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Switzerland's players celebrate their victory after beating Finland, during the IIHF 2018 World Championship quarter final game between Finland and Switzerland, at the Jyske Bank Boxen, in Herning, Denmark, Thursday, May 17, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Die Partie ist aus, die Finnen sind geschlagen – Spieler und Coaches feiern. Bild: KEYSTONE

Die Sensation, die keine ist – und aus dem Zauberlehrling Fischer wurde ein Magier

Die Schweiz gewinnt den WM-Viertelfinal gegen Finnland auf zwingende Art und Weise 3:2. Sie trifft nun morgen Samstag im Halbfinal auf Kanada. Ein neues Zeitalter hat begonnen.



Ist es der grösste Sieg aller Zeiten? Ja, wir müssen wieder einmal den ultimativen Superlativ bemühen. Es ist mindestens einer der grössten Siege aller Zeiten. Der erste an einer WM gegen Finnland seit 1972. Und der erste Sieg überhaupt in einem K.o.-Spiel gegen einen der beiden skandinavischen Titanen Schweden und Finnland.

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Die Höhepunkte der Partie. Video: YouTube/IIHF Worlds 2018

Und es ist nicht ein Triumph auf eine glückliche, aufwühlende Art und Weise in einem Hockey-Drama. Es ist ein logischer, kaltblütiger, zwingender, mit der Präzision eines Landvermessers herausgespielter und souverän nach Hause gebrachter Sieg.

Es ist eine Sensation, die keine ist. Es ist vielmehr ein logischer Triumph, der sich abgezeichnet hatte. Ja einer, der erwartet, gefordert werden durfte.

Hochmut kommt vor dem Aus

Wer diese Woche in Herning vor Ort war, mit den finnischen Hockey-Generälen und Chronisten, dem Trainer und den Spielern plauderte, der konnte es spüren: Die Finnen atmeten nach dem 6:2-Sieg im letzten Gruppenspiel gegen die USA, der ihnen das vermeintlich einfache Halbfinal-Los gegen die Schweiz bescherte, mit jeder Pore Überheblichkeit. «Die Schweiz? Jaja, ein sehr gutes Team.» «Oh ja, wir haben sehr viel Respekt.» «Nein, nein, die unterschätzen wir nicht. Auf gar keinen Fall. Ha, ha, ha.»

Finland's Sebastian Aho, left, and Finland's Teuvo Teravainen, right, react fter the Ice Hockey World Championships quarterfinal match between Finland and Switzerland at the Jyske Bank Boxen arena in Herning, Denmark, Thursday, May 17, 2018. (AP Photo/Petr David Josek)

Die Herren Aho (links) und Teräväinen: War dann wohl doch nicht so einfach gegen die Schweiz. Bild: AP

Hochmut kommt vor dem Ausscheiden im Viertelfinal. Die Schweizer haben zum ersten Mal von der ersten bis zur letzten Minute wie ein Titan und mit dem Selbstvertrauen eines Titanen gespielt. Der frühe Rückstand (achte Minute) vermag nicht einmal die Oberfläche der Zuversicht zu ritzen. Das Spiel der Schweizer läuft weiter wie eine unaufhaltsam rollende Maschine. Und die sich anbahnende Wende ist förmlich zu spüren. Sie kommt unerbittlich und unaufhaltsam. Die arroganten Finnen fühlen sich nach dem 1:0 zu sicher und werden passiv. Dass eine Wende heraufzieht, merken sie nicht. Weil es für sie völlig undenkbar ist, gegen die Schweiz einen WM-Viertelfinal zu verlieren. Ihr Spiel versickert immer mehr.

Die Tore, die Finnland schliesslich eine der schmählichsten Niederlagen des Jahrhunderts bescheren, erzielen die Schweizer im Stile der Grossen. Furchtlos und direkt. Kaltblütig und unerbittlich. Enzo Corvi versenkt den dritten Nachschuss zum 1:1. Joël Vermin lässt sich auf dem Weg zum Netz nicht beirren und trifft zum 2:1. Das 3:1 ist dann bereits spielerisch brillant, als gäbe es nichts Einfacheres, als gegen Finnland in einem K.o.-Spiel ein Tor zu zelebrieren.

Genoni muss nicht einmal über sich hinauswachsen

Natürlich geht es nicht einfach so weiter. Die Reaktion des Gegners kommt. Wie sich zeigen wird, zu spät. Erst die Vierminutenstrafe (hoher Stock) von Michael Fora ermöglicht den Finnen den Anschlusstreffer zum 3:2 (49. Minute). Aber ein finales spielerisches Feuerwerk können sie nicht mehr zünden. Ihre Bemühungen ähneln dem Bauer, der die Stalltüre erst zusperrt, wenn die Pferde längst davongestoben sind.

Die Schweizer sind inzwischen selbstsicher und kräftig genug, um auch dem Druck eines grossen Gegners standzuhalten und sich immer wieder mit Gegenangriffen zu lösen. In den letzten zehn Minuten werden sie zwar dominiert, aber nie aus dem Gleichgewicht gebracht. Selbst in der hektischen Schlussphase mit dem üblichen Prozedere (Torhüter raus, Time-Out 28 Sekunden vor Schluss) haben die Schweizer nach wie vor die besseren Torchancen. Sie sind so gefestigt, dass eine sehr gute Leistung von Leonardo Genoni reicht – es braucht für einmal keinen Torhüter, der «auf dem Kopf» stehen muss, um einen historischen Triumph zu vollenden.

Aus dem Zauberlehrling ist ein Magier geworden

Ein neues Zeitalter? Ja, so ist es. So wie der «grantige» Sean Simpson die «alte Zeit» mit wenig NHL, wenig Talent und viel Taktik mit der Silber-WM von 2013 krönte, so hat nun der charismatische Kommunikator Patrick Fischer die neue, aufregende Zeit mit viel NHL, viel Talent und etwas weniger Taktik eröffnet.

Gute Nationaltrainer und gute Spieler sichern den Klassenerhalt. Gute Nationaltrainer und grosse Spieler schaffen problemlos den Viertelfinal-Einzug. Aber nur grosse Nationaltrainer mit grossen Spielern kommen in einen Halbfinal. Weil nur grosse Trainer grossen Spielern das perfekte Spiel ermöglichen. Und gegen Finnland ist den Schweizern zum entscheidenden Zeitpunkt des Turniers das perfekte Spiel gelungen.

Patrick Fischer, head coach of Switzerland national ice hockey team, gestures behind his players, during the IIHF 2018 World Championship quarter final game between Finland and Switzerland, at the Jyske Bank Boxen, in Herning, Denmark, Thursday, May 17, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Fischer während des Viertelfinals gegen die Finnen. Bild: KEYSTONE

Ist also aus dem Zauberlehrling Patrick Fischer ein Magier, ein grosser Nationaltrainer (nicht Klubtrainer) geworden? Ja. Patrick Fischer ist jetzt ein grosser Nationaltrainer (nicht Klubtrainer). Punkt. Die Schweiz steht zum dritten Mal nach 1998 und 2013 im WM-Halbfinal. Fischer hat nicht nur aus den besten Einzelspielern, die wir je hatten, ein Team geformt. Nun ist ihm auch die Feinabstimmung gelungen – der Sieg gegen Finnland war die perfekte Mischung aus taktischer Disziplin und mutigem Sturmlauf.

Die Schweiz ist nicht mehr in der Rolle des Aussenseiters

Morgen Samstag treffen die Schweizer im Halbfinal mit Kanada auf einen Gegner, der nicht besser ist als Finnland und mit der Wiederholung der gestrigen Leistung besiegt werden kann.

epa06744958 Colton Parayko (R) and Connor McDavid (C) of Canada celebrate the 1-0 lead during the IIHF World Championship quarter final ice hockey match between Russia and Canada at Royal Arena in Copenhagen, Denmark, 17 May 2018.  EPA/LISELOTTE SABROE DENMARK OUT

McDavid (links mit Torschütze Parayko) war im Halbfinal gegen Russland mit drei Assists Kanadas wertvollster Spieler. Bild: EPA/SCANPIX DENMARK

Kanada zelebriert spektakuläres «Spengler-Cup-Hockey». Vorwärts beinahe unwiderstehlich. Connor McDavid ist mutmasslich der schnellste Stürmer der Welt und führt die teaminterne Skorerliste mit fünf Toren und elf Assists an. Ein Stürmer, den die Schweizer nicht aufhalten können? Ach was. Finnlands Sebastian Aho war noch besser: neun Tore und neun Assists. Er musste sich gegen die Schweiz mit einem Assist begnügen.

Das ist eben das neue Zeitalter. Mit dem besten WM-Team aller Zeiten sind die Schweizer nicht mehr Aussenseiter. Sie waren es nicht gegen Finnland. Sie sind es nicht gegen Kanada. Deshalb ist am Samstag schon wieder ein schöner Tag, um Geschichte zu schreiben.

Switzerland's players cheer their supporters after winning against Finland, during the IIHF 2018 World Championship quarter final game between Finland and Switzerland, at the Jyske Bank Boxen, in Herning, Denmark, Thursday, May 17, 2018. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Gemeinsamer Jubel mit den Fans in Herning: Wie viele Schweizer werden wohl am Samstag in Kopenhagen sein? Bild: KEYSTONE

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    Alle Leser-Kommentare
  • Tim-titig 18.05.2018 16:13
    Highlight Highlight Zaugg ist einer der besten Chronisten. Voller Wissen über allgemeine Dinge und nämlich überhaut nicht uninteressant zum lesen. Er hat wenigstens eigene Meinungen. Klar, wird über Dinge geschrieben die zum Teil der Vergangenheit angehören. Aber das tut Weibel/Rotaris und Konsorte (sind zwar keine Chronisten) auch. Das finde ich schwach, Fehler zu analysieren wenn man ein Fernsehbild stoppen kann. Im Spitzensport gibt es keine Regeln wo man sich festhalten kann. Deshalb muss Zaugg immer so schreiben wie es gekommen ist. Die meisten von hier haben eh keine eigene Meinungen.
  • rYtastiscH 18.05.2018 13:25
    Highlight Highlight Das Spiel gestern war eine spielerische und taktische Meisterleistung! Zu behaupten, wie KZ und einige treue Lemminge in den Kommentaren es tun, Fischer sei kein guter Taktiker, sondern höchstens ein charismatischer Motivator, der zeigt leider auf, wie wenig er offensichtlich von Taktik versteht.

    Wie Fischer auf das, durch einen blöden Zufall, entstandene Aufbäumen der Finnen reagiert hat und zwar mit taktischen Veränderungen, war mindestens so entscheidend, wie das notwendige Gespür, die Linien zu finden für ein perfektes Drittel (2.).

    Fischer ist ein sehr guter Trainer.




  • Patachon 18.05.2018 11:11
    Highlight Highlight Man kann es drehen und wenden wie man will: ohne Klaus würde doch ein klein wenig was fehlen rund ums Hockey :)

    weiter so Jungs...ganz grosser Sport!!
  • Hayek1902 18.05.2018 10:58
    Highlight Highlight Das war nicht Zaugg's Saison: Lugano und der ZSC im Finale, die Tigers nicht in den Playoffs trotz dem 3. besten Spieler der Schweiz im Tor [sic!] und nun der Zauberlehrling im HF.
  • Hockrates 18.05.2018 09:50
    Highlight Highlight Die Schweiz stand schon 1992 einmal im Halbfinal. Es ist also das 4. Mal.

    Aber hoffentlich das zweite Mal, das sie gewinnt!
  • Best of 7 18.05.2018 09:35
    Highlight Highlight Zuoberst hat sich ein Fehler eingeschlichen. Da steht doch tatsächlich, dass dieser Bericht von Klaus Zaugg ist. Jeder hier weiss, dass ein Bericht in dem Fischer gelobt wird, unmöglich von Zaugg stammen kann. Ausserdem vermisse ich die Wörter: Lottergoali, Schillerfalter und Gotthelf.

    Jetzt mache ich noch Einen auf Tik.......

    Noch 2 bis🏆

    😆😆😆
  • Nelson Muntz 18.05.2018 09:31
    Highlight Highlight Einfach geil gewesen, dieser Zwischenschritt. Auf gehts Jungs, auch wir Fans wollen mehr!

    Danke Zauberlehrling, Schillerfalter, Lottergoalie und all die anderen aufgenähten Namen. Gestern war ein geiles Spiel auf rutschiger Unterlage und wir haben den Schwefelgeruch des Scheiterns abgeschüttelt! Bravo und HOPP SCHWIIIZ!!!
  • no-way 18.05.2018 09:01
    Highlight Highlight In diesem Bericht fehlt nur: "Löwen, geführt von Löwen "
  • Sir_Nik 18.05.2018 09:01
    Highlight Highlight Eismeister Zaugg - auch bekannt als die Fahne im Wind....🙄
  • Toerpe Zwerg 18.05.2018 08:59
    Highlight Highlight Den Titel habenwill.
  • Züzi31 18.05.2018 08:52
    Highlight Highlight Und wenn dann zukünftig Nico noch kommt, hat die Schweiz mit ihm, Corvi und Suter endlich auch auf der Centerposition über 3 Linien spielstarke Spieler.
    Geile Leistung gestern. Weiter so und am Weekend Kanada bodigen.
    • kupus@kombajn 18.05.2018 09:29
      Highlight Highlight Ja, auf der Center-Position fehlt noch ein bisschen was. Da wäre Hischier sehr willkommen.

      Aber man stelle sich nur mal vor, dass neben Hischier auch noch Weber, Sbisa und Bärtschi in der Mannschaft Platz finden. Allenfalls auch noch Praplan, sollte er sich in San Jose durchsetzen und eine positive Entwicklung durchmachen.

      Natürlich wünsche ich unseren NHL-Cracks in erster Linie Erfolg im Kampf um den Stanley Cup, aber für die Nati wäre es natürlich schon geil, die mal alles zusammen an einer WM zu haben.
    • HabbyHab 18.05.2018 09:32
      Highlight Highlight Du vergisst Malgin!
    • kupus@kombajn 18.05.2018 09:58
      Highlight Highlight Ups!
    Weitere Antworten anzeigen
  • SBP 18.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Das zweite Drittel war sicher das beste Drittel aller Zeiten! Die Finnen hatten nicht den Hauch einer Chance. Ich war nie ein Freund von Fischer und werde es wohl auch nicht mehr werden, aber eines ist klar: In diesem Spiel hat er sein Gegenüber sauber ausgecoacht. Und auch wenn man nach so einem Spiel eigentlich keinen Spieler hervorheben sollte, unglaublich was Vermin für eine WM spielt!
    • kupus@kombajn 18.05.2018 09:25
      Highlight Highlight Ich vermute, er hat sein Gegenüber sauber ausgecoacht, indem er seine Mannschaft einfach hat spielen lassen. Hat er gestern gegen Ende ein Time-Out genommen? Ich glaube nicht, oder? Krüger oder Simpson hätten eins genommen. Ich wage zu behaupten, dass dieselbe Mannschaft unter Krüger verloren hätte. Diese Mannschaft enthält genügend Spieler, welche wissen, was sie zu tun haben und die anderen führen können.

      Ich glaube aber auch, dass die Olympia-Mannschaft unter Krüger besser abgeschnitten hätte.
    • Raembe 18.05.2018 10:17
      Highlight Highlight Hätte hätte fahradkette
    • SBP 18.05.2018 10:45
      Highlight Highlight Um deine Fragen zu beantworten: Zweimal nein... Aber Fischer hat sie nicht nur spielen lassen, sondern hat mit Fiala und Meier die richtige Rochade im Vergleich zum letzten Spiel gemacht und im zweiten Drittel die Finnen mit einer kompromisslosen Angriffstaktik auf dem falschen Bein erwischt. Er machte auch hinter der Bande den deutlich aktiveren und engagierteren Eindruck als der finnische Trainer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 18.05.2018 08:20
    Highlight Highlight Es ist jetzt wichtig,
    dass Klaus Zaugg den Fischer morgen Samstag im Eismeisterartikel wieder zerreisst. Der Fischer, wie wir alle wissen, braucht solche Artikel, um sich zu motivieren.

    Vielleicht ist ja Klaus Zaugg der grösste Fischer-Fan ☝️ von uns allen und weiss um diese Besonderheit.

    Also, bitte einen verherrenden Bericht über Fischer bringen. Am besten morgen früh, wenn der Fischi bei Kaffee & Gipfeli seinen Eismeisterartikel sucht..

    Helvetia dankt.
  • Bruno Wüthrich 18.05.2018 08:09
    Highlight Highlight Die Mischung stimmt. Und wie sie stimmt: sie stimmt eben nicht nur bei den Spielern, sondern bei der ganzen Delegation. Es ist nicht die Frage, ob Patrick Fischer ein guter oder ein mittelmässiger Coach ist, ob er Zauberlehrling oder Magier ist, oder wie er denn als Klubtainer, der er ja mal war, zu bewerten ist. Nein, die Frage ist eine ganz andere: passt er da rein? Passt er zur Nati? Und zumindenst an dieser WM muss man sagen: Ja, er passt! Und wie er passt!
    Für mich haben die Schweizer gestern "nur" die Pflicht erfüllt. Tolle Leistung, ohne Frage! Aber da geht noch mehr! Go for gold!
  • Cello Pfischterer 18.05.2018 07:56
    Highlight Highlight Am 17.5.2016 schrieb ich auf Kommentar des Eismeisters: "Könnte es denn nicht sein, dass unser Fischer & Co. in die nächste Stufe bringt? Die nächste Stufe ist meines Erachtens, dass wir eben nicht mehr wie unter Krüger ein System brauchen, sondern es via Kanada und andere schaffen, mit einer zusammengewürfelten Equipe rein auf Grund der Stärke die anderen zu besiegen und zu überrollen. All die grossen Nationen können auch nicht eine ganze Saison ein Team bilden wie wir früher, wir mit unseren NHL-Cracks können das auch nicht mehr. ..." Wir sind auf dem besten Weg genau dorthin.
    • fandustic 18.05.2018 08:34
      Highlight Highlight Nein, wird so im Moment nicht funktionieren. Wir werden nicht an jedem Turnier unsere NHL Cracks dabeihaben....und wie dass dann klappt konnten wir ja in Südkorea verfolgen. Dafür sind wir zurzeit einfach zu wenig breit aufgestellt und das Gefälle ist (noch) schlicht zu gross.
  • kupus@kombajn 18.05.2018 07:52
    Highlight Highlight "Es ist eine Sensation, die keine ist. Es ist vielmehr ein logischer Triumph, der sich abgezeichnet hatte. Ja einer, der erwartet, gefordert werden durfte."

    Danke dafür! "Sensation!"..."Überraschung!"...überall! Das nervt! Natürlich ist es historisch betrachtet eine Sensation, aber rein auf die (Papier-)Qualität der beiden Mannschaften bezogen, ist es das keineswegs.

    "..und viel Taktik mit der Silber-WM von 2013 krönte.."

    Das habe ich hingegen anders in Erinnerung. Sicher taktischer als heuer, aber durchaus auch frech, selbstbewusst, mit teilweise brillanten spielerischen Mitteln.
  • N. Y. P. D. 18.05.2018 07:51
    Highlight Highlight Ist es der grösste Sieg aller Zeiten? Ja, wir müssen wieder einmal den ultimativen Superlativ bemühen.

    Ich würde es anders formulieren :

    Ist es der grösste Sieg aller Zeiten? Ja, wir WOLLEN wieder einmal den ultimativen Superlativ bemühen.

    Ja, es ist kein grummliges Müssen. Wir alle wollen Wollen.

    😁😁
  • Beaudin 18.05.2018 07:49
    Highlight Highlight Was macht eigentlich dieser Wohlwend an der WM ?
    • Lümmel 18.05.2018 07:55
      Highlight Highlight Assistentztrainer
    • Jakal 18.05.2018 08:00
      Highlight Highlight Für gute Stimmung sorgen :-)
    • fandustic 18.05.2018 08:35
      Highlight Highlight Er ist für die Interviews in englischer Sprache zuständig;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • RoJo 18.05.2018 07:47
    Highlight Highlight Lass es jetzt gut sein, Chlöisu, wegen dem Klub-Trainer!🤔 Gratulieren wir doch einfach Fischer zur grossartigen Halbfinal-Quali! Und unabhängig, was noch passiert! Die Nati hat uns begeistert und mitgerissen! Danke Fischi! Dein Verdienst! Schliesslich glaubt jetzt eh jeder mit dieser Mannschaft sei es ein kleines, erfolgreich zu sein.... Höchstwahrscheinlich haben sie aber selber gar nie Sport getrieben....
  • N. Y. P. D. 18.05.2018 07:41
    Highlight Highlight Das ist Eishockey !

    Der Fischer macht eine tadellose Arbeit.

    Man wird Fischer nicht gerecht, ihm die hohe Kunst der Taktik abzusprechen. Es soll noch Leute geben, die noch immer nicht von Fischer überzeugt sind.

    Die Schweiz war hervorragend auf Finnland eingestellt worden. Danke Fischi.

    Kanada denkt jetzt sicher :

    Ein Freilos ! Danke Hockeygott !
    • Eric Lang 18.05.2018 08:41
      Highlight Highlight Ich verstehe nicht ganz!
      Ich habe mindestens 30 Minuten lang, sehr desorientierte Schweizer auf dem Eis gesehen, welche den Finnen beim Eishockey spielen zugeschaut haben und nur dank dem Torhütter und viel Glück, am Schluss gewonnenen haben.
      Die Schweizer haben trotz Fischer und seiner Staff gewonnen, aber taktisch war dies B WM.
    • N. Y. P. D. 18.05.2018 09:17
      Highlight Highlight Die Schweizer blieben beharrlich. Deshalb fielen dann die Treffer. Es ist klar, dass man gegen Finnland nicht 60 Minuten Vorteile hat.

      Taktisch B - WM ? Da haben wir wohl nicht den gleichen Match gesehen, @Eric Lang.

  • andrin89 18.05.2018 07:38
    Highlight Highlight Vor dem Turnier bin ich einen Deal eingegangen, den ich nun einlösen will: damals habe ich gesagt, dass ich eine sofortige Entlassung von Fischer fordere, sollten wir in der Gruppenphase ausscheiden. Im Gegenzug entschuldige ich mich, falls wir den Halbfinal erreichen. Herr Fischer, ich ziehe meinen Hut. Gratulation zur tollen Leistung gegen Finnland. Dieses Spiel zu schauen hat echt Spass und Hunger auf mehr gemacht!
  • kuwi 18.05.2018 07:23
    Highlight Highlight Der vielzitierte Teamgeist ist da und der kann stark motivieren. Das was die Schweizer gestern phasenweise gezeigt haben, hält jeden Gegner in Schach. Alles liegt drin! Hopp Schwiiz!!!
  • ta0qifsa0 18.05.2018 07:22
    Highlight Highlight Hat eigentlich jemand mal jemand mitgezählt, wie viele Hockey-Zeitalter diese Saison begonnen haben?
  • keplan 18.05.2018 07:20
    Highlight Highlight ob Zauberlehrling oder Magier, fischer bleibt für mich ein "schnurri". Ah halt nennt sich ja heute Kommunikator.

    Freue mich für das Team, haben es sich verdient.

    • keplan 18.05.2018 09:56
      Highlight Highlight warum nur weil ich meinung nicht zwingend ändere, wenn jemand einmal Erfolg hat?
  • undduso 18.05.2018 07:02
    Highlight Highlight Die Finnen sind ein skandinavischer Titan wie wir ein Südeuropäischer sind. Nämlich keiner.
    • no-way 18.05.2018 07:22
      Highlight Highlight Genau. Finnland gehört offiziell nicht zu Skandinavien
  • marak 18.05.2018 07:00
    Highlight Highlight Es war wirklich ein sehr gutes Spiel. Gratulation und Hochachtung! Natürlich bleibt einem vor allem das Mitteldrittel im Kopf hängen. Vom Feinsten. Aber über die ganzen 60 Minuten waren die Schweizer top. Die haben den Finnen tatsächlich den Schneid abgekauft. Und die Fehlerquote bei den Eisgenossen war vermutlich noch nie so tief an dieser WM, wie in diesem Spiel.
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 18.05.2018 06:56
    Highlight Highlight Der Halbfinal wird hoffentlich spannend und mit nochmals so einer Leistung kann die Schweiz wirklich gewinnen. Aber Achtung, ein McDavid ist doch noch ein anderes Kaliber als Aho. Aber eben, eigentlich auch nur ein aufgenähter Name 😉
    • Lauv 18.05.2018 10:12
      Highlight Highlight Bin auch deiner Meinung, dass diese Kanadier nicht unschlagbar sind. Klar, McDavid kann mann nie ganz ausschalten auch sonst haben sie ne klasse Offensive aber defensiv sind sie verwundbar, vor allem auf der Torhüterposition macht Kuemper keine gute Rolle bisher. Die Schweiz hat nichts zu verlieren.
  • chr1zz 18.05.2018 06:51
    Highlight Highlight War wirklich ne tolle Leistung der Schweizer. Ich glaube aber das Kanada noch ein ticken besser ist als Finnland. Da muss jeder über sich hinauswachsen....
    • supremewash 18.05.2018 09:55
      Highlight Highlight Ich freue mich auf ein Spiel, welches nebst dem Technischen Niveau und dem Speed noch eine Prise mehr Körpereinsatz mitbringt. Das kann die Nati heuer auch sehr gut. (Muss ja nicht gleich ausarten wie gegen die Tschechen)
  • länzu 18.05.2018 06:46
    Highlight Highlight Klaus Zaugg sollte als Verwandlungskünstler beim Zirkus anheuern. Unglaublich, wie er aus Deppen innert kürzester Zeit Helden macht. Ebenso unglaublich, wie er es, selbst in einem solchen Beitrag, fertig bringt, seine Abneigung gegen Genoni einfliessen zu lassen. Genoni hat grossartig gespielt. Für Zaugg war er einfach gut und musste nichts besonderes leisten.
    • goldmandli 18.05.2018 08:19
      Highlight Highlight Er hat doch geschrieben, dass Genoni ein sicherer Rückhalt war. Er hat auch geschrieben, dass Genoni nicht übermenschlich hexen musste, was aufgrund der Ausgeglichenheit des Spiels ja stimmt. Muss er Genoni denn jedes Mal über den grünen Klee loben, dass sein verdienst genug gewürdigt ist? Oder würdest du sagen, dass Genoni diesen Sieg für die Mannschaft gestohlen hat? Bashing gegenüber Genoni liest nur, wer Bashing gegenüber Genoni lesen möchte.
    • MARC AUREL 18.05.2018 10:05
      Highlight Highlight Klaus ist nicht der einzige Verwandlungskünstler hier was Fischer anbelangt.. wenn es läuft ist man der Grösste und wenn nicht....
  • Der Mexikaner 18.05.2018 06:37
    Highlight Highlight Respekt Chlöisu! Guter Beitrag! Ich hatte mich schon auf deinen Bericht gefreut, hatte mir aber vorgestellt, dass Fischer sicher wieder nicht schuld am Sieg war...;-) Aber nix war, selbst der Eismeister gesteht ein das der Zauberlehrling ein guter Nationaltrainer (NICHT Klubtrainer!!!) ist... ;-) Freue mich schon auf den Halbfinal!
  • Normi 18.05.2018 06:37
    Highlight Highlight Gratulation Klug gespielt, verdient gewonnen.
  • schoweder 18.05.2018 06:34
    Highlight Highlight Reaktion der Finnen in Helsinki
    1:0, Tor, nett, Pflichterfüllung
    2:3, Tor, jubel, auf gehts die holen wir noch😁
  • nJuice 18.05.2018 06:33
    Highlight Highlight Kann jemand dem Chlaus einen guten HNO-Arzt empfehlen? Dermassen viel und abruptes Halswenden kann nicht gesund sein für unseren Zamboni-Mechaniker.

    Nichtsdestotrotz: Geiles Spiel der Schweiz, gerne nochmals so gegen die Kanadier und dann hoffentlich auch im Final! Go for Gold!
    • mukeleven 18.05.2018 07:30
      Highlight Highlight ... aber sowas von ‚auf den punkt gebracht‘, danke!
    • whatthepuck 18.05.2018 07:38
      Highlight Highlight Absolut. Das neue Zeitalter brach doch schon nach WM-Silber an.

      Zudem halte ich es für respektlos, dem Team von damals "wenig Talent" zu unterstellen. Josi war schon damals ein gamebreaker, zudem erinnere ich mich nur zu gerne daran, wie die Hollenstein-Linie
    • nJuice 18.05.2018 08:34
      Highlight Highlight Ich persönlich würde sagen, dass der 2010 der Beginn war, als Nino an Nummer 5 gedraftet wurde. Ein Top5-Pick für einen Schweizer gab es noch nie und dann erst noch für einen Stürmer und keinen Goalie oder Verteidiger. In meinen Augen der Beginn des "offensiven Zeitalters" der Schweiz.
      Die Entwicklung seither auf dem WM-Eis war zwar nicht immer einfach mit anzuschauen, hatte mit 2013 und hoffentlich heuer einige richtig geile Momente mit dabei.
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So wenig hat gefehlt – die Schweiz verliert den WM-Final nach Penaltyschiessen

Die Schweiz hat den ersten WM-Titel im Eishockey knapp verpasst. Das Team von Trainer Patrick Fischer verlor den Final gegen Schweden trotz zweimaliger Führung 2:3 nach Penaltyschiessen.

Damit verpasste der SIHF-Auswahl die Revanche für die 1:5-Niederlage im WM-Final 2013. Damals waren die Schweizer nach dem Einzug ins Endspiel euphorisiert gewesen. Diesmal freuten sie sich nach dem Halbfinal-Coup gegen Kanada (3:2) zwar ebenfalls, es war jedoch zu spüren, dass sie mehr wollen.

Und genau dank dieser Mentalität forderten sie den favorisierten Schweden alles ab. Umso bitterer war es, dass sie im Penaltyschiessen, das immer auch eine Lotterie ist, den Kürzeren zogen. In der 76. …

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