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Chris DiDomenico verlässt die SCL Tigers in Richtung NHL. Bild: PPR

Verrat in Zeiten des Abstiegskampfes – Chris DiDomenico per sofort in die NHL

Langnaus kanadischer Leitwolf Chris DiDomenico (28) hat die SCL Tigers verlassen. Nach dem seltsamsten Transfer der Neuzeit reiben sich die Langnauer heimlich die Hände.

27.02.17, 13:10 27.02.17, 16:29

Er hat seit dem 11. November gerade mal drei Tore erzielt und eines davon ins leere Netz. Nach ungenügendem Sommertraining musste er zwischendurch schon mal für eine Partie aussetzen damit der Schnauf noch reicht. Und nun wechselt Chris DiDomenico per sofort zu Guy Bouchers Ottawa Senators in die wichtigste Hockeyliga der Welt.

Ohne Einwilligung der SCL Tigers könnte der Kanadier nicht in die NHL wechseln. Keine NHL-Organisation verpflichtet einen Spieler, der anderorts einen gültigen Vertrag hat und nicht ausdrücklich aus diesem Vertrag freigegeben wird.

Warum lassen die SCL Tigers in einer so heiklen Phase der Saison ihren Topskorer trotzdem ziehen? Sie können ihn ja nicht mehr ersetzen. Es sind praktische und vernünftige Überlegungen.

Geben wir Langnaus Präsident Peter Jakob das Wort – und wir werden verstehen, wie es zu diesem «Verrat» in Zeiten des Abstiegskampfes kommen konnte.

«Die Art und Weise wie er uns verlässt, goutieren wir nicht.»

Peter Jakob

«Am letzten Donnerstag konfrontierte uns Chris DiDomenico mit einer NHL-Offerte. Er könne mit einem Einwegvertrag bis Ende Saison nach Ottawa wechseln und bekomme für die nächste Saison einen Zweiwegvertrag. Er war sehr emotional. Als wir ihm erklärten, er könne uns jetzt nicht verlassen, sagte er, seine Karriere sei zerstört, wenn er nicht in die NHL wechseln dürfe. Er habe sein ganzes Leben lang auf diese Chance gewartet. Da ist uns klargeworden, dass es keinen Sinn macht, ihn festzuhalten. Er ist ein sehr emotionaler Spieler und ein frustrierter Chris DiDomenico hätte uns nichts mehr gebracht und wahrscheinlich sogar Unruhe in die Mannschaft getragen.

Tigers-Präsident Peter Jakob. Bild: KEYSTONE

Wir haben noch eine Kompromisslösung gesucht. Ein Wechsel per sofort nach Ottawa und Ottawa hätte uns den Spieler leihweise bis zur Entscheidung in unserer Meisterschaft überlassen. Aber das war nicht machbar. Und so haben wir am Sonntagabend den Vertrag mit sofortiger Wirkung aufgelöst und Chris DiDomenico den Wechsel in die NHL ermöglicht. Wir erhalten keine Ablösesumme. Aber es ist in diesem Fall auch nicht um Geld gegangen. Chris DiDomenico hat viel für uns geleistet und wir sind ihm dafür dankbar. Aber die Art und Weise wie er uns verlässt, goutieren wir nicht und er hat uns mit diesem Abgang enttäuscht.»

Die Freigabe ist ein vernünftiger und letztlich der einzig mögliche und richtige Entscheid. Wer jetzt denkt, die Emmentaler seien etwas gar nachgiebig, täuscht sich. Es gibt zu dieser Entscheidung nämlich noch einen Hintergedanken, den niemand ausspricht, ja, der jeder weit von sich weist: Chris DiDomenico hätte noch einen Vertrag für die nächste Saison gehabt. Der Kanadier ist nach wie vor sehr populär bei den Fans. Aber seine Leistungen entsprachen diese Saison bei weitem nicht mehr seiner Popularität. «Dido» ist inzwischen einer der meistüberschätzten Spieler der Liga.

NHL-Professionalität nicht überschätzen

Eine vorzeitige Vertragsauflösung per Ende Saison wegen ungenügenden Leistungen hätte eigentlich ein Thema sein müssen. Aber die hätte sich Sportchef Jörg Reber nicht leisten können. Ein Sturm der Entrüstung wäre durchs Tal der heulenden Winde gefegt. Nun sind die Langnauer Chris DiDomenico auf eine ganz elegante Art und Weise losgeworden – und stehen erst noch als bedauernswerte Opfer der amerikanischen Hockey-Imperialisten und eines «Verräters» da.

Der «Verrat» ist zwar schändlich. Ein Spieler verlässt sein Team von einem Tag auf den anderen in der entscheidenden Phase der Saison und zu einem Zeitpunkt, zu dem es nicht mehr möglich ist, einen Ersatzmann zu verpflichten. Das hat es so in der Neuzeit noch nicht gegeben. Aber das sportliche Risiko ist überschaubar: Die Langnauer belegen mit elf Punkten Vorsprung den rettenden 10. Platz und es sind nur noch sechs Partien zu spielen. Fällt nicht noch der Kirchturm auf den Bären, dann sind die Langnauer gerettet.

Die Karriere von Chris DiDomenico ist mit diesem Transfer zumindest in der Schweiz zu Ende. Er wird sich in der NHL nicht durchsetzen und einen ähnlich guten Vertrag wie in Langnau in der NLA nicht mehr bekommen. Den Schwefelgeruch des Verräters wird er nicht mehr los.

Das Trainerduo bei Ottawa: Guy Boucher (l.) und Marc Crawford. Bild: AP/The Canadian Press

Die Frage ist, wie denn das Ottawas famoses Trainerduo Guy Boucher/Marc Crawford dazu kommt, einen Stürmer wie Chris DiDomenico zu verpflichten. Nun, letzte Saison war der Kanadier überragend, ganz besonders auch in den Partien gegen die ZSC Lions und Bern – und letzte Saison haben ja Guy Boucher und Marc Crawford noch in Bern bzw. Zürich gearbeitet. So einfach ist das. Wir sollten die Professionalität der NHL-Organisationen nicht überschätzen.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Ruud76 27.02.2017 23:18
    Highlight ja genau, dieser faule Schwalbenkönig schafft es, sich in der NHL durchzusetzen😂😂😂 sorry Tigers, ich gönne eich diesen Abgang von Herzen. Der hats einfach nicht mehr gebracht. Seid froh...
    19 5 Melden
  • franklyn 27.02.2017 23:13
    Highlight Das DiDomenico seinen Weg geht, verstehe ich völlig, jedoch eine Sache kann ich nicht ganz nachvollziehen; in der NLA gibt es weitaus bessere Ausländische Akteure welche es verdient hätten in der NHL zu spielen (beispielsweise Arcobello, Klasen oder Earl etc.). Warum wurden diese nicht gegenüber DiDomenico bevorzugt? Ich sehe DiDomenico eher als durchschnittlichen Ausländer in der NLA. Im übrigen stehen die PlayOffs vor der Tür, allen Interessierten wünsche ich viel Spass bei den Spielen :)
    13 2 Melden
  • RoJo 27.02.2017 23:03
    Highlight Verstehe die Polemik um Dido nicht! Einzelsportler/Mannschaftssportler?! Kann den Spiess umdrehen und klagen:Wenn es (Mannschafts-)Kollegen sind, klopften sie ihm auf die Schulter, dankten ihm für die tolle Zeit und wünschen ihm viel Erfolg. Wir werden den Karren schon reissen, mach dir keine Sorgen! Und noch etwas: Wer glaubt, diesen genialen Spieler aufgrund seiner Tore zu beurteilen, hätte etwas genauer hinschauen sollen! In der NLA gibt es wenige Spieler, welche bei (fast) jedem Einsatz für solche Gefahr wie er sorg(t)en! Wie war das mit Todd Elik?! Wie viele Tore hat er erzielt? Danke DD
    7 10 Melden
    • anje 28.02.2017 12:38
      Highlight Ja, er sorgte jeweils für Gefahr: dass der Gegner eine Strafe kassiert!
      2 5 Melden
  • Lars Ochsenbein 27.02.2017 19:51
    Highlight "Tschou zäme" hiess eine berühmte Emmentaler Mundartband, tschou zäme sagt nun Dido. Und "mira" können die Langnauer entgegnen, denn sie sind stark genug, so dass sie diesen Abgang gut verkraften können. Ist der Dido-Hype einmal weg, bleibt nur die Erinnerung an einen Spieler, der ein schnelles Spitzenhockey bot, diese Saison aber nicht mehr an alte Leistungen anknüpfen konnte. Junge und erfolgshungrige Talente werden ihn bald vergessen machen.
    27 6 Melden
    • Der müde Joe 27.02.2017 22:20
      Highlight Gut gebrüllt Tiger!👍🏼 es nützt nichts vergangenen Zeiten, oder Spieler hinterher zu trauern. Neue Spieler bedeuten auch wieder neue Chancen. Etwas was viele (nicht alle) Kloten-Fans auch noch lernen müssen. Immer wieder werden die Stars von früher hervorgehoben. Es sind schöne Erinnerungen, und das sollen sie auch bleiben. Die Spieler von heute sollten gefeiert werden, nicht die von gestern.
      8 0 Melden
  • Herren 27.02.2017 19:45
    Highlight Dido wäre schön blöd gewesen, für ein paar Kehraus-Spiele im abgelegenen Emmental die (wahrscheinlich einmalige) NHL-Chance ziehen zu lassen.
    Ein Herr Zaugg würde auch nicht zögern, bei einer seriösen Zeitung wieder voll ins Geschäft einsteigen zu können.
    37 8 Melden
  • hanibal79 27.02.2017 19:37
    Highlight Keine Ahnung was man dazu sagen soll? Wie es andere schon geschrieben haben, ist Eishockey ein Mannschaftssport und es muss halt auch ohne DiDo gehen. Er hätte sich ja auch verletzen können. . .
    Hoffentlich schaffen die Langnauer den Ligaerhalt und DiDo kann sich in Ottawa durchsetzten. Ich glaube, dies wäre für alle Beteiligten das Beste.
    17 3 Melden
  • Sloping 27.02.2017 19:07
    Highlight Ganz unabhängig davon, ob aus sportlicher Sicht eine Weiterverpflichtung von DiDomenico Sinn macht oder nicht und wie sein Verhalten gegenüber dem Verein zu beurteilen ist, sollte sich das Europäische Hockey Gedanken machen um die vertragliche Zusammenarbeit mit der NHL. Wenn ich mich richtig erinnere, erhielt Kloten für Santala vom KHL Verein eine Transferentschädigung. So wird die Schweiz und andere Ligen zum Selbstbedienungsladen der NHL. Der Traum des Spielers ist verständlich, der abgebende Verein sollte finanziell aber nicht leer ausgehen.
    40 1 Melden
    • stubi 28.02.2017 07:58
      Highlight Kann dir nur zustimmen, die NHL profitiert nur von den Europäischen Ligen. Ist Amerika wirklich noch ein Traum ?

      8 0 Melden
  • Mia_san_mia 27.02.2017 18:59
    Highlight Der kann ja froh sein, dass er von diesem Verliererverein weg ist...
    12 55 Melden
  • dizzy 27.02.2017 18:21
    Highlight als ob der für die nhl reichen würde...bahaha
    31 5 Melden
  • Coliander 27.02.2017 18:13
    Highlight Jeder der DiDomenico als Verräter abtut ist ein heuchler. Ihr würded in seiner Situation das gleiche tun. Ich würde sogar mein Herzensclub für die NHL verlassen. Um sein Abgang noch verständlicher zu machen ein paar weitere Gründe weshalb er das Angebot annehmen musste.
    Kein anderes Team würde ihn verpflichten. Er ist mit 28 nicht mehr der Jüngste. Er bekommt einen Einweg Vertrag, das heisst das er wohl die Saison in der NHL beenden wird. In Ottawa ist der Sturm nicht allzu stark besetzt. Ottawa ist momentan auf einem Playoffplatz.
    30 4 Melden
  • Trubalix 27.02.2017 18:10
    Highlight Lass es rocken chris in der nhl. Den die tigers sind eh bald nlB
    11 55 Melden
  • sidthekid 27.02.2017 17:59
    Highlight Na dann Chris, lebe deinen Traum! Vielen Dank für die Punkte, den Aufstieg und die vielen für mich unvergesslichen Momente!
    Italien -> Langnau -> NHL, nicht schlecht.

    Wir hätten dich gerne gebührend verabschiedet!
    37 4 Melden
    • anje 27.02.2017 21:44
      Highlight Italien-Langnau-NHL...Italien? Wenn alles nichts mehr wird, bekommt er mit seiner ausgeprägtesten (Flug-) Kompetenz bestimmt einen Vertrag bei den Rasenpussis
      10 6 Melden
  • Grundi72 27.02.2017 17:51
    Highlight Ui Zaugg ist ernsthaft enttäuscht und gekränkt :-)

    Ich erkenne ein ähnliches Muster wie bei Kleinkindern!
    55 18 Melden
  • Bruno Wüthrich 27.02.2017 17:46
    Highlight Die SCL Tigers haben den Ligaerhalt noch nicht definitiv gesichert. Dass ein Angebot aus der NHL einen grossen Reiz ausübt, verstehe ich gut. Doch Eishockey ist ein Mannschaftssport. Und als solchen sollte ihn jeder Spieler verstehen. Ein Abhauen vor der wichtigsten Phase der Saison, zu einem Zeitpunkt notabene, in welcher der Klub keinen Ersatz mehr verpflichten kann, ist - man kann es nicht anders sagen - unterste Schublade.

    DiDomenico hat sich seinerzeit dazu entschieden, eine Mannschaftssportart auszuüben. Aber er verhält sich wie ein Einzelsportler. Es ist die Solidarität, die fehlt.
    47 32 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.02.2017 19:44
      Highlight Würdest du das Gleiche schreiben wenn es nicht ein Spieler der Tigers wäre? (Bruno Wüthrich ist Co-Präsident des Fanclubs des SCL) DiDo war immer ein Söldner, in der B hatte er eine Ausstiegsklausel für Angebote aus der A, und nun hat er eine einmalige Chance seinen Kindheitstraum zu verwirklichen und nimmt sie natürlich wahr. Nach seinen Leistungen in der Aufstiegssaison hat er es nicht verdient als Verräter abgestempelt zu werden, und er verlässt die Tigers mit komfortablem Punktevorsprung, nicht am Rande des Abstiegs.
      21 7 Melden
    • Bruno Wüthrich 27.02.2017 20:52
      Highlight ????

      Eishockey ist ein Mannschaftssport und Chris DiDomenico hat sich entschieden, Eishockey zu spielen, also eine Mannschaftssportart (und keinen Einzelsport) auszuüben.

      Doch DiDo entscheidet sich, in der für den Klub wichtigsten Phase abzuhauen. Das kann ich nicht gutheissen. Das würde ich auch bei keinem andern Klub gutheissen, es würde mich vermutlich aber etwas weniger interessieren.

      DiDo war vor allem in der NLB ein überragender, aber in der NLA nur noch zeitweise ein guter Ausländer. Würde er im Sommer besser trainieren, hätte er auch in der NLA zu den besten gehören können.
      13 10 Melden
  • Paradiddle 27.02.2017 17:13
    Highlight Ach der Klaus mit seinem "Schwefelgeruch..."
    49 13 Melden
    • bendr 27.02.2017 18:02
      Highlight Schwefelgeruch wird man tatsächlich kaum mehr los. Meine Badehose stinkt immer noch erbärmlich!
      18 3 Melden
  • Toastbrot 27.02.2017 17:07
    Highlight Aktuell Platz 23 der Scorerliste... In ein paar Monaten wird man vom ehemaligen Kultstürmer sprechen. Der Sprung fast über die Bande bleibt für die Ewigkeit😃
    38 7 Melden
  • whatthepuck 27.02.2017 16:56
    Highlight Wer denkt, dass einer nicht aus Langnau flieht, wenn er ein Angebot aus Nordamerika, notabene der NHL, erhält, der lebt auf einem anderen Planeten. Darüber kann man sich doch unmöglich empören. Was dachten die sich in Langnau? Haha.
    72 32 Melden
  • Ardkev 27.02.2017 16:54
    Highlight Verräter? Ich sehe es anders. Da ist ein kanadier, der ein Angebot aus der besten Liga der Welt hat. Das ist wohl seine letzte Chance ( ob es reicht das weiss niemand) Didomenico gab uns Langnau Fans viele unglaublich schöne Momente.. Ich wünsche Ihm nur das beste und denke nicht im Traum daran, Ihn Verräter zu nennen. Langnau hat 11 Punkte Vorsprung, das sollte man schaffen auch wenn Dido nicht mehr da ist. Ich wünsche allen einen schönen Abend :)
    91 12 Melden
    • LordVenedig 27.02.2017 17:23
      Highlight Geht mir genau so... dido hat sehr viel für die tigers geleistet ihn jetzt wegen seines traumes einen verräter zu nenen geht zu weit.
      Danke chris für deine tollen spielzüge und viel glück in der NHL.
      Vielleicht siet man dich mal wieder in der schweizer hockeyszene mich würde es nähmlich freuen :D
      41 12 Melden
    • Mia_san_mia 27.02.2017 19:02
      Highlight @LordVenedig: Der hat doch Langnau schon vergessen und ist froh, dass er niemals dorthin zurück muss.
      10 36 Melden
    • Ardkev 27.02.2017 19:12
      Highlight Erinnere mich nur zu gerne an den Penalty gegen die Lakers im 2 Spiel gegen die Lakers.. Diese Emotionen damals sind Unbeschreiblich.. Und dann noch dieser Jubel von Ihm:)
      21 7 Melden
    • MARC AUREL 27.02.2017 20:11
      Highlight Ahh und ich erinnere mich gerne als Bern Meister wurde und Langnull abstieg!😉
      11 27 Melden
    • Mia_san_mia 27.02.2017 20:59
      Highlight @Ardkev: So einen Glücksschuss hat jeder mal... Sonst war er ja mehr auf dem Eis und hat simuliert wie ein italienischer Fussballer 😂
      6 17 Melden
    • Bruno Wüthrich 27.02.2017 21:00
      Highlight Verräter ist auch für mich ein zu hartes Wort. Aber es ist halt einfach so, dass Eishockey ein Mannschaftssport (und kein Einzelsport) ist. DiDomenico hat sich irgendwann dafür entschieden, einen Mannschaftssport auszuüben, verfolgt seine Karriere aber wie ein Einzelsportler. Und dies gilt es meines Erachtens sehr wohl zu kritisieren.

      Aus menschlichen Gesichtspunkten ist es auch aus meiner Sicht verständlich, dass er die Chance nutzen möchte. Doch eben: Wenn er seine Karriere allem anderen zum Trotz und ohne Rücksichtsnahme verfolgen will, hätte er keine Mannschaftssportart wählen sollen.
      5 13 Melden
    • sidthekid 27.02.2017 21:15
      Highlight Weist du Marc, sportliche Aufstiege setzen halt mehr Emotionen frei als solche am grünen Tisch. Aber da kannst du nicht mitreden. Und komm mir jetzt nicht mit den Mesitertiteln. Den hatten wir im B auch 😘😜
      20 3 Melden
    • anje 27.02.2017 21:35
      Highlight ich bin begeistert von diesem Transfer! Endlich ist er weg vom CH-Eis - und bleibt es hoffentlich für immer!!!
      2 12 Melden
    • MARC AUREL 27.02.2017 22:42
      Highlight Ein Titel im NLB ist nichts im vergleich im NLA Meister zu werden.
      5 15 Melden
    • sidthekid 28.02.2017 06:26
      Highlight Was du nicht sagst. Da wäre ich selbst nicht drauf gekommen... 😄 Captain Obvious!
      10 0 Melden
  • John McClane 27.02.2017 16:53
    Highlight Keinen neuen Vertrag in der Schweiz, weil er ein Verräter ist?? Bullshit! Tambellini war auch ein Verräter (Flucht vor Crawford) und hat dennoch einen neuen Vertrag in der Schweiz erhalten. Ok, war Gotteron, aber trotzdem. Hier wird schnell mal ausgeblendet was gewesen ist.
    54 5 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.02.2017 16:25
    Highlight Der letzte Absatz ist schlichtweg schlecht recherchiert. Sonst würde Klaus Zaugg wissen dass Guy Boucher zwei Saisons lang Trainer von DiDomenico war in der QMJHL. Es ist also nicht nur so dass Crawford und Boucher ihn aus der Schweiz kennen, Boucher kennt ihn seit seiner Juniorenzeit.
    47 11 Melden
    • Reto Fehr 27.02.2017 16:46
      Highlight Der Eismeister schreibt nicht, dass die beiden früher nie zusammen arbeiteten. Er wird ihn nicht nur geholt haben, weil er ihn noch vor acht Jahren trainierte.
      Komme übrigens nur auf eine gemeinsame (Teil-)Saison in der QMJHL (2008/09).
      32 7 Melden
    • Gelöschter Benutzer 27.02.2017 17:02
      Highlight Stimmt, war nur eine halbe Saison, habe wohl selber schlecht recherchiert, vonwegen wer im Glashaus sitzt und mit Steinen wirft... Störe mich eher daran das Zaugg so tut als ob sie ihn nur holen weil sie ihn aus der Schweiz kennen, und das wieder mal als Chance braucht um so zu tun als ob die NLA in Sachen Professionalität oder Qualität der NHL nicht meilenweit unterlegen ist.
      23 6 Melden
  • Gelöschter Benutzer 27.02.2017 16:11
    Highlight Wer wohl eher Verrat am Sport wenn er die Chance in der NHL zu spielen, sei sie auch noch so gering, nicht nutzen würde. Ottawa ist so gut wie qualifiziert für die Playoffs und es fehlt aufgrund von Verletzungen an Stürmern, gut möglich dass er zumindest einmal ein paar Minuten in der vierten Reihe erhält.
    44 4 Melden
    • Coliander 27.02.2017 18:21
      Highlight Ne die Sens müssen noch hart arbeiten für die Playoffs. Boston und Toronto sind nicht weit weg.
      Aber guter Zug ihn zu holen. Ryan fehlt Hofmann und Stone haben wieder gespielt, aber ob die schon wieder fit sind. Neil Lazar Kelly sind jetzt nicht unbedingt die besseren Spieler als Didomenico.
      8 0 Melden
  • labraduddel 27.02.2017 16:09
    Highlight Mein tipp war ja genial fast auf die minute 😂
    10 6 Melden
    • RedWing19 27.02.2017 16:43
      Highlight Jaja, dabei bist du nämlich Klaus Zaugg höchstpersönlich. Und tust jetzt so, als hättest du es vorausgesagt mit dem Bericht. tztztz :-D
      15 6 Melden
    • labraduddel 27.02.2017 19:44
      Highlight Der schwefelgeruch des verrats haftet an dir 😂
      7 2 Melden
  • lushütte 27.02.2017 16:00
    Highlight Nume nid gsprängt!
    Auf Grund der aktuellen Situation sollten wir ruhig bleiben und den Fokus auf die kommenden 6 Platzierungsrunden richten
    Es ist für uns unverständlich, dass für einen Kanadier die NHL einfach alles bedeutet. Auch wenn die Chancen sich schlussendlich durchzusetzen minim sind und für die neue Saison bereits der Zweiwegvertrag im Raum steht. Das heisst dann AHL und bedeutend weniger "netto" im Sack gegenüber heute.
    Aus dieser Sicht Chlöisu ist Verräter überspitzt, das ist für mich im höchsten Mass unkollegial. Lassen wir die Türe offen, Dido würde im Emmental wieder akzeptiert.
    26 17 Melden
    • Wisegoat 27.02.2017 19:43
      Highlight Um es in den Worten von Greg Holst zu sagen: Fucking absolut!
      9 3 Melden
  • zsalizäme 27.02.2017 14:49
    Highlight Bin ich der einzige, der ihn versteht? Wenn ich bei den Tigers (oder ein anderes NLA Team) spielen würde und ein NHL-Team würde mir eine Offerte schicken, ich würde auch alles probieren um diesen Traum wahr werden zu lassen.
    117 8 Melden
    • Yves Steiner 27.02.2017 15:29
      Highlight Das sehe ich genau so... Der Traum eines jeden Eishockeyspielers ist die National Hockey League. Nirgends wird das Eishockey so zelebriert wie in der NHL. Vor allem erhält der Kanadier Di Domenico die Chance im Dress einer kanadischen Franchise aufzulaufen. Wer würde da schon nein sagen? Von Verrat zu sprechen ist aus meiner Sicht schon fast eine bodenlose Frechheit.
      74 12 Melden
    • goschi 27.02.2017 15:29
      Highlight Dafür gibt es ja die Ausstiegsklausel, verstehe das Gewese darum jetzt auch nicht.
      27 12 Melden
    • Boogie Lakeland 27.02.2017 15:39
      Highlight Natürlich ist es eine Frechheit. Und wenn es um einen Spieler der Lions, dem EVZ oder Lugano geht würde er das auch so schreiben. Aber es geht um seiner Tigerli, da ist er emotional.
      Langnau ist nicht in den Play Offs. Langnau kann fast nicht absteigen. Soll er die Chance packen und sein Glück versuchen.
      Ohne ihn wären die Tigerli eh noch im B.
      37 14 Melden
  • Boogie Lakeland 27.02.2017 14:25
    Highlight Schnuuf mau düre Chlöisu! Mit Deiner Tiger Brille solltest Du mal aufhören Tiger Artikel zu schreiben. Dido ist Kanadier, aus der Provinz Ontario.
    Ottawa ist ein NHL Team. Aus der Provinz Ontario.
    Der Schwefelgeruch kommt wohl eher von daher, dass die Führungsetage Deiner Tiger diesen Braten nicht früher gerochen hat!
    89 41 Melden
    • manolo 27.02.2017 14:50
      Highlight Recht hast du!
      25 18 Melden
  • das Otzelot 27.02.2017 14:25
    Highlight Was wollen die mit Dido? Mal ehrlich. Wenn er Lust hat, kann er ein guter Spieler sein aber für die NHL?
    Das Risiko für Ottawa wahrscheinlich gleich 0 und die Kosten auch nicht erwähnenswert darum wohl einen Versuch Wert. Bringts nüt de Schads nüt.
    107 3 Melden
  • Lümmel 27.02.2017 13:53
    Highlight "Er war sehr emotional"." Seine Karriere sei zerstört, wenn er nicht in die NHL wechseln dürfe."

    Klingt so wie er sich auf dem Eis auch ab und an verhält. Mit der hohen Kunst des Schauspiels.
    70 10 Melden
    • Mia_san_mia 27.02.2017 19:15
      Highlight Ja das war echt einer der grössten Schwalbenkönige im Hockey. Aber das er er geht ist verständlich, es kann sicher nichts schöneres geben als von diesem Verliererteam weg zu kommen.
      6 24 Melden
  • anje 27.02.2017 13:42
    Highlight buuuuaahhhhh!!!! Ein vorgezogener Aprilscherz?! Bin mal gespannt wie viel Eiszeit der Schwalbenkönig in der NHL bekommt!
    71 12 Melden
  • Roaming212 27.02.2017 13:32
    Highlight Schwefelgeruch scheint das neue Lieblingswort von Zaugg zu sein.
    90 14 Melden
    • joe 27.02.2017 14:30
      Highlight Du hast noch nicht viele Kolumnen von Ihm gelesen. Das schrieb er schon als er vor zirka 100 Jahren beim BLICK schrieb...! ;-)
      74 2 Melden
  • Steven86 27.02.2017 13:30
    Highlight Ist wohl jemand frustriert, das man der Topscorer verlieren. Von einiger Zeit hat hier jemand ihn sehr hoch gejubelt und jetzt plötzlich als er geht ist er nicht mehr gut genug.
    44 23 Melden
    • Wisegoat 27.02.2017 19:47
      Highlight Steven86: Ui auch noch schnell was getippt gäll!? Natürlich ist ein Tigers Fan enttäuscht, wenn der Topskorer geht. Wäre in Bern mit Arcobello oder in Fribourg mit Sprunger nicht anders. Aber hauptsache was geschrieben.
      8 5 Melden
  • Yotanke 27.02.2017 13:30
    Highlight Ich bin kein Dido-Fan. Und obwohl KZ seit einiger Zeit gegen Dido den Federkiel wetzt bin ich der Ansicht, dass dies der Sache nicht gerecht wird. Habe viele Spiele mit Dido gesehen. Er mag nicht mehr so viele Tore schiessen. Aber er prägt das Spiel seiner Mannschaft eindrücklich. Kämpferisch, aber auch als Passgeber. Was sind seine Sturmpartner ohne ihn? In der Defensive des Gegners herrscht Alarmstimmung wenn der Goldhelm auf dem Eis ist. Immerhin fällt nun hohe Lohnsumme für die letzten Spiele weg. Vorgehen von Dido ist schwach - wie Santala bei Kloten.
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    • RedWing19 27.02.2017 13:38
      Highlight Nun, ein soo hohe Lohnsumme fällt nun auch wieder nicht weg, bei den restlichen Spielen und diesem Lohn ;-)
      Beim Rest stimme ich dir natürlich zu.
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    • olllli 27.02.2017 14:20
      Highlight Der Vergleich mit Santala stimmt nicht ganz. Santala wäre gerne in Kloten geblieben. Man hat sein Lohn anfangs Saison um 50% gekürzt, er hat es akzeptiert. Er wäre trotzdem auch nächstes Jahr in Kloten geblieben. Kloten wollte sein Gehalt nochmals kürzen, auch das hätte Santala akzeptiert wenn er einen Vertrag über zwei Jahre bekommen hätte aber das trauten ihm die Klotener nicht mehr zu. Erst nacher hat Santala bei der Russen unterschrieben, er wollte nicht weg er hat auch nie von der KHL geträumt.
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    • Yotanke 27.02.2017 14:48
      Highlight @olllli: Aber H A L L O? Ist gibt viele Spieler, welcher für die kommende Saison keinen Vertrag bekommen oder nicht mit den gewünschten Konditionen. Aber ist das der Freipass um mitten aus einem LAUFENDEN Vertrag auszusteigen? Die Herren Santala und Dido sind MITTEN aus einem LAUFENDEN Vertrag ausgestiegen. Ist moralisch ganz schwach. Spielt da gar keine Rolle, wie die Verhandlungen für die nächste Saison etc. ausgesehen haben. Wieso überhaupt noch Verträge abschliessen?
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    • goschi 27.02.2017 15:37
      Highlight Ausstiegsklausel ist Ausstiegsklausel, wenn das dem Verein nicht passt, soll er es nicht in den Vertrag schreiben, mit der Konsequenz vermutlich viele Spieler nicht zu kriegen.
      Aber darüber zu greinen ist völlig unprofessionell.
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    • Yotanke 27.02.2017 16:49
      Highlight @Goschi: hast Du den Artikel gelesen? Dido und eben auch Santala hatten explizit keine Ausstiegsklausel. Sind dann einfach grännen gegangen beim Sportchef.
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    • Hayek1902 27.02.2017 17:14
      Highlight Santala hat freiwillig auf Lohn verzichtet, logischerweise ist damit der Vertrag auch einseitig Kündbar. Zu DiDo: Wer bitte rechnete bei ihm schon mit der NHL? Die Chance bekommt er nach den Playouts nicht mehr, informiert euch gefälligst. Er hat genug für die Tigers getan, mit der Ligaquali werden sie nichts zu tun haben. Ein Ex-Tiger kann seinen Traum ausleben und wird min. Zu einsatzminuten in der besten Liga kommen, darüber könnt ihr euch doch auch freuen.
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    • Yotanke 27.02.2017 17:38
      Highlight @Hayek: Santala hat den Vertrag für Saison 2016/2017 rechtsgültig unterschrieben, inkl. der 10% Lohnkürzung. Was soll das Geschwafel von einseitiger Kündigung? Und wenn Dido keine Ausstiegsklausel im Vertrag drin hat, dann war das sein Versäumnis. Ihr könnt es drehen und wenden wie ihr wollt und die Clubbrille aufsetzen, welche ihr wollt. Fakt ist, sowohl Santala und Dido haben Vertragsbruch begangen, weil sie irgendwo etwas gesehen haben, was sie haben wollen. Beide wurden vertragsbrüchig und das moralische Verhalten ist inakzeptabel.
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