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Ohne zu brillieren: Schweizer gewinnen erste von zwei Partien in Weissrussland nach Verlängerung

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat das erste von zwei Testspielen gegen Weissrussland gewonnen. Das Team von Patrick Fischer setzte sich in Molodetschno 2:1 nach Verlängerung durch. Den Siegtreffer erzielte Grégory Hofmann.

22.04.16, 20:35 23.04.16, 11:07


Fischer hatte im Vorfeld der Partie vor allem in der Offensive noch Potenzial geortet. Die erhoffte Steigerung blieb aber weitgehend aus. Die im Vergleich zur Vorwoche mit sechs neuen Spielern angetretenen Schweizer taten sich im Angriff gegen die robusten Weissrussen schwer. Insbesondere das Powerplay muss besser werden, konnten doch die Gäste keine der fünf Strafen gegen die Osteuropäer ausnutzen.

Switzerland's Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, instructs his players, during friendly ice hockey game between Switzerland and Czech Republic, at the ice stadium Litternahalle, in Visp, Switzerland, Wednesday, April 13, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die Lösung für das Offensiv-Problem hat Fischer noch nicht gefunden.
Bild: KEYSTONE

Der Sieg ging aber in Ordnung, waren doch die Schweizer insgesamt das bessere Team. Das entscheidende Tor schoss Hofmann vier Sekunden vor dem Ende der Overtime. Kurz zuvor hatte der Stürmer von Lugano das 2:1 noch knapp verpasst. Für den Ausgleich war in der 47. Minute Denis Hollenstein verantwortlich – nach einem krassen Fehler eines weissrussischen Verteidigers. Im Mitteldrittel hatten die Schweizer zweimal Pech bekundet, dass Matthias Bieber (22.) und Luca Cunti (28.) nur den Pfosten respektive die Latte trafen.

Das 0:1 war nach 25 Sekunden im Mitteldrittel nach einem Weitschuss von Roman Djukow gefallen. Der Treffer schien für Robert Mayer nicht unhaltbar zu sein. Ansonsten zeigte der Keeper von Genève-Servette aber eine starke Leistung und wurde zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Mayer feierte bei seinem fünften Einsatz für die Schweiz den ersten Sieg.

Torhueter Robert Mayer von Servette rettet ohne Stock beim Eishockey Meisterschaftsspiel zwischen dem EV Zug und dem HC Servette Genf am Freitag, 29. Januar 2016, in Zug. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Genf-Goalie Robert Mayer hütete gegen Weissrussland das Schweizer Tor. Bild: KEYSTONE

Die Schweizer traten ohne die vier Spieler von Schweizer Meister Bern an; Eric Blum, Ramon Untersander, Tristan Scherwey und Simon Moser erhielten nach den vielen Festlichkeiten noch eine Pause. Der in der NHL bei den Montreal Canadiens engagierte Sven Andrighetto konnte in seinem ersten Länderspiel noch keine grossen Akzente setzen. Die zweite Partie findet am Samstag um 16 Uhr in Minsk statt. (sda)

Sogar in Weissrussland kann die Nati auf die Unterstützung der Fans zählen.

Das Telegramm

Weissrussland - Schweiz 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:1) n.V
Molodetschno. - 2000 Zuschauer. - SR Sidorenko/Schrubok (WRUSS), Labsow/Dedjulja (WRUSS)
Tore: 21. (20:25) Djukow (Kitarow) 1:0. 47. Hollenstein 1:1. 65. (64:56) Hofmann 1:2
Strafen: je 5mal 2 Minuten
Weissrussland: Milchakow; Korobow, Djukow; Ustinenko, Filitschkin; Chenkel, Schinkewitsch; Nogatschjow, Snacharenko; Stepanow, Kowyrschin, Linglet; Kolzow, Stas, Gawrus; Demkow, Wolkow, Kitarow; Kommarow, Drosd, Pawlowitsch
Schweiz: Mayer; Du Bois, Geering; Weber, Marti; Schneeberger, Genazzi; Loeffel, Grossmann; Andrighetto, Ambühl, Hollenstein; Marc Wieser, Walser, Hofmann; Bertschy, Haas, Bieber; Martschini, Cunti, Dino Wieser
Bemerkungen: Schweiz ohne Boltshauser (Ersatztorhüter), Zurkirchen, Untersander, Scherwey, Blum, Moser (alle überzählig), Trachsler und Schäppi (beide geschont). - 1. Länderspiele von Andrighetto und Marti. - Pfosten-/Lattenschüsse: 22. Bieber, 28. Cunti. - Schüsse: Weissrussland (4-9); Schweiz (9-6). - Powerplay-Ausbeute: Weissrussland 0/5; Schweiz 0/5. (sda)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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