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Kloten Flyers Stuermer Matthias Bieber, rechts, gegen ZSC Lions Stuermer Luca Cunti waehrend dem Eishockey-Meisterschaftsspiel der National League A zwischen den Kloten Flyers und den ZSC Lions am Freitag, 30. Oktober 2015, in der SWISS Arena in Kloten. (PHOTOPRESS/Patrick B. Kraemer)

Kommt es in den Play-offs zum Zürcher Derby, dann ist der Neo-Klotener Luca Cunti (l.) nicht mit von der Partie. Bild: PHOTOPRESS

Also doch: Eine «Feiglings-Klausel» in Klotens Vertrag mit Luca Cunti

Die ZSC Lions haben kein Herz für gute Unterhaltung. Kommt es im Play-off-Viertelfinal zum Lokalderby, darf Luca Cunti nicht für Kloten spielen.



Bevor Luca Cunti (27) für zwei Jahre zu Lugano wechselt, muss er diese Saison noch zwei Monate in Kloten richtig arbeiten. Die ZSC Lions haben den freundlichen Schillerfalter bis Saisonende zu Kloten transferiert. Sehr zum Verdruss des HC Lugano, der Luca Cunti gerne per sofort übernommen hätte. Der WM-Silberheld bestreitet heute mit Kloten sein erstes Spiel gegen Lausanne.

Es hat einen guten Grund, warum der in Zürich von Trainer Hans Wallson ausgemusterte Nationalstürmer nicht bereits jetzt sein «Flohnerleben» im Tessin beginnen darf. Lugano will Meister werden und war deshalb nicht bereit, die «Feiglings-Klausel» zu akzeptieren. Die ZSC Lions knüpfen an die Freigabe eine Bedingung: kein Einsatz in den Play-offs gegen die ZSC Lions.

Luganos Brett McLean, links, gegen Luca Cunti vom ZSC, rechts, beim Eishockey Meisterschaftsspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und den ZSC Lions, am Freitag, 29. November 2013, in der Resega Halle von Lugano. (PHOTOPRESS/Karl Mathis)

Aus Feinden werden Freunde: Luca Cunti (r.) wechselt im Sommer nach Lugano. Bild: PHOTOPRESS

Kloten ist hingegen aus gutem Grund bereit, diese Klausel zu akzeptieren. Gelingt die Play-off-Qualifikation, dann ist das Saisonziel erreicht und es spielt keine Rolle mehr, ob Luca Cunti in einem allfälligen Viertelfinal gegen die ZSC Lions spielen darf oder nicht. Deswegen kommt nicht ein Zuschauer mehr oder weniger.

Luganos indirekte Bestätigung

Klotens Sportchef Pascal Müller mag das so nicht bestätigen und sagt lediglich: «Wir werden am 29. Januar kommunizieren, ob Luca Cunti gegen die ZSC Lions spielen darf.» Am 29. Januar kommt es in der Qualifikation zur letzten Direktbegegnung. Je nach Ausgangslage können die ZSC Lions für diese Partie einen Einsatz erlauben – oder nicht. Kommt es zu einem Viertelfinal gegen Kloten, ist hingegen bereits klar: Luca Cunti darf nicht spielen.

Pascal Müller Kloten

Klotens Sportchef Pascal Müller.

ZSC-General Peter Zahner ärgert sich über die freche Bezeichnung «Feiglings-Klausel». Er mag auch die Argumentation nicht, dass die ZSC Lions genug Selbstvertrauen haben müssten, um sich nicht mehr darum zu kümmern, ob beim Gegner einer spielt, den man selber als nicht mehr gut genug taxiert. «Es ist einfach, als Aussenstehender so zu argumentieren. Aber intern ist die Sache nicht so einfach.»

Logisch. Erstens sind die Nerven bei den ZSC Lions angespannt. Nach wie vor ist offen, ob das «schwedische Experiment» mit Hans Wallson tatsächlich gelingt oder im Debakel endet. Und meistens ist es so, dass Spieler gegen ihre ehemaligen Klubs ihr bestes Hockey abrufen. Weil beispielsweise Pascal Berger beim SC Bern nie den Respekt genoss, den er verdient hätte, stürmt er jetzt für die SCL Tigers. Drei seiner sieben Saisontreffer hat er gegen den SCB erzielt.

ZUR NICHT-VERLAENGERUNG DES VERTRAGES ALS EISHOCKEY-NATIONALTRAINER DURCH SEAN SIMPSON AM MONTAG, 3. MÄRZ 2014, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Sean Simpson, top left, head coach of Switzerland national ice hockey team, jubilates and Switzerland's players, from left, Martin Pluess, Simon Moser, Matthias Bieber, Thibaut Monnet, Luca Cunti, and Patrick von Gunten, jump over the bench after winner over Czech, during the IIHF Ice Hockey World Championships quarterfinal game Switzerland vs Czech Republic at the Globe Arena in Stockholm, Sweden, on Thursday, 16 May 2013. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Luca Cunti (unten rechts) bejubelt an der WM 2013 den Viertelfinal-Sieg gegen Tschechien an vorderster Front. Bild: KEYSTONE

Luca Cunti würde mit ziemlicher Sicherheit in den Play-offs gegen die ZSC Lions tanzen wie einst bei der Silber-WM 2013. Gross wäre die Polemik in der Medienhauptstadt Zürich, wenn er für Kloten in einer Play-off-Serie gegen die ZSC Lions die Differenz ausmachen würde.

Peter Zahner bestätigt die «Feiglings-Klausel» indirekt. Er sagt: «Lesen Sie einfach Luganos offizielle Medienmitteilung zu dieser Sache und dann wissen Sie Bescheid.» In dieser offiziellen Medienmitteilung lässt Lugano die Hockeygemeinde wissen, der vorzeitige Transfer sei gescheitert, weil man nicht bereit sei, eben diesen Passus zu akzeptieren. Luca Cunti hätte in den Play-offs gegen die Zürcher nicht eingesetzt werden dürfen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Chloote 14.01.2017 10:17
    Highlight Highlight Es war doch in den Medien zu lesen, dass derZSC den Vertrag mit Luca Cunti per sofort aufgelöst hatte.
    Und danach der EHC Kloten mit Cunti bis Saisonende einen neuen Arbeitsvertrag abgeschlossen hat.
    Also warum dann um Himmelswillen dieses Theater dass Cunti nicht eingesetzt werden darf wenn es zu den Derbys ZSC - Kloten oder Kloten - ZSC kommen sollte?
    Luca Cunti ist doch jetzt ohne wenn und aber Angestellt beim EHC Kloten und nicht mehr beim ZSC!
    Oder übernimmt etwa der ZSC bis Ende Saison noch einen Teil seines Lohns?
    6 5 Melden
  • Gigi,Gigi 13.01.2017 20:23
    Highlight Highlight Verstehe ich das richtig? Der Cunti ist zu schlecht für den ZSC und dann hat man Angst gegen ihn zu spielen?
    33 4 Melden
    • Der müde Joe 14.01.2017 10:50
      Highlight Highlight Jep das hast du richtig erkannt. Er könnte ja den Z im Alleingang auseinander nehmen und das könnte ein riesen Theater auslösen. Kurz gesagt: der ZSC hat Angst sein Gesicht zu verlieren. 😶
      19 1 Melden
  • weepee 13.01.2017 18:59
    Highlight Highlight Man man man, so läuft der Sport nun mal... Bin ebenfalls kein Fan solcher Klauseln, jedoch staune ich stets wieder, wie solche Fakten in den hiesigen Medien (primär vom KZ) aufgeblasen werden. Wie eingangs erwähnt, der Sport ist längst nicht mehr Friede, Freude Freudentaumel wie ihn sich noch viele wünschen.
    11 7 Melden
  • el_bengalo 13.01.2017 18:51
    Highlight Highlight bin zwar z-fan, abr das ist doch blödsinn, nicht cool, wie sie ihn fallen liessen, wir sind doch nicht der fc bayern,, odr abr lugano, schade!
    12 1 Melden
  • Tikkanen 13.01.2017 18:19
    Highlight Highlight ...in Hinterfultigen sei heute schiins ein Velofahrer vor der Käserei im Schneetreiben umgefallen. 😜 Schlimm....
    25 21 Melden
    • Altorez 13.01.2017 19:11
      Highlight Highlight Habe ich gerade wirklich einen Kommentar von Tikkanen geliket?
      16 5 Melden
  • Chatzegrat Godi 13.01.2017 13:06
    Highlight Highlight Ein Interview mit Cunti wäre jetzt angebracht Chlöisu! Aber vielleicht haben sie ihm ja einen Maulkorb verpasst!?
    40 3 Melden
  • c_meier 13.01.2017 13:02
    Highlight Highlight Im Fussball gabs ja diese Klausel auch, dass ausgeliehene Spieler nicht gegen das eigene Team spielen durften. Die Liga hat diese Praxis vor 2-3 Jahren verboten
    27 1 Melden
  • MARC AUREL 13.01.2017 12:33
    Highlight Highlight Der grosse Z hat die Hosen voll!
    89 20 Melden
  • manolo 13.01.2017 12:31
    Highlight Highlight es ist schlimm was im ch-eishockey vorgeht!! da werden spieler hin und her geschoben, transferfenster nicht mehr eingehalten (schuld des verbandes)der spielkalender manipuliert (wegen des geldes) !gruppenspiele 6x gegen gleiche Equipen gespielt (punkte werden alle ins klassement übernommen) u.s.w.
    die verbandsoberen sind zu clowns geworden! das ganze gleicht einem Zirkus!
    42 41 Melden
  • Rodney Stokes 13.01.2017 12:23
    Highlight Highlight die Klausel macht für mich keinen Sinn, da er ja sowieso zu Lugano geht...da spielt es doch keine Rolle, ob er noch gegen den ZSC spielen darf. Eher würde ich es verstehen, wenn es eine Klausel zwischen dem EHC Kloten und dem HC Lugano gäbe...
    4 50 Melden
    • Flavia13 13.01.2017 13:11
      Highlight Highlight Cunti hat erst für nächste Saison einen Vertrag bei Lugano, die haben für diese Saison nichts zu sagen.
      40 1 Melden
  • AllknowingP 13.01.2017 10:58
    Highlight Highlight Ich würde Cunti auch nicht spielen lassen wenn ich noch so und soviele % seines Lohnes bezahlen würde.....
    30 58 Melden
    • kontos 13.01.2017 11:55
      Highlight Highlight Im Vorteil ist wer sich informiert ....
      Kloten hat nicht einen Leihvertrag! Sondern wie vom ZSC mitgeteilt, wurde der Vertrag mit Luca Cunti aufgelöst und Kloten hat einen neuen Vertrag mit ihm ausgehandelt.
      Somit hat der ZSC überhaupt nichts mehr mit den Lohnzahlungen zu tun.
      65 12 Melden
    • AllknowingP 13.01.2017 13:21
      Highlight Highlight Naja Knauser-Lehman hat bestimmt nicht die kompletten sagen wir mal über den Daumen 200k die für Januar & März noch an Cunti gehen müssen übernommen. Das heisst der ZSC musste wohl oder übel den Vertrag erfüllen, wobei es wahrscheinlich eine Mischrechnung gab. Kännsch ? Verträg & so ?
      16 27 Melden
    • exeswiss 13.01.2017 15:45
      Highlight Highlight @kontos wenn der vertrag mit cunti aufgelöst wäre, gäbs keine feiglings-klausel.
      26 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 13.01.2017 10:25
    Highlight Highlight Ich finde es schlecht, dass solche Klauseln im Hockey noch erlaubt sind. Sollte man wie im Fussball verbieten. Item, als GM von ZSC hätte ich es nicht anders gemacht, so lange ich einen Abnehmer finde und es noch erlaubt ist.
    72 6 Melden
  • San_Fernando 13.01.2017 10:02
    Highlight Highlight Cunti würde in den Playoffs gegen die ZSC Lions mit Sicherheit tanzen wie an der Silber-WM 2013?
    Endlich eine klare Aussage von Zaugg...
    Nein doch nicht: es steht "mit ziemlicher Socherheit!!!
    16 4 Melden
    • Rodney Stokes 13.01.2017 12:26
      Highlight Highlight Silber WM 2013 <- vor 4 Jahren also...trifft den Nagel auf den Kopf. Da gibt es inzwischen einige bessere Spieler auf Schweizer Eis als Cunti. Weshalb ich die Klausel vom ZSC NOCH weniger verstehe... ^^
      10 5 Melden
  • Der müde Joe 13.01.2017 09:51
    Highlight Highlight Der Begriff Feiglings-Klausel trifft den Nagel auf den Kopf! Ist aber auch begründet, der Z kann ja nicht mal gegen ein ausgedünntes Kloten-Kader gewinnen!
    85 16 Melden
    • Bene86 13.01.2017 17:38
      Highlight Highlight Pssst, sonst wird gleich wieder "gmääged". ;)
      4 1 Melden
  • Swiss-cow 13.01.2017 09:44
    Highlight Highlight Schon lustig, dass der Zett Angst davor hat, von einem Spieler abgeschossen zu werden, der für sie ja eigentlich zu schlecht ist...
    155 16 Melden
    • PizzaPestoni 13.01.2017 10:15
      Highlight Highlight Der Zett hat Cunti nicht abgebeben weil er zu schlecht ist, sondern weil seine Einstellung und sein Arbeitsmoral nicht mehr stimmten
      31 53 Melden
    • Swiss-cow 13.01.2017 14:46
      Highlight Highlight klar ist er nicht motiviert, wenn er keine spiele bekommt. fakt ist doch, dass er keine rolle mehr spielt beim zett und trotzdem haben sie angst, dass er den zett abschiesst. ist doch einfach lächerlich!
      23 1 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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