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Berns Head Coach Kari Jalonen mit dem Pokal bei der Meisterfeier des SC Bern, am Samstag, 22. April 2017 auf dem Bundesplatz in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Kari Jalonen bejubelt im Frühling 2017 den Meistertitel mit dem SC Bern. Bild: KEYSTONE

Kari Jalonen bis 2020 beim SCB – wenn nicht noch der Zytglogge auf den McDonalds kippt

Noch bevor der erste Schnee fällt, strebt der SCB die Vertragsverlängerung mit Erfolgstrainer Kari Jalonen (57) und seinen finnischen Freunden an. Um zwei Jahre.



Der SCB hat in der Neuzeit nie Verträge von Trainern frühzeitig verlängert. Nur beim Kulttrainer Bill Gilligan hätten die Berner gerne frühzeitig und um mehrere Jahre prolongiert – doch der Amerikaner pokerte cool mit Einjahresverträge, die er erst im Mai zu unterzeichnen pflegte. In vier Jahren wurde er dreimal Meister (1989, 1991 und 1992) und im vierten und letzten Jahr (1991/92) kostete er den SCB brutto etwas mehr als 700 000 Franken. Schweizer- und Europarekord.

ARCHIVBILD ZUM NEUEN LEITER SPORTSTRATEGIE BEIM SC BERN --- Berns Trainer Lars Leuenberger im dritten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem HC Lugano und dem SC Bern, in der Resega Halle in Lugano, am Donnerstag, 7. April 2016. (KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi)

Lars Leuenberger wurde mit dem SCB ebenfalls Meister und musste dennoch gehen. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Beim SCB hat die vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine schöne Tradition. Nicht die vorzeitige Verlängerung. Ueli Schwarz warf das Handtuch, Alan Haworth, Pekka Rautakallio, Alpo Suhonen, John van Boxmeer, Larry Huras, Antti Törmänen und Guy Boucher wurden alle gefeuert – und Lars Leuenberger erfuhr noch vor Ablauf seines Vertrags im Frühjahr 2016, dass er nicht mehr gebraucht wird. Meister wurde er trotzdem.

Ruhige Saison

Im Sommer 2016 hat Kari Jalonen in Bern seine Arbeit aufgenommen und dem SCB die ruhigste Saison seit Menschengedenken und die erste Titelverteidigung in unserem Hockey seit 2001 beschert. Nie Polemik, nie Zweifel.

«Es macht Sinn, eine erfreuliche Zusammenarbeit fortzusetzen.»

Alex Chatelain, Sportchef SCB

Kein Wunder, geniesst der finnische Bandengeneral mit seinen beiden Assistenten Ville Peltonen und Samuel Tilkanen in Bern eine Autorität wie einst Adrian von Bubenberg, der heldenhafte Verteidiger von Murten. Aber sein Vertrag läuft im Frühjahr. Gewährsleute aus Finnland melden, sein Agent sortiere schon die Angebote.

SCB Sportchef Alex Chatelain praesentieret die sportliche Bilanz  der SCB-Eishockey AG der vergangenen Meistersaison am Dienstag, 29. August 2017 in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Alex Chatelain würde mit Jalonen gerne verlängern. Bild: KEYSTONE

SCB-Sportchef Alex Chatelain will nichts überstürzen. Einerseits. Er sagt: «Wir wollen doch erst einmal mit der neuen Saison beginnen, bevor wir schon über den Trainer reden.» Andererseits räumt er ein: «Es liegt auf der Hand, dass es Sinn macht, eine erfreuliche Zusammenarbeit fortzusetzen …»

Klopft bald der ZSC an?

SCB-General Marc Lüthi bezeichnet Kari Jalonen als «einen der renommiertesten und besten Trainer Europas». Er ist mit seiner Einschätzung nicht alleine. Also erstaunt es nicht, dass der Name des SCB-Trainers schon in den Notizbüchern der Sportmanager der grossen europäischen Klubs steht, bevor die Saison auch nur begonnen hat. Und was, wenn sich die schwedische Trainerherrlichkeit bei den ZSC Lions in Rauch auflösen sollte? Sportchef Sven Leuenberger kennt Kari Jalonen gut. Und es kann sein, dass auch Lugano im nächsten Frühjahr wieder einmal einen neuen Trainer sucht.

ARCHIVBILD ZUM NEUEN SPORTCHEF DER ZSC LIONS --- Der zuruecktretende Sportchef Sven Leuenberger waehrend einer Medienkonferenz des SC Bern in der PostFinance Arena in Bern am Mittwoch, 18. November 2015. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

Sven Leuenberger kennt Kari Jalonen bereits. Bild: KEYSTONE

Kari Jalonen ist ein Chef, der gerne klare Verhältnisse hat. Er fühlt sich in der europäischen Eishockey-Hauptstadt Bern sehr wohl. Und so wie Alex Chatelain sagt, es mache doch Sinn, eine erfreuliche Zusammenarbeit fortzusetzen, so macht es auch für Kari Jalonen Sinn, weiterhin mit einer Mannschaft zu arbeiten, mit der er soeben einen Titel gewonnen hat und die das Potenzial für zwei oder drei weitere Meisterschaften hat.

epa05091537 The old town center of Berne, Switzerland, with the Zytglogge watch tower sees the first snow of the year, 07 January 2016. Snow arrived in much of Europe at the beginning of 2016.  EPA/LUKAS LEHMANN

Blick in die Zukunft: Schnee hat es schon und der Zytglogge steht auch noch. Kari Jalonen wird da schon verlängert haben. Bild: EPA/KEYSTONE

Wenn alles seinen gewohnten Gang nimmt – also der Zytgloggeturm in Bern nicht noch auf die McDonalds-Filiale kippt – dann wird der SCB mit Kari Jalonen und seinen beiden finnischen Assistenten um zwei Jahre bis 2020 verlängern noch bevor der erste Schnee fällt.

So sehen die bereits präsentierten Hockey-Trikots der neuen Saison aus

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    Alle Leser-Kommentare
  • Apfel Birne 01.09.2017 11:33
    Highlight Highlight Wieso sollte Kari Jalonen zum Z oder zum notorisch erfolglosen Lugano gehen, wenn er in Bern alles hat was ein Trainer braucht?
  • Bärner Bube 01.09.2017 07:35
    Highlight Highlight Hoffentlich hat er einen Vetrag mit einer festen Ablösesumme unterschreiben. Ich denke da so an 222 Mio. Irgend jemand bezahlt das schon für Kari.
  • Tobiwankenobi [ZH] 31.08.2017 23:08
    Highlight Highlight Von Europäischer Eishockeyhauptstadt zu sprechen finde ich verdammt übertrieben.
    Da gibt es einige die da noch deutlich vor Bern kommen...
    • Jürg Müller 01.09.2017 04:51
      Highlight Highlight Welche ?
    • MARC AUREL 01.09.2017 06:09
      Highlight Highlight Aber ganz klar kein Schweizer Klub! Und die Frage ist in welchem Bereich?
    • hockeyaner 01.09.2017 07:29
      Highlight Highlight Was Züürrii??🙈😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • weepee 31.08.2017 20:30
    Highlight Highlight Da zeigt einer schon vor offiziellem Saisonstart wieder unübersehbar Flagge...
    • MARC AUREL 31.08.2017 21:05
      Highlight Highlight Ist halt der Klub der am meisten bewegt demendsprechend wird auch berichtet!😎
    • weepee 31.08.2017 21:38
      Highlight Highlight Ganz ehrlich Marky Mark, von dir hab ich schlicht keinen anderen Kommentar erwartet - wie üblich, null Objetivität 😂
    • hockeyaner 01.09.2017 07:32
      Highlight Highlight Wo Marc recht hat hat Er recht! Wieso wird über andere Vereine weniger geschrieben? Weil es keine Sau interessiert.....siehe Klicks und Kommentare zu den jeweiligen Bereichten!🤗
    Weitere Antworten anzeigen

Das wären die Logos der Schweizer Klubs, wenn sie NHL-Teams wären

Die Eishockey-Sprache ist englisch: Crosscheck, Slot und Butterfly-Goalie, Boxplay, Icing und Emptynetter. Auch die Schweizer Ligen heissen nicht mehr Nationalliga A und B, sondern National League und Swiss League. Nur die Klubs haben immer noch ihre alten Namen.

Höchste Zeit, dass auch sie sich wandeln upgraden und ihre HC, SC und EV durch zeitgemässe Namen ersetzen!

* Update: User weisen darauf hin, dass der richtige Plural «mice» lautet. Das ist natürlich korrekt. Da ein kleiner Fehler zum …

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