Sport

Das skandalöse Transparent im Derby zwischen Olten und Langenthal. bild: tele m1

Oltner Skandal-Transparent: Einer der Initianten pfeift Juniorenspiele

Jugendliche im Alter von 16 und 20 Jahren übernahmen die Verantwortung für das niveaulose Transparent im Derby zwischen Olten und Langenthal im September. Jetzt wird bekannt: Einer der beiden ist Fussball-Schiedsrichter.

02.11.16, 08:05 02.11.16, 08:25

«Mer boxxe üch in Rollstuehl. Ihr Wixxer!» Das Transparent, welches in der 46. Minute des Derbys Olten-Langenthal von Anfang September in die Höhe gehalten wurde, schlug hohe Wellen.  

Zwei Jugendliche im Alter von 16 und 20 Jahren stellten sich später beim Club. Sie entschuldigten sich für ihre Tat, wurden vom Hockeyverband mit einem mehrjährigen Stadionverbot bestraft. 

Wie Recherchen von «TeleM1» nun zeigen, ist einer der beiden Jugendlichen als Schiedsrichter bei den C-Junioren tätig. Beim Solothurner Fussballverband zeigt man sich überrascht. «Man muss das sicher seriös abklären, denn wir wissen von nichts», sagt Präsident Roland Stampfli gegenüber dem Regionalsender. Der Hockeyverband habe den Fussballverband nicht über das Stadionverbot informiert.

War's das für den Jung-Schiri?

Dieses Verbot ist umfassend und gilt auch für Fussballstadien. Dem ist sich der junge Mann offenbar bewusst. Laut Pierre Hagmann, Medienchef des EHC Olten, hat sich dieser mit einem Antrag auf eine Ausnahmebewilligung an den Hockeyverband gewandt, denn er will weiterhin auf dem Rasen stehen. 

Wenn die Bewilligung erteilt würde, wäre aber nicht einmal sicher, dass er auch wieder als Unparteiischer tätig sein darf. Der Solothurner Fussballverband will ihn nämlich nicht mehr auf den Platz lassen, wenn die Anschuldigungen zutreffen. «Schiedsrichter sind ein Vorbild», so Roland Stampfli. Daher ist diese Tat daneben.»

Die Jugendlichen hatten sich für die Tat entschuldigt und sie den «grössten Fehler ihres Lebens» genannt. Der Hockey-Verband büsste den EHC Olten wegen des Skandal-Transparents mit 1500 Franken. Diese Busse soll vollumfänglich auf die beiden Jugendlichen abgewälzt werden. (ldu)

EHC-Olten-Fans reissen alte Wunden auf

Beim Eishockey-Derby Langenthal gegen Olten tauchte im Olten-Sektor ein Transparent auf, dass an den tragischen Unfall von Ronny Keller erinnert. Video: © TeleM1

Entschuldigung, wie sehen Sie denn aus? Schrille, kuriose und schlicht hässliche Trikots

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Qwertz 02.11.2016 09:50
    Highlight Jetzt lasst die beiden doch mal in Ruhe, die haben sich entschuldigt und wurden bestraft, ich dachte die Sache sei damit gegessen. Wieso auch immer ihr da nachbohren müsst...
    44 1 Melden
  • fangirl95 02.11.2016 08:49
    Highlight Echt super für den Jung-Schiri, dass die Medien da nachbohren, Fakten aufdecken und noch mehr Konsequenzen und Ächtung provozieren. Ich für meinen Teil habe die Geschichte so erlebt, als dass sich die Jugendliche unter Tränen für ihre bietätslose Aktion entschuldigt haben. Das zeugt vom echter Reue. Ich empfinde die Situation s Strafe genug und finde dieses "nachbohren" unnötig. Let's move on...
    61 10 Melden
    • Gelöschter Benutzer 02.11.2016 18:49
      Highlight Wenn das stimmt haste recht. Der Typ der den Fczler im den Rollstuhl gebracht hat, hat sich glaube ich bis heute noch nicht entschuldigt. Sich mit Transparenten an einem Derby beleidigen ist völlig legitim, der Spruch ist nur sehr unglücklich gewählt. Hier wurde einfach nicht überlegt, vorallem haben die bestimmt auch in den eigenen Reien Rollstuhlfahrer. In der Superleague gabs auch schon Vorfälle die für manche geschmacklos war zb. die Heroinspritzer Choreo, die Orgasmus-Sperma Choreo oder der als Jude verkleidete Fan der durch die Strassen gehetzt wurde.
      2 1 Melden

«Eine Schande fürs Hockey!» Adler Mannheim dreht kurz vor Schluss komplett durch 

Adler Mannheim scheidet in der Champions Hockey League im Achtelfinal aus und präsentiert sich dann als miserabler Verlierer. Mehrere unsportliche Aktionen bescheren dem deutschen Vertreter eine Strafenflut und einen Shitstorm in den sozialen Medien. Mittendrin: der frühere Nati-Coach Sean Simpson.

Wüste Szenen im Champions-Hockey-League-Spiel zwischen der schwedischen Mannschaft Brynäs IF und dem deutschen Vertreter Adler Mannheim. Die Schweden setzen sich mit 2:1 durch und können somit das Achtelfinal-Duell für sich entscheiden. 

Die Schlussphase ist hitzig und kurz vor dem Ende brennen Adler Mannheim, dem Team des früheren Nati-Coachs Sean Simpson, die Sicherungen komplett durch:

Bereits der Check an Brynäs' Nummer 31 hinter dem Tor ist in einem Graubereich. Der grösste Übeltäter …

Artikel lesen