Sport

Berns Meisterumzug zieht die Massen an. Bild: KEYSTONE

Bern: die heimliche und stille Grossmacht unseres Hockeys

Also doch: das Bernbiet ist das Herzland unseres Hockeys. Die letzten Tage haben gezeigt, dass es mit Langenthal sogar ein viertes NLA-Team für den Kanton Bern kein Problem wäre.

24.04.17, 11:13 24.04.17, 18:31

Gut 30'000 Frauen, Männer, Mädchen und Buben eilten am Samstagnachmittag nach Bern, um den Titel des SC Bern zu feiern. Gut 3000 Menschen strömten zur gleichen Zeit nach Langenthal, um dort dem NLB-Meister SC Langenthal die Ehre zu erweisen. Und in Biel sahen 5000 Fans den 2:0-Sieg der Schweizer gegen Russland. Hätten die Langnauer ihre Saisonschlussparty auch am Samstagnachmittag abgehalten, wären dort weitere 2000 bis 3000 Gäste gekommen.

Diese Hockey-Begeisterung gibt es sonst nur noch in kanadischen Hockey-Hotspots wie Vancouver, Edmonton, Calgary, Montréal und Toronto. Titelgewinne rocken in der Schweiz nur im Bernbiet.

Die «Primarschüler» Dino Wieser und Andres Ambühl. Bild: KEYSTONE

Wenn die ZSC Lions Meister werden, dann merkt dies ein Fremder nur, wenn er zufälligerweise im Tram Mathias Seger trifft, der gerade mit dem Meisterpokal nach Hause fährt. Das Meisterumzügli in Davos mahnt jeweils eher an Primarschüler, die auf Pferdefuhrwerken eine Reise in die Bündner Berge unternehmen als einer rauschenden Party. Und in Lugano fallen bloss ein paar dürre Blätter von den Palmen.

Legendär: Seger mit dem Meisterpokal im Tram.

Vier Hockey-Regionen

Das ganze Volk auf den Beinen, die Strassen und Gassen und Plätze so überfüllt, dass der Verkehr umgeleitet werden muss, und nebenbei auch noch ein fast volles Stadion bei einem Länderspiel – diese Hockey-Begeisterung gibt es nur in Bern, im Kanton Bern.

Dieser Samstag hat auch gezeigt, dass vier NLA-Teams im Bernbiet kein Problem wären. Denn hockeytechnisch gibt es im Kanton keine ethnische Einheit. Das Mittelland (mit dem SC Bern), das Seeland (mit dem EHC Biel), der Oberaargau (mit dem SC Langenthal) und das Emmental (mit den SCL Tigers) sind hockeytechnisch vier autonome Regionen, die alle ein eigenes NLA-Team finanzieren können und sich bei der Rekrutierung der Fans und beim Sponsoring nicht konkurrenzieren.

Der grosse SCB mit seinen glamourösen VIP-Bereich hat eine ganz andere Kundschaft als die bodenständigen SCL Tigers, die pfiffigen Langenthaler und die Seeländer mit der welschen Gelassenheit.

In Langenthal ist Euphorie ausgebrochen. Bild: KEYSTONE

Tatsächlich wird in Langenthal, beflügelt vom sportlichen Erfolg, nach jahrelanger Saumseligkeit der Politiker nun der Bau eines neuen Stadions oder die umfassende Sanierung der bisherigen Arena forciert. Noch im Laufe des nächsten Jahres soll ein Grundsatzentscheid fallen.

Der SC Langenthal hat sich in 15 Jahren von einem Amateurklub zu einem der führenden NLB-Unternehmen, sozusagen zu einem «SC Bern des armen Mannes» entwickelt. Mit einer entsprechenden Infrastruktur wäre die aktuelle Führungscrew um Präsident Stephan Anliker und Geschäftsführer Gian Kämpf durchaus dazu in der Lage, ein NLA-Unternehmen aufzubauen.

Steigen Kloten und Servette bald ab?

Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass im Laufe der nächsten sieben Jahre der Anteil des Kantons Bern von drei auf vier Mannschaften wächst. Auf Kosten der Westschweiz und der Region Zürich. Bereits zeichnet sich ab, dass Servette und der EHC Kloten mittelfristig aus der höchsten Liga verschwinden werden. In Genf und Kloten wird es sehr schwierig sein, die Infrastruktur auf das im Sportgeschäft des 21. Jahrhunderts erforderliche Niveau auszubauen und die Mittel für den NLA-Spielbetrieb zu erwirtschaften.

Mittelfristig nicht mehr in der NLA? Das Team von Servette-Genf. Bild: KEYSTONE

Die bernische Hockey-Dominanz ist politisch noch grösser als sportlich. Wenn wir beim Verband eine Bürotüre öffnen, sitzt meistens schon ein Bär drin. Präsident Marc Furrer, sein Vize Michael Rindlisbacher, Geschäftsführer Florian Kohler, Liga-Manager Denis Vaucher, Spielbetriebschef Philipp Bohnenblust, Marketing-General Reto Bürki und Computer-Guru Ruedi Kunz, Ausbildungschef Markus Graf, Co-Schirischef Beat Kaufmann und Einzelrichter Oliver Krüger – alles Berner. Und Spielplan- und Cup-General Willi Vögtlin ist zwar gebürtiger Baselbieter, bezeichnet sich als ehemaliger SCB-Manager selber als ein in der Wolle gefärbter Berner.

Auch bei den ausserbernischen Klubs sitzen einige Berner in Schlüsselpositionen. In Lugano ist der Bieler Jean-Jacques Aeschlimann Geschäftsführer, in Kloten Pascal Müller und in Zug Reto Kläy Sportchef – zwei Langnauer. Simon Schenk, Architekt der modernen ZSC Lions, ist auch ein Berner.

Bereits vor der französischen Revolution blickten die Schweiz, ja ganz Europa mit einer eigentümlichen Faszination nach Bern und der berühmte französische Staatstheoretiker, Schriftsteller und Philosoph Baron Charles de Montesquieu hat einmal über Bern geschrieben:  

«Il ya a à présent dans le monde und république que peresque personne ne connait, et qui, dans le secret et le silence, augmente ses forces chaque jour.»

Baron Charles de Montesquieu

Es gebe eine Republik, die kaum einer kenne, die aber im Geheimen und Stillen ihre Macht und Kraft jeden Tag mehre. Bern, die heimliche und stille Grossmacht.

Viel hat sich seit diesen Zeiten, als Bern einer der reichsten und mächtigsten Stadtstaaten Europas war. Als Napoléon den Bernern den Staatsschatz raubte und auf einen Wagen verladen liess, brachen bei der Fahrt zur Stadt hinaus auf der Nydeggbrücke die Achsen.

Die Berner Meisterhelden lassen sich vor tausenden Fans feiern. Bild: KEYSTONE

Dort, auf dieser Brücke, hat am Samstagnachmittag der Triumphzug der meisterlichen SCB-Helden in die Stadt begonnen. Das echte Gold ist längst zur Stadt hinaus, das sportliche Hockey-Gold aber kehrt regelmässig zurück. Bei den grandiosen Hockeyfeierlichkeiten am letzten Wochenende haben die Berner für einmal nicht im Geheimen und Stillen gezeigt, dass sie unser Hockey sportlich und politisch beherrschen. Das Bernbiet war für ein paar Stunden nicht nur die heimliche und stille, sondern eine ausgelassene, feiernde Grossmacht unseres Hockeys. Gloria Bernensis!

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Brikne, 20.7.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Connor McSavior 25.04.2017 13:34
    Highlight Nur in Edmonton, Calgary, Toronto etc.?
    2016 waren bei der Stanley Cup Parade der Pittsburgh Penguins knapp eine halbe Million Menschen, ein Jahr zuvor in Chicago waren es sogar 2 Millionen. Nur so...
    12 8 Melden
    • MARC AUREL 25.04.2017 20:49
      Highlight Kann man schlecht vergleichen.. wieviele Einwohner hat Pittsburgh?
      14 3 Melden
  • Eingestein 24.04.2017 19:20
    Highlight So der Klausi lässt wieder mal der Berner Besen Tanzen.
    Ob Langnau nach Ihren Besen Tanzt glaub ich nicht so. Und Langenthal! warum wollen die nicht aufsteigen!! Grossmacht SCB, Der SCB hat eine Hervoragende grosse Mannschaft. Aber von Grossmacht zu sprächen ist Masslos übertrieben. Wenn man denkt wie schnell man im Elend ist. Oder Meinen Sie Grossmacht, wegen dem Rubel der in Bern so gut rollt.
    25 56 Melden
  • Simsalabim 24.04.2017 17:45
    Highlight Wieso hab ich überhaupt auf diesen nutzlosen Artikel von unserem Bernerfreund Klausi gecklickt?
    34 71 Melden
    • Scb barner 24.04.2017 18:47
      Highlight Weil der SCB dich magisch anzieht :)
      81 24 Melden
    • Bruno Wüthrich 24.04.2017 19:21
      Highlight Die Antwort ist ganz einfach. Weil Sie es bei jedem seiner Artikel tun. Weil Sie es einfach nicht lassen können. Weil es wie eine Sucht ist.

      Lieber lassen Sie die politischen Artikel auf Watson links liegen, als dass Sie einen «Chlöisu» verpassen. Und dies, obwohl sie sich meistens aufregen und dies bereits vor dem Lesen wissen.

      Sie können nicht anders. Und das ist Chlöisus Kunst.
      96 3 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 19:24
      Highlight Weil du nicht anders kannst... Bern lässt niemanden kalt...😎
      55 26 Melden
    • Simsalabim 24.04.2017 19:30
      Highlight @Bruno Wüthrich

      Nicht ganz, die politischen Artikel lese ich sehr gerne, deshalb bin ich ja auf Watson.ch. Ich habe den Eishockeypush auch abonniert und wenn man im eigenen Menu einen Artikel sieht, sieht man nicht das er von Klausi ist...
      1 36 Melden
    • Bruno Wüthrich 24.04.2017 22:13
      Highlight @ Simsalabim

      Wenn das, was Sie da schreiben stimmt, weshalb haben Sie dann die Frage gestellt?
      31 1 Melden
  • admir.stoekli 24.04.2017 15:08
    Highlight Wenn man bedenkt, dass an einem Montag in Zürich 20'000 Besucher einem Pöögen beim Brennen zuschauen, dann ist 30'000 an einem Samstag in Bern gar nicht so schlecht. Checksch de Pöög, oder Pögg ;-)
    55 28 Melden
    • Scb barner 24.04.2017 18:11
      Highlight Zürich hat auch 390 000 Einwohner ;)
      25 8 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 19:26
      Highlight Und wenn die Züzis mal Meister werden kommen nur 6-7 tausend wenn überhaupt!
      42 11 Melden
    • Gelöschter Benutzer 25.04.2017 09:19
      Highlight Und Bern mit Agglo weit über 130 000. Deshalb ist der Vergleich mit dem Bergort Davos auch ziemlich doof...
      15 10 Melden
    • admir.stoekli 25.04.2017 11:10
      Highlight @ scb barner: 100 Punkte, du hast denn Pögg gecheckt ;-)
      5 4 Melden
  • Gelöschter Benutzer 24.04.2017 14:55
    Highlight Wow, da träumt einer vom acien régime;-)
    36 6 Melden
  • ironmike 24.04.2017 13:42
    Highlight natürlich hat Zaugg recht wenn er von der grossen Begeisterung/Euphorie spricht die in Bern und Umgebung ausgebrochen ist, alles andere wäre ja nicht normal, zwei Meistertitel de suite müssen natürlich entsprechend gefeiert werden. Und die "Konkurrenz" mit Langnau, Biel und evtl. Langenthal kann nur guttun. Aber in einem Punkt hat er unrecht, in Lugano wird ein Meistertitel genauso euphorisch gefeiert, man muss sich nur erinnern was nach dem gewonnen Titel gegen Ambri ablief, aber numerisch sieht es nach weniger aus, aber porzentual zu den Einwohnern ist es viel mehr.
    65 13 Melden
  • DerGlegster 24.04.2017 13:19
    Highlight Aber trotzdem het Davos meh Chübel :)
    43 128 Melden
    • Tomsen2 24.04.2017 14:04
      Highlight Die meisten aus einer Zeit vor und kurz nach dem Krieg, als die Meisterschaft aus 6 Teams bestand. Und trotzdem sind es nur 2 mehr. Die Titel vor 1938 kannst du vergessen. Die zählen nicht. Teilweise waren es da nur 2 Teams.
      86 25 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 14:04
      Highlight Wem interessiert die Titel die Davos in den 40er u der 50er Jahren geholt hat??? Was vorallem zählt ist seit einführung der Playoffs! Da sieht es ein bisschen anders aus!
      83 29 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2017 14:10
      Highlight Nicht in der Playoff Ära. Und mal ehrlich, wer interessiert sich für die Zeit, als noch outdoor gespielt wurde mit Goalis ohne Helm?
      62 28 Melden
    • Goon 24.04.2017 15:06
      Highlight Gewonnen ist gewonnen.

      Und ausserdem: mimimimi
      54 85 Melden
    • Boniek 24.04.2017 17:06
      Highlight Meistertitel seit Einführung der Nationalliga A (1938):

      Kanton Bern: 19,
      Kanton Graubünden: 30.

      Berücksichtigt man nur die Zeit seit Einfühung der Playoffs (warum auch immer) steht es zwischen den Kantonen Zürich und Bern 9-9.
      24 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 24.04.2017 17:48
      Highlight Zaugg schreibt: Bern ist die Nummer 1.

      Du so: 1938 hat aber Davos gewonnen mimimi
      39 13 Melden
    • Goon 24.04.2017 19:02
      Highlight Und was ist mit dem Titel von 1926?

      Ach ja, sorry der zählt natürlich nicht, weil das war ja 4 Jahre vor SCB-Gründung.

      14 28 Melden
    • Scb barner 24.04.2017 22:32
      Highlight 1926 war der Goon ja live dabei.Damals als der HCD noch gegen sich selber spielte...
      19 4 Melden
    • Goon 25.04.2017 07:11
      Highlight was hat meine Anwesenheit mit der Legitimation eines Titels zu tun?
      14 5 Melden
    • Scb barner 25.04.2017 12:52
      Highlight Gewonnen ist gewonnen da haben sie recht.Aber dies war weit vor der Einführung der Playoffs!Eine Zeit vor dem 2.Weltkrieg und wie sie gesagt haben,1926 5 Jahre (1931 Spieltbetrieb aufgenommen) vor der Gründung des SCB!Der HCD spielte nur gegen irgendwelche Bergmannschaften.Wahre Stärke eines Teams misst man im 21.Jahrhundert!
      11 4 Melden
    • hockeyaner 25.04.2017 22:10
      Highlight Läck die meisten Titel hat Davos in einer Zeit gewonnen als der Titel in einem Spiel ausgetragen wurde.....gegen Irgendwelche Touristen denen man einfach einen Chnebel in die Hand gedrückt hat..... WOW mein Respekt ist da sehr groß....😜
      11 1 Melden
  • Der müde Joe 24.04.2017 12:40
    Highlight Jaja und Langenthal hat natürlich die Infrastruktur für das 21. Jahrhundert, aber nicht mal wenn's um den Aufstieg geht die Hütte voll. Der Klaus sollte aufhören schon am Vormittag mit dem trinken zu beginnen. ;)
    126 26 Melden
    • Scb barner 24.04.2017 12:48
      Highlight Naja.Ambris "Hütte" war auch in den Ligaquali-spielen nie voll.In Langenthal war der Gästesektor nicht ausverkauft...
      62 14 Melden
    • Simsalabim 24.04.2017 17:47
      Highlight @Scb barner

      Bei 95% der Teams ist das Stadion nicht ausverkauft bei der Ligaquali
      15 2 Melden
  • nils (1) 24.04.2017 11:53
    Highlight wäre Zug meister geworden hätte das sicher auch eine anständige party mit freinacht gegeben... siehe nur schon die begeisterung im final
    94 34 Melden
    • DINIMAMIISCHNDUDE 24.04.2017 12:36
      Highlight Das ist ja auch nicht der Punkt des Artikels. Es bezweifelt niemand, dass es nicht auch in Zug eine gute Feier gegeben hätte, aber es geht darum, dass alle in einem Kanton coexistieren können, ohne dass jemand keine Fans hätte. Und das ist nur in Bern möglich.
      90 15 Melden
    • Hallo22 24.04.2017 12:52
      Highlight @dinimamiischndude wow. Der Kanton Zug hat ja auch nicht die grösse um 4 Klubs paralell zu haben. Man muss auch vor Augen haben das der Kanton Bern der 2. Grösste Kanton ist. So gesehen nichts spezielles das dort 4 Klubs paralell existieren.
      41 25 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 14:08
      Highlight Und auch nix spezielles das in Zug eine Bombenstimmung war nach 19 Jahren erfolgslosigkeit! Klar kommen auch noch viele Modefans in scharen dazu... stell dir vor was abgeht sollten mal die Young Boys in 100 Jahren Meister werden...
      58 17 Melden
    • jjjj 24.04.2017 15:18
      Highlight @Marc Aurel

      das heisst "nie" und nicht "in 100 Jahren"
      :D
      36 7 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 16:10
      Highlight Ja da gebe ich dir recht da YB alles veryoungboyst...
      22 5 Melden
  • Max Dick 24.04.2017 11:51
    Highlight Und es ist natürlich Zufall dass bei einem Artikel mit soviel Lobhudelei der Verfasser selbst Berndeutsch spricht und einen mässigen Blick über den Tellerrand hat. Bern hat eine beeindruckende Zuschauerkulisse, aber von Hockeyeuphorie merkt man in dieser Stadt in der Regel kaum etwas. Langenthal ist mit seinem Zuschauerschnitt trotz erfolgreicher Saison irgenwo im Mittelfeld der B. Und auch Langnau und Biel tümmeln sich im NLA Mittelfeld, könnten also mit einem X beliebigen Club ersetzt werden.
    105 94 Melden
    • Miphos 24.04.2017 12:45
      Highlight ..und würde YB einmal eine Saison konstant spielen und nicht nur gegen den FCB gute Spiele zeigen - und auch mal den Titu holen, wäre Bern wohl das Epizentrum des CH Fussballs.
      Man hat ja auch noch Thun im A...🙄

      Aber ja man mags den Bernern gönnen.
      23 17 Melden
    • Bruno Wüthrich 24.04.2017 17:38
      Highlight @ Max Dick

      Ein NLA-Mittelfeldklub könnte alsomit einem X-beliebiigen anderen ersetzt werden? Mit welchem denn, bitte schön?

      Biel und Langnau orientieren sich tatsächlich Richtung Mittelfeld der NLA. Biel ist angekommen, muss dies jetzt noch bestätigen, Langnau ist klar auf dem weg dorthin.

      Gucken wir in die NLB, so sehen wir, dass die Lakers, Olten, La Chaux-de-Fonds und Visp eine NLA-Vergangenheit haben. Die beiden Letzgenannten waren sogar schon Meister, aber das ist lange her. Olten schaffte es nie ins NLA-Mittelfeld und die Lakers waren vor ihrem Abstieg jahrelang immer am Schwanz.
      27 6 Melden
    • Max Dick 25.04.2017 07:53
      Highlight Ich habe es im Bezug auf die Zuschauerzahlen geschrieben, ansonsten hätte ich Langnau sicher nicht ins Mittelmass der Liga gesetzt. Und dabei wollte ich im Zusammenhang mit der Lobhuddelei des Artikels, dass der Kanton Bern eine besondere Hockey-Grossmacht sei, darauf hinweisen, dass zumindest Biel und Langnau Fans- und Zuschauermässig hundsgewöhnliche Clubs sind und nichts spezielles, so wie es der Artikel darzulegen versucht.
      8 6 Melden
    • Bruno Wüthrich 25.04.2017 08:50
      Highlight Aber auch da haben Sie unrecht. Aufsteiger dürfen zwar einige Zeit mit einem Zuschauer-Boom rechnen, aber wenn die Siege dann ausbleiben und der Krebsgang am Tabellenende kein Ende nehmen will, ist es damit bei vielen Klubs schnell vorbei. Rappi kam in den Saisons vor dem Abstieg nicht mehr auf anständige Zahlen. Wie dies bei Olten, Visp oder La Chaux-de-Fonds aussehen würde, können wir nicht sagen. Langnau erfreut sich seit Jahren einer bemerkenswerten Fantreue und schreibt deshalb als einer von nur zwei Klubs in der NLA in den letzten Jahren regelmässig Gewinne.
      19 6 Melden
  • Tikkanen 24.04.2017 11:48
    Highlight ...super Würdigung, Chlöisu👍🏻. Wahrhaft grosser Beitrag über einen grossen Hockeykanton mit dem grossen SCB im Epizentrum👏🏻Und mach Dir keine Sorgen, der🏆wird auch weiterhin weder mit Segi in Hipsterville Tram fahren noch die paar Schnäuze am Primarschulausflug im Murmeliland begleiten😂. Bärn🐻rockt, nächste Saison gleich mit CH und CHL 🏆🏆
    71 148 Melden
    • Hampa 24.04.2017 13:52
      Highlight .... ach Tikkilein, wohl immer noch mit Chlöisu an der Bar gesessen, als du den Text geschrieben hast....
      Wir wissen und anerkennen, den Bärlis den verdienten Titel.
      Es wäre mal cool, wenn du und dein Freund Chlösiu, eine Statistik erstellen würdet, die die Zuschauerzahlen je Club, in % zu den Einwohnern aufzeigen.
      Mach uns bitte den Gefallen, erstelle und veröffentliche diese Liste. Es wird dir in den Augen weh tun, wenn du das Resultat siehst..... :-)
      47 17 Melden
    • Hampa 24.04.2017 16:28
      Highlight ...... hab die Liste für Tikkilein und Chlöisu erstellt:

      Quelle: Hockefans.ch/Wikipedia.
      Einwohner/Schnitt 16/17= %-Anteil-Besucher pro Heimspiel im Verhältnis zu Einwohnerzahl.


      1.Ambri (Quinto) 4955/1051= 471.46%
      2.SCL Tigers, 5'799/9'154=63.13%
      3.HC Davos, 4'792/11'019=43.49%
      4.EHC Kloten,5'229/18'412=28.40%
      5.EV Zug,6'436/28'251=22.00%
      6.Gotteron, 5'758/38'489=14.96%
      7.SC Bern, 16'399/141920=11.56%
      8.EHC Biel, 5'415/54'163=10.00%
      9.HC Lugano, 5'911/63'583=9.30%
      10.Lausanne HC, 6'567/136'629=4.84%
      11.Genf Servette, 6'135/201'164=3.05%
      12. ZSC Lions, 9'214/396'027=2.33%

      49 12 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 17:34
      Highlight Kann man nicht ernst meinen und sagt nicht wirklich viel aus!
      21 24 Melden
    • rüfi 24.04.2017 21:01
      Highlight Ambri.....du bist wohl einer der sehr sehr durchgeschnauft hat vor paar Tagen ne?
      Aber was nicht ist kann noch werden!
      Geniess nochmals ein Jahr...dann ist aus die Maus...aber Hauptsache man hat dann Kohle verlocht fuer nichts.....
      11 21 Melden
    • Yotanke 24.04.2017 21:07
      Highlight @hampa: danke. interessant und unsinnig zugleich. sagt nichts über das potentielle einzugsgebiet, konkurrenzsituation (zb grossraum zürich mit zsc und kloten innerhalb 20km.) und auch das sonstige kulturelle angebot.
      22 7 Melden
    • Max Dick 25.04.2017 11:04
      Highlight Yotanke. Nun, bei Kloten geht es vielleicht nicht ganz auf, da es zwar klein ist, aber inmitten eines grossen Einzugsgebietes. Ansonsten geht es sehr wohl auf. Oder verfügen Ambri und Langnau etwa um riesige Einzugsgebiete?
      9 2 Melden
    • Heinz Nacht 25.04.2017 11:35
      Highlight Nicht wirklich aussagekräftig diese Statistik. Wenn nun der SCB um 900 Meter umziehen würde und dann in Ostermundigen zuhause wäre, wäre er 2. in dieser Statistik: 16'399/16'788=97,68. Was übrigens noch die schlechtere Quote ist, als die Auslastung des Allmendstadions. Ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt, der SCB ist im CH Eishockey in vielerlei Hinsicht einfach das Mass aller Dinge.
      14 5 Melden
    • Yotanke 25.04.2017 12:47
      Highlight @Max Dick: Ambri hat "grosses" Einzugsgebiet in der nördlichen Seite der Gotthardröhre. Und in Ambri gibt es ausser einer Tankstelle und dem HC Ambri-Piotta... NICHTS. Langnau hat zwar kein grosses Einzugsgebiet. Aber nebst Eishockey gibt's in Langnau.... NICHTS. Kloten als Aglo von Zürich hat ein riesengrosses Angebot an anderen Sportarten und ein ebenso grosses kulturelles Angebot.
      7 7 Melden
  • marak 24.04.2017 11:45
    Highlight He, he. So im Verband zu arbeiten ist eben wie bei irgendeinem Bundesamt zu werkeln. Darin haben die Berner ja Übung. Die haben das schon in der DNA nehme ich mal an. Und zum Chneblen bietet sich das permanente Nebelloch Mittelland ja richtiggehend an.
    Und noch kurz im Ernst: Ja, die Ballung an guten Klubs ist beeindruckend. Chapeau und Gruss aus Zürich. Dem mystischen Ort wo Pokale Tram fahren, Berner Entwicklungshilfe leisten und Schneemänner zuweilen den Kopf verlieren.
    113 19 Melden
    • MARC AUREL 24.04.2017 14:18
      Highlight Ach wenn die Zürcher mal nicht im Mittelpunkt stehen.... das wir gut sind brauchen wir nicht zu hören oder zu sagen wie gewisse Züzis es brauchen. Liegt tief in der DNA der möchtegerns aus Zürich!
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    • Yotanke 24.04.2017 16:23
      Highlight @Marc Aurel: Was soll das. Es gibt keinen anderen Kanton der so unvoreingenommen ist gegenüber anderen Kantonen/Zuzüger wie es der Kanton Zürich ist. Es zählt der Mensch, die Leistung, Die Art und Weise. Herkunft nicht wichtig. Kannst Du Dir vorstellen, dass in der Stadt Basel oder Bern jemand gewählt würde, der starken Züri-Dialekt spricht? In Zürich ist so etwas Alltag (Gerold Lauber, mit Walliser Dialekt seit x Jahren Stadtrat Zürich).
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    • Ketchum 24.04.2017 22:47
      Highlight Aber es gab im FC Basel schon Zürcher (Trainer), die durchaus wohlgelitten waren ...
      Der Beitrag von marak ist interessant, weil er das Politische betont, das der Eismeister ja keineswegs negiert. Das ist eben auch Bern - neben der Eishockeykultur, die dort wirklich einmalig ist. Das gefällt mir selbst an den unsäglichsten Zaugg-Texten: Es hat für jeden etwas, worüber er sich aufregen kann.
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    • Ketchum 24.04.2017 23:04
      Highlight In der Ostschweiz gibt's x-Amateurvereine, die selbst geschäften. Jeder ein König in seinem Dörfli, aber verdammt noch mal nicht einen Spitzenclub. Das Amateurhockey ist hier manchmal gross, aber meist sind immer die gleichen 100 bis 150 Schnäuze in der Eishalle. Gute Spieler kommen dennoch von hier, was zeigt, dass es auch im Osten Eishockey gibt. Herisau war mal eine Chance für Grösseres, aber aus Provinzialität vertan: St.Galler wollen lieber nichts als Appenzeller Galionsfiguren.
      Eishockey wird regional sehr unterschiedlich ausgefüllt, aber ausser in Basel wohl in der ganzen CH gelebt
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    • Ketchum 24.04.2017 23:05
      Highlight Das war jetzt mehr philosophisch als auf den Punkt geschrieben 🙄
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    • Ketchum 24.04.2017 23:09
      Highlight ... aber wäre doch mal was für Watson: Die grosse Regionen-Serie über Eishockey. Da gibt's verblüffende Entdeckungen - garantier. Etwa, dass Amateurler im Osten recht gut verdienen, weil's einen riesigen Markt für sie gibt, während sie in Bern wie Pflaumen von den Gross- in die Amateurclubs fallen
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    • Heinz Nacht 25.04.2017 11:23
      Highlight @Yotanke: Die Stadt Bern hatte bis letztes Jahr einen Finanzdirektor, der breitestes Baseldeutsch redete. Der Sicherheitsdirektor redet(e) Luzernerdeutsch. Therese Frösch, frühere Finanzdirektorin, irgendwas in Richtung Zürichdeutsch. Gret Haller vor Jahren ebenfalls irgendsowas. Also erspar uns die unbegründete Lobhudelei auf die ja so weltoffene Stadt Zürich. Das ist andernorts in der Schweiz kein Bisschen anders.
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    • anje 25.04.2017 13:33
      Highlight @chetchum: Ostschweizer-Eishockey - der absolute Witz! Nicht mal auf Junioren-Ebene bringen die eine gscheite Zusammenarbeit hin, lieber bastelt jeder an seinem Popel-Clübbli rum und findet's auch noch geil! Ich habe die Hoffnung schon lange aufgegeben, dass mal etwas Schlaues entsteht. Unglaublich dieses Ostschweizer Geklüngel und einzigartig in der CH - leider!
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    • Ketchum 25.04.2017 14:51
      Highlight @anje: in schwachen Momenten schöpfe ich manchmal Hoffnung, aber natürlich hast du recht. Mein Geschwafel gut zugespitzt 👍
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  • Jax 24.04.2017 11:32
    Highlight traurig aber wahr...
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Alle sagen, moderner Fussball sei super. Ich sage: Im modernen Fussball haben sich Saumoden eingenistet, die mich laufend kotzen lassen

Gestern. Chelsea vs. PSG. Ibrahimovic foult Oscar. Rote Karte. Rudelbildung. Rudelbildung! Gefühlte 45 Minuten Rudelbildung! 

Von den Junioren bis zum Erreichen des Champions-League-Niveaus spielen Profis ungefähr eine Zillion Spiele und erleben dabei eine Zillion strittige Szenen. Und in wie vielen Fällen hat der Schiedsrichter seine Meinung geändert? Nie.

Nie.

Fucking NIE!

Meiner zweijährigen Tochter brauche ich die Dinge zwischen zwei- bis fünfmal zu sagen, bis sie es begreift. Ein Hund …

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