Sport
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Playoff-Final, Spiel 2

ZSC Lions – Lugano 5:4nV (2:2,1:1,1:1,1:0)
Serie: 2:0

Jubel zum Sieg bei Zuerichs Kevin Klein und dem Team im zweiten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem HC Lugano, am Samstag, 14. April 2018, im Zuercher Hallenstadion. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Die ZSC Lions jubeln auch nach Spiel 2. Bild: KEYSTONE

«Augen zu und geschossen» – Roman Wick lässt die ZSC Lions jubeln

Die ZSC Lions taumelten im ersten Playoff-Final-Heimspiel gegen Lugano, ehe Roman Wick exakt drei Minuten vor Ende der Overtime mit einem raffinierten Schuss das 5:4 erzielte. Die Tessiner stehen in der Serie bereits mit dem Rücken zur Wand.



In Oerlikon kam die Kulisse in den Genuss von einer puren und faszinierenden Playoff-Show. Checks, Führungwechsel, Emotionen, überschäumende Reaktionen auf den Rängen. Im vierten Drittel bekämpften sich die beiden derzeit besten National-League-Teams wie wie taumelnde Boxer, die ihre letzten Kraftressourcen beanspruchten – bis Roman Wick den HCL mit seinem Schlenzer ins Lattenkreuz mitten ins Herz traf.

Dass die Lions auf ihrer aktuellen Mission selbst von Tiefschlägen offenbar nicht vom Kurs abzubringen sind, hatten sie bereits gegen den entthronten Titelhalter Bern unter Beweis gestellt; in einer aufwühlenden Partie gegen die auf allen Ebenen unberechenbaren Südschweizer überstand das Heimteam diverse heikle Szenen. In einem mitreissenden Finish sorgte Wick für die minimale Differenz, die aus Zürcher Optik viel wert sein könnte. «Augen zu und geschossen», so schilderte der Matchwinner sein Kunststück.

Es war ein erstes Rencontre mit beidseits offenem Visier. Die strategische Zurückhaltung wich der Bereitschaft, sich einen Schlagabtausch ohne defensive Absicherung zu liefern. Derweil sich die Lions (zu) ungestüm einen 2:0-Finalvorsprung zu erstürmen versuchten, fanden die Tessiner immer wieder einen Weg aus der Umklammerung.

So wild, so leidenschaftlich, so fokussiert wie im ausverkauften Hallenstadion wären die Bianconeri mutmasslich auch beim Start des Final-Klassikers gerne aufgetreten. Ihre Darbietung war nicht zu vergleichen mit der verhaltenen Ouvertüre. Panik sei nicht angezeigt, liessen die Südschweizer verlauten, und hielten Wort: Sie erhoben sich im Kollektiv und gingen dem Kontrahenten erstmals richtig unter die Haut.

Und doch endete der hitzige Abend der allgemeinen Turbulenzen und gefühlsmässigen Schlangenlinien für die Gäste frustrierend. Unter Druck entglitt ihnen eine 3:2-Führung, und unmittelbar vor der Overtime vergab der solo anstürmende Alessio Bertaggia den Matchpuck. Statt mit einem durchaus möglichen Break und Rückenwind kehrten sie angeschlagen ins Sottoceneri zurück. Am Montag droht im Best-of-7-Duell bereits ein 0:3-Handicap, das vom seit 2006 titellosen HCL nach sportlichen Ermessen kaum mehr wettzumachen sein dürfte.

Jubel zum Sieg bei Zuerichs Ronalds Kenins und Torschuetze Roman Wick im zweiten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League zwischen den ZSC Lions und dem HC Lugano, am Samstag, 14. April 2018, im Zuercher Hallenstadion. (KEYSTONE/Melanie Duchene)

Siegtorschütze Wick jubelt mit Ronalds Kenins. Bild: KEYSTONE

Telegramm

ZSC Lions - Lugano 4:3 (2:2, 1:1, 1:1, 1:0) n.V.
11'200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Koch/Wehrli, Kovacs/Obwegeser.
Tore: 4. Klein (Wick, Kenins) 1:0. 7. Lapierre (Hofmann) 1:1. 13. Kenins 2:1. 15. Reuille (Sannitz/Ausschluss Zorin!) 2:2. 21. (20:13) Hofmann (Lapierre) 2:3. 29. Sutter (Wick/Ausschluss Johnston) 3:3. 42. Shore (Klein, Kenins/Ausschluss Sannitz) 4:3. 53. Sannitz (Walker/Ausschluss Schäppi) 4:4. 78. (77:00) Wick (Kenins) 5:4.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen den ZSC, 9mal 2 Minuten gegen Lugano.
PostFinance-Topskorer: Pettersson; Lapierre.
ZSC Lions: Flüeler; Klein, Phil Baltisberger; Sutter, Geering; Berni, Marti; Guerra; Chris Baltisberger, Schäppi, Herzog; Pettersson, Suter, Korpikoski; Wick, Shore, Kenins; Künzle, Prassl, Miranda; Pestoni.
Lugano: Merzlikins; Sanguinetti, Vauclair; Johnston, Furrer; Ulmer, Wellinger; Ronchetti; Lapierre, Lajunen, Hofmann; Romanenghi, Cunti, Fazzini; Walker, Sannitz, Reuille; Vedova, Morini, Bertaggia; Zorin.
Bemerkungen: ZSC Lions ohne Blindenbacher, Nilsson, Sjögren, Vey (alle verletzt), Bachofner, Pelletier, Seger, Karrer, Hinterkircher (alle überzählig), Lugano ohne Chiesa, Bürgler, Brunner (alle verletzt), Klasen, Etem, Riva (alle überzählig). 38. Ronchetti verletzt ausgeschieden. 59. Schuss von Bertaggia touchiert den Aussenpfosten. (abu/sda)

Ticker: 14.04.18, ZSC – Lugano

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23
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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • dirtyharry 15.04.2018 06:01
    Highlight Highlight Wo ist eigentlich unser Eismeister? Wäre Bern im Final würden die Huldigungen im Stundentakt erscheinen.
  • ludi 15.04.2018 01:50
    Highlight Highlight Mega-geil, Roman!!!
    Grüsse doch bitte Deinen Vater auch von mir. Er weiss dann schon, wer ich bin, ok.
    Weiter so auf dem Weg zum Titel (obwohl ein „Chlootenär“ bin aber mittlerweilen seit über 35Jahren im Welschland lebe)
    Ludi Lemmenmeier
    HELP Consulting
  • N. Y. P. D. 14.04.2018 22:39
    Highlight Highlight Brecht die Serie Kloten - Rappi ab.

    Eine Schande, was Hollenstein und Konsorten zeigen.
  • hockeyplayer 14.04.2018 21:49
    Highlight Highlight 11200 Zuschauer und man hört das ganze Spiel rund 400 Luganesi? Armutszeugnis für die Cüpli-trinkenden Züzis 😂
    • hockeyaner 14.04.2018 22:42
      Highlight Highlight Nichts neues......🥂🤪
    • hockeyplayer 14.04.2018 22:55
      Highlight Highlight ich dachte, wenigstens in einem Finalspiel würde man etwas hören 😅
    • Robi14 14.04.2018 23:26
      Highlight Highlight stimmt, dafür gewonnen!
    Weitere Antworten anzeigen

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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