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Lausanne ist im Viertelfinal-Duell mit dem SC Bern der krasse Aussenseiter. Bild: KEYSTONE

Der «Eismeister» analysiert die Playoff-Serien

Die Angst des Elefanten vor der Maus ist nicht ganz unbegründet

Den Bernern ist vor den Welschen so Angst und Bang wie zuletzt vor dem Einmarsch der Franzosen 1798. Dabei ist die Angst des SC Bern vor Lausanne – excusez l’expression – lächerlich. Oder etwa nicht?

27.02.15, 19:44 27.02.15, 20:42

Die Viertelfinal-Analysen des «Eismeisters»

Donnerstag: Zug – Davos; seine Prognose: 4:3
Heute: ZSC – Biel; seine Prognose: 4:0
Heute: Bern – Lausanne; seine Prognose: 4:1
Samstag: Lugano – Servette

Keine Frage: Der SC Bern ist im grossen Hockey-Zirkus ein Elefant. Und der HC Lausanne in der zweiten Saison nach dem Wiederaufsteig eine Maus. Nun wissen wir seit Plinius dem Älteren (1. Jhd. n. Chr.), dass sich Elefanten vor Mäusen fürchten. Der Elefant Dumbo bringt sich im gleichnamigen Disney-Trickfilm vor der Maus Timothy in Sicherheit. Und als ein Elefant vor einem Computerladen steht, sagt der eine Verkäufer zum anderen: «Keine Angst, er will bloss einen Rechner mit viel Speicherplatz, aber ohne Maus.»

Schlägt die Maus den Elefanten?

Bern, der Elefant, der vor der Maus Lausanne Angst hat? So kommt es einem vor. Der Respekt vor Lausanne erreicht die Schmerzgrenze zur Angst. Immerhin hat der welsche Aussenseiter während der Qualifikation gegen Bern dreimal gewonnen. Und im letzten Frühjahr musste der spätere Meister ZSC Lions im Viertelfinale gegen diesen Gegner über die Maximaldistanz gehen und gewann das 7. Spiel bloss hauchdünn 1:0.

Boucher – General oder nur Gefreiter?

Aber die SCB-Angst ist letztlich eben doch lächerlich. Wenn wir die beiden Teams betrachten, dann kann es einfach nicht sein, dass der SCB eine Serie von sieben Spielen gegen dieses Lausanne verliert. Vor allem deshalb nicht, weil die Berner diesen Gegner nach den schmählichen Erfahrungen der letzten Saison (Abstiegsrunde!) und den drei Pleiten in der Qualifikation kaum unterschätzen werden. Und weil der SCB – wenn nötig – Lausanne mit Wucht und Dynamik überrennen kann.

In den Playoffs entscheidet sich, wohin Guy Bouchers weiterer Weg führt. Bild: KEYSTONE

Wir können es noch einfacher sagen: Wenn der ehemalige NHL-General Guy Boucher in der ersten Runde gegen Lausanne scheitert, dann ist er zum Gefreiten zu degradieren und unverzüglich zu entlassen. Der Kanadier spielt um seine Reputation. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. Der Hinweis, Lausanne sei eben sehr gut gecoacht wahrscheinlich die defensiv beste Mannschaft der Liga, heisst bei Lichte besehen: Heinz Ehlers ist der bessere Trainer als Guy Boucher.

Huet als Lausannes grosser Trumpf?

Der grosse Universalgelehrte Plinius der Ältere konnte nicht erklären, warum Elefanten Angst vor Mäusen haben. Wir wissen hingegen, warum der Hockeyelefant SCB Angst vor den Mäusen aus Lausanne hat. Seit den Zeiten von Plinius dem Älteren wissen wir, dass in den Playoffs der bessere Torhüter eine Serie entscheiden kann.

Christobal Huet ist der wohl beste Torhüter der Liga. Bild: Patrick Straub/freshfocus

Der HC Lausanne hat mit Cristobal Huet nicht den besseren Goalie als der SCB mit Marco Bührer und Nolan Schaefer. Lausanne hat den viel besseren Torhüter. Ist die Angst vor der Maus also vielleicht doch nicht ganz unbegründet? Aber das zu behaupten wäre wiederum eine Kritik an den SCB-Goalies.

Die drei Faktoren

Die Direktduelle der Saison

Die Prognose

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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