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ARCHIVBILD ZUR MELDUNG DES SC BERN ZUM VERZICHT AUF EINE VERTRAGSVERLAENGERUNG MIT MARTIN PLUESS, AM DONNERSTAG, 16. FEBRUAR 2017 ---- Captain Martin Pluess freut sich ueber ein Tor im zweiten Playoff-Halbfinalspiel der National League A zwischen dem SC Bern und dem HC Davos am Samstag, 19. Maerz 2016, in der Postfinance Arena in Bern. (KEYSTONE/Alessandro della Valle).

Vier Mal wurde Plüss mit dem SC Bern Meister, nun ist mit 40 Jahren Schluss. Bild: KEYSTONE

Martin Plüss beendet seine Karriere: «The best is always yet to come»

16.11.17, 15:25 16.11.17, 17:29


Wenige Wochen nach Mark Streit tritt mit Martin Plüss ein weiterer Spieler zurück, der das Schweizer Eishockey in den vergangenen zwei Jahrzehnten geprägt hat. Der 40-jährige Stürmer war bis im Frühling Captain beim SC Bern, mit dem er insgesamt vier Mal Meister wurde, zuletzt 2016 und 2017.

Mit der Nationalmannschaft feierte Plüss seinen grössten Erfolg mit dem Gewinn von WM-Silber 2013 in Stockholm. Bei jenem Exploit war der smarte, nur 1,74 m grosse Center eine der Schlüsselfiguren im Team von Sean Simpson. Zuletzt war Plüss vertragslos. Den Rücktritt hatte er bis heute offen gelassen.

Switzerland's Martin Pluess controls the puck, during the IIHF Ice Hockey World Championships quarterfinal game Switzerland vs Czech Republic at the Globe Arena in Stockholm, Sweden, on Thursday, 16 May 2013. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Plüss beim wertvollsten Erfolg, dem Gewinn von WM-Silber 2013. Bild: KEYSTONE

Eine Fortsetzung der Karriere blieb bis zuletzt eine Option

«Nach der letzten Saison und der Titelverteidigung mit dem SC Bern sagte mir mein Bauchgefühl, dass dies der richtige Moment sein könnte, aufzuhören und meine Prioritäten im Leben anders zu setzen», wird Plüss in einer Mitteilung des SCB zitiert. Sein Ziel, bis zum Alter von 40 Jahren auf seinem persönlichen Top-Level zu spielen, habe er erreicht.

Martin Plüss in Zahlen

Wichtigste Eckdaten. Klub: 7 Meistertitel (2010, 2013, 2016 und 2017 mit Bern, 1995 und 1996 mit Kloten, 2005 mit Frölunda/SWE; dort von 2004 bis 2008). Total 956 NLA-Spiele für Kloten (1994 bis 2004) und Bern (2008 bis 2017).
Auszeichnungen (u.a.): Dreimal wertvollster NLA-Spieler (2001, 2013, 2015). - Bester Schweizer im Ausland (2015).
Nationalteam: 236 Länderspiele (ab Saison 1997/1998 bis 2014). - Zwölf WM-Teilnahmen zwischen 1998 und 2013. - Vier Olympia-Teilnahmen (2002, 2006, 2010, 2014).
Grösster Erfolg: WM-Silber 2013 in Stockholm (Plüss damals mit 6 Assists in 10 Spielen/+6 Bilanz/171:52 Minuten Einsatzzeit total). - Persönliche Skorerwerte Wettbewerbsspiele (WM und Olympia): 56 Skorerpunkte (26 Tore und 30 Assists) in 102 Spielen. (sda)

Plüss gibt zu, dass das Weitermachen reizvoll gewesen sei und natürlich auch eine Option: «Aufgrund der noch immer voll vorhandenen Leistungsfähigkeit, der grossen Leidenschaft für das Eishockey sowie diverser verlockender Angebote.» Gleichzeitig sei ihm aber auch klar gewesen, dass irgendwann Schluss sein müsse und er diesen Schritt selber bestimmen wolle, weshalb er sich für eine halbjährige Auszeit entschieden habe.

Er habe in dieser Zeit weiterhin trainiert, sei aber auch viel bei der Familie gewesen. «So wuchs aus dem anfänglichen Bauchgefühl der Entschluss, meine Karriere als Eishockeyprofi zu beenden.»

Frolunda's Swiss player Martin Pluess celebrates as holds aloft  the Swedish ice hockey trophy, Monday April 11, 2005 in Gotheburg, Sweden. Frolunda beat Farjestad by 1-0 in sudden death in the fifth game in best of seven. Frolunda won its third Swedish Elite League title. (AP Photo/Niklas Larsson)   **  SWEDEN OUT  **

2005 stemmt Plüss den Meisterkübel in Schweden in die Höhe. Bild: AP PRESSENS BILD

236 Länderspiele und sieben Meistertitel mit drei Klubs

Ganz nach dem Motto «The best is always yet to come» («das Beste kommt stets noch») blicke er auf eine «unglaublich inspirierende und erlebnisreiche Zeit» zurück. Er sei gespannt und freue sich darauf, wie es weitergehe, so Plüss weiter.

Mit Plüss tritt einer der ganz grossen Schweizer Eishockey-Spieler ab. Er nahm an vier Olympischen Spielen und 12 Weltmeisterschaften teil, lief 236 Mal für die Nationalmannschaft auf. Seine Karriere begann er beim EHC Kloten, als junger Spieler erlebte er die letzten beiden der vier Meistertitel in Folge Mitte der 90er-Jahre. 2004 wechselte Plüss nach Schweden, wo er mit Frölunda auf Anhieb Meister wurde. 2008 kehrte er in die Schweiz zurück, er schloss sich dem SC Bern an und feierte mit den Mutzen vier weitere Meistertitel. (ram)

Video: watson/Laurent Aeberli, Reto Fehr, Lea Senn

Der SC Bern ist Meister 2017

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nelson Muntz 16.11.2017 19:08
    Highlight Plüsch Ferdu heisst er doch... zumindest bei Hardboiled SCB 🤣
    7 0 Melden
  • Aareschwumm 16.11.2017 18:36
    Highlight Danke für alles. Du bist wahrlich ein grosser.
    6 0 Melden
  • Der müde Joe 16.11.2017 17:20
    Highlight Ich hätte ihn gerne nochmal im Kloten-Dress gesehen, er wäre sicher eine enorme Verstärkung gewesen. Aber hüt ab für seine Karriere!🧢👏🏼
    5 0 Melden
    • MARC AUREL 17.11.2017 09:33
      Highlight Er wusste schon wieso nicht joe...
      1 4 Melden
  • Thurgauo 16.11.2017 16:03
    Highlight Schade, mit Plüss und wohl auch bald Seger geht eine Ära zu Ende. Danke für alles!
    48 0 Melden
  • Tikkanen 16.11.2017 15:44
    Highlight ...Plüss, ein wahrer Titan👏🏻Merci🍻
    74 10 Melden
    • Yotanke 16.11.2017 16:22
      Highlight ist halt ein Zürcher.
      22 48 Melden
    • Jürg Müller 16.11.2017 17:03
      Highlight Häuptling Tatanke, der musste sein, ja ?

      Von mir wars glaub das erste ❤️ für Esa. Aber hast auch eins bekommen 😅.
      2 2 Melden
    • MARC AUREL 16.11.2017 19:10
      Highlight Inzwischen mehr Berner als Züzi! Er hat nicht vor von Bern wegzuziehen...
      7 7 Melden
  • Balfur 16.11.2017 15:27
    Highlight Danke für aues, Plüssi!
    72 0 Melden
    • Yotanke 16.11.2017 15:31
      Highlight Nebst dem kantonalen Finanzausgleich wo ihr immer viel Geld aus Züri bekommt, habt ihr auch noch Plüss geholt.
      25 85 Melden
    • La12 16.11.2017 17:44
      Highlight @Yotanke

      17 3 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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