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26.12.2015; Toronto; Eishockey U20 WM - Schweiz - Schweden;  Trainer John Fust (SUI) (Joel Marklund/Bildbyran/freshfocus)

John Fust hat den wichtigsten Termin zur WM-Vorbereitung im November verpasst.
Bild: BILDBYRAN

Löwen, geführt von Eseln – die programmierte Pleite der Schweizer U20-Junioren

Die Schweizer haben bei der U20-WM auch das zweite Spiel verloren. Die Niederlage gegen Dänemark (1:2) ist eine logische, eine programmierte Pleite.



Die Schweizer sind mit einer der talentiertesten Mannschaften aller Zeiten zur U20-WM gereist. Genug Talent für die Wiederholung von Helsinki 1998 (WM-Bronze). Aber mit der schwächsten sportlichen Führung seit unser Hockey wieder A-klassig ist (seit 1998).

Nach dieser Niederlage gegen Dänemark haben die Schweizer nur noch theoretische Chancen, der Abstiegsrunde zu entgehen. Statt um eine Medaille spielen sie zum zweiten Mal hintereinander gegen den Abstieg. Bereits vor einem Jahr bei der WM in Toronto war die völlige Überforderung von Cheftrainer John Fust offensichtlich.

Sweden's (L to R) William Lagesson, Dmytro Timashov and Rasmus Asplund (R) celebrate a goal during the 2016 IIHF World Junior Ice Hockey Championship match against Switzerland in Helsinki, Finland, December 26, 2015. REUTERS/Roni Rekomaa/Lehtikuva

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Die Schweiz kam gegen Schweden mit 3:8 unter die Räder. 
Bild: LEHTIKUVA/REUTERS

Aber die Kritik trifft mit John Fust den falschen Mann. Die Verantwortung trägt Nationalmannschafts-Direktor Raëto Raffainer. Er hat auf die Missstände rund um das U20-Nationalteam nicht reagiert. Schlimmer noch: John Fust hat den wichtigsten Termin zur WM-Vorbereitung im November verpasst. Ausgerechnet er musste beim Deutschland Cup die richtige Nationalmannschaft betreuen. Wie erwartet, endete auch diese Expedition im Misserfolg.

Die Schweizer sind miserabel vorbereitet zur WM nach Helsinki gereist und dort werden sie miserabel gecoacht. Wo eine klare, kompetente Führung und ein Konzept fehlen, können keine guten Resultate erwartet werden. Mehr denn je passen jene geflügelten Worte auf unsere U20-Junioren, die einst im 19. Jahrhundert für die österreichische Armee galten: Löwen, geführt von Eseln.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Max Pauer 28.12.2015 20:43
    Highlight Highlight Was mich einfach enttäuscht: Warum ist ein Fachmann wie Eismeister Zaugg am Plauschturnier in Davos anstatt an der wichtigsten WM im Eishockey? Diese Ferndiagnose hier ist ziemlich schwach. Allein der Check von Chris Egli hätte genug Stoff für eine knackige Polemik gebracht. Drei Sperren für nichts und das Schwedenbrötli spielt schon wieder...
  • Der Bademeister 28.12.2015 10:03
    Highlight Highlight Ja Esel.Aber bei den jungen Löwen fehlt auch der biss!
    • LaPaillade #BringBackHansi 28.12.2015 11:06
      Highlight Highlight Aus meiner Sicht ist es eben gerade der Trainer der in den Spielern dieses Feuer erwecken soll. Die Jungs wirken unter Fust einfach nicht mental bereit.
  • energywolf 28.12.2015 09:24
    Highlight Highlight KZ, ich könnte dieses Seifentheater nicht besser formulieren. Eine verdammte Frechheit wie sich die Verbandsf..... aufführen, man nimmt zudem den jungen talentierten Spieler die Möglichkeit, sich Vorteilhaft auf der Weltbühne zu präsentieren. SRF kann man gleich auch noch in den Topf von Ignoranz dazu werfen. Täglich stundenlange Uebertragungen vom Spenglercup, nichts ist Ihnen hier zuviel und die U20 WM würde man höre und staune, ab dem Halbfinale mit CH-Beteiligung auf dem Internet Übertragen. 🖖
  • länzu 28.12.2015 08:00
    Highlight Highlight Wie lange darf eigentlich diese Witzfigur Raffainer noch sein Unwesen treiben?

Der Grösste aller Zeiten geht – im Stil des Grössten aller Zeiten

Arno Del Curto (62) ist nicht mehr Trainer in Davos. Eigentlich unvorstellbar. Ein trauriger Tag für unser Hockey? Nein. Arno Del Curto verlässt die Arena als Sieger.

Die erste spontane Reaktion kommt von Chris McSorley: «One of the saddest days I've had since 2001».

Der Kanadier, der im Wesen und Wirken Arno Del Curto am nächsten kommt, hat recht und wieder auch nicht. Natürlich ist es hockeytechnisch ein trauriger Tag, wenn Del Curto sein Amt niederlegt. Nun ist McSorley der «Dinosaurier» der Liga. Er arbeitet seit 2001 in Genf und es passt, dass ausgerechnet er am Freitag der nächste Meisterschafts-Gegner der Davoser ist.

Aber es gibt auch eine andere …

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