishockey-Weltmeister oder musst du frühzeitig unter die Dusche?

Jetzt zeigt sich, ob wir einen Cheerleader oder Bandengeneral haben

Weder dick noch doof – überragender Hardy packt gegen Finnland diese Monsterparade aus

Zu wenig Wasserverdrängung? Schweiz an der Hockey-WM am kleinsten und leichtesten

Diese 10 Spiderdiagramme musst du für die Eishockey-WM kennen

Dank Genoni-Shutout und drei Punkten von Almond – die Schweiz bodigt Norwegen

Ein Stutz ins Phrasenschwein – diese Sprüche wirst du an der Hockey-WM sicher hören

Den Super-Gau nach 4:0-Führung verhindert: Nati siegt zum WM-Auftakt im Penaltyschiessen

Fischer fischt an der WM mit diesen Fischen nach dem Titel

Du weisst nicht, welches Team der Hockey-WM zu dir passt? Dieses Flussdiagramm hilft dir

Top-8-Status in Gefahr – der WM-Viertelfinal ist für die Hockey-Nati Pflicht

Patrick Fischer über die WM-Absenzen: «Wenn die Motivation fehlt, macht es keinen Sinn»

Was kann der neue Hexenmeister der Hockey-Nati bewirken?

Diese 28 Talente musst du an der Hockey-WM auf dem Radar haben

Hockey-Nationalmannschaft – so gut wie seit 2013 nie mehr

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

10
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 10.05.2017 04:42
    Highlight Ade 1/4 Final. Das war eine Teilweise fahrige Leistung, eines Top 8 Teams nicht würdig.....schade.
    40 3 Melden
    • tösstaler 10.05.2017 06:23
      Highlight naja, 1/4-Final würde ich noch nicht abschreiben, aber ansonsten gebe ich dir recht: das war unwürdig, z.T. brotlose Kunst und in der entscheidenden Zone vor dem Tor schlicht zuwenig Bumms. Einfach kein Biss, Null und nix was da kommt von der Truppe. Wenn ich mir in Erinnerung rufe wie es in den PO's kürzlich noch abging, habe ich schon paar Fragen ... nicht nur zu der Zusammensetzung des Teams :P
      15 0 Melden
  • länzu 10.05.2017 00:45
    Highlight Was der Fischer da aufgeboten hat, ist eine Gurkentruppe. Das fängt hinten an. Diaz und Furrer sind völlig ausser Form. Und, was haben ein Allmond und Brunner in dieser Nati verloren? Da braucht es Typen, die beissen können. Keine Weicheier. Fischer selber ist rat- und tatlos. Es ist kein Spielkonzept ersichtlich und die Immune von der Bande fehlen total. Aber eben, er hat ja auch keinen Leistungsausweis als Trainer. Gleich, wie Raffeiner keinen als Direktor hat. Das ist Vetternwirtschaft der übelsten Sorte.
    25 19 Melden
    • Dynamischer-Muzzi 10.05.2017 07:25
      Highlight Nach der WM ist es eh vorbei und KS verschwindet von der Gehaltsliste in Biel.
      Ich warte nur noch auf den dementsprechenden Artikel von KZ :-)
      3 0 Melden
    • HeavyB 10.05.2017 07:27
      Highlight Wen hätte Fischer sonst aufbieten sollen? Klar hätte ich auch lieber El Nino und Josi im Team. Aber wer nicht verfügbar oder verletzt ist, der kann nicht aufgeboten werden. Und vom verfügbaren Rest gibt es jetzt nicht wirklich viele Spieler die so viel besser sind als die Spieler des aktuellen Kaders. Für die Jungen Tanner, Malgin und Suter ist es die erste WM. Sie machen ihre Sache gut und werden dadurch weiter reifen. Ich bin kein Fischer Fan aber was manche Schreiber hier posten ist ja schon ziemlich lächerlich.
      6 1 Melden
  • joenu.m 10.05.2017 00:38
    Highlight Riecht wiedereinmal nach einer verknorzten WM...schade, die Schweiz hätte grosses Potenzial. Vielleicht ist es weit her geholt aber eventuell könnte das nicht ausschöpfen des Potenzials auch mit dem Trainer zusammenhängen....
    36 3 Melden
  • Sloping 09.05.2017 23:32
    Highlight Diese Nati macht einfach keine Freude. Man kann Fischer vieles, aber nicht alles anlasten. Wenn man gegen Slowenien und Frankreich mit einer Verteidigung aus der NLB, französichen Liga und der EBEL nicht fähig ist, mehr Tore zu schiessen, muss man auch das Niveau unserer Liga kritisch hinterfragen. Dominante Spieler unserer Liga sind International kein Faktor. Ich will gar nicht daran denken, was mit den erwarteten 9 Punkten in dieser Gruppe möglich wäre...Und diese Sonntagsschule Kuschelromantik des SF geht mir auch auf den Sack. Die Zeit der Ausreden ist definitiv vorbei.
    43 3 Melden
  • Fanta20 09.05.2017 23:25
    Highlight Ich bin ja kein Experte; aber hey...!!!

    5 mal Powerplay, 3 Penalties, 2 mal den Puck am leeren Tor vorbeigebäselet, dazu ca. 4 mal ein 2 vs 1 Angriff, aus welchen meistens nicht mal ein Abschluss resultierte; plus 3 mal alleine aufs Tor ziehen... alles ohne den geringsten Ertrag. Das kanns doch nicht sein, oder? Und das gegen ein Team von nahezu 40-jährigen, welche tw. in der NLB oder in Ungarn spielen.
    38 2 Melden
  • Altweibersommer 09.05.2017 23:17
    Highlight Patrick Fischer sollte nicht auf den Eismeister hören
    16 2 Melden
    • mukeleven 10.05.2017 05:47
      Highlight ja genau - lieber auf tikkanen, im fall! 😂
      item...
      8 1 Melden

Wie für diese Hockey-Mannschaft aus Kenia ein Traum in Erfüllung ging

Eishockeyspieler in Kenia? Die gibt es tatsächlich, allerdings nicht sehr viele. Genau genommen gibt es ein einziges Männerteam: die Ice Lions. Und weil die Ice Lions keine Gegner haben, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als die ganze Zeit gegen sich selbst zu spielen.

Doch diesen Sommer änderte sich das, wie ein rührendes Video zeigt. Das Team aus Afrika durfte eine Reise nach Kanada, dem Mutterland des Eishockeys, antreten und dort ein Freundschaftsspiel bestreiten – mit ganz speziellen …

Artikel lesen