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An der WM war Reto von Arx hinter der Bande noch nachdenklich. Bild: KEYSTONE

Trotz missglückter Hockey-WM: «Kultfigur» Reto von Arx bleibt Assistent und wird gar befördert

Nationaltrainer Patrick Fischers Machtposition wird trotz der sportlich missglückten WM (11. Schlussrang) gefestigt: Sein Freund Reto von Arx bleibt nicht nur sein Assistent, er wird sogar befördert. Und SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger ist aus dem Spiel.

02.07.16, 15:29 02.07.16, 16:18

Nationalmannschafts-Direktor Raeto Raffainer arbeitet richtigerweise daran, die Führung der beiden wichtigsten Nationalmannschaften (Nationalteam, U20-Nationalteam) zu vereinheitlichen. Und es ist auch richtig, die Position von Nationaltrainer Patrick Fischer (Vertrag bis 2018) zu festigen – wenn man sich für einen Mann entschieden hat, dann soll man auch alles tun, um ihm zu helfen.

Das ehemalige Trainer-Trio. Patrick Fischer und Reto von Arx bleiben sich nah, die Zusammenarbeit mit Felix Hollenstein (l.) wurde dagegen beendet.
Bild: KEYSTONE

Nun wird Reto von Arx (39) befördert. Bisher war er nur Asssistent von Patrick Fischer. Neu wird er ab sofort auch Assistent von U20-Nationaltrainer Christian Wohlwend (39). So hat er Beschäftigung und Lohn vom Verband für mindestens 100 Tage im Jahr. Er ist jetzt sozusagen hauptamtlicher «Nationaler Assistent».

Definitiv aus dem Spiel für einen Verbandsjob ist inzwischen SCB-Meistertrainer Lars Leuenberger (41). Felix Hollenstein (51) wird durch einen Ausländer ersetzt, der zugleich auch neben Reto von Arx als zweiter Assistent für die U20-Nationalmannschaft arbeiten wird. Dass der SCB-Meistertrainer am Ende weder U20-Nationaltrainer noch Assistent einer Nationalmannschaft wird, hat mit der Machtposition von Patrick Fischer zu tun.

Wichtigste Bezugsperson

Zwischen dem Nationaltrainer und den Gebrüdern Leuenberger herrscht Eiszeit. Warum, ist auf den ersten Blick nicht ganz klar. Patrick Fischer sagt zu diesem Thema nur: «Wir würden nicht gemeinsam Ferien machen.»

Keine Freunde von Patrick Fischer: Sven und Lars Leuenberger.
Bild: freshfocus

Auf den zweiten Blick ist jedoch klar, warum: Sven Leuenberger hat letzte Saison als SCB-Sportchef verhindert, dass Patrick Fischer beim SCB Nachfolger des gefeuerten Guy Boucher werden konnte und ebnete so seinem Bruder Lars den Weg an die SCB-Bande. SCB-Chef Marc Lüthi wollte damals Patrick Fischer als Trainer holen.

Damit ist klar: Im Eishockey ist der Assistent neben der Frau (oder Freundin) die wichtigste Bezugsperson jedes Hockeytrainers. Zwischen dem Chef und seinem Assistenten darf nicht ein Löschblatt Platz haben. So gesehen gibt es inzwischen bei der neuen Organisations-Struktur keinen Platz mehr für Lars Leuenberger an den nationalen Banden – nachdem er lange Zeit Kronfavorit für die Position des U20-Nationaltrainers gewesen ist.

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    Alle Leser-Kommentare
  • deed 05.07.2016 10:40
    Highlight Gemäss NZZ verlässt Reto von Arx die Nationalmannschaft aus eigenem Willen. http://www.nzz.ch/sport/eishockey/schweizer-nationalmannschaft-auch-von-arx-geht-von-bord-ld.103847
    2 0 Melden
  • TheMan 02.07.2016 15:35
    Highlight Ich habe zweifel, ob Bern mit Fischer Meister geworden wäre. Fischer ist kein richtiger Trainer für mich. Wäre Lars Natitrainer, denke ich, hätte die Schweiz besser abgeschnitten. Lars ist einer, der die Spieler abholt, das beste aus Ihnen holt, eine Taktiker. Fischer hat nur nach vorne Spielen lassen.
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