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Eishockey-WM, Dänemark

Schweiz – Frankreich 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)

Switzerland's forward Enzo Corvi, 2nd right, celebrates his goal with teammates forward Nino Niederreiter #22 and forward Timo Meier, right, past Switzerland's defender Mirco Mueller, left, after scoring the 2:0, during the IIHF 2018 World Championship preliminary round game between Switzerland and France, at the Royal Arena, in Copenhagen, Denmark, Tuesday, May 15, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die Schweiz setzt sich souverän gegen Frankreich durch. Bild: KEYSTONE

«Offensiv teilweise fahrlässig» – Schweiz nach Sieg gegen Frankreich im Viertelfinal

Die Schweizer Nationalmannschaft steht nach dem 5:1-Sieg im abschliessenden Gruppenspiel gegen Frankreich zum zweiten Mal in Folge im WM-Viertelfinal. Der Gegner am Donnerstag ist Finnland.



Die Schweizer entledigten sich der Pflichtaufgabe auf souveräne Art und Weise. Nach etwas mehr als 15 Minuten führten sie bereits 2:0. Den ersten Treffer erzielte in der 13. Minute Gregory Hofmann, der zum zweiten Mal an diesem Turnier erfolgreich war. Der Stürmer von Lugano profitierte von einer genialen Vorarbeit von Gaëtan Haas, der seinen Gegenspieler via hinterem Torgehäuse aussteigen liess und dann zum im Slot positionierten Hofmann passte.

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Die Highlights des Spiels. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Beim 2:0 profitierten die Schweizer von einem Puckverlust von Kevin Hecquefeuille an der gegnerischen blauen Linie, worauf Nino Niederreiter und Timo Meier alleine auf den französischen Keeper Florian Hardy loszogen. Zwar liess sich Niederreiter die grosse Chance entgehen, Enzo Corvi schoss das Tor dann aber doch noch.

«Wir sind extrem glücklich über die Viertelfinal-Qualifikation. Wir wussten, dass es kein einfacher Match würde, aber wir haben dem Druck gut standgehalten. Frankreich hatte einige gute Chancen, aber Genoni hat gut gehalten. Offensiv waren wir teilweise sehr fahrlässig, haben aber dennoch fünf Tore geschossen. Finnland ist eine sehr starke Nation, aber auch sie sind verwundbar. Dennoch sind sie der Favorit.»

Patrick Fischer, Trainer

Im zweiten Drittel liessen die Schweizer eine zweiminütige doppelte Überzahl ungenutzt verstreichen. Dennoch gingen sie mit einem 3:0 in die zweite Pause. Ramon Untersander reüssierte in der 38. Minute im Powerplay mit einem Direktschuss. Es war für den Berner Verteidiger, der nach der letztjährigen WM wegen einer Störung des Gleichgewichtssinns im Innenohr ans Aufhören gedacht hatte, bereits der dritte Treffer und der sechste Skorerpunkt an dieser WM. Der Pass kam von Roman Josi, der in seinem zweiten Einsatz in Kopenhagen eine sehr dominante Rolle einnahm.

Untersander macht das 3:0 im Powerplay.

Spätestens nach dem 4:0 von Kevin Fiala in der 43. Minute - wie bereits beim 1:0 war eine Strafe angezeigt - gab es über den Ausgang der Partie keinen Zweifel mehr. Der Stürmer der Nashville Predators schoss den Treffer allerdings nicht selber, vielmehr war es ein Eigentor von Hugo Gallet.

Das 4:0 eingeleitet von Kevin Fiala.

«Man probiert als Verteidiger zu kreieren und mitzulaufen. Wir hatten einen guten Start. Danach haben wir das 5 gegen 3 ausgelassen, aber dann dennoch im Powerplay getroffen. Finnland ist immer sehr kompakt und hat viele gute Spieler. Im Viertelfinal ist alles möglich, wir wollen dieses Spiel gewinnen.»

Roman Josi

49 Sekunden danach gelang Guillaume Leclerc mit einem Ablenker der Ehrentreffer für die Franzosen, die ohne ihre Topspieler Yohann Auvitu (Adduktoren) und Stéphane Da Costa (Hand) antreten mussten. Für den Schlusspunkt sorgte Simon Moser (54.) mit dem zweiten Schweizer Shorthander an diesem Turnier. Auf Seiten der Franzosen stand Headcoach Dave Henderson zum letzten Mal an der Bande - der 66-Jährige hatte das Amt 2004 übernommen.

Steigerung im Viertelfinal gegen Finnland

Obwohl sich die Schweizer souverän für die 3:4-Niederlage nach Penaltyschiessen an der WM vor einem Jahr in Paris revanchierten, gibt es durchaus noch Luft nach oben. So liessen sie zu viele gute Chancen der Franzosen zu. Vor dem 2:0 beispielsweise scheiterte Anthony Rech solo vor Leonardo Genoni.

Der Berner Keeper hatte zwar nicht allzu viel zu tun, er war jedoch auf dem Posten, wenn er gebraucht wurde. Genoni kam nur deshalb zum Zug, weil Reto Berra angeschlagen ist. Ausserdem kassierten die Schweizer zum dritten Mal an dieser WM eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis. Solche Unkonzentriertheiten dürfen sie sich gegen Finnland kaum leisten.

Finland's Marko Anttila, left, celebrates with teammate Sakari Manninen, right, after scoring a goal during the Ice Hockey World Championships group B match between Finland and the United States at the Jyske Bank Boxen arena in Herning, Denmark, Tuesday, May 15, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Finnland sichert sich gegen die USA den Gruppensieg. Bild: AP/AP

Die Finnen sicherten sich mit einem 6:2 gegen die USA den Sieg in der Gruppe C. Zuvor hatten sie schon Kanada (5:1) keine Chance gelassen. Das unterstreicht die Stärke der Nordländer. Der letzte Schweizer Sieg gegen Finnland an einem Grossanlass liegt 30 Jahre zurück. An den Olympischen Winterspielen 1988 in Calgary gewannen sie 2:1. Seither setzte es acht Niederlagen ab.

Die Tabelle

Bild

Bild: srf

Das Telegramm

Schweiz - Frankreich 5:1 (2:0, 1:0, 2:1)
Kopenhagen. - 6573 Zuschauer. - SR Olenin/Schukies (RUS/GER), Davis/Jensen (USA/DEN).
Tore: 13. Hofmann (Haas, Müller) 1:0 (Strafe angezeigt). 16. Corvi (Niederreiter, Meier) 2:0. 38. Untersander (Josi, Corvi/Ausschluss Claireaux) 3:0. 43. Fiala (Haas, Fora) 4:0 (Strafe angezeigt) 4:0. 44. Leclerc (Chakiachvili, Perret) 4:1. 54. Moser (Vermin, Müller/Ausschluss Corvi!) 5:1.
Strafen: je 4mal 2 Minuten.
Schweiz: Genoni; Diaz, Josi; Untersander, Kukan; Fora, Müller; Frick; Rod, Schäppi, Scherwey; Niederreiter, Corvi, Meier; Andrighetto, Vermin, Fiala; Moser, Haas, Hofmann; Riat.
Frankreich: Hardy; Manavian, Chakiachvili; Hecquefeuille, Gallet; Janil, Raux; Thiry; Fleury, Guttig, Rech; Teddy da Costa, Texier, Treille; Lampérier, Claireaux, Douay; Perret, Ritz, Leclerc; Bouvet.
Bemerkungen: Schweiz ohne Berra (verletzt), Senn (Ersatztorhüter), Baltisberger und Genazzi (beide überzählig), Frankreich ohne Stéphane da Costa und Auvitu (beide verletzt). - Pfostenschuss Niederreiter (16./Nachschuss führt zum 2:0). -
Schüsse: Schweiz 34 (15-13-6); Frankreich 20 (6-5-9). -
Powerplay-Ausbeute: Schweiz 1/3; Frankreich 0/4 (ein Shorthander kassiert). (abu/sda)

Ticker: Schweiz – Frankreich, 15.05

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34
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    Alle Leser-Kommentare
  • ujay 15.05.2018 19:12
    Highlight Highlight Ich bin mit dem Titel so nicht einverstanden. Klar wurden einige Torchancen versiebt....aber gegen die Finnen müssen wir defensiv viel besser stehen. Das war zwischendurch fahrig und unkonzentriert. Gegen die, im Gegensatz zur Französischen, starke finnische Offensive sehe ich schwarz
  • Hawthorne 15.05.2018 17:13
    Highlight Highlight Gut gespielt. Drücken wir mal die Daumen, aber leider wird im Viertelfnal wohl Finish sein....
  • Thurgauo 15.05.2018 16:15
    Highlight Highlight Aho spielt im Moment einfach unglaublich!!
    • Martinov 15.05.2018 16:46
      Highlight Highlight aha, der aho spielt also oho-re gute's hockey? ;)
      badum tss
    • Pana 15.05.2018 21:17
      Highlight Highlight Aho ist weltklasse. Aber sein Hattrick heute war schon ein bisschen, ähm, speziell ;)
  • Madmessie 15.05.2018 15:58
    Highlight Highlight Das war jetzt eine erstaunlich souveräne Leistung, momoll :-)
  • morax 15.05.2018 14:46
    Highlight Highlight Die Deutschen haben die Finnen geschlagen, das schaffen wir auch!
    • Normi 15.05.2018 16:33
      Highlight Highlight Ja klar
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    • p***ylover 15.05.2018 17:07
      Highlight Highlight Barkov, Donskoi, Rantaa sind aber alle nicht an der WM oder?

      Naja, Aho, Rantanen oder Teravainen sind trotzdem terrifying.

      Mit etwas Optimismus, das finnische Roster könnte schlimmer sein und die Schweiz hat ja mehr oder weniger ihre beste Aufstellung beisammen.
    • der Mann 15.05.2018 17:46
      Highlight Highlight Klar
      Play Icon
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  • kupus@kombajn 15.05.2018 14:46
    Highlight Highlight Die immer noch nicht ausgemerzten defensiven Unzulänglichkeiten werden die Finnen im Gegensatz zu den Franzosen eiskalt ausnutzen. Trotzdem: die Dänen und die Deutschen haben gezeigt, dass auch die Finnen zu schlagen sind.

    Wäre zwar irgendwie schade, weil die Finnen nach den Schweizern meine Lieblinge sind, aber *schulterzuck*
  • Amboss 15.05.2018 14:34
    Highlight Highlight Ja, da darf man schon gratulieren. Es zeigt schon eine gewisse Reife, dass man so ein Alles-oder-nichts Spiel doch ziemlich ungefährdet runterspielt.

    Finnland wird ein sehr, sehr harter Brocken, da müssen alle nochmals eine, zwei Schippen drauflegen
  • ta0qifsa0 15.05.2018 14:11
    Highlight Highlight Im dumme Strafen nehmen sind wir schon jetzt Weltmeister 😍😍
  • Zaungast 15.05.2018 13:50
    Highlight Highlight Wann wäre der Viertelfinal (momentan ja gegen Finnland)?
    • Normi 15.05.2018 14:26
      Highlight Highlight Genau und Fin hat auch 5:1 gewonnen 😂
    • Zaungast 15.05.2018 14:31
      Highlight Highlight Eben. WANN?
    • Jam 15.05.2018 14:37
      Highlight Highlight Donnerstag, 16:15
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  • Normi 15.05.2018 13:26
    Highlight Highlight Im parallel Spiel Fin vs USA 2:0
    • Normi 15.05.2018 13:34
      Highlight Highlight Jetzt 3:0
    • Dario98 15.05.2018 15:18
      Highlight Highlight Wie ist der Stand jetzt?
    • Normi 15.05.2018 16:28
      Highlight Highlight 6:2
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  • horst 15.05.2018 13:18
    Highlight Highlight Tja, die ganz grossen Topnationen nützen ein 5 gegen 3 (und dies während 2 Minuten) einfach aus.
    • Amboss 15.05.2018 14:30
      Highlight Highlight Klar ist das so. Nur ist die Schweiz ja keine Topnation. Aber eine, welche Topnationen fordern und auch besiegen kann.
    • Fulehung1950 15.05.2018 16:30
      Highlight Highlight Jaja, aber die ganz grossen Nationen wie FIN verlieren gegen GER und DEN und werden trotzdem Gruppenerster.

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