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Tigers Sportchef Jörg Reber und Trainer Scott Beattie suchen noch einen Ausländer für ihr Team. Bild: KEYSTONE

Langnau sucht einen Ausländer – kommt die Lösung aus dem Osten?

Langnaus Sportchef Jörg Reber ist daran, einen fünften Ausländer zu verpflichten. Ein Kandidat ist der slowakische Nationalstürmer Radovan Pulis.

24.09.16, 15:14 24.09.16, 17:22

«Wann könnte er kommen?» So fragte gestern Jörg Reber den Agenten von Radovan Pulis. Das will noch nicht heissen, dass er den slowakischen Nationalstürmer verpflichten will. Aber das heisst, dass der tüchtige Sportchef die Geduld verloren hat und einen fünften Ausländer sucht. Langnau kann es sich nicht leisten, nur mit drei Ausländern zu spielen und der kanadische Center Brendan Shinnimin leidet seit Saisonbeginn an einer Schulterverletzung. Gestern konnte er gegen die ZSC Lions nicht antreten.

Radovan Pulis könnte bald für die Tigers spielen. Bild: KEYSTONE

Aber der Markt ist ausgetrocknet. Das Angebot wird erst wieder grösser, wenn die NHL-Camps zu Ende sind. Das dauert aber noch mehr als zwei Wochen. Die slowakische Extraliga ist ein alternativer Markt. Die Liga ist wirtschaftlich zu schwach, um junge Spieler, die für eine westeuropäische Liga taugen, halten zu können. Deshalb haben die Besten in ihren Verträgen eine Ausstiegsklausel für den Fall eines Angebotes aus den westlichen «Wohlstandsligen».

Pulis und Majdan stehen bereit

Einer davon ist Radovan Pulis. Der kräftige Stürmer (186cm/95kg), der Flügel und Center spielen kann, ist bereits in der Schweiz angekommen. Er stürmt für den EHC Winterthur, das NLB-Überraschungsteam der Saison und hat dort in vier Partien drei Punkte gebucht.

Eigentlich wollten die Zürcher ja ohne Ausländer spielen. Aber Radovan Pulis will eben unbedingt im gelobten Hockey-Land Schweiz Karriere machen und ist deshalb bereit, für sehr wenig Geld in Winterthur zu spielen. Damit er sich zeigen kann. Und siehe da, bereits sind mehrere NLA-Klubs auf Ausländersuche.

Auch Stürmer Juraj Majdan ist auf Abruf bereit.

Der Agent von Radovan Pulis hat noch einen Stürmer im Angebot. Juraj Majdan (25), letzte Saison Topskorer der slowakischen Liga (54 Spiele/53 Punkte, davon 22 Tore). Er ist allerdings Flügel. Auch er kann jederzeit kommen.

Auch Biel sucht einen Ausländer

Jörg Rebers Problem: Biels Sportchef Martin Steinegger sucht ebenfalls per sofort einen temporären Ersatz für den verletzten Jacob Micflikier, der sich im Spiel gegen Servette einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hat. Auch Biel gehört zu den Teams, die sich eigentlich nicht leisten können, nur mit drei Ausländern zu spielen.

Biels Jacob Micflikier (links) verletzte sich im Spiel gegen Servette. Bild: KEYSTONE

Die Langnauer sind geschäftstüchtig und haben letzte Saison als einzige neben dem SC Bern Gewinn erwirtschaftet. Mit dem Ein- und Ausfliegen von Ausländern geht bald einmal so viel Geld verloren wie mit langsamen Rennpferden, schnellen Frauen und teuren Autos. Der Agent von Radovan Pulis ist auch ein berühmter, preisgekrönter Winzer und die Langnauer verdienen viel Geld mit der Gastronomie im Stadion. Vielleicht lässt sich da ja ein Deal mit Weinlieferungen machen.

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Brikne, 20.7.2017
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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Hayek1902 24.09.2016 16:22
    Highlight Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass nur langnau und bern gewinn gemacht haben. Lugano, hcd, evz, kloten, ambrì und zsc sicher nicht, aber was ist mit genf, fribourg, lausanne und biel?
    3 28 Melden
  • andre63 24.09.2016 15:31
    Highlight der ehcb hat letzte saison auch einen gewinn erarbeitet.
    9 21 Melden
    • The Punisher 24.09.2016 19:19
      Highlight stimmt
      3 8 Melden
    • The Punisher 25.09.2016 11:32
      Highlight auszug aus der gv des ehcb.:
      Budget 2015-2016 sieht ausgeglichenes Resultat voraus
      Das Budget für die neue Saison 2015/2016 sieht bei einem erwarteten Umsatz von CHF 13 Mio. einen kleinen Gewinn von rund CHF 19‘000 vor.

      (nicht viel aber trotzdem ein gewinn erwirtschaftet😄)
      2 3 Melden
  • Mänu Renfer 24.09.2016 15:24
    Highlight jetz verliere ich also auch langsam die geduld mit meinem tüchtigen sportchef...
    statt den trainer zu entlassen hilt er einen 2. plavucha...
    ich gehe bald 40 jahre in die ilfishalle...und warte noch immer auf die erste echte verstärkung aus dem osten!
    20 7 Melden
    • Tikkanen 24.09.2016 16:22
      Highlight ...du vergisst den Pschigotta!😖Das hiess doch "der Kampf der Tiger" und Merlins Grosi kam doch aus Krakau😳😂
      6 8 Melden
    • Xaver 24.09.2016 19:27
      Highlight Malinowski?? Held in Arosa. ach Arosa...
      5 1 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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