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NLA, 18. Runde

Biel – Genf 2:3 n.P.

Fribourg – Ambri 2:5

Lugano – Langnau 4:2

Bern – Davos 2:5

Kloten – ZSC 3:5

Roman Wick kommt per Empty-Netter zu seinem ersten Saison-Tor.
Bild: Steffen Schmidt/freshfocus

Derbysieg und Tabellenführung für die ZSC Lions +++ Davos ringt den SCB nieder +++ Ambri überrascht in Fribourg

Die ZSC Lions übernehmen nach der 18. NLA-Runde und dem 5:3-Auswärtssieg im Zürcher Derby gegen die Kloten Flyers die Tabellenführung. Der vormalige Leader Fribourg unterliegt zu Hause Ambri (2:5).

30.10.15, 22:25 31.10.15, 16:24

Kloten – ZSC 3:5

- Die ZSC Lions gewannen erstmals in dieser Saison ein Derby gegen die Kloten Flyers. Trotz der kurzfristigen Ausfälle von Auston Matthews und Fabrice Herzog setzten sie sich in Kloten 5:3 durch. Der Erfolg des Stadtklubs war verdient. Mit dem 4:2 durch Robert Nilsson in doppelter Überzahl in der 50. Minute sicherte sich der ZSC den Sieg, Praplan konnte für die Klotener zwei Minuten vor Schluss lediglich noch ein drittes Mal auf ein Tor Rückstand verkürzen.

Jubel bei den Löwen: Nach dem Derbysieg sind sie die aktuelle Nummer 1 der Liga.
Bild: PHOTOPRESS

- Der Erfolg der ZSC Lions ist umso erstaunlicher, als die Verletztenliste auf acht Namen angewachsen ist. Für die gestrige Partie fielen auch noch der amerikanische Jungstar Auston Matthews und Fabrice Herzog, bester Schweizer Torschütze der Lions, aus. Während Herzog wegen einer Ellbogenblessur drei bis fünf Wochen pausieren muss, leidet Matthews an chronischen Schmerzen am Oberkörper, die eine Schonung nötig machten.

- Dennoch dominierten die Zürcher deutlich. In der 14. Minute traf Ryan Keller im Powerplay nach einem perfekten Pass Blindenbachers, kurz nach Beginn des Mitteldrittels doppelte Denis Malgin mit seinem ersten Saisontor nach. Die Flyers kamen durch PostFinance-Topskorer Matthias Bieber, der von der Verwirrung nach einem nicht gepfiffenen Icing profitierte, und Jan Hartmann, der nach einem doppelten Abpraller sein erstes Tor in der höchsten Spielklasse erzielte, eher glücklich und zufällig zu seinen ersten beiden Goals. 

Fribourg – Ambri 2:5

- Ausgerechnet gegen das bisherige Schlusslicht Ambri-Piotta musste Fribourg-Gottéron erstmals zuhause als Verlierer vom Eis. Beim 5:2-Sieg der Tessiner zeichnete sich Alexandre Giroux als Doppel-Torschütze aus.

- Trainer Hans Kossmann und Stürmer Thibaut Monnet feierten eine triumphale Rückkehr in der Freiburger Eishalle. Ein seinem ersten Spiel an der Bande von Ambri gelang dem ehemaligen Fribourg-Coach der Coup. Die grosse Figur auf dem Eis war der ebenso geniale wie zuweilen ineffiziente Kanadier Giroux. Er sorgte mit seinen Toren zum 3:2 und zum 4:2 für die Entscheidung. Monnet, der bei Fribourg Ende der letzten Saison nicht mehr erwünscht war, liess sich das Tor zum 1:1 und einen Assist notieren.

Thibaut Monnet trifft an seiner alten Werkstätte in die Maschen.
Bild: Christian Pfander/freshfocus

- Beim bisherigen Leader Fribourg passte nichts zusammen. Der verletzte Topskorer Andrej Bykow und der erkrankte Finne Sakari Salminen fehlten an allen Ecken und Enden. Ins desolate Bild passte, dass Gottéron, mit dem zweitbesten Powerplay der Liga, gegen das zweitschlechteste Unterzahlspiel gleich zwei Shorthander kassierte. Monnet entwischte in der 12. Minute und egalisierte zweieinhalb Minuten nach der ersten Freiburger Führung, 15 Minuten vor dem Ende machte Cory Emmerton mit dem 5:2 alles klar.

Lugano – Langnau 4:2

- Lugano wusste bei der Premiere unter seinem neuen Headcoach nicht restlos zu überzeugen. Im ersten Spiel unter Doug Shedden bezwangen die Tessiner die SCL Tigers zuhause erst dank einer Leistungssteigerung im Schlussdrittel mit 4:2.

- Was er bei seinem Debüt als HCL-Coach in der Resega zu sehen bekam, dürfte ihm aber nicht restlos gefallen haben. Die Mannschaft wirkte über weite Strecken verunsichert und lag nach 40 Minuten mit 1:2 in Rückstand. Sven Lindemann (5.) und Thomas Nüssli (12.) waren für die Tigers erfolgreich. Für Lugano traf der Schwede Linus Klasen (8.) mit einer schönen Einzelaktion.

Ein erster Schritt ist getan: Doug Shedden löst sich mit Lugano vom Tabellenende.
Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

- Shedden musste nach zwei Dritteln die richtigen Worte gefunden haben, denn sein Team konnte sich im Schlussdrittel steigern. Erneut war es Klasen, der 38 Sekunden nach Wiederbeginn mit seinem sechsten Saisontreffer die Wende einleitete. Zwei Minuten später schoss Raffaele Sannitz das Heimteam ein erstes Mal in Führung. Diese hielt bis zum Schluss Bestand. Schliesslich war es erneut Sannitz mit einem Treffer ins leere Tor, der für den 4:2-Schlussstand besorgt war.

Bern – Davos 2:5

- Bern kassierte gegen Meister Davos nach zuletzt sechs Heimsiegen in Serie wieder einmal eine Niederlage. Gegen abgeklärte Bündner setzte es in einem emotionsgeladenen Klassiker vor 16'895 Zuschauern eine 2:5 ab.

- Die ohne den verletzten Kanadier Sean Bergenheim (Muskelverhärtung) nur mit drei Ausländern angetretenen Berner waren bei nummerischem Gleichstand zwar das bessere Team, doch Davos erwies sich in den entscheidenden Momenten als die cleverere Mannschaft und zeigte sich ausserdem äusserst effizient. Ein harter Check von SCB-Stürmer Trevor Smith an Andres Ambühl löste in der 13. Minute eine Keilerei aus, was eine Strafenflut zur Folge hatte. In der anschliessenden 4-gegen-3-Überzahlsituation brachte der Schwede Marcus Paulsson den HCD mit seinem neunten Saisontreffer in Führung. Das 2:0 kurz vor der ersten Pause fiel durch einen Weitschuss des 19-jährigen Verteidigers Marco Furrer. Für den vom EV Zug ausgeliehenen Juniorenspieler war es die Torpremiere in der Nationalliga A.

Eine Keilerei bringt den HCD in Bern auf die Siegesstrasse.
Bild: KEYSTONE

- Simon Moser war es, der den SCB in der 37. Minute mit dem bereits 24. Berner Powerplay-Tor in dieser Saison ins Spiel zurück brachte. Doch Davos reagierte prompt und stellte noch vor der zweiten Pause den Zweitore-Abstand durch Marc Aeschlimann wieder her. Beat Gerber brachte die Gastgeber acht Minuten vor Schluss nochmals auf 2:3 heran, ehe die Bündner durch zwei Treffer ins leere Tor von Topskorer Perttu Lindgren und Samuel Walser auf 5:2 erhöhten. Angesichts der Spielverhältnisse fiel das Resultat zwar zu hoch aus, doch der vierte Davoser Sieg de Suite war verdient. Die Berner zeigten sich durchaus bemüht, Ungenauigkeiten und fehlende Präsenz vor dem gegnerischen Tor führten jedoch zur bereits sechsten Niederlage in Folge gegen den HCD. 

Biel – Genf 2:3 n.P.

- Genève-Servette gewann in Biel das zweite Meisterschaftsspiel in Folge nach Penaltyschiessen. Jonathan Mercier verwertete den 20. Penalty zum 3:2 für die Genfer. Das Glück wendete sich in Biel innerhalb von nur drei Tagen. Am Dienstag hatten die Seeländer im Cup-Achtelfinal 3:2 nach Verlängerung gewonnen, gestern setzte sich Servette mit dem gleichen Resultat nach Penaltyschiessen durch. Von den ersten zehn Schützen hatte keiner getroffen, nach acht weiteren und Toren von Stapleton und Lüthi auf der einen sowie Loeffel und Wick auf der anderen Seite verlud Servettes Verteidiger Jonathan Mercier beim 20. Versuch.

Servette und Biel lieferten sich einen Kampf auf Biegen und Brechen.
Bild: KEYSTONE

- Bereits siebeneinhalb Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit hätte eine Entscheidung per Penalty fallen können, doch Simon Rytz im Bieler Tor hielt den Versuch des jungen Damien Riat. Kurz davor hatte Arnaud Jacquemet die Genfer auf 2:2 herangebracht.

- Beim Team von Trainer Kevin Schläpfer überzeugte vor allem die Linie mit den während der Saison gekommenen Ausländern Tim Stapleton und Maxime Macenauer sowie Matthias Rossi. Dieses Trio sorgte innerhalb von zwei Minuten gegen Ende des Mitteldrittels für die 2:1-Führung des Heimteams. Es reichte am Ende aber nur zu einem Punkt. Servette hatte bereits am Wochenende gegen Zug ein Shootout für sich entschieden. 

Die Tabelle

bild: teletext

Die Telegramme

Fribourg-Gottéron - Ambri-Piotta 2:5 (2:2, 0:2, 0:1)
6425 Zuschauer. - SR Clément/Massy, Borga/Fluri.
Tore: 10. Vauclair (Schilt, Fritsche) 1:0. 12. Monnet (Gautschi, Emmerton/Ausschluss Pestoni!) 1:1. 14. (13:30) Gardner (Neukom) 2:1. 15. (14:47) Emmerton (Birbaum, Monnet) 2:2. 21. (20:48) Giroux (Duca, Mäenpää) 2:3. 34. Giroux (Pestoni, Fora) 2:4. 46. Emmerton (Bastl/Ausschluss Hall!) 2:5. - Strafen: 3mal 2 plus 10 (Rivera) Minuten gegen Fribourg, 4mal 2 Minuten gegen Ambri. - PostFinance-Topskorer: Pouliot; Mäenpää.

Lugano - SCL Tigers 4:2 (1:2, 0:0, 3:0)
5227 Zuschauer. - SR Prugger/Wiegand, Espinoza/Huggenberger. 
Tore: 5. Sven Lindemann (Haas) 0:1. 8. Klasen (Filppula, Furrer) 1:1. 12. Nüssli (Schirjajew, Ronchetti) 1:2. 41. (40:38) Klasen (Pettersson, Filppula) 2:2. 43. Sannitz 3:2. 60. (59:59) Sannitz (Filppula) 4:2 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 5mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Brunner; DiDomenico.

Kloten Flyers - ZSC Lions 3:5 (0:1, 2:2, 1:2)
6124 Zuschauer (Saisonrekord). - SR Koch/Vinnerborg, Kohler/Progin.
Tore: 14. Keller (Blindenbacher, Schlegel/Ausschluss Stoop) 0:1. 23. Malgin (Wick, Keller) 0:2. 27. Bieber (Ausschluss Malgin) 1:2. 29. Trachsler (Ulmann) 1:3. 34. Hartmann (Liniger, Gustafsson) 2:3. 50. Nilsson (Wick/Ausschlüsse von Gunten, Gustafsson) 2:4. 58. Praplan (Hollenstein, Santala/Ausschluss Schäppi) 3:4. 60. (59:14) Wick 3:5 (ins leere Tor). - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Bieber; Nilsson.

Bern - Davos 2:5 (0:2, 1:1, 1:2)
16'895 Zuschauer. - SR Eichmann/Stricker, Bürgi/Küng.
Tore: 13. Paulsson (Lindgren, Setoguchi/Ausschluss Smith) 0:1. 20. (19:22) Forrer (Paulsson) 0:2. 37. Moser (Plüss, Blum/Ausschluss Sciaroni) 1:2. 39. Aeschlimann (Heldner) 1:3. 52. Gerber (Conacher, Rüfenacht) 2:3. 59. Lindgren (Ausschluss Forster) 2:4 (ins leere Tor). 60. (59:45) Walser (Setoguchi, Heldner) 2:5 (ins leere Tor). - Strafen: 6mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Alain Berger, Smith) gegen Bern, 7mal 2 plus 10 Minuten (Forster) plus 5 Minuten (Brejcak) plus Spieldauer (Brejcak) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Conacher; Lindgren.

Biel - Genève-Servette 2:3 (0:1, 2:0, 0:1, 0:0) n.P.
5111 Zuschauer. - SR Mollard/Kurmann, Kaderli/Kovacs.
Tore: 10. Slater (Wick, Kast) 0:1. 37. Stapleton (Macenauer) 1:1. 39. Rossi (Macenauer/Ausschluss Wick) 2:1. 50. Jacquemet (Kast, Fransson/Ausschluss Maurer) 2:2. - Penaltyschiessen: Wick-, Stapleton-; Rod-, Spylo-; Simek-, Daniel Steiner-; Riat-, Joggi-; Loeffel-, Macenauer-; Stapleton 1:0, Loeffel 1:1; Macenauer-, Loeffel-; Spylo-, Jacquemet-; Lüthi 2:1, Wick 2:2; Lüthi-, Mercier 2:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Servette. - PostFinance-Topskorer: Daniel Steiner; Loeffel.

12 kurze Witze zum Schweizer Eishockey

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • welefant 30.10.2015 22:47
    Highlight hmm, nicht so aussagekräftig... 2 Spiele mehr als z.B. Zug!
    3 6 Melden
  • sidthekid 30.10.2015 22:32
    Highlight Es ist Zeit!
    7 4 Melden

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