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Jubelnde Langnauer nach Spiel 1 der Ligaqualifkation.. Bild: KEYSTONE

Der Rappi-Albtraum geht weiter – Langnau gewinnt dank einem Doppelschlag kurz vor Schluss mit 4:2

Der NLB-Meister Langnau startete perfekt in die Ligaqualifikation. Die SCL Tigers dominierten im ersten Spiel die Rapperswil-Jona Lakers und siegten verdientermassen mit 4:2.

02.04.15, 21:56 02.04.15, 22:54

Die Entscheidung fiel spät. Erst 141 Sekunden vor Schluss brachte Sven Lindemann mit seinem 26. Saisontor und seinem zweiten Treffer in der Partie die Langnauer 3:2 in Führung. Die Rapperswil-Jona Lakers bezogen noch ihr Timeout, erwiesen sich aber zu keiner Reaktion mehr fähig. Rapperswil kam zu keinem Torschuss mehr; sie vermochten sich nicht einmal mehr aus der eigenen Zone zu befreien. Ein Puckverlust in der eigenen Zone, just als sich Goalie Tim Wolf in Richtung Spielerbank (für einen zusätzlichen Stürmer) begeben wollte, ermöglichte Adrian Gerber 48 Sekunden vor Schluss sogar noch das 4:2.

Lindemann lenkt die Scheibe zum entscheidenden 3:2 ab. gif: srf

Die Szene in der Schlussminute widerspiegelte die Leistung der Lakers gut. Der NLA-Klub spielte miserabel. Alles, was die Lakers falsch machen konnten, machten sie auch falsch. Das begann bei der Aufstellung der Söldner (Niklas Persson und Mikael Johansson statt Verteidiger Johan Fransson). Nach 16 Minuten kriegten die St. Galler unerwartete Unterstützung durch die Referees, die Langnaus Captain Martin Stettler für einen scheinbar korrekten Check unter die Dusche schickten.

Nach dem 4:2 von Gerber ist alles klar. Bild: KEYSTONE

Statt während der fünfminütigen Überzahl das Führungstor zu suchen, leisteten sich die Lakers in der Offensive dumme Fouls und befanden sich drei Minuten später selber in Unterzahl. Die glückhafte 1:0-Führung durch Verteidiger Dan Weisskopf (Fehler von Goalie Damiano Ciaccio) zu Beginn des zweiten Abschnitts war lediglich 115 Sekunden später bereits wieder verspielt. In der zweiten Spielhälfte boten sich den Rapperswil-Jona Lakers dann kaum noch Möglichkeiten, die Partie doch noch zu gewinnen.

War das der letzte Auftritt von Eldebrink?

Die einzige «heisse Szene» vor dem Langnauer Gehäuse ereignete sich nach 46 Minuten, als Marco Pedretti einen Schuss von Weisskopf an den Pfosten abfälschte. Aber selbst nach Stangenschüssen behielten die Emmentaler klar die Oberhand (3:1). Die Langnauer wirkten trotz des strapaziösen siebenten Spiels vom Dienstagabend gegen Olten physisch klar stärker. Auch mit dem Tempo der Rapperswiler bekundeten sie kaum Schwierigkeiten. Tim Wolf, der Torhüter der Lakers, wurde zum besten Akteur des Heimteams gewählt – auch das ein Indiz für die Überlegenheit des NLB-Meisters. Nur auf der Goalie-Position besassen die Lakers Vorteile: Langnaus Damiano Ciaccio liess sich nicht nur beim 0:1 im nahen Eck erwischen, er liess auch Eric Walskys schwachen Penalty zum 2:2 durchrutschen.

Der tiefe Fall der Lakers geht ungebremst weiter. Bild: KEYSTONE

Trotzdem siegten die Tigers. Nach 32 Minuten gingen die Langnauer in Überzahl durch Kevin Hecquefeuille erstmals in Führung (2:1). Die wichtigsten Goals gelangen Sven Lindemann, dem einst die NLA-Tauglichkeit abgesprochen worden war. Zuerst glich er in der 24. Minute dank energischem Nachsetzen zum 1:1 aus; später gelang ihm 141 Sekunden vor Schluss der «Gamewinner».

Vor dem zweiten Spiel am Samstagabend im Emmental stellt sich primär die Frage, ob die Lakers nun von Coach Anders Eldebrink genug gesehen haben, oder ob sie dem Schweden weiter vertrauen. Womöglich ist der Trainerwechsel die einzige Option, die den Lakers noch bleibt.

(cma/si)​

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Robin H. 03.04.2015 09:03
    Highlight Lieber Zauggi! Welchen Match haben Sie gesehen?? Sie schreiben Sachen die überhaupt nicht den Tatsachen entsprechen! Keine Ahnung von objektiver Berichterstattung! 1. Drittel waren die Lakers die dominierende Mannschaft. Die SCLT hatten keinen Stich! Aber leider fiel Rappi wieder in alte Muster! Es geht weiter! Es ist noch nichts entschieden!
    5 20 Melden
    • Amboss 03.04.2015 10:32
      Highlight Wie kommen sie darauf, dass Klaus Zaugg diesen Artikel verfasst hat?
      8 1 Melden
  • Ardkev 02.04.2015 23:24
    Highlight Noch ist nichts gewonnen. Aber ich als Langnau fan glaube daran
    16 0 Melden
  • Daylen 02.04.2015 22:20
    Highlight Kampfgeist, Tempo mitgegangen, Verdient!
    49 4 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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