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24.02.2015; Biel; Eishockey NLA - EHC Biel - SC Bern; 
Ahren Spylo (Biel)
(Urs Lindt/freshfocus)

Nach sechs Jahren nicht mehr in Biel und steihässig: Stürmer Spylo. Bild: Urs Lindt/freshfocus

Ahren Spylo: Wie dumm kann ein Eishockey-Spieler eigentlich sein?

Die sozialen Medien können einen Spieler entlarven. Ein grandioses Beispiel liefert Biels ehemaliger Stürmer Ahren Spylo.



Ahren Spylo ist eine eigenwillige Persönlichkeit. Aber es sind nicht immer die schlechtesten Früchte, woran die Wespen nagen. Das galt vorübergehend auch für den kanadisch-deutschen Doppelbürger.

Spylo galt als fast nicht in ein Team integrierbar. In seinen vier ersten Jahren in Europa spielte er zwischen 2006 und 2010 für sage und schreibe sieben Teams: Davos, die SCL Tigers, die Lakers in der NLA, Tschechow in der KHL sowie Nürnberg, Hamburg und Mannheim in der DEL. Erst unter Trainer Kevin Schläpfer fand er in Biel eine neue Heimat. Sechs Jahre lang durfte er für Biel stürmen. Schläpfer hatte in bemerkenswerter Weise die Vorurteile ignoriert und Spylo eine Chance gegeben. Weil er das Talent dieses Spielers erkannt hatte. Erst im letzten Frühjahr ist der Vertrag des 32-Jährigen nicht mehr verlängert worden.

Spektakulärer Rundumschlag

Es ist eines der ungeschriebenen Gesetze des Profisportes, nie schlecht über einen ehemaligen Arbeitgeber zu reden. Und vor allem nicht über ehemalige Trainer und Mitspieler. Je grösser ein Spieler, desto freundlicher seine Reden über Gegner und ehemalige Kollegen und Trainer.

Ahren Spylo hat dieses Gesetz spektakulär gebrochen. Auf Facebook holt er zum Rundumschlag gegen Kevin Schläpfer aus – gegen den Trainer, dem er seine besten Jahre als Spieler verdankt. Am meisten ärgert er sich darüber, dass er in den Augen seines ehemaligen Trainers nur «gut» war. Diese Einschätzung komme vom selben Typen, der während eines Spiels einen Nervenzusammenbruch hatte und nicht mehr weiter coachen konnte. Ahren Spylo spricht den Moment an, als Biel 2013 im letzten Qualifikationsspiel die Playoffs erreichte. Kurz zuvor war Kevin Schläpfers Mutter gestorben. «Unterste Schublade» sei dies, so Schläpfer.

«Wann ist es für dich Zeit zu gehen?»

Weiter schreibt Spylo auf Facebook: «Ich spielte letzte Saison 35 Partien, die meisten davon mit einer gerissenen Sehne im Knöchel oder einer Rückenverletzung. Ich bekam nur wenig Eiszeit von dir und war trotzdem drittbester Schütze des Teams. Du hingegen hast die ganze Saison gecoacht, wurdest Letzter und hast den Playout-Final gegen Langnau verloren. Mich hast du nicht mehr eingesetzt und gesagt, meine Zeit sei vorbei. Wie würdest du dein Jahr beschreiben? Wann ist es für dich Zeit zu gehen? Ich fühlte mich in Biel zu Hause, habe viele Leute kennengelernt und war stolz, Biel zu repräsentieren.»

Eine beispiellose öffentliche und erst noch schriftliche Abrechnung mit dem Trainer, der ihm überhaupt erst eine Karriere in Europa ermöglicht hat. Kein Schelm, wer sich fragt: Wie dumm darf eigentlich ein Spieler sein?

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 15.09.2016 10:04
    Highlight Highlight Spylo redet (bzw. schreibt) Klartext. Was wollen wir mit den für die Medien weichgespülten, nichtssagenden Softieaussagen, die wir sonst zu hören kriegen. Spylos Erguss bietet doch uns allen allerbeste Unterhaltung, vor allem, wenn wir die Angelegenheit noch etwas aufarbeiten.

    Übrigens: Wenn einer Klartext spricht, heisst dies noch lange nicht, dass er in der Sache recht hat. Ich zum Beispiel glaube, dass Spylo zumindest grösstenteils NICHT recht hat.
    65 22 Melden
    • Bätzi 15.09.2016 11:51
      Highlight Highlight Spylo War immer eine Diva.
      Der EHCB und auch Kevin Schläpfer haben sich nichts vorzuwerfen.
      Der Club hat zu Spylo unzähligemal gestützt auch wenn er fast eine ganze Saison ausfiel. Glaube nicht das ein Anderer Club für ein Ausländer getan hätte. und Abgesehen davon That`s Business.
      49 8 Melden
  • baBIELon 15.09.2016 09:05
    Highlight Highlight Herr Zaugg, hören Sie bitte mal auf den Schläpfer als Hockey-Messias darzustellen! Der ist ein mediengeiler Blender...
    86 130 Melden
    • genoni 15.09.2016 14:50
      Highlight Highlight Ja, auch. Aber er ist nebenher auch ein verdammt guter Coach.
      30 23 Melden
    • baBIELon 15.09.2016 16:46
      Highlight Highlight naja vielleicht seht ihr aus den Bergen das so... Wenn man seit 6 Jahren das gleiche systemlose Spiel sieht ändert sich die meinung bei vielen. Er ist ein verdammt guter Motivator aber sonst?
      26 4 Melden
  • WyclefJean 15.09.2016 08:53
    Highlight Highlight Aber aber aber...Eishockeyaner sind doch so toll, so stark, solche Kämpfer, keine Divas!!!!11!

    Nur richtige Männer spielen Eishockey, oder wie war das nochmal?
    38 171 Melden
    • Bobo B. 15.09.2016 10:09
      Highlight Highlight Wohl zuviele Kopfbälle gemacht? Aber schön hast du deinen Senf dazugegeben. Und jetzt, husch wieder ab ins Schwalbentraining...
      192 18 Melden
    • Thomas J. aus B. 15.09.2016 10:41
      Highlight Highlight Es gibt auch beim Eishockey die Ausnahmen die die Regel bestätigen :-)
      27 4 Melden
    • WyclefJean 15.09.2016 11:33
      Highlight Highlight Ich habe nie gesagt dass ich Fussball(er) bevorzuge.
      Ich finde es bloss lustig wie hier Eishockeyspieler als Endziel der heiligen Männlichkeit verehrt werden, dabei sind das offensichtlich auch nur Menschen.

      Interessant wie du (Bobo) gleich anbeisst, dich angegriffen fühlst und reflexartig die bösen Fussballerdiven niedermachen musst.
      15 69 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thomas J. aus B. 15.09.2016 08:46
    Highlight Highlight Ein Musterbeispiel, wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Spylo fühlt sich nach 6 Jahren in Biel nicht respektiert und holt per FB den verbalen Zweihänder hervor (was nicht nötig wäre), Schläpfer gibt daraufhin die Antwort im Blick (logo, so wo sonst). Nehme mal an es folgt demnächst eine weitere Homestory Schläpfer.
    Abgesehen davon muss sich Schläpfer über den verbalen Tiefschlag nicht wundern. Wer sich in der Vergangenheit regelmässig an der Grenze der Respektlosigkeit über Mitarbeiter äusserte, braucht sich nicht wundern wenn's halt umgekehrt auch mal so laufen kann.
    89 33 Melden
    • Against all odds 15.09.2016 09:34
      Highlight Highlight Beispiele?
      30 5 Melden
    • SchonBierUhr 15.09.2016 10:06
      Highlight Highlight @Thomas: "Homestory" auf Blick ist bereits online. :-D
      27 1 Melden
    • henry76 15.09.2016 10:35
      Highlight Highlight In der Zeitung mit den 5 Buchstaben:
      Biel-Coach Kevin Schläpfer
      «Ich sass 6 Wochen im Rollstuhl»...
      17 3 Melden
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