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Tigers Topscorer Chris DiDomenico, waehrend dem Eishockey National League A Spiel, zwischen den SCL Tigers und dem EHC Kloten, am Sonntag 5. Februar  2017 in der Ilfishalle in Langnau. (PPR/Marcel Bieri)

Jubelnder Tiger: Chris DiDomenico war Publikumsliebling und Aufstiegsheld im Emmental. Bild: KEYSTONE

SCL Tigers arbeiten nach miesem Saisonstart an Chris DiDomenicos Rückkehr

Die SCL Tigers sind auf der Suche nach einem Ersatz für Aaron Gagnon. Zuoberst auf der Wunschliste steht Chris DiDomenico. Ausgerechnet.



Er war einer der charismatischsten Leitwölfe in der neueren Geschichte der SCL Tigers. Mit Chris DiDomenico schafften die Langnauer die Rückkehr in die NLA und den Klassenerhalt. Im letzten Frühjahr wurde der Kanadier aber zum Verräter. Er verliess das Emmental aus einem laufenden Vertrag heraus, um sich den Lebenstraum NHL zu erfüllen.

Von einem Stammplatz in der NHL ist er inzwischen so weit entfernt wie die SCL Tigers vom nächsten Meistertitel. Letzte Saison reichte es DiDomenico gerade mal für drei Spiele (null Punkte) und die neue Saison wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Farmteam verbringen.

Im Farmteam lebt er von der Hand in den Mund

Sein NHL-Zweijahres-Vertrag ist miserabel. Wenn er die ganze Saison in der NHL spielen könnte, bekäme er diese Saison 575'000 Dollar und in der nächsten Saison 650'000 Dollar. Brutto. Die Hälfte von diesem Betrag geht durch Steuern weg, das Auto und die Wohnung bezahlt er selber – am Ende bleibt weniger, als er in Langnau verdiente. Im Farmteam wird Chris DiDomenico gar darben: 65'000 Dollar Bruttolohn. Da bleibt dem 28 jährigen Kanadier am Ende des Monats weniger Geld als einer Kassiererin im Coop.

Kein Wunder, hat DiDomenico inzwischen seine Gewährsleute in Langnau angerufen und sich nach der Möglichkeit einer Rückkehr erkundigt. Und er ist auf offene Ohren und Arme gestossen und auch eine gut gefüllte Transferkriegskasse. Die interne Meinung ist gemacht: Ja, wenn es geht, machen wir den Deal.

Denn Chris DiDomenico kann auf dem Eis und in der Kabine die Rolle eines Leitwolfes und Leaders übernehmen – eine Rolle für die sich die drei Finnen (Ville Koistinen, Elo Eero, Antti Erkinjuntti) überhaupt nicht eignen. Und mit dem Kanadier hätten die Langnauer eine zweite Linie, die dazu in der Lage ist, Tore zu erzielen.

SCL Tigers Chris DiDomenico im Eishockey National League A Spiel zwischen dem SC Bern und den SCL-Tigers, am Freitag, 14. Oktober 2016, in der PostFinance Arena in Bern. (PPR/ Peter Schneider)

In Langnau war DiDomenico Topskorer. Bild: PPR

Reber gibt sich zugeknöpft

Langnau ist nach dem schwächsten Saisonstart seiner Geschichte (fünf Niederlagen/1 Punkt, zusammen mit der Saisonvorbereitung 12 von 13 Spielen verloren) in eine schwere Krise geraten. Selbst vor einem Jahr war es nicht so schlimm. Da standen zwar auch fünf Pleiten in Serie – aber wenigstens zwei Punkte.

Langnaus Sportchef Jörg Reber reagiert auf eine entsprechende Frage etwas unwirsch. Seine Version, «Domenico ist kein Thema», gibt er dann allerdings bald einmal auf und er dementiert nicht mehr ausdrücklich. Er weiss ja, dass der Chronist weiss, dass das Thema intern diskutiert wird. Also sagt er diplomatisch: «Chris DiDomenico will in die NHL und weilt jetzt in Ottawas Trainingscamp. Er hat dort einen Zweijahresvertrag. Mehr gibt es jetzt nicht zu sagen.»

Joerg Reber Sportchef SCL Tigers, vor dem vierten Spiel im Playoff Final der NLB, zwischen dem EHC Olten und den SCL Tigers, am Dienstag, 24. Maerz 2015, im Stadion Kleinholz in Olten. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

SCL-Tigers-Sportchef Reber. Bild: KEYSTONE

Die Frage ist nun, ob sich der Deal machen lässt. Chris DiDomenico kann in der Tat nur nach Langnau wechseln, wenn die Ottawa Senators seinen Zweijahresvertrag auflösen – und das kann dauern.

Wenn es nicht möglich ist, DiDomenico zu verpflichten, dann wird ein anderer zusätzlicher Ausländer engagiert. Die Hoffnung ist berechtigt, dass es im Gegenzug gelingen wird, für die «Nullnummer» Aaron Gagnon in Skandinavien oder in der DEL einen neuen Arbeitgeber zu finden.

Ausländischer Goalie?

Noch nicht auszuschliessen ist die Variante eines ausländischen Torhüters. Ivars Punnenovs musste in Ambri das Spiel wegen Adduktorenproblemen nach zwei Dritteln abbrechen. Wenn nur ein paar Tage Pause notwendig sind – kein Problem.

Wenn er für längere Zeit ausfallen sollte, dann brauchen die SCL Tigers einen starken zweiten Torhüter neben Damiano Ciaccio. Entweder einen Schweizer oder halt einen Ausländer. Die acht Ausländerlizenzen sind ja da, um gebraucht zu werden. Sportchef Reber hat allerdings nach nur fünf Spielen bereits fünf eingelöst.

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    Alle Leser-Kommentare
  • RoJo 19.09.2017 21:53
    Highlight Highlight Super Bericht Chlöisu! Endlich sollte jetzt einmal Reber thematisiert werden. War doch schon letzte Saison unverständlich, wie er sich den 4. Linienergänzungsspieler Gagnon andrehen liess?! Jeder, der auch nur ein einziges Spiel von ihm gesehen hat, krümmte sich beim Transfer, vor Lachen. Und noch etwas zu DiDo. Von dem könnt ihr alle halten, was ihr wollt. Er ist einer der Wenigen in der NLA, der einen Match allein entscheidet. Und wenn auch nur aufgrund seiner Assists! Go DiDo, gooo!
  • Thomtackle 19.09.2017 09:38
    Highlight Highlight So einen Spieler darfst du nie zurückholen. Er hat die Tigers unter grossem Gejammer in einer wichtigen Phase im Stich gelassen. Das wird auch in der Mannschaft nicht gut ankommen. Zudem ist er vor allem ein Schwalbenkönig.
    • sidthekid 19.09.2017 12:40
      Highlight Highlight Zum Schluss hast du deinen wirklichen Beweggrund genannt. Der Rest ist dir doch egal. Aber danke dass du dich um Tigers sorgst.
    • aby 19.09.2017 16:16
      Highlight Highlight Diving-Club Aare-Solothurn oder die Segelflieger Weissenstein sind immer offen für neue Motglieder, aber in der NL kann definitiv auf seine "Talente" verzichtet werden
  • Grundi72 18.09.2017 21:02
    Highlight Highlight DiDomenico ist kein Ausländer der in der NLA den Unterschied ausmachen kann.
  • Doeme 18.09.2017 18:12
    Highlight Highlight So wie die momentan spielen, verlieren die am Mittwoch im Cup gegen die Argovia Stars!
  • Ano Nym 18.09.2017 17:56
    Highlight Highlight Es wird fakt:hockey wird nur noch in bern gespielt! (bienne ist halt schon français, fallait pas mes chères)

    Aber ich dachte, hockey sei ein mannschaftssport...kann da ein träumer so viel bewirken?

    Und auch: natürlich geht er in die nhl wenn es ihm angeboten wird! Würden die meisten so machen (z.b Birra oder Praplan springen auch auf den wagen auf)
    als verräter würde ich eher ein scherwey bezeichnen
  • Gondeli 18.09.2017 17:05
    Highlight Highlight Ach wie toll wär das!!! Willkommen zurück DiDo! Da sind die Plee-Offs dann wirklich nur noch Formsache. Der brüllenste Tiger seit Todd Elik. Jetzt muss nur noch Räber's Jüre den Wisch vorbereiten.

    Ho-Ho-Hopp DiDo!!! Plee-Offs mir chöme !
    • Knety 18.09.2017 17:58
      Highlight Highlight Du bist doch ein Troll. Würde mich nicht wundern wenn du ein SCB Fan wärst.
    • MARC AUREL 18.09.2017 20:10
      Highlight Highlight Ja klar das muss NATÜRLICH ein SCB Fan sein... Ein Zürcher,Davoser oder Zuger käme nicht in Frage...
    • Gondeli 18.09.2017 20:23
      Highlight Highlight @Knete,
      Sie können mich Beleidigen wie immer Sie wollen... Doch rufen Sie mich NIEMALS einen SCB-Fan :-(

      Für mich gibt's nur eines: Läbeslangnou!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hayek1902 18.09.2017 16:38
    Highlight Highlight danke, endlich wieder ein SCL Artikel. Bitte als nächstes wieder ein SCB Artikel. Über die beiden Teams wird viel zu wenig berichtet.
    • hanibal79 18.09.2017 17:03
      Highlight Highlight Vielleicht kommt ja der nächste Eismeister aus Deiner Region.
    • Hayek1902 18.09.2017 18:10
      Highlight Highlight Der muss nicht aus meiner Region berichten, sondern über news aus dem schweizer hockey, nicht no-nees aus bern.
  • Mia_san_mia 18.09.2017 16:35
    Highlight Highlight Oh da sind sie in Langnau wirklich schon am verzweifeln... Wenn sie so einen schlechten Spieler zurückholen wollen, läufts wirklich nicht mehr. Der hat mit Glück ein paar Scorerpunkte gemacht und ist sonst absolut unfähig für die höchste Schweizer Liga :-) Aber als Vorbereitung für die NLB ist es vielleicht nicht mal so schlecht, dort kann man ihn noch einigermassen brauchen...
    • RedWing19 18.09.2017 17:02
      Highlight Highlight Hmm, in einer allfälligen Ligaquali gegen die Lakers würde er - wie vor zwei Jahren - ohne weiteres noch genügen. (Damals so um die 2 Punkte pro Spiel)

      Die entscheidende Frage, die sich mir allerdings stellt: schaffen es die Lakers endlich mal in die Ligaquali? ;)
    • mad_aleister 18.09.2017 17:27
      Highlight Highlight zwei grossmäuler...
    • play off 18.09.2017 17:33
      Highlight Highlight Ist das Ziel von Laungnau die Ligaquali? Ok, evt. für ein Team, dass in ca. 20 NLA Saisons einmal in den Playoffs waren schon. Da haben die Lakers aber einen grossen Vorsprung auf euch!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roaming212 18.09.2017 16:23
    Highlight Highlight Langnau braucht eher fähige Verteidiger, das Toreschiessen ist ja nicht unbedingt ein Problem. Kann nicht sein, dass man wie gegen ZSC nach einem Gegentreffer gleich auseinander fällt. Die meisten Gegentore der Liga ist ja auch eine Tatsache.
    • mad_aleister 18.09.2017 17:32
      Highlight Highlight sehe ich ähnlich. die verteidigung ist zu klein, zu wenig wasserverdrängung... oder um eismeisters worte zu gebrauchen: "schlicht z'wenig bös!"

Der Grösste aller Zeiten geht – im Stil des Grössten aller Zeiten

Arno Del Curto (62) ist nicht mehr Trainer in Davos. Eigentlich unvorstellbar. Ein trauriger Tag für unser Hockey? Nein. Arno Del Curto verlässt die Arena als Sieger.

Die erste spontane Reaktion kommt von Chris McSorley: «One of the saddest days I've had since 2001».

Der Kanadier, der im Wesen und Wirken Arno Del Curto am nächsten kommt, hat recht und wieder auch nicht. Natürlich ist es hockeytechnisch ein trauriger Tag, wenn Del Curto sein Amt niederlegt. Nun ist McSorley der «Dinosaurier» der Liga. Er arbeitet seit 2001 in Genf und es passt, dass ausgerechnet er am Freitag der nächste Meisterschafts-Gegner der Davoser ist.

Aber es gibt auch eine andere …

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