Sport

National League A, 1. Runde

ZSC Lions – SC Bern 5:3 (1:0, 2:3, 2:0)

Endlich geht es wieder los! Die ZSC Lions mit Luca Cunti (rechts) bezwingen den SC Bern mit Eric Blum zum Saisonstart mit 5:3.
Bild: KEYSTONE

Die Löwen sind zum Saisonauftakt stärker als die Bären – ZSC schlägt SCB mit 5:3

Die ZSC Lions feierten gegen Bern zum Auftakt der NLA-Saison einen 5:3-Heimsieg. Zu den Matchwinnern der Gastgeber avancierten Ryan Shannon mit je zwei Treffern und Assists sowie Doppeltorschütze Fabrice Herzog.

09.09.15, 22:26 10.09.15, 08:28

In den letzten beiden Saisons hatte es in den Partien zwischen dem ZSC und Bern bloss Heimsiege gegeben. Diese Serie setzte sich auch im ersten Duell der neuen Spielzeit fort. Das Game-Winning-Goal erzielte in der 53. Minute der auf diese Saison hin von Zug zu den Lions gewechselte Fabrice Herzog, der einen Schuss des ebenfalls neuen Verteidigers Cédric Hächler unhaltbar ablenkte.

Herzog war es auch, der 49 Sekunden vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:3 alles klar machte. Der Sieg der Lions, die nach den vier Erfolgen in der Champions Hockey League auch das fünfte Pflichtspiel der Saison für sich entschieden, ging insgesamt in Ordnung.

Neuzugang Fabrice Herzog gelingt das Game-Winning-Goal. 
Bild: Daniela Frutiger/freshfocus

ZSC verspielt Führung und vergeigt 5-gegen-3

In den ersten 40 Minuten hatte der ZSC eine 2:0- und 3:2-Führung aus der Hand gegeben. Für das erste Tor der Saison zeichnete in der 14. Minute Chris Baltisberger verantwortlich. Auch das 2:0 durch Shannon fiel in der 26. Minute im Powerplay. Nur 72 Sekunden später stand es aber 2:2.

Die ZSC Lions hätten das Spiel schon im Mitteldrittel entscheiden können.

Den ersten Treffer für die Berner erzielte Pascal Berger mit einem Schuss aus der Drehung ebenfalls in Überzahl, ehe der neue SCB-Kanadier Cory Conacher alleine auf ZSC-Keeper Lukas Flüeler losziehen konnte und diesen zwischen den Schonern bezwang. Das herrliche 3:2 von Shannon (31.) hielt dann bloss etwas mehr als fünf Minuten, dann «arbeitete» Chuck Kobasew den Puck aus kurzer Distanz über die Linie. Zuvor hatte der ZSC die grosse Chance zum 4:2 vergeben, als er während 89 Sekunden mit fünf gegen drei Feldspieler agierten durfte.

Grosses Spektakel im Hallenstadion: Die neue Saison in der National League hat begonnen!
Bild: KEYSTONE

Die 9038 Zuschauer im Hallenstadion kamen in den Genuss einer über weite Strecken attraktiven Partie, in der beide Teams gute Ansätze zeigten. Die Lions traten noch ohne «Wunderkind» Auston Matthews an. Der Amerikaner ist erst am 17. September spielberechtigt, dann wird er 18 Jahre alt. Vor der Partie hatte es zur Saisoneröffnung eine kleine Zeremonie gegeben, bei der die Nationalhymne abgespielt wurde. 

Das Telegramm

ZSC Lions - Bern 5:3 (1:0, 2:3, 2:0)
9038 Zuschauer. - SR Wiegand/Vinnerborg; Tscherrig/Kaderli. 
Tore: 14. Chris Baltisberger (Malgin, Blindenbacher/Ausschluss Rüfenacht) 1:0. 26. (25:17) Shannon (Cunti, Bergeron/Ausschluss Helbling) 2:0. 26. (25:55) Pascal Berger (Blum, Plüss/Ausschluss Schäppi) 2:1. 27. (26:29) Conacher (Hischier, Helbling) 2:2. 31. Shannon (Künzle) 3:2. 36. Reichert (Kobasew) 3:3. 53. Herzog (Hächler, Shannon) 4:3. 60. (59:11) Herzog (Shannon, Blindenbacher) 5:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 7mal 2 Minuten gegen Bern. - ZSC Lions: Flüeler; Geering, Bergeron; Blindenbacher, Siegenthaler; Seger, Hächler; Keller, Suter, Foucault; Bärtschi, Trachsler, Schäppi; Künzle, Shannon, Herzog; Chris Baltisberger, Cunti, Nilsson; Malgin.
Bern: Schwendener; Gerber, Blum; Krueger, Untersander; Helbling, Kreis; Gian-Andrea Randegger, Flurin Randegger; Alain Berger, Rüfenacht, Moser; Conacher, Plüss, Reichert; Kobasew, Ebbett, Pascal Berger; Hischier, Müller. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Matthews (noch nicht spielberechtigt), Wick, Fritsche, Schnyder und Karrer. Bern ohne Smith, Scherwey, Bodenmann (alle verletzt) und Jobin (krank). - Timeout Bern (54.). - Bern von 59:01 bis 59:11 ohne Goalie. (si)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
8
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Derlander 10.09.2015 10:17
    Highlight Bern hätte so oder so verloren ;)
    2 3 Melden
  • Ernesto_Mueller 10.09.2015 08:22
    Highlight Zürich führte die technisch feinere Klinge. Der SCB hatte bedeutend mehr Zug zum Tor. Beim 3:2 möchte ich mich nicht mal nach mehrmaliger Konsultation der Zeitlupe festlegen ob Offside oder nicht. Somit ein guter Auftakt beider Teams mit dem besserem Ende für die Züzis.
    3 2 Melden
  • Bobo B. 09.09.2015 23:04
    Highlight Das herrliche 3:2? Meine Fresse! Dieses Tor war eine absolute Frechheit und ist nur auf das eklatante Versagen der Schiedsrichter zurückzuführen. Der Sieg geht also insgesamt in Ordnung? Das Spiel hätte genau so gut an Bern gehen können. Welche Nulpe schreibt eigentlich solche "Berichte"?
    18 25 Melden
    • HabbyHab 10.09.2015 01:00
      Highlight Wenn ein Linienrichter ein Offside anzeigt, sich dieses dann auflöst und seinen Arm einfach noch nicht so schnell runtergenommen hat, ist das kein Versagen. Der Sieg geht wirklich in Ordnung. Und bitte nicht gleich beleidigend werden.
      19 15 Melden
    • Ordo Malleus 10.09.2015 01:35
      Highlight Uhm what!? Natürlich ist das ein grober Fehler vom Linesman. Bern wäre mit einer 3:2-Führung ins letzte Drittel gegangen. Und wenn die Betonmischer aus Bern was können, dann ist es hinten zuzumauern. :D
      17 11 Melden
    • Urmel 10.09.2015 07:32
      Highlight "Die Betonmischer aus Bern" :'-D

      Danke, Ordo Malleus!
      12 1 Melden
    • sste87 10.09.2015 07:38
      Highlight Definitiv war es Offside. Ging wohl noch zu schnell für den Linienrichter.

      Aber keine Sorge, deswegen wird der SCB trotzdem in die Playoffs kommen ... :)
      11 11 Melden
    • Nothingtodisplay 10.09.2015 08:26
      Highlight Beim Teleclub haben sie das Bild kurz angehalten. Beide Spieler haben mit der Ferse (Shannon) bzw. mit den Zehen (Herzog) die Blaue Linie gleichzeitig berührt und somit war es kein Offside.
      Während des Spiels sicherlich sehr schwierig zu erkennen, bei der Verlangsamung jedoch nicht, auch wenn es äusserst knapp war.
      12 9 Melden

Ein «eiserner Vorhang» in Bern – und bald eine Million für Leonardo Genoni?

Der SCB kann die grösste Dynastie des Playoff-Zeitalters bauen. Aber nur, wenn Kari Jalonen klüger ist als John Slettvoll und Leonardo Genoni bleibt. Er ist wichtiger als der Trainer.

Eine Dynastie ist nach nordamerikanischer Definition nur ein Hockey-Unternehmen, das vier Titel hintereinander gewinnt. Streng genommen gibt es also seit Einführung der Playoffs nur die Dynastie des EHC Kloten mit den Titeln von 1993, 1994, 1995 und 1996.

Wir sind etwas grosszügiger und gewähren auch dem HC Lugano den Ehrentitel Dynastie. Für die Meisterschaften von 1986, 1987, 1988 und 1990.

Wenn wir wissen wollen, ob Kari Jalonen mit dem SC Bern die nächste echte Dynastie bauen kann – wobei …

Artikel lesen