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Spengler Cup, Vorrunde

Davos – Jekaterinburg 1:5 (0:1, 1:3, 0:1)

Jokerit – Mannheim 3:5 (2:2, 1:2, 0:1)

Leonardo Genoni wehrt sich gegen Jekaterinburg nach Kräften und muss dennoch fünf Tore hinnehmen.
Bild: freshfocus

Awtomobilist Jekaterinburg schaltet 3 Gänge höher und überfährt Davos – Adler schlagen Jokerit

Spengler-Cup-Gastgeber Davos bleibt in seinem Startspiel gegen den KHL-Vertreter Jekaterinburg komplett chancenlos. Mannheim gelingt gegen Jokerit Helsinki ein tolles Comeback.

27.12.15, 17:16 28.12.15, 06:17

Davos – Jekaterinburg 1:5

>>> Hier geht's zum Liveticker der Partie

– Während der temporeichen Startphase wogt das Momentum hin und her. Alexandre Picard erhält die Scheibe in der 10. Minute pfannenfertig serviert, kann sie aber nicht unter Kontrolle bringen – wenig später scheitert Beat Forster mit seinem Schuss am Pfosten. Dann dreht der KHL-Vertreter mächtig auf und nur ein glänzend aufgelegter Leonardo Genoni kann für die Gastgeber Schlimmeres verhindern. 48 Sekunden vor Drittelsende muss sich der Davoser Keeper dann doch erstmals geschlagen geben: Alexey Michnow trifft zum 1:0 für Awtomobilist Jekaterinburg. 

Die Führung erzwungen: Leonardo Genoni landet nach Alexey Michnows Schuss mitsamt dem Puck im Netz.
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– Gleich zu Beginn des Mitteldrittels bietet sich für Alexandre Picard die Chance zum Ausgleich per Penalty. Doch beim Kanadier flattern die Nerven – er schiesst glatt am Tor vorbei. Die Quittung folgt in der 30. Minute mit dem 0:2 durch Anatoly Golyschew. Zwar kann Devin Setoguchi nur eine Minute später auf 1:2 verkürzen, doch Sergei Yemelin und Andrey Alexejew bauen den Vorsprung der Russen bis zur zweiten Pause gnadenlos auf drei Tore aus.

Nur Resultatkosmetik: Devin Setoguchi trifft nach einer Unsicherheit des Russen-Keepers Jakub Kovar zum 1:2 für Davos.
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– Im Schlussdrittel scheinen sich die Davoser ihrem Schicksal ergeben zu haben und tauchen kaum mehr gefährlich vor dem russischen Tor auf. Im Gegenteil: Alexey Michnow sorgt in der 51. Minute mit seinem zweiten persönlichen Erfolgserserlebnis für das vorzeitige Ende aller Diskussionen.

Nussknacker on Ice: Alexey Michnow hebelt die Davoser Hintermannschaft beim 5:1 im Alleingang aus.
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Jokerit – Mannheim 3:5

– Ein Tag nach dem Debakel gegen Lugano (3:6 nach 3:0-Führung) laufen die Adler Mannheim gleich wieder ins Messer: Jokerit geht im ersten Drittel durch einen Blitz-Doppelschlag innert 27 Sekunden mit 2:0 in Führung, Ex-NHL-Star Peter Regin und der finnische Nationalstürmer Jere Sallinen sind die Torschützen. Doch das Team von Trainer Greg Ireland lässt sich nicht hängen, kommt durch Glen Metropolit (Ex-Bern, Lugano, Zug) und Mathieu Carle noch vor der ersten Pause zum Ausgleich.

Im zweiten Anlauf ist er drin: Peter Regin trifft in der 12. Minute bei einer 3-gegen-1-Situation zum 1:0 für Jokerit.
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– Nach einem erneuten Rückstand hat Mannheim am Ende des spektakulären Mitteldrittels dank einer Doublette des Ex-Bielers Ryan MacMurchy knapp die Nase vorn. Der Kanadier bezwingt Jokerit-Keeper Riku Helenius in der 25. und 40. Minute und bucht damit bereits seine Tore Nummer drei und vier im laufenden Turnier. Weil die Finnen im Schlussabschnitt mehrere Geschenke nicht annehmen und Adler-Keeper Dennis Endras bärenstark hält, reicht das den Deutschen auch schon zum Sieg – der erste im Monat Dezember nach neun Niederlagen in Serie. Das Endresultat macht Kai Hospelt mit einem Treffer ins leere Netz perfekt.

Das goldene Tor: Ryan MacMurchy trifft zum 4:3 für Adler Mannheim.
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– Den Höhepunkt des Nachmittags liefert für einmal aber kein Akteur auf dem Eis: SRF-Mann Paddy Kälin ist im Pauseninterview mit Mannheim-Captain Marcus Kink der Meinung, sein Gegenüber müsse Kanadier oder US-Amerikaner sein und packt sein feinstes Schulenglisch aus. Natürlich staunt der Fieldreporter nicht schlecht, als der gebürtige Düsseldorfer in druckreifem Niederrheinisch Antwort gibt. (dux)

«I think I spider!» Paddy Kälin interviewt den gebürtigen Düsseldorfer Marcus Kink in feinstem Schulenglisch.
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Die Tabellen

Gruppe Torriani

bild:srf

Gruppe Cattini

bild: srf

Die Telegramme

Davos – Jekaterinburg 1:5 (0:1, 1:3, 0:1)
6300 Zuschauer (ausverkauft). – SR Kimmerli (Ka)/Wehrli, Fluri/Tscherrig.
Tore: 20. (19:13) Michnow (Koukal, Elo/Ausschlus Koistinen) 0:1. 30. (29:02) Golyschew (Koukal) 0:2. 31. (30:33) Setoguchi 1:2. 34. Jemelin (Golyschew) 1:3. 39. Alexejew (Timaschow) 1:4. 52. Michnow 1:5.
Strafen: je 3-mal 2 Minuten.
Davos: Genoni; Du Bois, Guerra; Nater, Forster; Jung, Koistinen; Brejcak, Paschoud; Sciaroni, Ambühl, Picard; Marc Wieser, Lindgren, Jörg; Setoguchi, Corvi, Moss; Ryser, Walser, Sieber.
Jektarinburg: Kovar; Megalinski, Wassilewski; Timaschow, Turbin; Trjamkin, Kivisto; Woropajew, Antonowski; Tortschenjuk, Roman, Garejew; Michnow, Golyschew, Koukal; Elo, Jemelin, Knjasew; Mitjakin, Alexejew, Welitschkin.
Bemerkungen: Davos ohne Axelsson, Paulsson, Schneeberger, Simion (alle verletzt), Dino Wieser (krank), Heldner, Kindschi, Egli, Forrer, Tino Kessler (alle U20-WM), Schmutz, Aeschlimann, Schläpfer, Portmann (alle überzählig). 11. Pfostenschuss von Forster. 21. Picard verschiesst einen Penalty. 57. Pfostenschuss von Megalinski.

Jokerit Helsinki – Adler Mannheim 3:5 (2:2, 1:2, 0:1)
6300 Zuschauer. – SR Kaukokari (Fi)/Vinnberborg, Borga/Küng.
Tore: 12. (11:46) Regin (Aaltonen) 1:0. 13. (12:13) Sallinen (Kennedy) 2:0. 15. Metropolit (Raedeke) 2:1. 19. Carle (Ausschluss Kapanen) 2:2. 23. MacMurchy (Wilson) 2:3. 25. Hagman (Jaakola, Jormakka) 3:3. 40. (39:46) MacMurchy (Hecht/Ausschluss Ohtamaa) 3:4. 60. (59:24) Hospelt (Ausschluss Wilson!) 3:5 (ins leere Tor).
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Jokerit, 4-mal 2 Minuten gegen Mannheim.
Jokerit Helsinki: Helenius; Larsen, Jensen; Lajunen, Kulda; Jaakola, Todd; Ohtamaa, Sneck; Aaltonen, Regin, Pelletier; Kennedy, Kozun, Sallinen; Jormakka, Kapanen, Hagman; Mäki, Wirtanen, Talaja.
Adler Mannheim: Endras; Eminger, Richmond; Carle, Akdag; Fischer, Wagner; Bittner; Buchwieser, Joudrey, Kink; Rheault, Metropolit, Raedeke; MacMurchy, Wilson, Hecht; Riefers, Hospelt, Arendt; Yip.
Bemerkungen: Adler Mannheim ohne Tardif, Marcel Goc, Reul (alle verletzt). 28. Pfostenschüsse von Aaltonen und Larsen. 30. Lattenschuss von Talaja. Weitere Pfostenschüsse: Jormakka (36.), Eminger (37.), Sallinen (41.), Riefers (44.). 59. Timeout von Jokerit, ab 58:13 bis 59:24 und ab 59:34 ohne Torhüter.

Die Spengler-Cup-Sieger im neuen Jahrtausend

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