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Kari Jalonen bejubelt im Frühling 2017 den Meistertitel mit dem SC Bern. Bild: KEYSTONE

Kari Jalonen bis 2020 beim SCB – wenn nicht noch der Zytglogge auf den McDonalds kippt

Noch bevor der erste Schnee fällt, strebt der SCB die Vertragsverlängerung mit Erfolgstrainer Kari Jalonen (57) und seinen finnischen Freunden an. Um zwei Jahre.

31.08.17, 16:30


Der SCB hat in der Neuzeit nie Verträge von Trainern frühzeitig verlängert. Nur beim Kulttrainer Bill Gilligan hätten die Berner gerne frühzeitig und um mehrere Jahre prolongiert – doch der Amerikaner pokerte cool mit Einjahresverträge, die er erst im Mai zu unterzeichnen pflegte. In vier Jahren wurde er dreimal Meister (1989, 1991 und 1992) und im vierten und letzten Jahr (1991/92) kostete er den SCB brutto etwas mehr als 700 000 Franken. Schweizer- und Europarekord.

Lars Leuenberger wurde mit dem SCB ebenfalls Meister und musste dennoch gehen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Beim SCB hat die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine schöne Tradition. Nicht die vorzeitige Verlängerung. Ueli Schwarz warf das Handtuch, Alan Haworth, Pekka Rautakallio, Alpo Suhonen, John van Boxmeer, Larry Huras, Antti Törmänen und Guy Boucher wurden alle gefeuert – und Lars Leuenberger erfuhr noch vor Ablauf seines Vertrags im Frühjahr 2016, dass er nicht mehr gebraucht wird. Meister wurde er trotzdem.

Ruhige Saison

Im Sommer 2016 hat Kari Jalonen in Bern seine Arbeit aufgenommen und dem SCB die ruhigste Saison seit Menschengedenken und die erste Titelverteidigung in unserem Hockey seit 2001 beschert. Nie Polemik, nie Zweifel.

«Es macht Sinn, eine erfreuliche Zusammenarbeit fortzusetzen.»

Alex Chatelain, Sportchef SCB

Kein Wunder, geniesst der finnische Bandengeneral mit seinen beiden Assistenten Ville Peltonen und Samuel Tilkanen in Bern eine Autorität wie einst Adrian von Bubenberg, der heldenhafte Verteidiger von Murten. Aber sein Vertrag läuft im Frühjahr. Gewährsleute aus Finnland melden, sein Agent sortiere schon die Angebote.

Alex Chatelain würde mit Jalonen gerne verlängern. Bild: KEYSTONE

SCB-Sportchef Alex Chatelain will nichts überstürzen. Einerseits. Er sagt: «Wir wollen doch erst einmal mit der neuen Saison beginnen, bevor wir schon über den Trainer reden.» Andererseits räumt er ein: «Es liegt auf der Hand, dass es Sinn macht, eine erfreuliche Zusammenarbeit fortzusetzen …»

Klopft bald der ZSC an?

SCB-General Marc Lüthi bezeichnet Kari Jalonen als «einen der renommiertesten und besten Trainer Europas». Er ist mit seiner Einschätzung nicht alleine. Also erstaunt es nicht, dass der Name des SCB-Trainers schon in den Notizbüchern der Sportmanager der grossen europäischen Klubs steht, bevor die Saison auch nur begonnen hat. Und was, wenn sich die schwedische Trainerherrlichkeit bei den ZSC Lions in Rauch auflösen sollte? Sportchef Sven Leuenberger kennt Kari Jalonen gut. Und es kann sein, dass auch Lugano im nächsten Frühjahr wieder einmal einen neuen Trainer sucht.

Sven Leuenberger kennt Kari Jalonen bereits. Bild: KEYSTONE

Kari Jalonen ist ein Chef, der gerne klare Verhältnisse hat. Er fühlt sich in der europäischen Eishockey-Hauptstadt Bern sehr wohl. Und so wie Alex Chatelain sagt, es mache doch Sinn, eine erfreuliche Zusammenarbeit fortzusetzen, so macht es auch für Kari Jalonen Sinn, weiterhin mit einer Mannschaft zu arbeiten, mit der er soeben einen Titel gewonnen hat und die das Potenzial für zwei oder drei weitere Meisterschaften hat.

Blick in die Zukunft: Schnee hat es schon und der Zytglogge steht auch noch. Kari Jalonen wird da schon verlängert haben. Bild: EPA/KEYSTONE

Wenn alles seinen gewohnten Gang nimmt – also der Zytgloggeturm in Bern nicht noch auf die McDonalds-Filiale kippt – dann wird der SCB mit Kari Jalonen und seinen beiden finnischen Assistenten um zwei Jahre bis 2020 verlängern noch bevor der erste Schnee fällt.

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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21
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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Apfel Birne 01.09.2017 11:33
    Highlight Wieso sollte Kari Jalonen zum Z oder zum notorisch erfolglosen Lugano gehen, wenn er in Bern alles hat was ein Trainer braucht?
    22 3 Melden
  • Bärner Bube 01.09.2017 07:35
    Highlight Hoffentlich hat er einen Vetrag mit einer festen Ablösesumme unterschreiben. Ich denke da so an 222 Mio. Irgend jemand bezahlt das schon für Kari.
    17 3 Melden
  • Tobiwankenobi [ZH] 31.08.2017 23:08
    Highlight Von Europäischer Eishockeyhauptstadt zu sprechen finde ich verdammt übertrieben.
    Da gibt es einige die da noch deutlich vor Bern kommen...
    27 42 Melden
    • Jürg Müller 01.09.2017 04:51
      Highlight Welche ?
      17 4 Melden
    • MARC AUREL 01.09.2017 06:09
      Highlight Aber ganz klar kein Schweizer Klub! Und die Frage ist in welchem Bereich?
      8 15 Melden
    • hockeyaner 01.09.2017 07:29
      Highlight Was Züürrii??🙈😅
      9 7 Melden
    • goschi 01.09.2017 07:34
      Highlight welche denn?
      9 3 Melden
    • h_mm 01.09.2017 07:41
      Highlight Stimmt das ist doch Zürich ;-)
      4 7 Melden
    • Tobiwankenobi [ZH] 01.09.2017 09:00
      Highlight St. Petersburg, Moskau und momentan auch Götheborg würde ich da noch vor Bern nennen.

      Von Zürich habe ich keinen Ton gesagt. Mannnn habt ihr Komplexe...
      16 11 Melden
    • Schreiberling 01.09.2017 09:32
      Highlight Ich denke da beispielsweise an Götheborg, Moskau oder Prag http://I
      11 4 Melden
    • hockeyaner 01.09.2017 09:42
      Highlight Komplexe? Bin kein Mir sind Züürrii.....😉
      4 9 Melden
    • MARC AUREL 01.09.2017 12:57
      Highlight Petersburg und Moskau? Das sind keine Vorzeigeklubs sorry also! Ohne Gazprom und Putin läuft da nix. Die sind weder Wirtschaftlich noch was die Zuschauerzahlen anbelangen auf Augenhöhe mit Bern! Spielerisch ja da sind sie stärker wie auch Göhteburg sonst kannst du beide Russen Klubs vergessen! Nennt mir ein Klub in Europa der mehr Zuschauer oder Wirtschaftlich stärker ist???
      14 10 Melden
    • Hallo22 02.09.2017 14:33
      Highlight @Marc Aurel SKA St. Petersburg hat im Schnitt am 4. meisten Zuschauer in Europa und Dynamo Minsk am 2. meisten. Allgemein finde ich es nicht richtig den besten Klub Europas nach Zuschauerzahlen zu küren. Das wäre wie wenn ich sagen würde :"Köln ist die Eishockeyhauptstadt weil sie das grösste aktive Stadion in Europa haben" einfach nur ein schlechter Witz.
      5 3 Melden
    • Hallo22 02.09.2017 14:37
      Highlight Und nun noch an alle SCB Fans eine Eishockeyhauptstadt ist für mich die Stadt mit dem spielerisch besten Verein. Da gibt es viele die vor Bern sind.... SKA St. Petersburg, ZSKA Moskau, Metallurg Magnitogorsk, Frölunda, Sparta Prag, Vaxjö Lakers, Tampara Tampereen um nur einige zu nennen.
      2 7 Melden
    • MARC AUREL 02.09.2017 16:10
      Highlight Hallo22, dazu gehören mehrere Faktoren und nicht nur 1. wie du es siehst... Wirtschaftlich wie auch was die Zuschauer betrifft kommt keiner an Bern heran. Spielerisch sieht es ein bisschen anders aus, da gebe ich dir recht. Da sehe ich aber nur die Russen und Frölunda vor Bern. Aber das Gesamtpaket zählt und wenn ich ein anderer Klub wählen müsste dann Frölunda. Dein Klub ist es sicher mal nicht.
      2 5 Melden
  • weepee 31.08.2017 20:30
    Highlight Da zeigt einer schon vor offiziellem Saisonstart wieder unübersehbar Flagge...
    25 8 Melden
    • MARC AUREL 31.08.2017 21:05
      Highlight Ist halt der Klub der am meisten bewegt demendsprechend wird auch berichtet!😎
      22 45 Melden
    • weepee 31.08.2017 21:38
      Highlight Ganz ehrlich Marky Mark, von dir hab ich schlicht keinen anderen Kommentar erwartet - wie üblich, null Objetivität 😂
      35 11 Melden
    • hockeyaner 01.09.2017 07:32
      Highlight Wo Marc recht hat hat Er recht! Wieso wird über andere Vereine weniger geschrieben? Weil es keine Sau interessiert.....siehe Klicks und Kommentare zu den jeweiligen Bereichten!🤗
      8 18 Melden
    • weepee 01.09.2017 09:07
      Highlight Klar doch hockeyaner... Wären wir hier in der Berner Zeitung, würden deine Zeilen durchaus Sinn machen 😉
      7 8 Melden
    • hockeyaner 01.09.2017 09:40
      Highlight Was das ist nicht die BZ??😱
      5 3 Melden

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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