Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUM BEGINN DER NATIONAL LEAGUE A SAISON 2016/17 STELLEN WIR IHNEN HEUTE, FREITAG, 2. SEPTEMBER 2016, FOLGENDE TORHUETER-PORTRAITSERIE ZUR VERFUEGUNG (DIE TORHUETER DER VERBLEIBENDEN  4 KLUBS FOLGEN AM FREITAG, 9. SEPTEMBER) --- Portrait of Sandro Zurkirchen (39), goaltender of Swiss National League A hockey club HC Ambri-Piotta, in Biasca, Switzerland, on August 26, 2016. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Sandro Zurkirchen (39), Torhueter des National League A Eishockeyclubs HC Ambri-Piotta, portraitiert am 26. August 2016 in Biasca. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Diese Augen spielen nächste Saison für Lausanne – oder wird Zurkirchen nur die Nummer 2? Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Sandro Zurkirchen – nächste Saison die teuerste Nummer 2 aller Zeiten?

Ein historischer Abend: Nach dem Cup-Out von Davos wird erstmals in diesem Jahrhundert ein «Kleiner» einen Titel gewinnen. Vielleicht sogar erstmals seit 1973 ein welscher Klub. Eine Zeitenwende?



Davos, Lugano, der SC Bern und die ZSC Lions haben im 21. Jahrhundert alle Titel abgeräumt. Und seit 1973 (La Chaux-de- Fonds) hat nie mehr ein welscher Klub irgendetwas gewonnen.

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Playoffs 1985/86

Nun sind Davos, Lugano, der SCB und die ZSC Lions nicht mehr im Cup dabei. Lausanne, Servette, Zug und entweder Kloten oder Langenthal stehen im Halbfinale. In jedem Fall wird ein in diesem Jahrhundert noch «titelloser» Klub im Cup triumphieren.

Vielleicht ist es ja auch das erste Wetterleuchten einer Zeitenwende. In diesen Tagen habe ich erstmals von einem wirklichen Kenner die Befürchtung gehört, Lausanne könnte in drei bis vier Jahren die Meisterschaft gewinnen.

Lausanne zahlt gut

Lausanne Schweizer Meister? Kann das sein? Nun, die nordamerikanischen Besitzer, die zuvor beinahe Kloten ruiniert haben, sind offenbar gewillt, ohne Rücksicht auf Verluste Geld zu investieren. Damit es in drei Jahren in der neuen Arena in Lausanne rockt.

Patinoire de Malley, Lausanne.

Aktuell spielt Lausanne noch hier in der Patinoire de Malley. Bild: slapshot.ch

Lausannes tüchtiger Sportchef Jan Alston mischt den Transfermarkt jedenfalls auf – ohne dass er bisher in der alemannischen Schweiz richtig in die Schlagzeilen geraten ist. «Mit Lugano haben wir leben gelernt» sagten kürzlich zwei wichtige Manager von Deutschschweizer Hockeyunternehmen übereinstimmend. Weiter sagten sie:

«Aber nun gibt es mit Lausanne einen zweiten Klub, der die Löhne hochtreibt.»

Verlässliche Gewährsleute erzählen, Klotens Verteidiger Lukas Frick werde nächste Saison in Lausanne über 400 000 Franken verdienen. Und Jan Alston habe Gaëtan Haas über 500 000 Franken offeriert. Biels «Jahrzehnt-Talent» hat für wesentlich weniger Geld beim SCB unterschrieben. Und auch das künftige Gehalt von Torhüter Sandro Zurkirchen (diese Saison noch Ambri) beginnt in Lausanne offenbar mit einer «4».

Switzerland's goaltender Sandro Zurkirchen speaks to the reports, after a training session of the IIHF 2016 World Championship at the practice arena of the Ice Palace, in Moscow, Russia, Monday, May 9, 2016. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

Sandro Zurkirchen spielt ab nächster Saison für Lausanne. Bild: KEYSTONE

Womit wir bei einem Thema sind, das zu den Eigenheiten unseres Hockeys gehört: Verträge lange vor der Zeit unterschreiben.

Gardner, Vrabec und Co.

Einst erregte es Aufsehen, als Ryan Gardner, damals noch bei den ZSC Lions, schon im September 2009 bereits für die kommende Saison beim SCB unterschrieb. Heute sind solche Vertragsabschlüsse gang und gäbe. Und bei unserem liberalen Arbeitsrecht sowieso nicht zu verhindern.

Ryan Gardner von Lugano, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League A zwischen dem HC Davos und dem HC Lugano, am Sonntag, 25. September 2016, in der Vaillant Arena in Davos. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Aktuell ist Ryan Gardner wieder für Lugano im Einsatz. Bild: KEYSTONE

Diese Verpflichtungen vor der Zeit haben bis heute keine Karriere geknickt. Zumal erst ein Trainer einen Spieler auf die Tribune setzte, der bereits beim Gegner unterschrieben hatte: Luganos John Slettvoll verbannte Thomas Vrabec während des Playoff-Finals von 1990 gegen den SC Bern aus der Mannschaft. Weil der Bündner schon beim SCB einen Kontrakt signiert hatte. Lugano wurde auch ohne Vrabec Meister.

Umfrage

Was sagst du dazu, wenn ein Spieler sein Wechsel auf die nächste Saison vorzeitig bekanntgibt?

  • Abstimmen

1,160

  • Kein Problem, das sind Profis und sollten die richtige Einstellung haben.36%
  • Mir doch egal, man kann es ja sowieso nicht verhindern.20%
  • Nicht gut, damit entstehen sofort Gerüchte und Verschwörungen.44%

So viel Mut fehlt heute den Coaches. Ambri müsste Gauthier Descloux (20) einsetzen, die aktuelle Nummer zwei. Um herauszufinden, ob er künftig die Nummer 1 in der NLA sein kann. Auf die Frage, warum er immer noch Sandro Zurkirchen (26) spielen lasse, sagt Trainer Hans Kossmann: «Ich muss Spiele gewinnen.»

Ambri's goalkeeper Gauthier Descloux during the preliminary round game of National League A (NLA) Swiss Championship 2016/17 between HC Lugano and HC Ambri Piotta, at the ice stadium Resega in Lugano, Switzerland, Saturday, September 10, 2016. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Gauthier Descloux ist in Ambri aktuell nur zweite Wahl, Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Und doch ist nicht ganz auszuschliessen, dass die verfrühte Vertragsunterschrift doch einmal in die Karrieren-Sackgasse führt. Sandro Zurkirchen und sein schlauer Agent Gaëtan Voisard gehen von einer glänzenden Zukunft in Lausanne aus. Als Torhüter Nummer eins.

«Zuri» nur die Nummer 2?

Oder ist Sandro Zurkirchen nur eine Notlösung? Alston setzt alles daran, Reto Berra (29) für nächste Saison zu bekommen. Dessen Agent, André Rufener, schliesst jegliche Rückkehrabsichten aus und setzt auf eine Karriere-Fortsetzung in Nordamerika. Immerhin bestätigt er: «Ja, Jan Alston hat sich erkundigt.»

Dallas Stars' Adam Cracknell, left, shoots the puck on Florida Panthers' goalie Reto Berra during NHL hockey preseason action in London, Ontario, Sunday, Oct. 2, 2016. (Dave Chidley/The Canadian Press via AP)

Reto Berra bleibt wohl eher noch in Nordamerika. Bild: AP/The Canadian Press

Ob Reto Berra einen neuen Vertrag in Nordamerika bekommt oder in die NLA zurückkehrt, entscheidet sich womöglich erst im Juli 2017. So lange kann Lausanne nicht warten. Deshalb ist jetzt erst mal Sandro Zurkirchen verpflichtet worden – so hat man wenigstens den Spatz in der Hand falls die Taube auf dem Dach nicht kommt.

Gelingt es, Reto Berra zu verpflichten, dann wird Sandro Zurkirchen zur Nummer zwei degradiert. Immerhin wäre er dann die teuerste Nummer zwei in der Geschichte unseres Hockeys.

Die Cup-Blamagen der NLA-Klubs in der Neuzeit

Unvergessene Eishockey-Geschichten

Bobby Orr entscheidet mit dem «Flying Goal» den Stanley-Cup-Final

Link zum Artikel

Ralph Krueger schreibt das wichtigste SMS der Schweizer Hockey-Geschichte 

Link zum Artikel

Deutschland verpasst die grosse Sensation, weil der Puck auf der Linie kleben bleibt

Link zum Artikel

NHL-Star Darryl Sittler stellt einen Rekord für die Ewigkeit auf

Link zum Artikel

04.01.1987: Als nach der grössten Prügelei aller Zeiten die Lichter ausgingen und ein Spiel die Eishockey-Welt veränderte

Link zum Artikel

16.01.1905: Nach 23 Tagen Anreise werden die Dawson City Nuggets im Stanley-Cup-Final mit 2:23 vermöbelt

Link zum Artikel

19.10.1996: Del Curto klärt seine Spieler auf: «Zum Schiri nüma ‹Fuck you› sägä, äs git zwei Minuta, hä!»

Link zum Artikel

24.02.2006: Neunmal das F-Wort in einer Minute – Greg Holst macht sich mit legendärem Ausraster-Interview unsterblich

Link zum Artikel

14.05.2008: Philippe Furrer schiesst das kurioseste Eigentor der Schweizer Hockey-Geschichte

Link zum Artikel

10.10.1979: Ein gewisser Wayne Gretzky bestreitet sein erstes Spiel in der NHL – er wird sämtliche Rekorde pulverisieren

Link zum Artikel

18.02.2006: Die «Eisgenossen» spielen kanadischer als die Kanadier und rächen sich für eine uralte Schmach

Link zum Artikel

11.03.1979: NHL-Haudegen Randy Holt prügelt sich zu einem bis heute gültigen Rekord – 67 Strafminuten in einem einzigen Spiel

Link zum Artikel

08.04.1980: Sie wissen nicht, was sie tun, als sich zwei Schweden als erste Hockeyspieler einen Playoff-Bart wachsen lassen

Link zum Artikel

28.01.2009: Die Zürcher Löwen krönen sich zu Europas Eishockey-Königen

Link zum Artikel

24.03.1936: Im längsten Hockey-Spiel aller Zeiten fällt das goldene Tor erst im 9. Drittel – um 2.35 Uhr nachts

Link zum Artikel

28.12.1999: «La Montanara» erklingt in Berlin – Ambri krönt sich zum europäischen Champion

Link zum Artikel

31.03.2009: Nie haben wir uns mehr über ein Tor gegen die Schweizer Nati gefreut als bei Omarks Penalty-Trick

Link zum Artikel

22.09.2012: Rick Nash meldet sich mit einem Blitz-Hattrick in der Schweiz zurück

Link zum Artikel

30.12.1981: Wayne Gretzky schafft den verrücktesten seiner Rekorde: 50 Tore in 39 NHL-Spielen

Link zum Artikel

26.12.1993: Dank Chomutow und Bykow träumt Aufsteiger Davos vom ersten Spengler-Cup-Titel seit 35 Jahren

Link zum Artikel

Amerikas College-Boys erlegen den russischen Bären

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Warum Donald Trump 2020 wiedergewählt wird – und warum nicht

Link zum Artikel

Ein 3-jähriges Mädchen zerstört eine Fliege – das macht dann 56'000 Franken

Link zum Artikel

«Kann man sich in einen guten Freund verlieben?»

Link zum Artikel

Bella Thorne wird mit Nacktfotos erpresst

Link zum Artikel

Federer vor Halle-Auftakt: «Rasen hat seine eigenen Regeln – vor allem für mich»

Link zum Artikel

We will always love you – vor 60 Jahren veröffentlichte Dolly ihre erste Single

Link zum Artikel

Fazit nach Frauenstreik: Hunderttausende Menschen protestierten für Gleichstellung

Link zum Artikel

«Er hat nicht unrecht» – das sagt Christoph Blocher zu SVP-Glarners Handy-Terror

Link zum Artikel

Du willst dein Handy sicherer machen? Dann solltest du diese 10 Regeln kennen

Link zum Artikel

FCB-Sportchef Streller tritt mit emotionalem SMS zurück: «Es bricht mir s’Herz»

Link zum Artikel

Trump hat sich im Persischen Golf verzockt

Link zum Artikel

5 Action-Heldinnen, die die Filmwelt ordentlich gerockt haben

Link zum Artikel

Preisgeld-Vergleich: So viel mehr kassieren Männer im Sport als Frauen

Link zum Artikel

14 Gründe, warum die Frauen heute streiken

Link zum Artikel

«Das stimmt einfach nicht» – Martullo-Blocher wird in der «Arena» vorgeführt

Link zum Artikel

Nach Handy-Terror: Betroffene Mutter rechnet mit SVP-Glarner ab – und wie

Link zum Artikel

Trump setzte Kopfgeld auf unschuldige Schwarze aus – jetzt melden sie sich zu Wort

Link zum Artikel

9 spannende Geisterstädte und ihre Geschichten

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lindros88 23.11.2016 13:33
    Highlight Highlight Über 400'000 für Frick, der bei Kloten einen Fehlpass nach dem anderen spielt? Jeder Fan von Kloten läuft der Angstschweiss von der Stirn wenn er im eigenen Drittel einen Pass spielt!
    Wirklich gut investiertes Geld für Lausanne!
    • Santale1934 23.11.2016 14:39
      Highlight Highlight Will nicht wissen, was Lausanne dann einem Top-Verteidiger zahlen wird... xD
    • Chloote 24.11.2016 07:14
      Highlight Highlight Auch ich weine diesem Fehlpass - Frick keine Träne nach.
      Verückt finde ich einfach wieder einmal, das man einer solchen "Pfeife" noch einen solchen Betrag von CHF.400'000 bezahlt.
      Frick ist erst 21.Jahre Alt und ist diese Summe in keinem Verhältniss Wert!
      Zum Glück will und kann der EHC Kloten dieses Geldspiel nicht mehr mitmachen und lässt Frick halt ziehen.
      Irgendwann gibt es dann auch in Lausanne einen Knall und die Kanadischen Investoren ziehen sich zurück wie damals in Kloten!
      Dann wird dann der Lausanne Traum vom Serien Schweizermeistertitel blos noch ein Alptraum sein.

Biel erstmals seit 28 Jahren im Playoff-Halbfinal: «Können zufrieden und stolz sein»

Der EHC Biel steht zum ersten Mal seit 1990 in den Playoff-Halbfinals der National League. Die Seeländer gewinnen das sechste Viertelfinalspiel auswärts gegen Davos 5:2 und entscheiden damit die Serie mit 4:2 Siegen für sich.

» Hier gibt' den Liveticker zum Nachlesen.

Mit einer souveränen und abgeklärten Leistung qualifizierte sich der EHC Biel als letztes Team für die Playoff-Halbfinals. In Davos gewannen die Seeländer das Spiel 6 mit 5:2. Nächster Gegner ist der HC Lugano.

Die Entscheidung vor enttäuschenden 4500 Fans in Davos fiel bereits im Mitteldrittel. Nachdem die Bündner zum 1:1 ausgeglichen hatten, nahm ihnen Toni Rajala mit dem 2:1 nur 140 Sekunden später gleich wieder den Wind aus den Segeln (25.). Mauro …

Artikel lesen
Link zum Artikel