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Am Engagement von Arno Del Curto hat es nicht gelegen, dass der HCD in Lausanne untergegangen ist – aber der Trainer nimmt sich stark in die Verantwortung. Bild: KEYSTONE

Arno Del Curto zur schwierigen HCD-Situation: «Es ist einzig und allein mein Fehler»

Arno Del Curto (60) spricht über die schwierige Situation beim HC Davos und sagt, er sei für das 1:8 in Lausanne verantwortlich.

17.10.16, 06:56 17.10.16, 08:30


Werden Sie mit Gilles Senn und Jorge van Pottelberghe die Playoffs erreichen?
Arno Del Curto: Warum stellen Sie diese Frage?

Weil es mit zwei Torhütern mit einer Fangquote von weniger als 90 Prozent nicht für die Playoffs reicht.
Die Statistik will wenig heissen. Wir haben ja erst 14 Partien gespielt.

Das ist bereits mehr als ein Viertel der Qualifikation.
Die Torhüter sind nicht das Problem.

«Nicht das Problem»: HCD-Goalie Gilles Senn. Bild: KEYSTONE

Die Statistik sagt etwas anderes.
Aber nicht die Wahrheit. Der Untergang in Lausanne ist einzig und allein mein Fehler. Gilles Senn hat im Champions-League-Spiel gegen Linköping eine sensationelle Leistung gezeigt und war anschliessend auch im Heimspiel gegen Lausanne gut. Ich habe dann in Lausanne beim Einlaufen gesehen, dass es zu viel für ihn war und hätte ihn nicht mehr einsetzen dürfen. Aber ich habe es trotzdem getan und es ist mein Fehler. Ich habe es riskiert, wie ich schon oft etwas riskiert habe. Meistens ist die Rechnung aufgegangen. Diesmal eben nicht. Das ist, wie gesagt, einzig und allein mein Fehler.

Sie werden also keinen neuen Torhüter verpflichten?
Nein. Gilles Senn wird sich wieder erholen.

Hat die ganze Mannschaft für den generösen Einsatz der letzten Tage mit der Champions League nun in Lausanne mit dem 1:8 die Zeche bezahlt?
Ja, so ist es. Wir haben nach dem 0:4 noch einmal alles probiert, aber zu viele Chancen vergeben. Wir leisteten uns auch viel zu viele Fehler. Einige Scheibenverluste waren schon krass. Das dürfen wir uns nicht mehr erlauben. Ich hoffe, dass die Niederlage in Lausanne eine heilsame war. Wir sind eben auch eine sehr junge Mannschaft. Wir haben in Linköping in einem geilen Match den Dreitorerückstand wettgemacht und sind erst am Schluss doch noch gescheitert. Anschliessend haben wir das Heimspiel gegen Lausanne gewonnen. Das ist eine sehr gute Bilanz. Wenn mir jemand vorhergesagt hätte, wir würden in Linköping die drei Tore wettmachen, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Schade, schade, dass es am Ende doch nicht gereicht hat.

Aber es wäre gerade für Ihre junge Mannschaft hilfreich, vier gute Ausländer zu haben.
Was wollen Sie mit dieser Andeutung sagen?

«Wir haben kein Budget für weitere ausländische Spieler.»

Dass Daniel Rahimi und Robert Kousal einfach nicht gut genug sind. Es sind wahrscheinlich sogar die schwächsten Ausländer der Liga.
Stopp, es gibt Erklärungen. Kousal leidet an einer Prellung im Knie und Rahimi spielt mit einem gerissenen Kreuzband. Er müsste eigentlich vier bis sechs Wochen Pause machen. Aber er beisst auf die Zähne, um uns zu helfen.

Robert Kousal nach einem Tor im Cup. Bild: KEYSTONE

Wann hat er diese Verletzung erlitten?
Gleich nach seiner Ankunft beim Ausdauertest. Er ist zusammengebrochen und hat sich dabei wohl das Knie verdreht.

Dann hätten Sie ihn aber sofort ersetzen müssen. Dann hätten Sie beim Saisonbeginn einen gesunden ausländischen Verteidiger gehabt.
Wir wussten zu diesem Zeitpunkt nicht, dass er eine Knieverletzung erlitten hatte. Er sagte nichts und erst vier oder fünf Wochen später, als die Meisterschaft schon begonnen hatte, haben wir gesehen, dass mit seinem Knie etwas nicht stimmt.

Und warum haben Sie ihn dann nicht ersetzt?
Weil wir kein Budget für weitere ausländische Spieler haben.

Daniel Rahimi muss auf die Zähne beissen. Bild: KEYSTONE

«Wenn wir die Playoffs erreichen wollen, müssen wir sehr, sehr hart arbeiten.»

Sie werden also keine weiteren ausländischen Spieler holen?
Nein.

Aber wie wollen Sie mit dieser jungen Mannschaft die Saison inklusive Spengler Cup durchstehen?
Wir werden schon besser. Félicien Du Bois kehrt vielleicht schon am Dienstag gegen Biel zurück. Irgendeinmal ist auch Axelsson wieder dabei, irgendeinmal auch Dino Wieser. Da müssen wir nun durch. Wenn wir die Playoffs erreichen wollen, müssen wir sehr, sehr hart arbeiten.

Dino Wieser (l.) und Félicien Du Bois werden früher (Du Bois) oder später (Wieser) auf das Eis zurückkehren. Bild: KEYSTONE

Stehen Sie in dieser Saison vor ihrer grössten Herausforderung als HCD-Trainer?
Ja.

Welches war die grösste?
Das kann ich nicht sagen. Es waren schon einige. Aber dafür sind wir ja da.

Arno del Curto, wie er leibt und lebt

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eishockeycrack 18.10.2016 00:04
    Highlight Das Interview war eher mittelmässig, nicht das übliche, was man von Arno del Curto erwartet. Jeder HCD Fan weiss, dass Arno del Curto nicht gerne Interviews gibt. Er gibt es auch offen zu, dass wenn die Journalisten blöde Fragen stellen, er auch blöde Antworten gibt. Die NLA ist eine der besseren Ligen der Welt, nicht nur Spielertechnisch, sondern auch Trainertechnisch, nehmen wir als Beispiel, del Curto beim HCD und Leuenberger beim SCB und viele andere. In der Welt schlummern jedoch noch viele andere Trainer-Talente, welche man fördern sollte.
    5 4 Melden
    • fan-crack2 18.10.2016 09:18
      Highlight Das stimmt, du hast vollkommen recht!!
      :)
      4 1 Melden
    • fan-crack2 18.10.2016 09:22
      Highlight Genau, er hat andere Talente, wie Hiller, Berra, Thornten, Nash, Genoni, usw.. aus denen gemacht!
      5 1 Melden
    • fan-crack2 22.10.2016 11:47
      Highlight Doch sie gingen leider alle vom HCD weg!
      2 0 Melden
  • arconite 17.10.2016 21:02
    Highlight JOREN, Joren van Pottelberghe!
    6 2 Melden
  • Eishockeycrack 17.10.2016 14:06
    Highlight Sehr, sehr gutes Interview. Arno del Curto setzt sein Pokerface auf und nimmt seine Torhüter in Schutz. Welcher Trainer macht das schon und nimmt die Schuld für die Niederlage in Lausanne auf seine Kappe.
    Ich finde, Arno del Curto ist der allerbeste Trainer, den es gibt, es je gegeben hat und es jemals geben wird. Ich habe schon immer an del Curto geglaubt und glaube immer noch an ihn, auch mit den Problemen, welche der HCD hat. Wenn das kein guter Trainer ist, dann bin ich kein guter HCD Fan.
    14 21 Melden
  • Töfflifahrer 17.10.2016 11:27
    Highlight Respekt! Klare Aussage!
    17 6 Melden
  • Marcs 17.10.2016 08:35
    Highlight Endlich mal einer der zu seinen Fehlern steht. Ohne wenn und aber!
    53 8 Melden
    • fan-crack2 18.10.2016 09:19
      Highlight Dass würde ich aucb sagen!
      5 1 Melden
  • michiOW 17.10.2016 07:25
    Highlight Sehr schwaches Interview.

    1. Kein guter Traiener kritisiert öffentlich seine Torhüter.

    2. Alle Fragen waren so vorhersehbar und die Antworten es auch.
    49 73 Melden
    • Mia_san_mia 17.10.2016 08:42
      Highlight Er kritisiert ihn ja nicht, er nimmt ihn eher in Schutz finde ich... Und dass Del Curto kein guter Trainer ist, kann man wirklich nicht sagen 😊
      73 10 Melden
    • Hockeyaddict 17.10.2016 13:43
      Highlight @michiOW

      Nenn mir einen besseren Trainer als AdC, der in der NLA über Jahre so eine Konstanz mit seiner Mannschaft hingelegt hat und es regelmässig schafft, Abgänge von Leistungsträger zu kompensieren mit Junioren?! Bin Kloten Anhänger im Übrigen...
      20 5 Melden
    • fan-crack2 18.10.2016 09:21
      Highlight Ich finde dass Iterview sehr gut und es macht auch eindruck, wie er zur Mann schaft hält und nicht einfach sagt, dass die Spieler schlecht gespielt haben!
      7 0 Melden
    • michiOW 18.10.2016 12:19
      Highlight Ich meine von Zaugg, nicht von Arno.

      Tut mir Leid für das Missverständnis.

      Klar ist er einer der besten Trainer die es gibt.
      1 0 Melden
    • fan-crack2 22.10.2016 11:49
      Highlight ich bin damit einverstanden, dass er der beste trainer der welt ist
      3 0 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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