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Die ZSC Lions warten bisher vergeblich auf die Arbeitsbewilligung für Gitterli-Junior Auston Matthews. Bild: Getty Images North America

Keine Bewilligung: US-Supertalent Auston Matthews wird wohl doch nicht für die ZSC Lions spielen

Was, wenn die ZSC Lions für Auston Matthews (18) keine Arbeitsbewilligung bekommen? Sportchef Edgar Salis bleibt gelassen. Er hat einen Plan.

27.06.15, 15:06 27.06.15, 15:26

Auston Matthews gilt als einer der besten jungen Spieler der Welt. Der Amerikaner ist aber frühestens in der übernächsten Saison für die NHL spielberechtigt. Bis dahin möchte er nicht mehr bei den Junioren spielen, sondern bei einem Profiteam. Bei den ZSC Lions in der Schweiz. Der Vertrag ist unterschrieben. Aber aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen müssen die ZSC Lions damit rechnen, dass das Hockey-Wunderkind keine Arbeitsbewilligung bekommt. Grundsätzlich können aus Drittländern (nicht EU-Ländern) nur Eishockey- und Fussballspieler beschäftigt werden, welche zuvor schon in einer höchsten Liga Profi waren. Das ist beim Junior Auston Matthews nicht der Fall.

Wird Auston Matthews in der kommenden Saison auf Schweizer Eisfeldern zaubern? Die Hoffnung schwindet. Bild: GETTY IMAGES NORTH AMERICA

Weil die Arbeitsbewilligung nach wie vor fehlt – sie sollte eigentlich längst vorliegen – haben die ZSC Lions den Transfer offiziell nicht bestätigt. Inzwischen schwindet die Hoffnung und Sportchef Edgar Salis sagt: «Ich denke, es wird schwierig.» Falls die Arbeitsbewilligung nicht erteilt wird, werde man wahrscheinlich nicht rekurrieren. «Wir werden die Argumente prüfen. Aber ich gehe davon aus, dass wir in diesem Falle den Entscheid akzeptieren, keinen Rechtsstreit anfangen und eine andere Lösung suchen werden.»

Bei der Konkurrenz geht man davon aus, dass die Arbeitsbewilligung nicht erteilt wird. Ein erfahrener NLA-Sportchef sagt: «Die gesetzlichen Bestimmungen sind eigentlich klar. Ich würde die Welt nicht mehr verstehen, wenn die Zürcher für Matthews eine Arbeitsbewilligung bekommen.» Der Entscheid wird vom Bundesamt für Migration gefällt. Prognosen sind da schwierig: Vor den Behörden und vor Gericht ist es wie auf hoher See: Man ist in Gottes Hand und alles ist möglich.

ZSC Lions wollen abwarten und Tee trinken

Edgar Salis bleibt gelassen und wartet in aller Ruhe den Entscheid ab. Er ist auf alles gefasst. Falls Auston Matthews nicht als vierter Ausländer engagiert werden könne, werde man eben in aller Ruhe nach einem Ersatz suchen. «Mit Kris Focault und Daniel Sorvik haben wir bereits zwei Ausländer im Farmteam, die wir in den Spielen der Champions League einsetzen können. Vielleicht zeigt sich ja, dass sie NLA-tauglich sind.» Der kanadische Stürmer Kris Foucault spielte letzte Saison bei Wien in der österreichischen Operettenliga und Daniel Sorvik ist norwegischer Nationalverteidiger.

Der Kanadier Kris Foucault hat sich zuletzt ein Sabbatical in Österreich gegönnt. Bild: EPA/APA

Edgar Salis sagt, dass so oder so noch genug Zeit bleibt. «Nach den NHL-Camps werden weitere gute Spieler auf den Markt kommen.» Das Glück der ZSC Lions hängt nicht an Auston Matthews. Und es ist so oder so ungewiss, ob der 18-jährige Kinderstar bereits dazu in der Lage wäre, während einer ganzen Saison in einem Profiteam eine wichtige Rolle zu übernehmen.

Egal-Memes Schweizer Eishockey

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Senftube 27.07.2015 20:31
    Highlight Ach...sooo schade! Jetzt muss Mr. Hollywood ohne den (Zitat) "besten Spieler" der ZSC-Lions auskommen... ich hoffe er trägt es mit Fassung...
    0 1 Melden
    • Darkside 07.08.2015 22:56
      Highlight Also. Zum einen ist nicht Crawford, sondern Schläpfer 'Hollywood'. Zum Anderen haben wir den Youngster nun wohl doch in unseren Reihen. Dennoch weiss niemand wie dieses nie dagewesene Experiment enden wird. Dennoch ist es mit Sicherheit das spannendste, noch nie dagewesene Experiment in unserer Liga seit der Einführung der Playoffs. Das auch schief gehen kann. Aber ich kanns kaum erwarten zu sehen wie der Junge sich schlägt. Ausserdem hab ich langsam richtig üblen Eishockey-Entzug, also möge die Saison bald beginnen!
      1 0 Melden
  • DINIMAMIISCHNDUDE 29.06.2015 08:17
    Highlight Guten Tag Herr Zaugg.

    Vielen Dank für diesen Artikel, der sehr gut war.

    Ich vermisse aber ein Artikel über Timo Meier der an 9.(!!) Stelle gezogen wurde. Habe ich den übersehen oder ist es tatsächlich möglich, dass es keinen Artikel darüber gibt?

    Gruss
    1 1 Melden
  • Amboss 27.06.2015 18:22
    Highlight Operettenliga

    Wie hab ich dieses Wort vermisst... Mein Sommer ist gerettet, danke Herr Zaugg.

    Aber ist die EBEL wirklich eine Operettenliga? Eishockey spielen können sie ja schon. Der ZSC hatte ja auch so seine Mühe gegen die Vienna Capitals in der CHL
    10 4 Melden
    • Schreiberling 28.06.2015 13:57
      Highlight Naja die CHL kann man ja auch nicht ernst nehmen ^^ Das ist für die Schweizer Clubs eine bessere Saisonvorbereitung, mehr nicht.
      4 1 Melden
    • Amboss 28.06.2015 15:21
      Highlight Natürlich wird die CHL nicht sonderlich Ernst genommen, aber dennoch...
      Ist die EBEL wirklich eine Operettenliga?
      Hab ein paar EBEL-Spieleim TV gesehen. Also sooo schlecht schien mir das Niveau nicht
      2 0 Melden
  • Pana 27.06.2015 18:00
    Highlight Was sollen die Seitenhiebe gegen die Ösi-Liga? Ein bisschen befremdend, wenn man an die Niederlagen der Schweizer Teams gegen die Österreicher bei der letztjährigen Champions League denkt.
    16 6 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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