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Ambri-Piotta's players looks on disappointed after losing against Fribourg, during the game of National League A (NLA) Swiss Championship between HC Fribourg Gotteron and Ambri-Piotta, at the ice stadium BCF Arena, in Fribourg, Switzerland, Friday, February 17, 2017. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Sorgenvolle Mienen: Die Spieler von Ambri-Piotta blicken den kommenden Wochen skeptisch entgegen. Bild: KEYSTONE

«Für Ambri könnte es ganz bös enden»

Ambri und Fribourg verdrängen die heraufziehende Abstiegsgefahr. Wie zuletzt Langnau in der Saison 2012/13. Prompt stiegen die Tigers damals nach der verlorenen Liga-Qualifikation gegen Lausanne ab. Ambri und Fribourg sollten also gewarnt sein.



Im Schatten der Playoff-Euphorie zieht für zwei NLA-Klubs die Angst vor dem Abstieg herauf. Sind Fribourg und Ambri abstiegsgefährdet? Wider besseren Wissens wagt es niemand, auf diese Frage mit «Ja» zu antworten.

Eine Episode mag zeigen, wie die Abstiegsgefahr unterschätzt wird. Die welsche Tageszeitung Le Matin hat kürzlich eine Umfrage unter heimischen Hockeygrössen gemacht, ob Gottéron die Relegation drohe. Weil die Frage keiner bejahen wollte, wurde ein Chronist aus der Deutschschweiz hinzugezogen. Er wagte es, «Ja» zu sagen.

Und auf die Frage, ob Ambris Ligazugehörigkeit in Gefahr sei, sagt Luganos Geschäftsführer Jean-Jacques Aeschlimann, der in Ambri als Sportchef zweimal die Liga-Qualifikation (gegen Langenthal und Visp) überstanden hat: «Nein. Wir sollten die jüngsten Resultate nicht überbewerten. Wenn es um die Existenz geht, wird Ambri anders auftreten.»

Ambris head coach Gordie Dwyer, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Ambri-Piotta, am Dienstag, 21. Februar 2017, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Ist Ambri-Trainer Gordie Dwyer bereit für den Abstiegskampf? Bild: KEYSTONE

Er hat gute Gründe, Ambri Mut zu machen. Wenn der Kantonsrivale absteigt, verliert Lugano einen Teil seiner Identität. Ohne Ambri würde ein grosser Teil der TV-Präsenz wegfallen – das staatstragende Tessiner Fernsehen überträgt jedes Derby live. «Wir haben uns mit diesem Abstiegsszenario auseinandergesetzt», sagt Aeschlimann. «Wir würden ohne Ambri pro Saison rund 750'000 Franken Einnahmen verlieren.» Ein Abstieg Ambris wäre auch das Ende des gemeinsamen Farmteams «Ticino Rockets». Lugano müsste dem Mehrheitsaktionär Ambri die Anteile abkaufen.

Schläpfers Warnung

Nur einer warnt. Kevin Schläpfer. Er hat Biel zweimal in der Liga-Qualifikation gegen Lausanne als «Nottrainer» gerettet. Er sagt: «Fribourg ist nicht gefährdet, Ambri aber schon.» Und begründet es so: «Am Ende des Tages wird sich Fribourg durchsetzen. Weil die spielerische Substanz grösser ist als die der besten NLB-Teams. Aber für Ambri könnte es ganz bös enden. Ich glaube nicht, dass diese Mannschaft besser ist als die Topteams der NLB.»

Würde er in der Not Ambri oder Fribourg helfen? Kein verfügbarer Trainer hat ja so viel Liga-Qualifikations-Erfahrung wie Biels abgesetzter Bandengeneral. «Nein. Aber nicht weil ich nicht will. Sondern weil ich nach wie vor nicht ganz gesund bin. Und ich nehme keine neue Arbeit an, bevor ich nicht wieder hundertprozentig fit bin. Wäre ich gesund, würde ich sofort bei Ambri oder Gottéron einspringen.»

Biels Trainer Kevin Schlaepfer verfolgt das Geschehen im Eishockey National League A Spiel zwischen dem EHC Biel und Lausanne HC, am Freitag, 9. September 2016, in der Tissot Arena in Biel. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Kevin Schläpfer hat kein gutes Gefühl beim Thema Ambri und Abstieg. Bild: KEYSTONE

Wo liegt nun die Wahrheit? Kevin Schläpfers Einschätzung ist fachlich richtig, berücksichtigt aber einen Faktor zu wenig: die Selbstüberschätzung. Langnau stieg im Frühjahr 2013 mit einer Mannschaft (und Sportchef Jakob Kölliker) ab, die viel besser war, als es heute Ambri und Gottéron sind. Weil die Emmentaler bis ganz zuletzt die richtige Einstellung im «Überlebenskampf» nicht fanden.

Eine Episode mag zeigen, dass die Dämonen der Selbstüberschätzung auch jetzt wieder umgehen. Ambris charismatischer Präsident Filippo Lombardi zelebriert vordergründig Demut vor den Hockeygöttern und hat in einem Hirtenbrief an die Anhänger seines Hockeyunternehmens angekündigt, auch er werde seine Arbeit einer kritischen Analyse unterziehen.

Umfrage

Wer steigt in die NLB ab?

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  • 3%EHC Kloten
  • 3%SCL Tigers
  • 11%Fribourg-Gottéron
  • 30%HC Ambri-Piotta
  • 53%Niemand

Ein Redaktor der jeder Polemik abholden «NZZ» zog daraus den logischen Schluss, dass es in Ambri einen Führungswechsel geben könnte. Der zornige CVP-Ständerat forderte den Journalisten umgehend auf, seine Handy-Nummer zu löschen. Er werde nie mehr einen Anruf beantworten. So viel zur Kritikfähigkeit der Hockeygeneräle in Zeiten der Abstiegsangst.

Will der B-Meister aufsteigen?

Ein entscheidender Faktor wird letztlich der Gegner sein. Vor einem Jahr holte Ajoie den NLB-Titel. Weil es keine Aufstiegsbewilligung hatte, trat es nicht zur Liga-Qualifikation an. Biel, in einem besorgniserregenden Zustand, kam «gratis» zum Ligaerhalt.

Ajoies Spieler feiern den NLB Titel 2015/16, nach dem sechsten Playoff-Finalspiel der National League B zwischen dem HC Ajoie und den Rapperswil-Jona Lakers, am Freitag, 1. April 2016, in Pruntrut. (KEYSTONE/Bist/Roger Meier)

Die NLA-Vertreter hoffen, dass Ajoie seinen NLB-Titel verteidigt. Bild: KEYSTONE/BIST

Verteidigt Ajoie den Titel, entfällt die Liga-Qualifikation erneut. Werden hingegen Langenthal, La Chaux-de-Fonds oder Rapperswil-Jona NLB-Meister und bleiben vom Verletzungspech verschont, sind Fribourg und Ambri in Gefahr. 2017 ist das letzte Jahr mit «erleichtertem Aufstieg» – also mit einer Liga-Qualifikation bloss mit zwei Ausländern. Ab nächster Saison dürfen drei Ausländer eingesetzt werden. Das macht die Sache für das NLB-Team teurer und schwieriger. Langenthal und Rapperswil-Jona und La Chaux-de-Fonds sind gewillt, diese letzte Gelegenheit zu nützen.

Vier Absteiger in die NLB in den letzten zwölf Jahren

Kloten, Langnau, Ambri und Fribourg-Gottéron nehmen alle Punkte in die Platzierungsrunde mit und spielen untereinander eine Hin- und Rückrunde (6 Partien). Kloten (62 Punkte) und die SCL Tigers (59) sind faktisch schon gerettet. Der 11. und 12. – also mit allergrösster Wahrscheinlichkeit Ambri-Piotta und Fribourg-Gottéron (je 48 Punkte) – tragen anschliessend die Playouts aus.

Der Verlierer dieser Best-of-7-Serie muss in der Liga-Qualifikation gegen den NLB-Meister um den Klassenerhalt antreten. In der Neuzeit hat es in der Liga-Qualifikation Lausanne (2005 gegen Basel), Basel (2008, Biel), Langnau (2013, Lausanne) und die Rapperswil-Jona Lakers (2015, Langnau) erwischt. (kza)

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44
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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • andre63 27.02.2017 13:07
    Highlight Highlight wieso bös enden? wäre an der zeit 😎
  • Goon (Zeuge Del Curtos) 27.02.2017 11:41
    Highlight Highlight Hauptsache die Seebuben aus Rappi bleiben unten. Die will niemand im A
    • Steven86 27.02.2017 13:33
      Highlight Highlight Nein, alle wollen Rappi im A
    • MARC AUREL 27.02.2017 14:24
      Highlight Highlight Da habe ich als SCB-FAN keine probleme damit.
    • Mia_san_mia 27.02.2017 17:30
      Highlight Highlight Doch ich schon 😜
    Weitere Antworten anzeigen
  • Boogie Lakeland 27.02.2017 11:28
    Highlight Highlight Mal schauen wie sich die Tigerli ohne DiDomenico metzgen
    • Yotanke 27.02.2017 11:39
      Highlight Highlight Das ist ein grosser Schlag für die SCL. Obwohl DiDomenico jüngst auch schon auf der Tribüne Platz genommen hat. Aber die SCL haben einen Ersatzausländer um die Lücke zu schliessen. In Kloten kann der gesperrte Sheppard nicht ersetzt werden, weil kein zusätzlicher Ausländer auf der Lohnliste ist.
    • labraduddel 27.02.2017 12:48
      Highlight Highlight Ich tippe in 30 minuten kommt ein artikel darüber vom eismeister 😄
  • goschi 27.02.2017 11:18
    Highlight Highlight Und gerade die Meldung, dass DiDomenico Langnau gen Ottawa verlässt, sicher auch nicht die beste Nachricht für Langnau.
    Kann da wer objektiv sagen, wie gut deren Sturm ohne Klaus' Ilfis-Gretzky aufgestellt ist?
    • Hayek1902 27.02.2017 12:32
      Highlight Highlight Diese Saison war er vor allem Vorlagengeber. Vielleicht fehlen jetzt ein paar Tore, ich glaube aber nicht, dass dies bei dem Vorsprung und der "Stärke" der Gegner relevant ist, so lange der Beton hinten trocken ist.
    • RedWing19 27.02.2017 13:10
      Highlight Highlight Naja, die fehlenden Punkte dürften das eine sein. Jedoch war DiDomenico der stetige Antreiber der Tigers. Das kreative Element im Sturm. Quasi das Herz und die Lunge der Mannschaft. Wird nicht einfach sein für den Club, diese Persönlichkeit zu ersetzen.
    • goschi 27.02.2017 13:53
      Highlight Highlight Danke euch beiden für die Antwort! :-)
  • hcb78 27.02.2017 11:03
    Highlight Highlight «Für Ambri könnte es ganz bös enden»

    Hoffen wir es inständig. ;-)
    • Martinov 27.02.2017 11:43
      Highlight Highlight Na dann hoff du das 😉
  • Steven86 27.02.2017 10:43
    Highlight Highlight Ambri ist ein Topkandidat für den Abstieg, aber ob es diese Jahr ist sehen wir wer im B Meister wird.
  • Tom B. 27.02.2017 10:32
    Highlight Highlight In einer LQ dürfte sich Ambri behaupten. Die wissen seit Dez. dass es dahin gehen wird. Die Fribourger? En danger...
    • MARC AUREL 27.02.2017 13:27
      Highlight Highlight Eben das ist ja so gefährlich... für mich ist Ambri stark abstiegsgefährdet!
  • MARC AUREL 27.02.2017 09:42
    Highlight Highlight Mich würde es freuen wenn einer der 3 aufsteigen würde! Ambri ist zwar kult aber das was sie bieten ist schon lange nicht mehr NLA würdig! Dazu 1-2 mio Schulden pro Jahr geht einfach nicht mehr..
    • Danyboy 27.02.2017 10:14
      Highlight Highlight Ich befürchte auch langsam, dass der Ambri-Spirit selbst nur noch Nostalgie ist. Früher waren die Derbys mit Lugano oder auch stark abgeschwächt mit Zug noch spannende Ereignisse. Aber mittlerweile...
    • Yotanke 27.02.2017 10:14
      Highlight Highlight Ich glaube es sind keine Schulden. Die machen jedes Jahr ein DEFIZIT in der genannten Höhe. Welches dann mit Bettelaktionen, Lieferantenverzicht und Geld des Präsidenten (und Herrn Sawiri?) ausgeglichen wird. Defizit ist nicht immer gleich Schulden! Und es gibt andere Teams, die mach(t)en pro Jahr 8 Mio. Defizit.... Was halt krass bei Abstieg Ambri wäre: der HC Ambri-Piotta ist einer der wichtigsten Arbeitgeber/Wirtschaftsmotoren in der Leventina. Das wäre für eine ganze Region nicht nur hockeytechnisch bitter, wenn die absteigen.
    • energywolf 27.02.2017 10:36
      Highlight Highlight Sorry, aber eines der 3 B-Teams A-würdig? Glaube eher nicht und Rappi wieder in der NLA. Nein Danke. endlich sind wir sie los. Dann lieber Ambri mit den heissen Tessinerderbys.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yotanke 27.02.2017 09:36
    Highlight Highlight Finde nicht zwingend, dass Kloten und Langnau schon gerettet sind. Kloten hat viele verletzte/gesperrte Verteidiger. Also genau in jenem Mannschaftsteil wo sie eh schon schwach sind. Bei Langnau scheint etwas die Luft draussen zu sein. Fribourg hat in der Offensive eigentlich ein viel zu gute Mannschaft um abzusteigen. Ambri hat zwar zwei Spiele hoch verloren. Die beiden letzten Spiele waren aber nicht so schlecht (Sieg gegen Lausanne!). Für Ambri wird es eng, die können das aber schaffen. Sind technisch limitiert, aber kampfstark.
    • chandler 27.02.2017 09:50
      Highlight Highlight Der Sieg gegen Lausanne darf nicht überbewertet werden. Lausanne klebte auf dem 4. Platz fest, es ging um gar nichts.
    • Hockeyaddict 27.02.2017 10:07
      Highlight Highlight Kloten ist durch...auch wenn sie nochmals eine Baisse einziehen sollte, werden sie noch Punkte einfahren. Aber die nächste Saison könnte sehr schwierig werden für Kloten: Keine wirkliche Nr. 1 im Tor, Verteidigung ohne Sanguinetti...kein Shore und Cunti fällt auch weg - sprich auf den Centerpositionen klaffen Löcher, welche nicht zu stopfen sind! Des Weiteren wird man kaum gute Schweizer in den Schluefweg locken können. Ab 2018 wird dann Praplan gehen...Und wer weiss wie lang D. Hollenstein sich dies noch antut!
    • Der müde Joe 27.02.2017 10:35
      Highlight Highlight Kloten hat 14 Punkte Vorsprung auf Rang 11. Bei 18 möglichen Punkte die noch geholt werden können, müsste jetzt in Kloten aber alles schief gehen und Fribourg fast alles Gewinnen. Klar nicht unmöglich, aber verdammt schwierig.
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Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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