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Ausgeglichene Liga? In den letzten Jahren holten immer die gleichen Teams den Stanley Cup. bilD: ap/watson

Salary Cap und Draft: Darum geht auch Pittsburghs Herrschaft wieder vorbei

Die NHL ist nicht so ausgeglichen wie gerne behauptet wird. In den vergangenen Jahren haben – wie in der Schweiz – vor allem drei Teams dominiert. Ist das Erfolgsrezept gar nur ein Mythos?



Der Salary Cap sorgt in der NHL für eine ausgeglichene Liga? Das stimmt nur teilweise. Seit der Einführung des Salary Caps in der Saison 2005/06 gab es zwar sieben verschiedene Stanley-Cup-Sieger. Nachdem sie sich mit den Umstellungen arrangiert hatten, dominieren aber seit 2009 (mit einer Ausnahme) drei Teams das Titelrennen in der besten Liga der Welt: Chicago, Pittsburgh und Los Angeles.

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bild: watson, quelle: nhl.com

Die Pittsburgh Penguins (Champion 2009, 2016 und 2017), die Chicago Blackhawks (2010, 2013, 2015) und die LA Kings (2012, 2014) sind der SC Bern, der HC Davos und die ZSC Lions von Nordamerika. Seit 2009 gingen die Titel in der NHL mit einer Ausnahme – in der NLA ohne Ausnahme – immer an diese drei Teams. Einzig den Boston Bruins gelang es 2011, das Top-Trio zu sprengen.

Mehr Geld bringt nicht mehr Erfolg

Natürlich ist die NHL durch den Salary Cap ausgeglichener geworden. So standen seit 2009 neben den bereits erwähnten Stanley-Cup-Siegern sieben verschiedene Teams im Final. Fast die halbe Liga schaffte es also, in diesem kurzen Zeitraum zumindest einmal in den Endkampf um den Stanley Cup vorzustossen. Doch am Ende blieben diese Mannschaften gegen Pittsburgh, Chicago oder Los Angeles alle auf der Strecke.

So funktioniert der Salary Cap in der NHL

In den Salary Cap geht das Gehalt eines Spielers ein, das er pro Saison verdient. Bei Spielerverträgen über mehrere Jahre, wird das Gesamtvertragsvolumen durch Vertragslaufzeit geteilt (Bsp. Erste Saison 5 Mio. Dollar, zweite Saison 3 Mio., dritte Saison 2 Mio. So fliessen jährlich 3,33 Millionen Dollar in den Salary Cap des Teams ein). Zusammengerechnet darf die Lohnsumme einer Mannschaft aktuell nicht mehr als 73 Millionen Dollar pro Jahr betragen. 

Wie kommt es, dass trotz Salary Cap weiterhin wenige Teams die Liga dominieren können? Ist die vielbeschwörte Ausgeglichenheit der NHL durch den Salary Cap am Ende nur ein Mythos? Ja und nein. Der Salary Cap verhindert lediglich, dass ein Team dank Investoren die besten Spieler mit Unsummen anlockt und so das Gleichgewicht der Liga stört. Mehr Geld bringt so nicht automatisch mehr Erfolg, weil die Lohnmöglichkeiten begrenzt sind.

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bild: watson quelle: nhl.com

Drafts sind entscheidend

Die Lohnobergrenze sorgt aber nicht dafür, dass schwächere Teams plötzlich wieder oben stehen können. Das schafft man einerseits mit gutem Management, sprich mit intelligenten Trades und einer guten Zusammenarbeit mit dem Farmteam, andererseits aber vor allem durch Drafts. So haben auch die Pittbsurgh Penguins und die Chicago Blackhawks ihre Meisterteams zusammengestellt.

Pittsburgh durfte 2003 (Marc-André Fleury, Nummer Eins), 2004 (Evegeni Malkin, Nummer Zwei) und 2005 (Sidney Crosby, Nummer Eins) dreimal in Serie sehr früh von den besten Junioren der Welt auswählen. Diese drei Spieler bildeten auch in diesem Jahr wieder die Basis für den Titel. Mit Spielern wie Matt Murray und Jake Guentzel hatten die Penguins auch Glück mit ihren Drittrundenpicks. Der frühere General Manager Ray Shero und nun auch sein Nachfolger Jim Rutherford sind durch geschickte Trades, wie beispielsweise den von Chris Kunitz, ebenfalls ein Puzzleteil zum Erfolg.

Pittsburg gewinnt den Stanley Cup 2017

Ähnlich sieht es bei Chicago aus. Die Hawks bauten ihre Meistermannschaften um die Erstrundenpicks Jonathan Toews (2006, Nummer Drei) und Patrick Kane (2007, Nummer Eins) auf. Bei Los Angeles waren es Drew Doughty, Dustin Brown oder Anze Kopitar, welche die Meisterteams prägten.

Der Salary Cap führt also erst durch die Kombination mit dem Draftystem zu einer ausgeglichenen Liga. Wobei «ausgeglichen» relativ ist. Dass Teams einige Jahre lang dominieren, lässt sich auch durch diese Massnahmen nicht verhindern. Er wird aber dafür gesorgt, dass es regelmässig zu Umstürzen kommt.

So haben die Kings nach ihrem letzten Triumph zwei von drei Mal die Playoffs verpasst. Auch die Zukunft der «Pens» nach den Karrieren von Crosby und Malkin ist alles andere als gesichert. Vieles deutet momentan darauf hin, dass jüngere Teams wie Toronto oder Minnesota in Zukunft die Penguins und Chicago ablösen werden.

Wenn Schweizer Hockey-Teams daten würden

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Video: watson

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18Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Connor McSavior 14.06.2017 06:55
    Highlight Highlight Natürlich kann man sagen, es war Glück mit Spielern wie Guentzel oder Sheary und Rust letztes Jahr, aber meiner Meinung nach gibt dieser Artikel dem Management und Scouting der jeweiligen Teams zu wenig Kredit: Pittsburgh z.B. hat 2015 bis Anfang Dezember schlecht gespielt und um die Playoffs gekämpft. Dann hat das Management zum einen den Coach gewechselt und zum anderen Trades gemacht, die Perfekt auf das Team zugeschnitten waren (Hagelin für Perron, etc.). Beide haben dann auf dem Weg zum Cup entscheidende Rollen gespielt.

    2 0 Melden
  • Tom Foolish 14.06.2017 05:36
    Highlight Highlight Sorry, Herr Bürgler. Sie müssen sich noch
    10 Jahre gedulden. 🤣
    2 2 Melden
  • Boogie Lakeland 13.06.2017 19:20
    Highlight Highlight Einfach mal so am Inhalt vorbei: ich find die intensive Berichterstattung zur NHL richtig geil. Man liest viel, erfährt viel und es ist Fakten basiert und nicht auf polemischen Prognosen. Danke und weiter so :-)!
    Könnte man bei der NLA auch so einführen
    88 2 Melden
    • spiox123 14.06.2017 01:27
      Highlight Highlight Da kann ich dir nur zustimmen. Was der Klaus jeweils erfindet ist nicht informativ und schon gar nicht gut zum Lesen. Bitte mehr so Berichte!
      12 3 Melden
  • Züzi31 13.06.2017 16:14
    Highlight Highlight Washington hätte anstatt dem Flügel Owetschkin, den Center Malkin ziehen müssen. Das alleine hätte mindestens 1, vielleicht auch sogar alle 3 Titel der Pens in eine andere Richtung verschoben.
    16 39 Melden
    • Coliander 13.06.2017 17:31
      Highlight Highlight Darum: Center > Flügel
      21 3 Melden
    • Züzi31 13.06.2017 17:35
      Highlight Highlight Malkin macht bei den Pens die zweite Linie gleich stark wie Crosby die erste. Das ist mit einem Flügel und einem Spieler wie Owetschkin komplett was anderes.
      Pittsburgh holt 2009 den Cup nicht ohne Malkin. Deshalb sag ich sicher 1, vielleicht aber auch die anderen zwei Cups nicht.
      21 4 Melden
  • Ozy 13.06.2017 14:57
    Highlight Highlight Das Team der Zukunft sind meiner Meinung nach klar die Oilers mit McDavid, Draisaitl und Nugent-Hopkins. Nach ein paar schlaue Trades und die kommen nächstes Jahr sehr weit.
    80 7 Melden
    • Xi Jinping 13.06.2017 15:57
      Highlight Highlight hoffe es nicht.... Go Flames
      12 34 Melden
    • Gretzky 13.06.2017 21:07
      Highlight Highlight Du hast es genau erfasst. Bei den Oilers braucht es nicht mehr viel, um sie bereits nächste Saison zu einem Contender zu machen. McDavid macht ähnlich wie Crosby das ganze Team besser. Sie haben zudem in den nächsten zwei Jahren genügend Capspace, um all die jungen Talente zu binden. Die Oilers könnten wieder ganz gross werden!
      18 0 Melden
    • Connor McSavior 14.06.2017 06:48
      Highlight Highlight @Ozy das ist jetzt nach dieser Saison die offensichtliche Prognose. Allerdings darf man nicht vergessen, dass Edmonton seit 2010 4 Mal 1st overall gedraftet hat und jetzt das erste (!) Mal seit dort in den PO's war. Das nächste Jahr werden sie allerdings kein Underdog mehr sein und Teams werden auf sie vorbereitet sein, deshalb würde ich lieber noch eine Bestätigungssaison sehen, bevor ich ihnen die Zukunft "gebe". Das gleiche gilt denke ich auch für Toronto. Es gab in der Vergangenheit schon viele "One year wonders" (Colorado das letzte), deshalb warte ich lieber auf eine Bestätigung.
      4 1 Melden
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  • JJ17 13.06.2017 14:38
    Highlight Highlight Nimmt mich wunder was die Zukunft bringt. Auch die Edmonton Oilers könnten wieder zu alter Stärke zurückfinden. Und was aus den Las Vegas Knights wird kann auch noch niemand so richtiger erahnen.
    47 4 Melden
  • Coliander 13.06.2017 14:34
    Highlight Highlight Jüngere Teams wie Minnesota? Die sind nicht wirklich jung. Ich würde eher Sagen Toronto (Matthews, Marner) oder Edmonton mit McDavid und Draisaitl die nächsten grossen Teams werden.
    59 3 Melden
    • Adrian Buergler 13.06.2017 14:39
      Highlight Highlight @Coliander: Ja, Edmonton kann man da auch dazuzählen. Minnesota ist etwas älter als Toronto oder die Oilers, hat aber viele gute Spieler im besten Hockeyalter (Niederreiter, Granlund, Spurgeon, Scandella). Die könnten gemeinsam mit den erfahreneren Staal, Koivu oder Suter kurzfristiger etwas erreichen als Toronto oder Edmonton.
      33 4 Melden
    • Coliander 13.06.2017 16:48
      Highlight Highlight Minnesota sehe ich eher als One Hit Wonder.
      Bei Edmonton sehe ich Parallelen zu Pittsburgh Crosby-McDavid, Malkin-Draisaitl.
      22 4 Melden
    • Gretzky 13.06.2017 21:14
      Highlight Highlight Die Wilds haben ebenfalls Probleme mit dem Cap Hit. Die werden schon diesen Sommer Federn lassen. Sie sind sicherlich ein gutes Team und vielleicht schaffen sie es sogar mal in den Final, aber ein zukünftiger Dominator sind sie bestimmt nicht. Zudem ist alles andere als sicher, dass Niederreiter nächste Saison noch dort spielen wird.
      14 0 Melden
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