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Arno del Curto bleibt der grosse Weibler an der HCD-Bande. Bild: KEYSTONE

Arno Del Curto – aus dem Konkubinat ist wieder eine HCD-Ehe geworden

HCD-Trainer Arno Del Curto arbeitet erstmals seit vier Jahren wieder in geordneten Verhältnissen. Er hat doch tatsächlich einen Vertrag unterschrieben und ist nach wie vor ein «Billig-Trainer».

31.05.15, 10:02 31.05.15, 10:35


Im Sommer 1996 hat Arno Del Curto (58) den HCD übernommen. Seine Beziehung zum Klub war jahrelang durch einen schriftlich unterschriebenen Arbeitsvertrag legalisiert. Im Laufe der Zeit ist aus Arno Del Curto ein Kulttrainer und eine der bekanntesten Persönlichkeiten der helvetischen Zeitgeschichte geworden. Und der erfolgreichste und charismatischste Hockeytrainer ausserhalb der NHL.

Die letzten vier Jahre hat der Engadiner beim HCD ohne schriftlichen Kontrakt gearbeitet. Sein Verhältnis zum HCD war also sozusagen ein Konkubinat. Als Konkubinat wird eine dauerhafte, nicht verheimlichte, aber nicht durch das Arbeits- oder Eherecht schriftlich geregelte Beziehung bezeichnet. An und für sich war das nie ein Problem: Auch mündlich abgeschlossene Verträge sind rechtsgültig.

Del Curto mit HCD-Präsident Gaudenz Domenig. Bild: KEYSTONE

Während seiner letzten vierjährigen Amtsperiode hat sich der Hockey- Nonkonformist hartnäckig geweigert, einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben – nicht einmal die Aussicht auf einen wunderbaren, nigelnagelneuen Edelfüllfederhalter als Prämie fürs unterschreiben konnte ihn umstimmen.

Präsident Gaudenz Domenig hatte ihm eine Edelfeder als Geschenk für den Fall einer Unterschrift angeboten. Dem international tätigen Wirtschaftsanwalt wäre halt bei einer schriftlichen Regelung der Zusammenarbeit mit seinem wichtigsten Angestellten schon wohler gewesen.

Nun kann der HCD-Präsident aufatmen. Arno Del Curto hat zwar den angebotenen Sechsjahresvertrag abgelehnt. Aber er hat einen Einjahresvertrag unterschrieben. «Ja, ich habe einen Vertrag unterschrieben», bestätigt Arno Del Curto. Ist es wahr, hat er richtig, ganz konventionell, seine Unterschrift auf ein Papier gesetzt? «Ja, ja, so ist es.» Und dadurch ist aus dem Konkubinat wieder eine Ehe geworden.

30'000 statt 22'000 Franken monatlich

Präsident Gaudenz Domenig hat erklärt, es werde für Arno Del Curto beim neuen Vertrag eine Lohnaufbesserung von mehr als 20 Prozent geben. Der bisherige Monatslohn betrug 22'000 Franken. Er kommt nun, wenn der Präsident Wort gehalten hat – woran nicht zu zweifeln ist – , neu auf knapp 30'000 Franken im Monat. Gemessen an dem, was Arno Del Curto für den HCD leistet, ist er eigentlich immer noch ein «Billig-Trainer».

«Alles paletti, ich bleibe.» Bild: Patrick Straub/freshfocus

Der Einjahresvertrag hat den Vorteil, dass wir ab dem Spengler Cup wieder das Ritual der Koketterie geniessen dürfen. Koketterie bedeutet, die Aufmerksamkeit anderer zu erregen und so zu gefallen. Es sind diese unterhaltsamen Spekulationen, ob denn Arno Del Curto bleiben oder gehen wird.

Die ewigen Spekulationen um Lugano und Bern

Sollte Lugano diese Saison unter Patrick Fischer nicht grandios spielen und beim Spengler Cup den Sieg verpassen, so können wir uns garantiert an den Spekulationen der Tessiner Chronisten über einen Wechsel von Arno Del Curto zum HC Lugano erfreuen. Angeblich wird dann Präsidentin Vicky Mantegazza eine Million netto als Lohn bieten. Und natürlich wird dann auch über einen Wechsel zum SC Bern fabuliert.

Del Curto wie er leibt und lebt. gif: srf

Am Ende wird Arno Del Curto auch im Frühjahr 2016 wieder um ein Jahr verlängern. Vielleicht nicht schon Ende Mai, sondern erst im Juni oder im Juli. Es wäre doch schade, wenn Arno Del Curto den offerierten Sechsjahresvertrag beim HCD unterschrieben hätte. Mindestens hundert Geschichten könnten nicht geschrieben werden. Und es muss wieder einmal gesagt sein: Ach, wie würde es rocken und rollen, wenn Arno del Curto Bandenleitwolf beim SCB wäre! Seine Karriere wird für immer eine unvollendete sein, wenn er nie den SC Bern trainiert hat.

Alle Schweizer Eishockey-Meister seit Einführung der Play-offs 1985/86

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MARC AUREL 31.05.2015 18:09
    Highlight wenn man bedenkt wie ausgeglichen unsere Liga ist dann kann man die Berner nicht gross kritisieren da Lugano,ZSC und Kloten mehr Geld ausgeben. Dazu gibt Davos,Zug und Fribourg sicher nicht soooo viel weniger Geld aus für ihre Kader. Über die Anderen Klubs müssem wir nicht diskutieren.
    7 6 Melden
  • Amboss 31.05.2015 13:55
    Highlight Den SCB trainieren.... Ein Verein mit einer inkompetenten Führung, überalterten ungeeigneten Spielern und überzogenen Erwartungen.
    Tue dir das nicht an, Arno. Deine Trainer-Karriere ist schon komplett, auch ohne SCB.

    oder mach etwas ganz anderes verrücktes. ZB den HC Ambri-Piotta zum Schweizer Meister coachen. Das passt besser zu dir
    26 9 Melden
    • MARC AUREL 31.05.2015 16:29
      Highlight ja, so inkompetent das sie in den letzten 5 Jahren 2× Meister und 1× Vize wurden Amboss!
      9 11 Melden
    • Pascal Mona 31.05.2015 17:29
      Highlight Die letzten 5 Jahre wurde der scb 1x Meister! Die letzten 5 Meister waren Davos, zsc, scb, zsc und hcd. Nimmst du dann noch ein Jahr dazu stimmts schon eher lieber marc. Ob das dann den Ansprüchen des scb entspricht (in den letzten 10 Jahren 2 x Meister) sei dann dahingestellt.
      12 5 Melden
    • Amboss 01.06.2015 08:40
      Highlight @ Marc: Abgesehen davon, dass das mit den 5 Jahren nicht stimmt: Schauen sie das Kader des SCB an. Grosse Namen ohne Konzept zusammengekauft. Und den Meistertrainer entlassen und durch ein Grossmaul ersetzt.
      Und alles was nicht "Meister" heisst ist zu wenig.

      Nee, Arno kann beim SCB nichts erreichen. Beim HCD kann er seine Ideen umsetzen und bekommt auch mal die Zeit, die Saisons lang im Viertelfinale auszuscheiden und in der Zeit die Mannschaft umzubauen.
      Beim SCB undenkbar.
      6 3 Melden
    • MARC AUREL 01.06.2015 10:36
      Highlight wenn sie kein Konzept hätten dann wären sie nicht 2× Meister und 1× Vive lieber Amboss.. und ob 5 oder 6 Jahren müssen wir nicht diskutieren aber es ist eine Tatsache das Bern und Züri die letzten 6 Jahren klar geprägt haben und am konstantesten von allen waren bis auf 1× Playouts ob es dir passt oder nicht. Dazu
      zusammen mit Lugano seit einführung der Playoffs (1986) am meisten Titeln gewonnen.
      4 6 Melden
  • 6f7Dude 31.05.2015 11:16
    Highlight Da del Curto einer (wenn nicht der) beste/erfolgreichste Trainer ausserhalb der NHL ist, glaube ich nicht, dass ein Aufenthalt in Bern seinen Ruf noch verbessert.
    40 4 Melden
  • Goon 31.05.2015 10:35
    Highlight Wohin ist mein Kommentar hin der laut Userprofil veröffentlicht sein sollte?
    10 7 Melden
    • Petar Marjanović 31.05.2015 10:55
      Highlight Kritik ist berechtigt. Aber bitte anständig.
      18 16 Melden
    • Goon 31.05.2015 11:10
      Highlight Ja war wohl ein bischen grenzwertig. Aber solch ein Artikel, oder besser gesagt Schlusssatz, kann einen Hardcore-Fan enorm reizen.
      14 3 Melden
    • Mia_san_mia 31.05.2015 13:04
      Highlight @petar.marjanovic: Ihr solltet besser mal schauen, was Euer Zaugg hier seit langem macht. Auch wenns Heute ausnahmsweise kein Langnau Artikel ist, werden wir normalen Hockeyfans schon lange von damit belästigt. Obwohl hier bei den Kommentaren immer wieder berechtigte Kritik kam, hat Niemand von Watson darauf reagiert! Meines Wissens ist Watson eine Seite die in der ganzen Land genutzt wird undd eigentlich tolerant sein sollte gegenüber verschiedenen Meinungen. Aber von diesem Herrn Zaugg liest man zum grössten Teil Berichte über seinen Lieblingsverein und von seinen Fans wird amn dann noch beleidigt, wenn man das zurecht kritisiert.
      19 16 Melden
    • goschi 31.05.2015 17:04
      Highlight @-Thomas-, bedenken Sie aber bitte, dass die "Eismeister Zaugg"-Reihe reine Kommentare sind und damit die persönliche Meinung des Schreibenden widergeben, Kommentare dürfen (und sollen sogar) persönlich gefärbt sein und in Kommentaren darf auch eine Einseitigkeit vorherschen.
      11 7 Melden
    • Amboss 01.06.2015 08:50
      Highlight @-Thomas-:
      Der Eismeister ist eine Kolumne, welche die persönliche Meinung des "Chronisten" aufzeigt.
      Und ja, er bringt etwas viel zum Thema Langnau.
      Aber er belästigt doch niemanden. Wenn ich zB das Thema "Langnau" sehe, dann lese ich den Artikel einfach nicht. Machen Sie das doch auch einfach...

      Ich mag diese Kolumne, auch wenn ich manchmal anderer Meinung bin.
      11 2 Melden
    • Mia_san_mia 02.06.2015 03:42
      Highlight Klar soll so eine Kolumne persönlich gefärbt sein, aber die Themen sollten ein bisschen vielseitiger sein. Sonst soll er auf einem Langnau-Forum weitermachen.
      1 4 Melden
    • goschi 02.06.2015 08:30
      Highlight Werden Sie denn alleine durch einen Langnau-Artikel (oder meinetwegen auch deren 10) persönlich beleidigt?
      Dies muss sein, so enragiert wie Sie reagieren.

      Lesen Sie die Kolumne doch einfach nicht, dann müssen Sie sich auch nicht darüber aufregen.
      4 0 Melden
    • Mia_san_mia 04.06.2015 07:49
      Highlight @goschi: Persönlich beleidigt bin ich sicher nicht. Wie kommst Du auf die Idee?
      0 0 Melden
    • goschi 04.06.2015 14:38
      Highlight Weil Sie derartig reagieren, als ob.
      0 0 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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